
Unendliche Weiten, massive Steinformationen mit filigranen Felszeichnungen, tiefe Canyons und über allem ein Himmelszelt, dessen Blau sich über rotem Wüstensand ausdehnt und bei Nacht von Sternen übersät ist: Namibias Sehenswürdigkeiten scheinen nicht von dieser Welt zu sein. Naturphänomene wie die endlosen Sanddünen der Namib Wüste, die jahrhundertealten Bäume des Deadvlei und die leuchtenden Felsen der Spitzkoppe wirken so surreal, dass du dich zuweilen wie inmitten einer Filmkulisse fühlen wirst. Und selbst Landschaften, die auf den ersten Blick karg und leblos anmuten, stecken bei genauerem Hinsehen voller Leben.
Wir zeigen dir acht der schönsten Sehenswürdigkeiten Namibias, die wir auf unseren Reisen in das südwestafrikanische Land entdeckt haben – von den größten Dünen der Welt über einen der weltweit tiefsten Canyons bis hin zu den versteckten Perlen, die dich sogar unter den tosenden Atlantik-Wellen erwarten. So viel vorab: Es wird tierisch, kulturell, abenteuerlich und entschleunigend!
Das Wichtigste zu Namibias Sehenswürdigkeiten
- Namibia zählt zu einem der am dünnsten besiedelten Ländern der Welt, weshalb viele Sehenswürdigkeiten einen wilden Charakter aufweisen.
- Namibias Sehenswürdigkeiten reichen von jahrhundertealten Felsmalereien über abgeschiedene Nationalparks bis hin zu bizarren Felsformationen und bieten etwas für Tier-, Pflanzen-, Kultur-, Geschichts- und Geologieinteressierte
- In Namibia kann man auf Safari gehen, durch Wüsten trekken, in Städten spazieren gehen und auf Felsen klettern. Während in der Natur Stille und raue Wildnis vorherrscht, lässt sich in vielen Städten die koloniale Vergangenheit erleben.
Namibia: Fakten zum Staat zwischen karger & farbenfroher Schönheit
Namibia ist mit einer Fläche von rund 824.292 km² zwar eines der größten Länder Südafrikas, doch überaus dünn besiedelt. Das wirst du auf deiner Reise sicherlich bald bemerken. Denn während sich die Sehenswürdigkeiten nur so aneinanderreihen, triffst du vielerorts keine Menschenseele. Und wenn doch, eröffnen sich dir damit fantastische Einblicke in eine Kultur, die nicht viel mit dem gemein hat, was du von zu Hause kennst. Die verschiedenen ethnischen Gruppen des Wüstenstaates pflegen nämlich noch heute ihre ganz eigenen Traditionen und Bräuche. Besuchst du hingegen die größeren Städte, zeigt sich dir ein komplett anderes Bild: Stille und Einsamkeit weichen Trubel und stellenweise sogar europäischem Flair. Eines ist jedoch sowohl inmitten der Natur als auch in urbanen Gefilden allgegenwärtig: Die bewegende Geschichte – sei es in Form von versteckten Felsmalereien, versteinerten Bäumen oder kolonialen Bauten.



🛈 Gut zu wissen: Dass sich die Natur in Namibia ihre Ursprünglichkeit größtenteils so wunderbar beibehalten hat, liegt auch daran, dass die Bewahrung der Natur seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1990 in der Verfassung verankert ist. Über 40 % der Landesfläche wird durch Nationalparks, kommunale Hegegebiete („Conservancies“), Gemeindewälder oder private Naturreservate geschützt.
Tipp: Du willst es noch genauer wissen? Diese 11 Fakten & Tipps rund um Namibia stillen deinen Wissensdurst bestimmt.
Namibias Sehenswürdigkeiten: Uralt und immer noch lebendig

Die Namib Wüste ist wohl eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten in Namibia – nicht zuletzt, weil ein Besuch in der ältesten Wüste der Welt stets an die Millionen von Jahre erinnern lässt, die seit ihrer Entstehung vergangen sind. Mit jedem Jahr scheint jedoch nicht nur die Wüste selbst immer atemberaubender zu werden, auch im restlichen Land entsteht eine weitere Sehenswürdigkeit nach der anderen. Bei einer Reise durch Namibia kannst du von in Nebel gehüllten Küsten zu roten Sanddünen gelangen, wie von Meisterhand geformte Basaltberge erblicken und wenig später durch weite Savannen oder charmante Kolonialstädte spazieren.
Die Hauptstadt Windhoek ist dank ihrer zentralen Lage und dem internationalen Flughafen ein idealer Ausgangspunkt, um durch den Wüstenstaat zu reisen. Ob du zu den riesigen Dünen in der Namib Wüste im Zentrum Namibias aufbrichst, den grünen Norden erkundest oder die trockenen Canyons im Süden durchstreifst: Eine „falsche“ Richtung kannst du nicht einschlagen. Damit du weißt, was dich wo erwartet, haben wir die folgenden acht Sehenswürdigkeiten aus den unterschiedlichen Teilen des Landes ausgewählt. In der Karte unten kannst du sehen, wo sie liegen.
Die Top 8 Sehenswürdigkeiten Namibias im Überblick:
| Sehenswürdigkeit | Lage | Besonderheit | Beste Reisezeit | Perfekt für |
| Etosha Nationalpark | Im Norden Namibias etwa 400 Kilometer nördlich von Windhoek | Nationalpark mit zahlreichen Wildtieren und verschiedenen Vegetationszonen | Tiersichtungen: Trockenzeit (Winter, Mai bis Oktober) Blühende Natur & Vogelbeobachtungen: Regenzeit (Sommer, November bis April) | Tier-, Natur- & Safaribegeisterte |
| Damaraland | Im Nordwesten Namibias am Rand der Namib Wüste südlich des Kaokoveldes zwischen der Skelettküste und dem Etosha Nationalpark | Einsame, surreale Landschaft mit einer Vielzahl von Wildtieren und jahrhundertealten Felszeichnungen | Mai bis Oktober | Geschichtsinteressierte, Naturliebhaber & Abenteuerlustige |
| Spitzkoppe | Im Zentrum Namibias, im südlichen Teil des Damaralands inmitten des Namib-Wüstenvorlandes | Gewaltiger Granitberg mit unterschiedlichsten Steinformationen und Felsmalereien | Mai bis September insbesondere im Sommer zwischen November und März sind Wanderungen aufgrund der Hitze in den kühleren Morgenstunden zu empfehlen | Wanderbegeisterte, Kulturinteressierte & Abenteuerlustige |
| Fish River Canyon | Im Süden Namibias an der Grenze zu Südafrika zwischen Seeheim und Ais Ais im /Ai /Ais-Richtersveld Transfrontier Park | Die größte Schlucht Afrikas und der zweitgrößte Canyon der Erde | April bis September | Naturbegeisterte, Geologie-Interessierte & Abenteuerlustige |
| Namib-Wüste | An der Atlantikküste Angolas, Namibias und Südafrikas | Älteste Wüste der Welt und eine der wenigen Küstenwüsten weltweit | Mai bis Oktober | Naturbegeisterte & Abenteuerlustige |
| Skelettküste | Im Norden Namibias zwischen Swakopmund und dem Kunene (Grenzfluss zu Angola) | Raue Küstenregion, an der die Wüste auf das Meer trifft | Juli bis November Paarungszeit der Robben am Cape Cross: ca. September bis Dezember | Abenteuerlustige & Naturbegeisterte |
| Swakopmund | In der Mitte von Namibia an der Skelettküste zwischen der Wüste Namib und dem Atlantik nahe der Mündung des Flusses Swakop | Küstenstadt mit einer Mischung aus deutscher Kolonialgeschichte und afrikanischem Flair | Dezember bis Februar | Kulturinteressierte & Abenteuerlustige |
| Waterberg | Im Norden Namibias am Rande der nördlichen Kalahari in der Ebene der Omaheke | Geologisch faszinierende Hochebene mit seltenen Tieren und grüner Vegetation | Mai bis September (Trockenzeit) | Naturbegeisterte & Kulturinteressierte |
1. Etosha Nationalpark: Magische Tierbegegnungen & endlose Weiten

„Ort der Leere“ oder „Großer weißer Ort“: So lässt sich „Etosha“ übersetzen. Und tatsächlich scheinen beide Bezeichnungen auf den ersten Blick überaus zutreffend. Die rund 5.000 km² weiße Salzpfanne im Herzen des Nationalparks flirrt in der Hitze bis zum Horizont und ist von einer unglaublichen Weite umgeben. In Wirklichkeit ist es hier jedoch alles andere als leer – sonst würde das Schutzgebiet wohl auch kaum zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Namibias zählen. Es streift eine solche Menge an Wildtieren durch die endlose Steppe, dass die Voraussetzungen, die bekanntesten und seltensten Tiere Namibias zu beobachten, bestens sind.
Zeitweise herrscht an den Wasserlöchern ein reges Kommen und Gehen, du kannst Giganten wie Elefanten und Nashörner beim Baden erblicken, Leoparden umherstreifen und Giraffen nach Akazienzweigen hangeln sehen. Und auch die Landschaft steht der Tierwelt in Sachen Vielfalt in Nichts nach. Gras-, Baum- und Dornbuschsavannen gibt es ebenso wie Palmen, Balsambüsche und Salz- sowie Lehmpfannen. Ob in der Trockenzeit, wenn die Büsche vom aufgewirbelten Staub in Weiß gekleidet sind oder in der Regenzeit, wenn alles in Grün erstrahlt und bis zu eine Millionen Flamingos rosa Farbtupfer setzen: Für ein Safari-Erlebnis der besonderen Art ist der Etosha-Nationalpark kaum zu übertreffen.
🛈 Gut zu wissen: Der westliche Teil des Parks wird am wenigsten besucht, da die Tierdichte hier etwas geringer ist, dafür sind die Erlebnisse oft intensiver. Aussteigen darfst du im gesamten Park übrigens nur an ausgewiesenen Plätzen.
Der Etosha Nationalpark im Überblick:
| Lage | Im Norden Namibias etwa 400 Kilometer nördlich von Windhoek |
| Größe | Ca. 22.270 km² |
| Gründung | 1907 |
| Aktivitäten | Safari Tiersichtungen |
| Beste Wasserlöcher für Tiersichtungen | Okaukuejo, Okondeka, Halali, Goas, Sueda und Salvadora, Nebrownii Okaukuejo und Halali sind bei Nacht beleuchtet. |
| Eintritt | Es gibt vier verschiedene Eingangstore: Süden: Anderson Gate (das meistgenutzte) Südwesten: Galton Gate Osten: Von Lindequist Gate Norden: King Nehale Lya Mpingana Gate Am Gate wird ein Eintrittsgeld fällig, außerdem muss man sich mit Reisepass, Führerschein oder Personalausweis ausweisen. Eventuell wird das Fahrzeug kontrolliert, unter anderem ist das Mitführen von Drohnen und Plastiktüten verboten. |
| Öffnungszeiten | Die Öffnungszeiten richten sich nach Sonnenauf- und -untergang und wechseln etwa wöchentlich. |
| Beste Reisezeit | Tiersichtungen: Trockenzeit (Winter, Mai bis Oktober), wenn die trockenen Ebenen freie Sicht bieten und sich die Tiere an den Wasserstellen sammeln Blühende Natur & Vogelbeobachtungen: Regenzeit (Sommer, November bis April) mit häufigen Regenfällen, sattem Grün und Flamingos sowie anderen Vögeln an der mit Wasser gefüllten Salzpfanne |
Tipp: Da die Straßen im Etosha Nationalpark größtenteils gut ausgebaut sind und es zahlreiche Wasserstellen gibt, eignet er sich gut für Safari-Einsteiger. Eine Garantie auf Tiersichtungen gibt es jedoch nie. Am besten stehen deine Chancen mit einem Guide, der die Routen der Tiere kennt. Bei den Pirschfahrten auf den ASI-Reisen gelangst du zu den besten Spots und kannst dich in unserem Tourbus oder im offenen Safari-Fahrzeug voll und ganz darauf konzentrieren, nach Tieren am Wegesrand Ausschau zu halten, ohne selbst fahren zu müssen.
Unsere Reiseempfehlungen für den Etosha Nationalpark:
Namibia, Botswana, Simbabwe: Die Highlights des südlichen Afrika erleben
Namibias Highlights erleben
Namibia komfortabel erwandern
Etosha – 19 Tage Erlebnis-Reise
Jörn war auf der Reise Namibia, Botswana, Simbabwe: Die Highlights des südlichen Afrika erleben dabei und berichtet:
„Eine unvergessliche Reise mit ganz besonderen Eindrücken von Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum und toller Natur.“
2. Damaraland: Ursprünglichkeit in der Heimat der Damaras
Streng genommen dürften wir das Damaraland gar nicht in unsere Liste der Top Sehenswürdigkeiten Namibias aufnehmen, denn diese ursprüngliche Region besteht selbst aus einer Vielzahl absoluter Highlights. Am Rande der Namib Wüste vereinen sich die bizarrsten Felsformationen, malerische Akazienwälder und rosa Basaltberge zu einer Landschaft, in der Stille den Ton angibt. Dazwischen entdeckst du Pflanzen, die der kargen Umgebung trotzen und kannst dich auf die Suche nach den scheuen tierischen Bewohnern begeben. Um auf die äußerst seltenen Wüstenelefanten und Spitzmaulnashörner zu treffen, gehört zwar eine riesige Portion Glück dazu, doch wenn die pittoresken Granitformationen bei Sonnenuntergang in den unterschiedlichsten Farben erstrahlen, wirst du der Faszination dieses noch weniger bekannten Reiseziels Namibias nichtsdestotrotz schon längst erlegen sein.
An der UNESCO Weltkulturerbestätte Twyfelfontein rätselst du vor jahrtausendealten Felsgravuren und -zeichnungen der San und am Bergmassiv Brandberg in der Region Ergongo blickst du auf Namibias höchsten Berg, den rund 2.573 m hohen Königstein. Im Konzessionsgebiet Palmwag folgst du Tierspuren durch surreales Basaltgestein, im Versteinerten Wald erblickst du zwischen über 260 Millionen Jahre alten mineralisierten Baumstämmen die Nationalpflanze Welwitschia Mirabilis und im Süden des Damaralands überrascht dich das plötzlich aus der Ebene der Wüste ragende „Matterhorn Namibias“, die Spitzkoppe.



🛈 Gut zu wissen: Bereits vor tausenden von Jahren haben die Menschen im Damaraland ihre Spuren hinterlassen und noch heute kannst du ihre erstaunlich gut erhaltenen Felszeichnungen im gesamten Gebiet entdecken. Am berühmtesten sind neben der „Weißen Dame“ am Brandberg die Felszeichnungen bei Twyfelfontein. Das liegt zum einen daran, dass sie relativ leicht zugänglich sind, zum anderen heben sie sich von anderen Orten deshalb ab, weil sie nicht aufgemalt, sondern in den Stein eingraviert sind. Entdeckst du die Abbildung einer Robbe, die unsere Vorfahren hier, rund 100 km vom Meer entfernt, skizziert haben?
Das Damaraland im Überblick:
| Lage | Im Nordwesten Namibias am Rand der Namib Wüste südlich des Kaokoveldes zwischen der Skelettküste und dem Etosha Nationalpark |
| Sehenswürdigkeiten | Twyfelfontein („zweifelhafte Quelle“): UNESCO Weltkulturerbe mit über 2.500 uralten Felszeichnungen & -gravuren der San Palmwag Konzession: Ca. 550.000 ha großes, einsames Schutzgebiet mit seltenen Pflanzen und Wildtieren Brandberg: Bergmassiv in der Region Erongo mit dem Königstein, Namibias höchstem Berg (ca. 2.573 m) und der Felszeichnung „White Lady“ Versteinerter Wald: Ausgespültes Tal mit über 260 Millionen Jahre alten mineralisierten Baumstämmen, die am Ende einer Eiszeit des Gondwana-Kontinents herangeschwemmt wurden Spitzkoppe (das „Matterhorn Namibias“, ca. 1.728 m): Granitlandschaft mit Felszeichnungen und dem Felsenbogen „Rock Arch“ „Living Museum of the Damara“: Anschauliches Museum, das einen Einblick in die Kultur der Ureinwohner Namibias gibt |
| Aktivitäten | Wandern Klettern Sterne beobachten Felsmalereien entdecken |
| Zutrittsbeschränkungen | Für die Palmwag Konzession wird ein kostenpflichtiges Permit benötigt, das am Eingangstor erworben werden kann. Twyfelfontein darf nur in Begleitung eines Guides besichtigt werden. Die Besteigung des Königsteins ist anspruchsvoll und sollte nur von erfahrenen Wandernden absolviert werden. |
| Beste Reisezeit | Mai bis Oktober |
Tipp: Die Palmwag Konzession zählt zu den eher unbekannten Gebieten von Namibia. Meist ist es dort karg und trocken, doch wenn es regnet, verändert sich die Landschaft vollkommen. Das brachte ihr auch den Namen „arid Eden“, also „trockenes Paradies“ ein. Wenn du die urtümliche Landschaft erkunden möchtest, empfehlen wir dir unsere Reise „Namibias Highlights erleben“, wo du von Rangern lernst, die Tierspuren im Boden zu lesen.
3. Spitzkoppe: Das Matterhorn Namibias

Wir haben die Spitzkoppe zwar bereits als Teil des Damaralands erwähnt, da sie jedoch nicht nur eine der besten, sondern auch eine der größten Sehenswürdigkeiten Namibias ist, hat sie sich eine genauere Vorstellung definitiv verdient. Zu beeindruckend ist es, wie das „Matterhorn Namibias“ die Wüsten-Ebene um sich herum überragt und sich ringsum nichts außer Natur und Stille befindet. Wenn du beim Näherkommen denkst, dass die Magie der so markant geformten Granitlandschaft nicht mehr zu überbieten ist, wirst du bald eines Besseren belehrt: Wer einmal damit beginnt, zwischen den im Laufe von hunderten Millionen Jahren durch Wind und Wetter geformten Steinformationen herumzuklettern, verliert schnell jegliches Zeitgefühl.
Ob du einem der zahlreichen Wanderwege folgst oder dich einfach nur treiben lässt: Immer wieder entdeckst du neue Felsskulpturen, die die Fantasie beflügeln und mit jedem Lichtwechsel leuchten die Felsbögen und -brücken in warmen Goldtönen, in tiefem Orange oder in dunklem Rot. Vielleicht erspähst du sogar einen Klippschliefer beim Sonnen. Unfassbar, dass du allem Wandel zum Trotz immer noch unzählige Malereien der Buschleute an den Felswänden erkunden kannst. Am Ende deiner Erkundungstour darf der Sonnenuntergang am legendären Felsenbogen „Rock Arch“ nicht fehlen, der die Spitzkoppe malerisch umrahmt.

Unser Guide Michael ist in Namibia geboren und aufgewachsen und auch er ist anscheinend dem Zauber der Spitzkoppe erlegen. Auf unsere Frage, was sein Lieblingsberg sei, lautet seine Antwort:
„Die Spitzkoppe. Denn sie ist das Matterhorn Namibias und es gibt dort auch Felszeichnungen von den Ureinwohnern, die auf ein Alter zwischen 2.000 und 4.000 Jahre geschätzt worden sind.“
Du möchtest mit Michael auf der Spitzkoppe wandern? Durch einen Klick auf sein Profil siehst du alle Reisetermine, bei denen er als Guide unterwegs ist.
🛈 Gut zu wissen: Wie auch beim bereits erwähnten Brandberg handelt es sich bei der Spitzkoppe um einen Inselberg, da sie wie eine Insel aus der Landschaft ragt. Streng genommen ist die Spitzkoppe übrigens nicht nur ein Berg. Es handelt sich vielmehr um die große Spitzkoppe (1.728 m, das „Matterhorn Namibias“) und die kleine Spitzkoppe (1.584 m). Auch die weiter westlich gelegenen Pontok-Berge gehören zum Spitzkoppe-Gebiet.
Die Spitzkoppe im Überblick:
| Lage | Im Zentrum Namibias, im südlichen Teil des Damaralands inmitten des Namib-Wüstenvorlandes |
| Höhe | Ca. 1.728 m, etwa 700 m höher als die Umgebung |
| Sehenswürdigkeiten | Rock Arch: Auffällig geformter Felsbogen mit fantastischer Aussicht Rock Pool: Von Granitfelsen umgebener natürlicher Pool Bushman‘s Paradise: Bekannteste Fundstelle von Felszeichnungen der Buschleute |
| Aktivitäten | Wandern Klettern Sterne beobachten Felsmalereien entdecken |
| Zutrittsbeschränkungen | Für das Spitzkoppe-Gebiet ist eine Eintrittsgebühr zu zahlen. Einige Wanderungen sind nur mit Guide erlaubt. |
| Beste Reisezeit | Mai bis September Insbesondere im Sommer zwischen November und März sind Wanderungen aufgrund der Hitze in den kühleren Morgenstunden zu empfehlen. |
Tipp: Das Bushman’s Paradise darfst du nur im Rahmen einer Führung besuchen, da die uralten Felsmalereien vor Vandalismus geschützt werden sollen. Auf unserer Reise „Namibias Highlights erleben“ ist die Tour mit einem lokalen Guide bereits im Reisepreis inbegriffen, sodass du nach einer Nacht im komfortablen Zeltcamp am Fuß der Spitzkoppe die geheimnisvollen Zeichnungen bestaunen kannst.
4. Fish River Canyon: Der Grand Canyon Namibias

Der Fish River Canyon ist sicherlich einer der gigantischsten Anblicke, der sich in Namibia vor deinen Augen auftun wird. Die Dimensionen der größten Schlucht Afrikas sind kaum fassbar – ebenso wie die rund 350 Millionen Jahre Erdgeschichte, in die du am Rande des Canyons hinunterblickst. So lange ist es mindestens her, dass sich der Fish River seinen Weg durch die schroffe Felslandschaft gebahnt hat. Heute, wo er nur noch bei Regenfällen etwas Wasser führt, ist es kaum vorstellbar, dass dieser Fluss einst mit solch einer Kraft gewirkt haben soll.
Bei einer Länge von rund 161 km hast du reichlich Auswahl, aus welchen Winkeln du das Spiel aus Farben und Formen der unterschiedlichen Gesteinsschichten aufsaugen möchtest. Mehrere gut ausgestattete Aussichtspunkte geben dir Orientierung. Allen voran der Hobas Viewpoint, an dem du den berühmten Höllenbogen („Hell’s Bend“) überblickst. Vielleicht entdeckst du sogar die wackeren Wandernden, die dem mehrtägigen Fish River Hiking Trail folgen, als kleine Punkte am Grunde des Canyons. Eine Wanderung am Rande der Schlucht ist weniger anspruchsvoll und beschert dir Schritt für Schritt unvergleichliche Panoramen. Zwar zieht der Canyon dabei alle Blicke auf sich, deine Umgebung solltest du jedoch ebenfalls nicht außer Acht lassen: Köcherbäume, kleine Sukkulenten und tierische Überlebenskünstler, wie Klippspringerantilopen, kannst du mit etwas Glück aufspüren. Und dann wären da noch die heißen Quellen in Ai-Ais, die dich vor allem am Ende eines namibischen Wintertags mit bis zu 60 °C heißem Wasser wohlig empfangen.
Der Fish River Canyon im Überblick:
| Lage | Im Süden Namibias an der Grenze zu Südafrika zwischen Seeheim und Ais Ais im /Ai /Ais-Richtersveld Transfrontier Park |
| Größe | Länge: ca. 161 km Breite: bis zu 27 km Tiefe: bis zu 550 m |
| Entstehung | Vor rund 350 Millionen Jahren |
| Beste Aussichtspunkte | Hobas Viewpoint Hiker’s Viewpoint Sunset Viewpoint Swaelbron Lookout |
| Aktivitäten | Wandern Baden in heißen Quellen |
| Eintritt | Am Eingangstor in Hobas ist eine Anmeldung mit Pass, Ausweis oder Führerschein erforderlich. Kostenpflichtige Eintrittstickets gelten pro Person und Fahrzeug für 24 Stunden |
| Öffnungszeiten | Die Öffnungszeiten richten sich nach Sonnenauf- und -untergang. |
| Beste Reisezeit | April bis September Der Abstieg in den Canyon ist ausschließlich zwischen April und September gestattet, da es im Sommer zu heiß wird. |
Tipp: Ob du dich an den herausfordernden Fish Trail wagst oder es lieber etwas gelassener angehen möchtest: In unserem Beitrag zum Wandern in Namibia findest du bestimmt die passende Route für dich.
5. Namib-Wüste: Weite, Stille und Abenteuer zwischen Dünen und Felsen

Rot schimmernde Sanddünen, die sich meterhoch vor dem strahlend blauen Himmel absetzen, weiß schimmernde Salzpfannen, auf denen knorrige Kameldornbäume den Jahrhunderten trotzen und pinke Flamingos, die an einer Lagune entlangspazieren: Der Bedeutung ihres Namens – „leerer Ort“ – wird die Namib Wüste in Anbetracht dieser bunten Landschaften nicht wirklich gerecht. Doch es gibt sie ebenfalls, die Stellen, an denen du dich umgeben von einer unvergleichlichen Weite, bizarren Felsen und Millionen von Sandkörnern wie auf einem anderen Planeten fühlst. Dort lassen sich die extrem unwirtlichen Bedingungen der weltweit ältesten Wüste nicht von der Hand weisen.
Aber selbst an Stellen, die auf den ersten Blick karg oder gar trostlos scheinen, merkst du bei genauerem Hinsehen, mit welcher Finesse Flora und Fauna sich im Laufe der Jahrhunderte angepasst haben und dass es selbst in der tiefsten Wüste überaus lebendig zugeht. Über 300 Tierarten von kleinen Käfern, Eidechsen und Spinnen über Stachelschweine und Rennmäuse bis hin zu den großen Wüstenbewohnern wie Hyänen, Geparden und Wüstenelefanten sind hier zuhause und wenn du von einer der höchsten Dünen der Welt den ockerroten Sand um dich herum im Licht der untergehenden Sonne schimmern siehst, wirst auch du dich überaus lebendig fühlen – nicht nur, weil der Aufstieg auf dem weichen Untergrund anstrengender ist als es scheint.
Tipp: Die weltweit älteste Wüste hat dein Interesse geweckt? In unserem Beitrag zur Namib Wüste haben wir dir noch mehr Wissenswertes, hilfreiche Tipps und tolle Wanderungen zusammengestellt.
Die Namib-Wüste im Überblick:
| Lage | An der Atlantikküste Angolas, Namibias und Südafrikas |
| Größe | Länge: Fast 2.000 km entlang der Küste Breite: Bis zu 160 km ins Landesinnere, durchschnittliche Breite ca. 120 km Fläche: ca. 95.000 km² Sie umfasst ca. 15 % der Landesfläche Namibias |
| Entstehung | Vor rund 80 Millionen Jahren durch den vom Wind ins Land getragenen Sand |
| Sehenswürdigkeiten | Sossusvlei: Rot schimmernde Dünenlandschaft mit den höchsten Dünen der Welt Dead Vlei: Weiße Lehmpfanne mit jahrhundertealten Kameldornbäumen Sesriem Canyon: Ca. 30 m tiefe Schlucht mit zerklüfteten Felswänden Walvis Bay: Küstenstadt an einer Lagune mit Flamingos und weiteren Vögeln Kolmanskop: Verlassene, ehemalige Diamantenstadt |
| Aktivitäten | Wandern Dünenbesteigungen Tiersichtungen Sterne beobachten |
| Zutrittsbeschränkungen | Für die Nationalparks müssen am Eingang kostenpflichtige Permits erworben werden. |
| Beste Reisezeit | Mai bis Oktober Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind groß, nachts kann es Frost geben. |
Tipp: Die Dünen des Sossusvlei erklimmen, im Schatten eines Kameldornbaums im Deadvlei picknicken und umgeben von den hohen Felsen des Sesriem Canyons wandern: Auf den folgenden Reisen sammelst du magische Erinnerungen in der Namib Wüste.

6. Skelettküste: Nebelumwobene Wildnis

Wo die Sandkörner der Namib Wüste auf die Wellen des Atlantiks treffen und dichte Nebelschwaden Dünen, Berge, Schluchten und Felsen umhüllen, zeigt sich Namibia von seiner mystischsten und extremsten Seite. Bereits der Name der rauen Skeleton Coast wirkt gespenstisch. Und wenn hunderte rostige Schiffswracks, die hier im Laufe von Hunderten von Jahren durch starke Strömungen des Benguelastroms und schlechte Sicht zum Kentern gebracht wurden, plötzlich vor dir aus dem Sand emporragen, ist der ein oder andere Gänsehautschauer durchaus verständlich.
Doch neben dem als größter Schiffsfriedhof der Welt geltenden Ort gibt es an der Skelettküste durchaus auch putzige Sehenswürdigkeiten. Riesige Kap-Pelzrobben Kolonien am Cape Cross und am Cape Fria, die sich mit ihrem Blöken gegen die tosende Brandung durchsetzen, sowie Delfine und Meeresschildkröten lenken davon ab, dass der Name der Küste wahrscheinlich von den zahlreichen Walen stammt, die hier einst strandeten (oder von den Schiffsskeletten). Abgesehen von diesen tierischen Bewohnern, zu denen sich unter anderem auch Hyänen und Löwen gesellen, ist zwischen eher kleinen Städten wie Lüderitz oder Swakopmund aber vor allem eines vorherrschend: leere Wildnis.
🛈 Gut zu wissen: Entlang der Skelettküste kannst du gleich drei Nationalparks erkunden: Den Namib-Naukluft Nationalpark, den Dorob Nationalpark und den auch als Skeleton Coast Park bekannten Skelettküstenpark. Welche Nationalparks im Rest des Landes außerdem einen Besuch wert sind, zeigen wir dir in unserem Beitrag zu den schönsten Nationalparks Namibias.
Die Skelettküste im Überblick:
| Lage | Im Norden Namibias zwischen Swakopmund und dem Kunene (Grenzfluss zu Angola) |
| Sehenswürdigkeiten | Cape Cross (Kreuzkap) und Cape Fria mit Robbenkolonien von über 200.000 Tieren Schiffsfriedhof mit über hundert Schiffswracks Dörfer des Himba-Stammes |
| Aktivitäten | Tiersichtungen Sterne beobachten Schiffswracks fotografieren Surfen |
| Zutrittsbeschränkungen | Teile der Nationalparks sind nur im Rahmen von geführten Touren zugänglich. |
| Beste Reisezeit | Juli bis November Paarungszeit der Robben am Cape Cross: Ca. September bis Dezember Meist ist es an der Küste kühler als im Landesinneren |
Tipp: Tagsüber sorgt die abgelegene Lage der Skelettküste für eine Mischung aus Abenteuer und Entschleunigung, nachts bringt sie eine absolute Dunkelheit mit sich. Von Lichtverschmutzung ist abseits von städtischen Gebieten nichts zu spüren, stattdessen findest du hier einen der dunkelsten Himmel der Welt – beste Voraussetzungen zum Sternebeobachten! Sehnst du dich am nächsten Tag doch nach etwas Zivilisation, können wir dir einen Abstecher nach Lüderitz empfehlen. Das gemütliche Städtchen gehört für uns zu den schönsten Städten Namibias. Besuchen kannst du es zum Beispiel auf der Reise „Diamonds – 21 Tage Genießer-Reise“.
7. Swakopmund: Deutscher Kleinstadtcharme zwischen Wüste und Meer

Hat dich gerade noch an der verlassenen Skelettküste ein teilweise gespenstisches Flair umweht, findest du dich an ihrem südlichen Ende plötzlich inmitten von gemütlichem Kleinstadtcharme wieder. Mit den Wellen des Atlantiks auf der einen und den Dünen der Namib-Wüste auf der anderen Seite bummelst du in Swakopmund unter Palmen durch schmucke Fußgängerzonen, kommst an herrschaftlichen Kolonialbauten vorbei und spazierst mit Blick auf das Meer an der Hafenpromenade entlang.
Fühlst du dich an vielen Sehenswürdigkeiten Namibias wie in einer anderen Welt, wirst du in dem beliebten Ferienort auf überraschend Vertrautes stoßen: Vor Straßenschildern, die Namen wie „Bismarckstrasse“ tragen, Gebäuden, an denen „Amtsgericht 1903“ prangt und in Cafés, in denen du vor Apfelstrudel, Schwarzwälderkirschtorte und Mohnkuchen die Qual der Wahl hast, lässt sich die deutsche Kolonialgeschichte nicht verleumden. Dennoch spürst du hier auch die namibische Seele: So kannst du nach einem Besuch der „Buchhandlung“ auf dem Holzschnitzermarkt durch afrikanische Handwerkskunst stöbern.
🛈 Gut zu wissen: Swakopmund ist nicht nur aufgrund des im Vergleich zum Innenland und zur Wüste kühleren Klimas ein so beliebter Ferienort – auch bei Einheimischen -, sondern auch, weil die selbsternannte „Abenteuerhauptstadt Namibias“ der perfekte Ausgangspunkt für zahlreiche spannungsgeladene Ausflüge ist.
Swakopmund im Überblick:
| Lage | In der Mitte von Namibia an der Skelettküste zwischen der Wüste Namib und dem Atlantik nahe der Mündung des Flusses Swakop |
| Gründung | 1892 von der deutschen Kolonialmacht |
| Sehenswürdigkeiten | Swakopmund Lighthouse: 21 m hoher rot-weißer Leuchtturm, der seit 1902 in Betrieb ist und als Wahrzeichen der Stadt gilt Woermannhaus: Gebäude aus der Kolonialzeit, von dessen Turm man einen fantastischen Blick über die Stadt und das Meer hat Hohenzollernhaus: 1906 im wilhelminischen Stil erbautes Gebäude mit auffälligem Giebel und einer Atlas-Figur auf dem Dach Jetty: Ca. 300 m lange, ins Meer führende Brücke aus dem Jahr 1904 Brauhaus: Restaurant mit bayerischen Dekorationen, deutscher Küche, Bier und regionalen Spezialitäten |
| Aktivitäten | Sightseeing Museumsbesuche Strandspaziergänge Bummeln Ausflüge in die Umgebung |
| Ausflugstipps | Bootsfahrt mit Delfinbeobachtung Namib-Wüstentouren Walvis Bay Welwitschia Drive |
| Beste Reisezeit | Dezember bis Februar Im Dezember kann es sehr voll werden, da viele Einheimische die Sommerferien nutzen, um Abkühlung zu finden. (Oft ist es 10 °C kälter als im Rest des Landes.) Aufgrund des Benguela-Stroms steigt die Wassertemperatur kaum über 20 °C. Vormittags ist es häufig diesig. „Küska!“ heißt es jedes Jahr beim Swakopmunder Karneval („Küska“ für „Küstenkarneval“), der meist zwischen August und September mit Prinzenball, Büttenabenden und Umzug die fünfte Jahreszeit nach Namibia holt. |
Tipp: In der Welwitschia-Ebene in der Nähe von Swakopmund kann es schnell passieren, dass du dich auf dem Mond wähnst. So sehr versetzt einen das Feld mit blanken Felsen auf einen anderen Planeten. Zur Blütezeit setzen die orangeroten Zapfen der Nationalpflanze Südafrikas farbige Tupfer in diese unwirkliche Landschaft. Auf der Reise „Namibia komfortabel erwandern“ kannst du das Spektakel mit eigenen Augen bestaunen.
8. Waterberg: Der grüne Tafelberg der Kalahari

Der Waterberg ist eine dieser Sehenswürdigkeiten, von denen viele aus erklärlichen Gründen gar nicht wissen, dass es sie gibt. Damit dir all die Naturspektakel, die der Tafelberg bereithält, nicht entgehen, haben wir ihn in unsere Liste der schönsten Sehenswürdigkeiten Namibias aufgenommen. Bereits der Anblick des Sandsteinplateaus ist umwerfend: Fast 200 m ragt es aus der Ebene der Omaheke heraus, sein Sandstein leuchtet in warmen Rottönen und angesichts der grün bewachsenen Hänge scheint es völlig abwegig, dass man sich in einem Teil der Kalahari befindet. Verantwortlich für diese außergewöhnlich feuchte Oase: Der Gipfel fängt die vorüberziehenden Wolken ab und so haben sie genug Zeit, ihren Niederschlag auf den porösen Etjo-Stein herabregnen zu lassen.
Für dich bedeutet das: Du kannst auf dem Plateau Busch- und Baumsavanne entdecken und fühlst dich am Fuße des Bergs zwischen Feigen- und Korallenbäumen sowie Farnen und Akazien fast schon wie in tropischen Gefilden. Das wissen auch die zahlreichen bedrohten Tiere zu schätzen, die im Waterberg-Plateau-Park Nationalpark geschützt werden. Spitzmaul- und Breitmaulnashörner, Impalas, Gnus und sogar Kapgeier streifen im Dickicht umher, während über 200 Vogelarten in den Lüften kreisen. So kann es bei einer von Vogelgezwitscher untermalten Wanderung zur Kante des Plateaus durchaus vorkommen, dass du von neugierigen Klippschliefern oder einer Herde Pavianen beobachtet wirst.
Der Waterberg im Überblick:
| Lage | Im Norden Namibias am Rande der nördlichen Kalahari in der Ebene der Omaheke |
| Größe | Länge: ca. 50 km Breite: ca. 16 km Höhe: ca. 200 m |
| Sehenswürdigkeiten | Ganzjährig sprudelnde Quellen an den süd-östlichen Hängen Deutscher Friedhof, der an die Schlacht am Waterberg zwischen den Herero und der deutschen Kolonialmacht im Jahr 1904 erinnert |
| Aktivitäten | Wandern Tiersichtungen Vogelbeobachtung |
| Zutrittsbeschränkungen | Der Waterberg kann bis zur Kante des Plateaus selbstständig bestiegen werden. Wenige Meter dahinter ist der Zutritt zum Schutz der Tiere nur in Begleitung eines Rangers gestattet. |
| Beste Reisezeit | Mai bis September (Trockenzeit) Am Waterberg regnet es im Vergleich zu anderen Regionen Namibias recht viel (durchschnittlich 500 bis 600 mm pro Jahr), Hauptregenzeit ist von Januar bis März. |
Tipp: Auf der Reise „Namibias Highlights erleben“ kommst du dem markanten Tafelberg ganz nah, denn du übernachtest in einer Lodge am Fuße des Plateaus und kannst von dort aus direkt zu einer Wanderung starten.
Tipps für eine Reise zu den Sehenswürdigkeiten Namibias
Damit du deine Zeit in Namibia in vollen Zügen genießen und die wilde Schönheit, die kulturellen Highlights und alles dazwischen in Ruhe auf dich wirken lassen kannst, haben wir dir in der folgenden Tabelle noch ein paar Tipps zusammengestellt.
Ausführlichere Infos findest du in unserem Beitrag mit allen Fakten rund um Namibia.
Tipps für eine Reise nach Namibia:
| Einreise | Erforderliche Dokumente: Reisepass (mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig mit mindestens drei freien Seiten) + Visum (bis zu 90 Tage gültig) |
| Beste Reisezeit | Mai bis Oktober Die Jahreszeiten sind entgegengesetzt zu denen der Nordhalbkugel. Mehr Infos zur besten Reisezeit für Namibia |
| Fortbewegung | Das Straßennetz ist gut ausgebaut. Die meisten Straßen (abgesehen von den Hauptstraßen) sind Schotterpisten. Es herrscht Linksverkehr. Vor allem bei Fahrten in abgelegene Gebiete solltest du auf eine ausreichende Treibstoffversorgung achten und Reservekanister mitführen. Zuweilen kann es auch auf Tankstellen zu Treibstoffknappheit kommen. 🛈 Gut zu wissen: Bei den geführten ASI Reisen in Namibia sind wir in robust gefederten Kleinbussen unterwegs, die regelmäßig gewartet werden. |
| Unterkünfte | Von einfachen Campingplätzen über Lodges, Gästefarmen und Hotels bis hin zu luxuriösen Zeltcamps. 🛈 Gut zu wissen: Auf den ASI Reisen übernachtest du sowohl in Hotels als auch in Lodges und in Zeltcamps. Sollte es zu Überbuchungen kommen (was in Namibia öfter der Fall sein kann), kümmern wir uns selbstverständlich um eine gleich- oder höherwertige Alternative. |
| Bezahlung | Landeswährung: Namibischer Dollar (NAD) Geldabhebungen sind mit gängigen Kredit- und Debitkarten möglich. Planst du Ausflüge in abgelegene Regionen, solltest du Bargeld oder Reisechecks nach Ankunft am Flughafen in Windhoek tauschen oder Geld abheben. |
| Elektrizität | Viele Farmen und Lodges in abgelegenen Regionen sind nicht ans Stromnetz angeschlossen. Du benötigst einen Adapter. |
| Gesundheit | Keine Pflichtimpfungen Das Malariarisiko unterscheidet sich je nach Region und Saison. Eine Übersicht erhältst du auf der Karte der DTG. |
| Sicherheit | Namibia zählt zu den sichersten Ländern des südlichen Afrikas. Die Sicherheitslage unterscheidet sich jedoch von Ort zu Ort. In größeren Städten oder an sehr abgelegenen Orten sind Raubüberfälle wahrscheinlicher. Nachts sollte man nicht allein unterwegs sein. Lasse Wertsachen nicht offen liegen (auch nicht im Auto). Bewahre Geld und wichtige Dokumente sicher auf. Im Notfall ist die Polizei unter 10111 zu erreichen. Aktuelle Sicherheitshinweise findest du auf der Seite des Auswärtigen Amtes. |
🛈 Gut zu wissen: In den Nationalparks von Namibia herrscht Plastiktütenverbot.
Häufig gestellte Fragen rund um die Sehenswürdigkeiten in Namibia
Da Namibia größtenteils über eine gut ausgebaute Infrastruktur verfügt, als eines der sichersten Länder Afrikas gilt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten zwischen Städten und Natur voller Kultur und Abenteuer bietet, ist es ein ideales Einstiegsland für Reisen auf den afrikanischen Kontinent. Doch auch, wer bereits mehrfach dort war, entdeckt immer wieder etwas Neues. Egal, ob es deine erste Reise ist oder du bereits das Vergnügen hattest: Ein Blick auf unsere Übersicht zu den häufig gestellten Fragen rund um Namibias Sehenswürdigkeiten kann nicht schaden.
Namibia bietet Sehenswürdigkeiten für jeden Geschmack. Je nachdem, ob man Abenteuer, Kultur oder Natur bevorzugt, sind unterschiedliche Reiseziele empfehlenswert. Auf einer Rundreise kann man daher unter anderem Dünen besteigen, wilde Tiere sichten, jahrhundertealte Felsmalereien entdecken, Kolonialarchitektur bewundern, Berge besteigen und in tiefen Schluchten die raue Schönheit des Landes erleben.
Folgende 8 Highlights in Namibia sollte man sich nicht entgehen lassen:
Etosha Nationalpark: Tiere, Natur, Safari, Abenteuer
Damaraland: Kultur, Abenteuer, Natur, Tiere, Wandern
Spitzkoppe: Natur, Kultur, Wandern
Fish River Canyon: Abenteuer, Natur, Wandern, Kultur
Namib Wüste: Abenteuer, Natur, Tiere
Skelettküste: Abenteuer, Natur
Swakopmund: Entspannung, Kultur, Kulinarik
Waterberg: Natur, Geologie, Tiere, Wandern
Namibia zählt zu den sichersten Ländern Afrikas. Dennoch sollte man einige Sicherheitsvorkehrungen beachten. Dazu zählt unter anderem:
– Spaziergänge im Dunkeln vermeiden
– Bei Autofahrten nur an belebten Rastplätzen anhalten und keine Wertsachen im Fahrzeug lassen
– Nur in bewachten Unterkünften und an offiziellen Campingplätzen übernachten
– Wichtige Dokumente sicher aufbewahren und Kopien mitführen
Als Big Five werden die fünf Tiere bezeichnet, die während der Kolonialzeit als die gefährlichsten und am schwierigsten zu erlegenden Tiere galten. Dazu gehören Büffel, Elefanten, Leoparden, Löwen und Nashörner. Heute zählt eine Sichtung der majestätischen Tiere zu den Highlights von Tierliebhabern. In Namibia lassen sich selbst die seltenen Spitzmaul- und Breitmaulnashörner sowie Wüstenelefanten sichten.
Zu den Orten mit besonders guten Chancen auf eine Sichtung einzelner Vertreter der Big Five zählen:
– Etosha Nationalpark
– Waterberg Nationalpark
– Khaudum Nationalpark
Namibias Sehenswürdigkeiten: Wild, geheimnisvoll und einzigartig

Millionen von Sandkörnern, uralte Felszeichnungen, charmanter Kleinstadtcharme, modernes Metropolengewusel und dichte Wälder: Während einer Reise zu Namibias Sehenswürdigkeiten steht Abwechslung auf dem Programm. Bei einer Wanderung durch tief eingeschnittene Schluchten erlebst du die raue Seite des Landes, auf einer Safari spürst du umgeben von unfassbarer Weite deinen Puls aufgeregt schlagen, bis schließlich ein Elefant ans Wasserloch trottet und wenn du die Sterne am Wüstenhimmel so klar funkeln siehst, wie noch nie zuvor, wirst du wohl schon Pläne für ein Wiederkommen schmieden.
Abenteuer und Entschleunigung gehen in Namibia ebenso Hand in Hand wie kulturelle Entdeckungen und unvergessliche Naturschauspiele – auch auf unseren Namibia-Reisen. Ob du die höchsten Dünen der Welt besteigen, an kolonialen Architekturperlen vorbeispazieren oder über Felsen und durch Wälder wandern möchtest: Mit unseren erfahrenen Guides gelangst du zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Wüstenstaates und entdeckst ihre liebsten Geheimtipps.
Wenn du noch mehr über Namibias Schönheit herausfinden möchtest, besuche uns gerne auf unserem Instagramkanal @asireisen:






