
Blaue Kuppeln, sandfarbene Stadtmauern und leuchtende Stoffe: Die Städte Usbekistans zeigen sich auf den ersten Blick farbenfroh. Und tauchst du erstmal vollständig in sie ein, wird schnell klar: Unter der bunten Oberfläche verbirgt sich eine ganze Schatzkammer an Geheimnissen und Mysterien, die zum Rätseln, Staunen und immer wieder zum Stehenbleiben anregen. Da erheben sich reich verzierte Minarette in den Himmel, majestätische Plätze breiten sich vor dir aus und hinter der nächsten Ecke bist du mittendrin im Marktgewusel zwischen Pyramiden aus Nüssen und Trockenfrüchten. Der Duft von Zucker vermischt sich mit dem Aroma von Gewürzen und spätestens jetzt wird klar: Ein Besuch von Usbekistans schönsten Städten fühlt sich an wie eine Reise zurück in die Zeit der alten Seidenstraße. Wo früher Handelskarawanen aufeinandertrafen, zeigt sich der Orient von seiner zauberhaftesten Seite.
Wir stellen dir sieben der schönsten Städte Usbekistans vor und führen dich von den weltweit ältesten Siedlungen, über mittelalterliche Oasenstädte bis hin zu malerischen Wüstenorten. Von den ersten vier wirst du vielleicht schon gehört haben, die letzten drei werden hingegen oft noch unterschätzt. Wir zeigen dir architektonische Meisterwerke, trubelige Basare und die besten Aussichtspunkte für Sonnenuntergänge. Außerdem verraten unsere Kolleginnen Irina und Anna ihre Geheimtipps, die sie uns von ihren letzten Usbekistan-Reisen mitgebracht haben. Bist du bereit, dein eigenes Märchen aus 1001 Nacht zu schreiben?
Das Wichtigste zu den schönsten Städten in Usbekistan
- Usbekistans Städte sind reich an Kultur, bis heute von der Zeit der alten Seidenstraße geprägt und versprühen orientalisches Flair.
- Die schönsten Städte Usbekistans sind für ihre kunstvolle Architektur, ihre lebendigen Märkte und ihre historischen Altstädte bekannt. Gleichzeitig haben viele von ihnen auch eine moderne Seite mit hippen Restaurants, Cafés und Einkaufszentren.
- Zu den berühmtesten Städten Usbekistans zählen Chiwa, Buchara, die Hauptstadt Taschkent und Samarkand. Sie bieten mit einer gut ausgebauten touristischen Infrastruktur beste Voraussetzungen für Besichtigungen.
- Weniger bekannte Städte wie Shahrisabz, Fergana und Termez sind durch ihre teilweise abgelegene Lage ruhiger und geben einen umfassenden Einblick in das Alltagsleben der Einheimischen.
Usbekistans Städte: Glorreiche Architektur und Kultur entlang der Seidenstraße
Im Herzen Zentralasiens gelegen, diente Usbekistan einst als wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße. Folgst du den Spuren der Karawanen entlang dieser legendären Route, gelangst du von einer historischen Stadt zur nächsten. Noch heute ist zwischen den Mauern der einst so glorreichen Orte die reiche Vergangenheit spürbar: In den alten Stadtzentren wispern die Moscheen, Medresen und Minarette die Geschichten der Handelsleute, wenn du in den Web- und Keramikwerkstätten den Einheimischen über die Schulter blickst, wird jahrhundertealte Handwerkskunst lebendig und in den Oasenstädten inmitten der Wüste scheint die Zeit komplett stillzustehen.
Starte mit einem frisch gebackenen Fladenbrot in den Tag, lass dich durch die engen Altstädte treiben, blicke von versteckten Innenhöfen auf sich in der Sonne spiegelnde Mosaike und verpasse es auch nicht, den modernen Stadtvierteln einen Besuch abzustatten. Dort sieht der Sonnenuntergang von der Dachterrasse einer Rooftop Bar so ganz anders aus als von den Stadtmauern der Altstadt.
Tipp: Wir empfehlen dir, mehr als eine der Städte unserer Liste zu besuchen, denn jede von ihnen hat ihren ganz eigenen Charakter und auch, wenn es kaum zu glauben ist: So viele Medresen, Minarette und Moscheen du auch zu Gesicht bekommen wirst, gleicht doch keines der Bauwerke dem anderen. Wir können uns zumindest an all den Verzierungen niemals sattsehen.
Unsere Kollegin Irina berichtet nach ihrer Reise „Usbekistans Highlights erleben“ von den Medresen rund um den Registan in Samarkand:
„Die Verzierungen aus türkisen, kobaltblauen und goldenen Fliesen sind so detailreich, dass man Stunden damit verbringen könnte, einzelne Muster zu betrachten.“
🛈 Gut zu wissen: Wir werden dir im Folgenden des Öfteren von Medresen und Minaretten vorschwärmen. Bei einem Minarett handelt es sich um einen Turm nahe einer Moschee. Medresen (auch als „Madrasas“ oder „Medresses“ bezeichnet) sind muslimische Bildungseinrichtungen, die sich dem Studium des Korans widmen. Sie sind meist aufwendig gestaltet und reich verziert. Einige von ihnen werden heute noch genutzt, andere kannst du besichtigen und teilweise wurden sie sogar zu ganz besonderen Unterkünften umgebaut.
Die Top 7 Städte Usbekistans im Überblick:
| Stadt | Lage | Top 3 Sehenswürdigkeiten | Besonderheit |
| Taschkent | Am westlichen Rand des Tien-Shan Gebirges nördlich der Seidenstraße an der Grenze zu Kasachstan | Chorsu-Basar Amir-Timur-Platz Hazrati-Imam-Komplex | Usbekische Hauptstadt mit altem und neuem Teil |
| Samarkand | Im Tal des Flusses Zerafshan südwestlich von Taschkent | Registan Shahi-Sinda Mausoleum Gur-Emir | Eine der ältesten Städte der Welt mit einer Vielzahl an prächtigen Bauten |
| Buchara | In einer Oase in der Kysylkum-Wüste | Chor Minor (= „Vier Türme“) Poi Kalon Ark Fortress | Einstiges Zentrum der islamischen Lehre mit prachtvollen historischen Bauwerken und orientalischen Basaren |
| Chiwa | An der Grenze zu Turkmenistan zwischen der roten (Kysylkum) und der schwarzen (Karakum) Wüste westlich des Flusses Amu Darya | Kalta-Minor Minarett („Kurzes Minarett“) Djuma-Moschee Tash-Hauli-Palast | Malerische Oasenstadt umgeben von einer imposanten Stadtmauer |
| Shahrisabz | Rund 80 km südlich von Samarkand in der Region Kashkadarya am Fuße der Berge Gissar und Zarafshan | Palast Oq Saroy („Weißer Palast“) Dorut Tilavat-Komplex Dorus-Soadat-Komplex | Geburtsort des Nationalhelden Timur mit monumentalen Bauwerken |
| Fergana | Im Osten Usbekistans im Fergana-Tal umgeben von den Ausläufern des Tien Shan nahe der Grenze zu Kirgisistan und Tadschikistan | Akhmad Al-Fergani-Park Fergana Central Basar Museum für Heimatkunde | Authentische Stadt im Fergana-Tal zwischen Moderne und Traditionen |
| Termez | Südlichste Stadt Usbekistans am Nordufer des Amudarja an der Grenze zu Afghanistan | Archäologisches Museum Sultan-Saodat-Komplex Zurmala Stupa | Einstiges buddhistisches Zentrum mit zahlreichen ursprünglichen Ausgrabungen |
1. Tashkent: Traditionsreiche Hauptstadt mit modernem Antlitz

Auf trubeligen Basaren stöbern und dabei frisches Fladenbrot direkt aus dem Lehmofen auf der Zunge zergehen lassen oder in stylischen Einkaufszentren flanieren und sich in schicken Restaurants die kreativsten Spezialitäten munden lassen: In Usbekistans Hauptstadt Tashkent erlebst du die reichen Traditionen des Landes ebenso wie seine dynamische, junge Seite. Denn die Stadt ist in zwei Teile unterteilt: Im alten Teil bist du von Moscheen, Medresen und Mausoleen umgeben, du schaust zu kunstvoll schimmernden Mosaiken hinauf und schreitest über glänzende Marmorböden. Im neuen Teil spazierst du über große Plätze vorbei an Säulen, Springbrunnen und Monumenten, lässt in den vielen grünen Parks bei Bootsfahrten die Seele baumeln und blickst von Rooftop-Bars über die Dächer der Stadt.
In Tashkent zeigt sich, wie eindrucksvoll Tradition auf Moderne treffen kann, denn die zahlreichen architektonischen Perlen von historischen Monumenten über Bauten im brutalistischen Stil aus der Sowjetzeit bis hin zu neumoderner usbekischer Baukunst zeugen von den Einflüssen der verschiedensten Kulturen. Ob die Sonne sich schöner in den detailreichen Verzierungen von imposanten Moscheen oder in den Glastürmen von hohen Bürogebäuden spiegelt? Beim Spaziergang durch die Stadt kannst du es herausfinden. Doch so schön es auch ist, zu Fuß durch die Straßen zu schlendern: Eine Fahrt mit der Metro solltest du dir dich nicht entgehen lassen. Denn die U-Bahn-Stationen in Tashkent gleichen wahren Kunstwerken. Verziert mit Kronleuchtern, Glas, Marmor und Granit, ist jede von ihnen auf andere Art wunderschön gestaltet – da wünscht man sich doch fast eine Bahnverspätung herbei.
3 Top Sehenswürdigkeiten in Taschkent:
- Chorsu-Basar: Einer der ältesten und größten Märkte Zentralasiens mit riesiger, auffällig blauer Kuppel, unter der sich hunderte Stände mit frischem Obst, warmem Brot, Gewürzen, Halva und getrockneten Früchten befinden, während draußen um Haushaltswaren, Kunsthandwerk und Textilien gefeilscht wird.
- Amir-Timur-Platz: Dem als Nationalheld verehrtem Eroberer gewidmeter Platz mit seiner Statue und bedeutenden Bauwerken wie dem historischen, nach sozialistischer Architektur erbauten Hotel Uzbekistan und dem Amir-Timur-Museum.
- Hazrati-Imam-Komplex: Aus mehreren kunstvoll verzierten und gut erhaltenen Gebetshäusern, Madrasas, Museen und Mausoleen bestehende Anlage, die als spirituelles Zentrum gilt und eine der ältesten Exemplare des Korans beherbergt.
Unsere Kollegin Irina hat es sich nicht nehmen lassen, über den Chorsu-Basar zu schlendern:
„Das absolute Sinneserlebnis ist der Chorsu-Basar: bunt, laut, chaotisch und voller Gerüche. Unter den großen blauen Kuppeln stapeln sich Berge von Gewürzen, Trockenfrüchten, Nüssen und Brot. Wir kosten uns durch das Sortiment – Nüsse, frische Erdbeeren, Tee. Man merkt sofort: Dieser Markt ist eine Lebensader der Stadt, hier kaufen die Einheimischen ein, hier wird gefeilscht, gelacht und getratscht.“
Taschkent im Überblick:
| Lage | Am westlichen Rand des Tien-Shan Gebirges nördlich der Seidenstraße an der Grenze zu Kasachstan |
| Besonderheit | Usbekische Hauptstadt mit altem und neuem Teil |
| Gut zu wissen | Die U-Bahn in Taschkent wurde 1977 erbaut und keine ihrer Stationen gleicht der anderen. Besonders auffällig sind die Haltestellen Kosmonavtlar, Mustaqillik Maydoni und Alisher Navoi. Beim Wiederaufbau der Stadt nach einem großen Erdbeben im Jahr 1966 wurde sich an der Stadtplanung Moskaus orientiert. |
| Aktivitätentipps | Schau dir eine Vorstellung im prächtigen Opernhaus an. Blicke von der Aussichtsplattform des 375 m hohen Fernsehturms „Tashkent Tower“ auf die Stadt und die umliegenden Berge. Bewundere die über tausenden Pflanzenarten im Botanischen Garten und genieße die Idylle. Gewinne bei einer Fahrt mit der Metro einen Einblick in den Alltag der Einheimischen und staune in den kunstvoll gestalteten Stationen. Tauche in den traditionellen Wohnvierteln (Mahallas) in das Herz der Stadt ein. |
Irinas Tipp für einen entspannten Abend in Taschkent:
„Direkt an einem Kanal gelegen, befinden sich in der Seoul Mall zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars – ideal für einen Absacker mit Blick aufs Wasser und fantastisches Licht bei Abenddämmerung.“
2. Samarkand: Perle des Orients

Die UNESCO bezeichnet Samarkand als „Schnittpunkt der Kulturen“ und wer einmal erlebt hat, wie prunkvolle Bauten, jahrhundertealte Architektur und ehrwürdige Geschichte sich in einer der schönsten Städte Usbekistans vereinen, wird die Gründe für diesen Titel schnell nachvollziehen können. Mit seinen zahlreichen Medresen, Moscheen und Mausoleen ist Samarkand wahrlich ein Paradies für alle, die gar nicht genug von orientalischer Baukunst bekommen können. Reich verzierte Denkmäler aus der Timuridenzeit funkeln mit azurblauen und goldenen Mosaiken und erzählen dabei Geschichten längst vergangener Tage, während majestätische Säulengänge malerische Innenhöfe säumen. Gönn dir hier doch eine Pause und genieße den Kontrast von imposanten Sandsteinfassaden und blauen Kuppeln.
Am berühmten Registan-Platz wirkt es, als stünden die drei ihn umrahmenden Medresen im stillen Dialog miteinander und auch, wenn sich in den ehemaligen Studierräumen heute kleine Souvenirläden und Cafés befinden, scheint die Weisheit der einstigen Lehrstätten immer noch greifbar zu sein. Auf dem geschäftigen Siab-Basar wetteifern die Aromen von ofenwarmem Fladenbrot und frischen Kräutern um die Gunst deiner Duftknospen – welch ein Kontrast zu der feierlichen Stille, die sich zwischen den vergoldeten Wänden im Gur-Emir Mausoleum um dich herum ausbreitet.
Irina hat für uns einen Vergleich zwischen Samarkand und Taschkent gezogen:
„Wir reisen von Tashkent mit dem Schnellzug nach Samarkand und kommen an einem modernen, sauberen Bahnhof an. Schon am Ausgang wird deutlich: Samarkand ist deutlich touristischer als Taschkent. Vom Alltagsleben der Einheimischen bekommt man im Zentrum wenig mit – dafür ist die Dichte an Sehenswürdigkeiten einfach zu hoch. Die reiche Geschichte ist dafür überall spürbar.”
3 Top Sehenswürdigkeiten in Samarkand:
- Registan: Als „berühmtester Platz des Orients“ bezeichnetes Zentrum und Herz der Stadt, der von drei aufwendig verzierten Medresen umrahmt und am Abend von einer Licht- und Soundshow untermalt wird.
- Shahi-Sinda: Komplex aus vielen prachtvollen Mausoleen aus dem 11. bis 15. Jahrhundert mit Ornamenten und Mosaiken, die persische, zentralasiatische und ostasiatische Einflüsse vereinen.
- Mausoleum Gur-Emir: Die einem Palast gleichende Grabstätte des Mongolenherrschers und Nationalhelden Timur, deren Innenraum üppig in Gold und Blau verziert ist.
Samarkand im Überblick:
| Lage | Im Tal des Flusses Zerafshan südwestlich von Taschkent |
| Besonderheit | Eine der ältesten Städte der Welt mit einer Vielzahl an prächtigen Bauten |
| Gut zu wissen | Samarkand ist mit dem Hochgeschwindigkeitszug „Afrosiyob“ von Taschkent oder Buchara aus innerhalb von rund anderthalb bis zwei Stunden zu erreichen. An religiösen Sehenswürdigkeiten sollte auf angemessene Kleidung geachtet werden. |
| Aktivitätentipps | Lausche den Musikern im Innenhof der Bibi Hanum Moschee, die durch ihre achteckigen Minarette und aufwendigen Verzierungen hervorsticht und einst die größte Moschee Zentralasiens war. Wirf im Ulugh Begh Observatorium einen Blick auf die Messmethoden des 15. Jahrhunderts. Entspanne abseits des Trubels im Park neben dem Registan. Verkoste regionale Weine im renommierten Weingut Khovrenko. Mach einen Ausflug nach Schakhrisabz, dem Geburtsort von Nationalheld Timur, und erlebe vor den beeindruckenden Bauten sein historisches Erbe. |
Irinas Tipp für deinen Tagesabschluss in Samarkand:

„Am Abend kehren wir zum Registan zurück, der nun stimmungsvoll beleuchtet ist. Um 21:00 Uhr beginnt eine Licht- und Musikshow, die die Geschichte der Stadt erzählt. Die Inszenierung ist beeindruckend und ein würdiger Abschluss eines geschichtsschweren Tages.“
Nicht nur auf der Reise „Usbekistans Highlights erleben“, auf der Irina mit dabei war, sondern auch auf der Reise „Usbekistans Highlights erwandern“ steht ein Besuch von Tashkent auf dem Programm. Während bei der Erlebnisreise der Fokus auf den kulturellen Highlights Usbekistans liegt, bist du auf der Wanderreise zusätzlich auf vier Wanderungen im Schwierigkeitsgrad 3 unterwegs.
3. Buchara: Lebendige Handelsstadt mit Orient-Flair

Einmal in die Hochzeiten der Seidenstraße zurückreisen: Umgeben von Bauwerken aus über 1.000 Jahren, rechnet man in Buchara fast schon damit, dass im nächsten Augenblick die Karawanen, die in der auch als „Buxoro“ oder „Bukhara“ bezeichneten Stadt ihre Waren anboten, auf einem der alten Handelsplätze auftauchen. Wenn du dann noch durch die von Weihrauchduft erfüllten Gassen spazierst, auf den geschäftigen Basaren vom Stimmengewusel umhüllt wirst und dich kaum entscheiden kannst, welche der prächtig gestalteten Moscheen, Paläste, Minarette und Medresen du zuerst fotografieren sollst, wird klar: Inmitten des rot schimmernden Sandes der Kysylkum-Wüste ist Buchara eine der besten Städte Usbekistans für authentisch orientalisches Flair.
So sehr die alte Handelsstadt auch die Vergangenheit wieder aufleben lässt, bietet sie dir doch gleichzeitig einen fantastischen Einblick in das gegenwärtige Leben ihrer Bewohner. Am besten machst du es dir mit einem Tee in einem der Cafés am Labi-Hauz gemütlich und beobachtest die Einheimischen beim Brettspielen und Plaudern, findest zwischen Teppichen, Messern und traditionellen Musikinstrumenten auf den Märkten ein neues Lieblingsstück und staunst über das Geschick der Handwerker. Sind die Füße vom vielen Umherlaufen etwas müde? Nach einem Besuch in einem der mittelalterlichen Hammam-Badehäuser wirst du dich wie neugeboren fühlen.
Auch nach ihrem Besuch in Buchara hat Irina einen Vergleich mit der von ihr zuvor besuchten Stadt gezogen:
„Die Bauwerke in Buchara sind weniger monumental als in Samarkand, dafür aber unglaublich authentisch und verspielt verziert. Es ist eine Universitätsstadt, und das bringt mehr Energie mit sich. Märkte und Basarkuppeln gibt es scheinbar an jeder Ecke, viele Geschäfte mit Tüchern, Schmuck, Keramik, Messern und Miniaturmalerei, es ist ein kleines Shopping-Paradies.”
3 Top Sehenswürdigkeiten in Buchara:
- Chor Minor (=“Vier Türme“): Torhaus einer einstigen Medrese aus dem 19. Jahrhundert mit vier Türmen, deren blaue Ziegeldächer alle individuell gestaltet sind.
- Poi Kalon: Als Wahrzeichen Bucharas geltendes Ensemble aus zwei Medresen, dem rund 46 m hohen, aufwendig verzierten Kalon-Minarett und der Kalon-Moschee.
- Ark Fortress: Mächtige, weiß getünchte Festung auf einer Anhöhe, die einst eine ganze Stadt umfasste und in der sich die Residenz der Emirate Bucharas befand.
Buchara im Überblick:
| Lage | In einer Oase in der Kysylkum-Wüste |
| Besonderheit | Einstiges Zentrum der islamischen Lehre mit prachtvollen historischen Bauwerken und orientalischen Basaren |
| Gut zu wissen | Die autofreie Altstadt zählt seit 1993 zum UNESCO Weltkulturerbe. Neben Usbekisch wird in Buchara auch häufig Tadschikisch gesprochen. |
| Aktivitätentipps | Stöbere auf den teilweise gewölbeförmig überdachten Basaren, wie dem Taki-Sarrafon, dem Taki-Telpak Furushon und dem Taki Zargaron zwischen handgefertigten Teppichen, Instrumenten, Geschirr und Schmuck. Gönn dir eine Pause in einem Teehaus im Viertel der Seiden- und Gewürzstraße. Beobachte am Labi-Hauz zwischen Maulbeerbäumen das Treiben. Genieße vom einstigen Wasserturm „Buchara Observation Tower“ im Abendlicht den Blick über die Festung und die Stadt. Bewundere im alten Kaufmannshaus Fayzullah Khodjaev die Holzschnitzereien, Antiquitäten und teuren Haushaltsgeschenke aus dem 19. Jahrhundert. |
Tipp: Ob es wohl Zufall ist, dass sowohl Irina als auch Anna den gleichen Ort zu ihrem Lieblingsplatz in Buchara auserkoren haben?
Irina: „Das Zentrum mit dem Wasserbecken am Labi-Hauz ist mein absoluter Liebling: Rundherum sitzen Menschen in Teehäusern, das Wasser spiegelt die alten Medresen wider, und der ganze Platz hat eine eigene, fast magische Stimmung – wie eine Oase mitten in der Stadt.“
Anna: „In Buchara fand ich das Zentrum mit dem Wasserbecken so schön, weil es sich echt angefühlt hat wie eine Oase und durch das Wasser bekam der Platz eine besondere Stimmung.“
Ob sich der Platz auch zu deinem neuen Wohlfühlort mausert, kannst du auf den Reisen „Usbekistans Highlights erleben“ und „Usbekistans Highlights erwandern“ herausfinden. Bist du ohne Reisebegleitung unterwegs, führt dich die Reise „Usbekistan Singles und Alleinreisende“ nach Buchara.
4. Chiwa: Wüstenstadt aus 1001 Nacht

Sobald du durch eine der vier Pforten der bis zu sechs Meter dicken und bis zu acht Meter hohen Stadtmauer Chiwas tritts, fühlst du dich wie in einer anderen Welt – einer Welt aus 1001 Nacht. Kleine Gassen schlängeln sich zwischen majestätischen und mit aufwendigen Schnitzereien verzierten Palästen hindurch und ockerfarbene Lehmhäuser leuchten im Licht des späten Nachmittags. Im Zusammenspiel mit den Minaretten, die ausschließlich in der Oasenstadt in einer besonderen Türkis-Schattierung funkeln, wirkt der Ort wie ein Gemälde.
Begib dich in der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Altstadt „Itschan Kala“ auf Entdeckungstour: Hinter imposanten Palasttüren verstecken sich idyllische Innenhöfe mit Iwanen und Brunnen, während die handgeschnitzten Säulen der Moscheen mit liebevollen Details überraschen. Auf dem Markt wirst du zwischen usbekischen Brotstempeln, handgefertigten Wollsocken und Chapka Hüten auf der Suche nach einem typisch usbekischen Mitbringsel bestimmt fündig.
Tipp: Wo sich der beste Aussichtspunkt in Chiwa befindet? Unsere Kollegin Irina ist sich sicher:
„Am Nachmittag des letzten Tages steige ich noch einmal auf den alten Stadtturm und überblicke von dort die gesamte Altstadt. Erst aus dieser Perspektive wird wirklich klar, wie viele Medresen und Minarette sich hier auf engstem Raum drängen – und warum Chiwa zu Recht „die Stadt der Minarette“ genannt wird. Im Licht des späten Nachmittags leuchtet die Stadt in einem warmen Braun, und überall glitzern die blauen Kuppeln aus dem sandfarbenen Häusermeer hervor.“
3 Top Sehenswürdigkeiten in Chiwa:
- Kalta-Minor Minarett („Kurzes Minarett“): Blau gekacheltes Minarett, das das höchste Minarett des Ostens werden sollte, jedoch nie vollendet wurde. Mit seinen kunstvoll verzierten Fliesen in blau, weiß, türkis und grün ist es aber dennoch von Weitem sichtbar.
- Djuma-Moschee: Für das Freitagsgebet errichtete Moschee aus dem 10. Jahrhundert, das um das Jahr 1788 restauriert wurde und mit seiner luftigen Bauweise sowie über 210 handgeschnitzten Holzsäulen hervorsticht.
- Tash-Hauli-Palast: Imposanter Palast mit aufwendigen Mosaiken, Holzschnitzereien, einer bunten Säulenhalle und einem schönen Innenhof.
Chiwa im Überblick:
| Lage | An der Grenze zu Turkmenistan zwischen der roten (Kysylkum) und der schwarzen (Karakum) Wüste westlich des Flusses Amu Darya |
| Besonderheit | Malerische Oasenstadt umgeben von einer imposanten Stadtmauer |
| Gut zu wissen | Chiva wird auch „Xiva“ oder „Khiva“ genannt. Der Name „Xiva“ bedeutet „wie lecker“ und soll von einer Karawane stammen, die nach mehreren Tagen ohne Wasser vom Brunnen in der Stadt trank, woraufhin ein Mitglied „Xiva!“ ausrief. Zusammen mit Buchara und Samarkand bildet Chiwa den „goldenen Ring“. |
| Aktivitätentipps | Erhalte auf dem Basar einen Einblick in das lokale Leben und bewundere die farbenfrohen Waren. Stärke dich mit einem frischen Granatapfelsaft und einem vor deinen Augen frisch gebackenen Brot. Besteige das mit etwa 57 m höchste Minarett Usbekistans „Islom-Hoja“ und genieße auf der Plattform die Aussicht über die Stadt. Schlendere durch den Stadtteil „Deshan-Kala“ außerhalb der Stadtmauern und lerne die modernere Seite Chiwas kennen. Laufe zum Sonnenuntergang auf der Stadtmauer Richtung Osten. |
Tipp: Irina war im Mai in Usbekistan und fand die Mischung aus touristischer Geschäftigkeit und traditioneller Atmosphäre in Chiwa zu dieser Zeit genau richtig:
„Tagsüber ist die kleine Altstadt gut gefüllt – Reisegruppen schieben sich durch die Hauptachsen, an jeder Ecke locken Souvenirstände. Wer aber nur ein paar Gassen weitergeht, ist plötzlich mitten im echten Leben der Bewohner: Kinder spielen vor den Häusern, fahren Fahrrad, ältere Männer sitzen vor ihren Türen. Da viele Reisende nicht in der Altstadt übernachten, leert sich Itschan Kala am Abend spürbar – das ist der beste Moment. Dann ist die gesamte Altstadt wunderschön beleuchtet und ein Streifzug lohnt sich absolut.“
Auf unseren Reisen „Usbekistans Highlights erleben“ und „Usbekistans Highlights erwandern“ übernachtest du in einer Medrese, in der einst Studenten den Koran und die Wissenschaften studierten – die beste Ausgangslage für einen abendlichen Streifzug durch Itschan Kala.
5. Shahrisabz: Prunkvolle Monumente in grüner Stadt

Shahrisabz ist einer dieser Orte, der neben den berühmtesten Städten des Landes etwas untergeht – und das, obwohl hier der berühmte Herrscher und Staatsgründer Amir Timur geboren wurde. Ihm ist es auch zu verdanken, dass sich hier heute historische Stätten von überdimensionalem Ausmaß befinden, deren Bedeutung auch die UNESCO anerkannt hat. Mit dem Ziel vor Augen, seine Macht zu demonstrieren und Shahrisabz zur Hauptstadt seines Reiches auszubauen, ließ er Bauwerke errichten, die die Beschreibung „monumental“ definitiv verdient haben. Obendrein zeichnen sie sich mit ihren roten Lehmwänden unvergleichlich malerisch vor den grünen Hügeln rundum und unter dem blauen Himmel ab.
Du läufst über offene Plätze, die wenig mit den engen Altstädten von Samarkand oder Buchara zu tun haben und stößt dabei unweigerlich auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die alle auf irgendeine Weise mit Timur verbunden sind. Mausoleen mit türkisfarbenen Kuppeln und feinen Inschriften, stille Ruinen, die doch deutlich hörbar die Geschichte Usbekistans erzählen und Moscheen mit künstlerischen Kacheln sollten Timurs Söhne und seine Weggefährten ehren und ihnen als Grabstätte dienen. Stehst du schließlich vor den gewaltigen Türmen des prächtigen Palastes Oq Saroy mit seinen riesigen Mosaiken, ist die Erhabenheit, die Timur für Shahrisabz wohl vorgesehen hatte, nicht von der Hand zu weisen – und das, obwohl es sich nur noch um die Überreste eines einst riesigen Komplexes handelt.
Im Gegensatz zu Städten wie Samarkand oder Buchara scheint Shahrisabz weniger „glattgebügelt” zu sein. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb es hier weniger Touristen hinzieht. Genau das macht die Stadt zur perfekten Ergänzung auf einer Tour zu den schönsten Städten Usbekistans. Auf ruhige Art vermittelt sie dir eine neue Sicht auf die Zeit der Timuriden-Dynastie.
3 Top Sehenswürdigkeiten in Shahrisabz:
- Palast Oq Saroy („Weißer Palast“): Imposante Ruinen eines ab dem Jahr 1380 über zwei Jahrzehnte von Timur erbauten prächtigen Palastes, von dem nur noch die 38 m hohen Eingangstürme mit teilweise erhaltenen Mosaiken vorhanden sind. Heute befindet sich dort eine Grünanlage mit einer riesigen Statue von Timur.
- Dorut Tilavat-Komplex: Im Jahr 1374 als Mausoleum und Medrese fertiggestellte Anlage, die auf Anweisung von Timur zu Ehren seines spirituellen Lehrers Shamsiddin Kulal erbaut wurde und diesem sowie Timurs Vater als Grabstätte diente.
- Dorus-Soadat-Komplex: Ursprünglich als Mausoleum für Timur geplante Anlage mit den Grabstätten von Timurs Söhnen und der Khazrat-Imom-Moschee.
Shahrisabz im Überblick:
| Lage | Rund 80 km südlich von Samarkand in der Region Kashkadarya am Fuße der Berge Gissar und Zarafshan |
| Besonderheit | Geburtsort des Nationalhelden Timur mit monumentalen Bauwerken |
| Gut zu wissen | Im Altertum hieß die Stadt „Kesch“ oder „Kisch“. Unter Timur wurde sie schließlich in Shahrisabz umbenannt, was übersetzt „Grüne Stadt“ bedeutet. Im Jahr 2000 wurde Shahrisabz zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt und im Jahr 2016 als „bedrohtes Erbe“ auf die „rote Liste“ gesetzt, da die Organisation die historischen Strukturen durch den Bau moderner Gebäude bedroht sah. |
| Aktivitätentipps | Erlebe die mystische Stimmung in der für Amir Timur erbauten Krypta, in der er letztendlich nicht begraben wurde, da sein Leichnam aufgrund von Schnee nur nach Samarkand und nicht nach Shakhrisabz gebracht werden konnte. Tauche auf dem überdachten Chorsu Bazaar in das Marktleben der Stadt ein und bewundere die aufwendige Ziegelarchitektur. Genieße die Ruhe der Gartenanlage rund um die Türme des Oq Saroy Palastes. Lass dich im Park Navro’z Bog’i von der modernen Seite der Stadt mitreißen, fahre auf dem Riesenrad, lausche einem Konzert und entspanne dich beim Picknick zwischen bunten Blumenbeeten. |
Tipp: Shahrisabz eignet sich wunderbar als Ausflug von Samarkand. Die zwei- bis dreistündige Fahrt führt dich über den Takhtakaracha-Pass mit fantastischen Aussichten auf die Berge rundum – zum Beispiel auf den Reisen „Usbekistan – 11 Tage Abenteuer an der Seidenstraße“ und „Usbekistan- Die klassische Tour und das Fergana-Tal“
Unsere Gästin Daniela fasst die Eindrücke ihrer Reise so zusammen:
„Ein beeindruckendes Land mit faszinierender Kultur, gutem Essen, freundlichen Menschen und einer guten Reiseleitung. Sehr empfehlenswert.“
6. Fergana: Junge Stadt mit authentischem Alltagsleben

Fergana wurde erst im Jahr 1876 – damals noch unter dem Namen „Neu-Margilan“ – gegründet. Damit ist die Hauptstadt des gleichnamigen Tals im Vergleich zu den restlichen Städten unserer Liste der schönsten Städte Usbekistans ein echter Jungbrunnen. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass du hier nicht auch zahlreiche Entdeckungen machen und Sehenswürdigkeiten besichtigen kannst. Wenn du durch die breiten, von Bäumen gesäumten Straßen läufst, wirst du die zwar noch nicht allzu lange, dafür aber bewegte Geschichte der Stadt von der Zarenzeit über die Sowjetherrschaft bis hin zur Gegenwart unmittelbar nachvollziehen können.
Mit Blick auf die umliegenden Berge stößt du auf Architektur aus der Zeit des russischen Reiches, spazierst durch grüne Parks und stärkst dich in trendigen Cafés. Was einen Besuch von Fergana so besonders macht: Insbesondere in den Nebenstraßen ist nichts für Touristen inszeniert. Die Stoffe, die sich auf den Ständen in den engen Gassen des Basars türmen, werden ebenso wie die kunstvollen Holzschnitzereien in den Werkstätten wirklich noch von Hand gefertigt. Die Einheimischen gehen hier einfach ihrem Alltagsleben nach und das ist teils überaus modern, andernorts hingegen noch richtig traditionell.
Da Fergana noch eine recht junge Stadt ist, kannst du dort keine mittelalterlichen Bauten besichtigen, wie es in Buchara und Samarkand der Fall ist. Die Stadt ist ein toller Kontrast zu den historischen Orten des Landes und wirkt insgesamt etwas rustikaler und unaufgeregter. Perfekt, wenn du in das ungekünstelte Alltagsleben der usbekischen Bevölkerung eintauchen möchtest.
3 Top Sehenswürdigkeiten in Fergana:
- Akhmad Al-Fergani-Park: Nach einem Astronomen und Mathematiker aus dem neunten Jahrhundert benannter Park mit einer Statue von Al-Fergani, Springbrunnen, Gartenanlagen und einem Riesenrad.
- Fergana Central Basar: Pulsierender Markt und Basar mit regionalen Spezialitäten wie Früchten, Gewürzen und Broten, lokaler Handwerkskunst sowieso russischen und koreanischen Lebensmitteln.
- Museum für Heimatkunde: Eines der ältesten Museen Usbekistans (gegründet im Jahr 1899), das mit einer großen Sammlung an archäologischen Fundstücken, Keramik, Schmuck und Gemälden einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Traditionen der Region gibt.
Fergana im Überblick:
| Lage | Im Osten Usbekistans im Fergana-Tal umgeben von den Ausläufern des Tien Shan nahe der Grenze zu Kirgisistan und Tadschikistan. |
| Besonderheit | Authentische Stadt im Fergana-Tal zwischen Moderne und Traditionen |
| Gut zu wissen | Fergana wurde nach dem radialen Prinzip erbaut. Das Straßennetz verläuft also von der Stadtmitte sternförmig nach außen und ist durch ringförmige Straßen verbunden. |
| Aktivitätentipps | Sieh in den Nebengassen den Handwerkern in ihren kleinen Werkstätten dabei zu, wie sie Stoffe weben oder Holz schnitzen. Erlebe die kulinarische Seite der Stadt mit regionalen Köstlichkeiten auf dem Markt und zeitgenössischer Küche in den modernen Restaurants. Gewinne vor den Gebäuden aus der Zeit des russischen Reiches einen Einblick in die damalige Architektur. Spaziere die lange, blumengeschmückte Fußgängerzone entlang und genieße die entspannte Atmosphäre. Wandere durch das Fergana-Tal (Für uns eine der schönsten Regionen zum Wandern in Usbekistan.) |
Tipp: Nach einem Besuch von Fergana bietet es sich an, nach Margilan („Stadt der Seide“), Rishtan („Zentrum der Keramik“) und Kokand zu reisen. Sie zählen zu den schönsten Städten des Fergana-Tals und stehen auf der Reise „Usbekistan- Die klassische Tour und das Fergana-Tal“ alle drei im Anschluss an Fergana auf dem Programm.
7. Termez: Unentdeckte archäologische Schatzkiste

Uralt, verstaubt und bröckelig: Der Zustand der Sehenswürdigkeiten von Termez klingt im ersten Moment vielleicht nicht für jeden nach einer der schönsten Städte Usbekistans. Doch genau das ist es, was die Herzen aller Archäologieinteressierten höherschlagen lässt. Vor antiken Ausgrabungen, eingebettet in eine trockene, hügelige Landschaft, kannst du das reiche buddhistische Erbe der südlichsten Stadt des Landes deutlich wahrnehmen. Du benötigst vielleicht etwas Vorstellungkraft, denn die Ruinen sind größtenteils sehr verfallen und die Reliefs verblasst, dafür gestalten sich deine Erkundungstouren erst so richtig spannend.
Wenn du in alten Festungen zwischen dicken Mauern aus Lehmziegeln umherspazierst, fühlt es sich immer noch so an, als würdest du von einem Raum zum nächsten laufen. Gebäudeensemble aus Moscheen, Grabstätten und Innenhöfen vereinen verschiedene Stile und Epochen und überraschen mit Symbolen unterschiedlicher Religionen. Und plötzlich erhebt sich vor dir zwischen Bauten aus gebrannten Ziegeln im Sultan-Saodat-Komplex ein Mausoleum, das mit seinen blauen Kacheln an der Fassade und den verspielten Deckenornamenten im Inneren noch einmal so intensiv hervorsticht. Auch, wenn es zunächst nicht unbedingt so scheinen mag: Termez ist eine Stadt der Superlative: Die südlichste Stadt Usbekistans ist einer der heißesten Orte des Landes, beherbergt eines der wichtigsten Museen und ist Heimat der ältesten erhaltenen Stupa Usbekistans.
Termez ist ein ungeschliffenes Juwel. Abseits der üblichen Touristenrouten sind die Ausgrabungsstätten ursprünglicher als in den berühmtesten Städten Usbekistans und auch die Übernachtungsmöglichkeiten sind limitiert. Wer in aller Ruhe archäologische Schätze entdecken und seinen Entdeckergeist wecken möchte, findet zwischen den buddhistischen Ruinen und islamischen Bauwerken sein Paradies.
3 Top Sehenswürdigkeiten in Termez:
- Archäologisches Museum: 2001 eröffnetes Museum mit über 40.000 Exponaten von Geschirr über Waffen und Münzen bis hin zu Gemälden und antiken Skulpturen sowie einer Bibliothek mit mehr als 17.000 Büchern.
- Sultan-Saodat-Komplex: Zwischen dem 6. und 7. Jahrhundert erbautes Ensemble mit Moscheen, Mausoleen und einem Khanak (Hospiz und Herberge) aus gebrannten Ziegeln. Hier liegen die Mitglieder der Seyyiden von Termez, die als direkte Nachfahren des Propheten Mohammed galten, begraben.
- Zurmala Stupa: Ruinen der einst größten buddhistischen Stupa der Region, die als eines der ältesten, noch erhaltenen Bauwerke Usbekistans gilt.
Termez im Überblick:
| Lage | Südlichste Stadt Usbekistans am Nordufer des Amudarja an der Grenze zu Afghanistan |
| Besonderheit | Einstiges buddhistisches Zentrum mit zahlreichen ursprünglichen Ausgrabungen |
| Gut zu wissen | Die Ruinen des buddhistischen Tempelkomplexes Fayaz-Tepe in Termez sind auf der Rückseite des 50.000 UZS-Scheins (aus der Serie von 2021) abgebildet. |
| Aktivitätentipps | Blicke vom Sultan-Saodat-Mausoleum auf die blaue Kuppel der neuen Moschee und die Ruinen der alten Stadt Termez. Bewundere die weißen Marmorwände mit blauen und goldenen Details des Mausoleums Al-Khakim und schlendere durch den Park auf die Rückseite des Gebäudes, um über den Amudarja-Fluss zu schauen. Lasse dich auf der Festung Kirk-Kyz (= „vierzig Mädchen“) von der Legende der 40 furchtlosen Amazonen mitreißen, während du die unterschiedlichen Räume erkundest. Staune vor den Ruinen des buddhistischen Tempelkomplexes Fayaz-Tepe und stelle dir vor der Stupa vor, wie sich darunter einst das Kloster und die Wohngebäude ausgebreitet haben müssen. Spaziere durch das restaurierte Tor der Seidenstraße nahe des Tempelkomplexes Kara-Tepe, wie es einst die Händler getan haben. |
Tipp: Bereits die Anfahrt nach Termez gibt bereits einen Vorgeschmack auf den leicht verwegenen Charakter der Stadt: Am besten erreichst du sie von Taschkent aus mit dem Nachtzug. Abends eingestiegen, erreichst du nach rund 14 Stunden am nächsten Tag dein Ziel. Das Abenteuer erwartet dich auf der Reise „Usbekistan – Orientalisches Märchen an der Seidenstraße“.
Tipp: Verbinde deine Städtetour doch mit diesen Sehenswürdigkeiten in Usbekistan.
Nützliche Informationen für deine Reise zu Usbekistans schönsten Städten
Unsere Liste der schönsten Städte Usbekistans beweist: Es lohnt sich, eine Rundreise durch das Land zu unternehmen, um möglichst viele von ihnen besuchen zu können. Damit du dich voll und ganz dem Erkunden hingeben kannst, haben wir dir in der folgenden Tabelle die wichtigsten Punkte zur Vorbereitung deiner Reise zusammengestellt.
| Einreise | Reisedauer bis zu 30 Tage: mindestens noch drei Monate gültiger Reisepass Reisedauer über 30 Tage: Visum + mindestens drei Monate über das Ablaufdatum des usbekischen Visums hinaus gültiger Reisepass Anmeldepflicht beim UVViOG (Verwaltung für Ein-/Ausreise und Staatsbürgerschaft) innerhalb von 72 Stunden (wird bei einem Aufenthalt im Hotel vom Hotel übernommen) |
| Beste Reisezeit | Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober) Je nach Region kann das öffentliche Leben während des Ramadans mehr oder weniger eingeschränkt sein. Weitere Infos zur besten Reisezeit für Usbekistan |
| Sprache | Usbekisch Viele Einheimische sprechen zudem Russisch. In größeren Städten und touristischen Zentren ist die Verständigung auf Englisch möglich. |
| Sicherheit | Usbekistan gilt als sicheres Reiseland mit einer geringen Kriminalitätsrate. Behalte deine Wertsachen dennoch im Blick und richte dich nach den allgemein gültigen Vorsichtsmaßnahmen. Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage gibt es beim Auswärtigen Amt. |
| Bezahlung | Währung: Sum (UZS) In den größeren Städten sind Geldautomaten vorhanden, in kleineren Orten weniger. Bargeld ist das gebräuchlichste Zahlungsmittel, in größeren Städten ist Kreditkartenzahlung möglich. Zum Umtausch empfiehlt es sich, Bargeld in Euro oder in US-Dollar mitzunehmen (USD ist weiter verbreitet.). Banknoten sollten in einwandfreiem Zustand (ohne Verschmutzungen oder Rissen) sein. |
| Kleidung | Obwohl Usbekistan muslimisch geprägt ist, gibt es keine strengen Kleidungsvorschriften. Vor allem in den Städten ist die Kleidung westlich orientiert, allzu freizügig sollest du jedoch nicht unterwegs sein. In Moscheen und Medresen ist angemessene Kleidung erforderlich und Schultern und Knie sollten bedeckt sein (bei Frauen auch die Haare). |
| Eintritt | Besichtigungen von außen sind meist kostenlos möglich. Altstädte und Basare können größtenteils kostenlos besucht werden. Zum Betreten von Sehenswürdigkeiten wird gegebenenfalls Eintritt verlangt (je nach Stadt und Attraktion ca. zwischen 3 € und 15 €). |
| Unterkünfte | Unterschiedliche Unterkunftsarten von kleinen Gästehäusern, bis hin zu historischen Medresen Vor allem in den bekannten Städten wird zunehmend in die touristische Infrastruktur investiert, außerhalb davon sind die Übernachtungsmöglichkeiten meist einfach. |
| Internet | Außer in abgelegenen Teilen des Landes, ist in den meisten Unterkünften, Cafés und Restaurants kostenloses WLAN vorhanden. |
| Fortbewegung | Gut ausgebautes Schienennetz zwischen den großen Städten Verschiedene Schnellzüge, z.B. der Hochgeschwindigkeitszug „Afrosiyob“ nach Samarkand, Buchara und Taschkent. Nachtzüge mit Schlafwagen Bei Fahrten mit dem Auto zu beachten: Der Fahrstil der Einheimischen entspricht meist nicht europäischen Gewohnheiten und die Benzinversorgung ist vor allem außerhalb Taschkents schwierig. |
| Essen & Trinken | Die usbekische Küche ist ziemlich fleischlastig, es gibt jedoch auch vegetarische Optionen. Das Nationalgericht ist Palov (Reis, Fleisch, Karotten und Zwiebeln). Zum Essen wird meist Brot, Wasser und Tee gereicht. Usbekistan ist zwar muslimisch geprägt, es wird jedoch nahezu in allen Restaurants und Bars Alkohol serviert. Auch die Einheimischen stoßen gerne mit Wodka an. Lediglich im Fergana-Tal geht es etwas konservativer zu. Dort gibt es meist abgetrennte Separees für Besucher, die Alkohol trinken möchten. Irina ist nach ihrer Reise das Essen in guter Erinnerung geblieben: „Kulinarisch Interessierte kommen voll auf ihre Kosten – von Plov über frisches Brot bis hin zu lokalem Wein.“ |
🛈 Gut zu wissen: Wird dir bei deinem Städtebesuch das Gewimmel auf den Straßen mal zu viel, musst du deine Tour nicht direkt abbrechen. Da viele Besucher die imposanten Bauten oft nur von außen betrachten, reicht es meist, in einen Innenhof abzubiegen und schon bist du von idyllischer Ruhe umgeben.
Zu guter Letzt interessiert uns natürlich eins noch brennend: Welche Stadt würde denn Irina zur schönsten Stadt Usbekistans küren?
„Atmosphärisch war Buchara meine liebste Stadt der Reise – die Mischung aus Geschichte, Authentizität und lebendigem Stadtleben hat mich komplett für sich eingenommen.“
Du hast Lust bekommen, Irinas Einschätzung auf den Prüfstand zu stellen? Dann schau dich doch mal unter unseren Usbekistan-Reisen um.



Die häufigsten Fragen zu Usbekistans schönsten Städten
Usbekistan mausert sich zwar mehr und mehr zum Trendziel, doch noch hat sich das Land in Zentralasien seinen Geheimtipp-Charakter bewahrt. Wir klären im Folgenden die häufigsten Fragen rund um die schönsten Städte Usbekistans, die du dir vielleicht auch während deiner Reisevorbereitung stellst.
Die historischen Städte Buchara, Chiwa, Taschkent und Samarkand zählen zu den sehenswertesten Städten Usbekistans. Sie sind für ihre prachtvollen Bauten, bunten Märkte sowie ihre historischen Stadtzentren bekannt. Prächtige Moscheen, Medresen und Minaretten zeugen von den glorreichen Zeiten der alten Seidenstraße. Weniger berühmt sind Shahrisabz, Fergana und Termez. Abseits von Touristenpfaden gelten sie als Geheimtipps und geben Besuchern einen authentischen Einblick in das Alltagsleben der Einheimischen.
7 sehenswerte Städte in Usbekistan:
– Tashkent, die Hauptstadt Usbekistans mit altem und neuem Teil
– Samarkand mit dem berühmten Registan-Platz
– Buchara, das einstige Zentrum der islamischen Lehre
– Chiwa, die Stadt der Minarette
– Shahrisabz, die Geburtsstadt des Nationalhelden Timur
– Fergana, die junge und bodenständige Stadt
– Termez, der Geheimtipp für Archäologie-Interessierte
Die größte Stadt Usbekistans ist die Hauptstadt Tashkent mit über 3 Millionen Einwohnern. Danach folgen mit weitaus weniger Bewohnern Namangan (ca. 950.000 Einwohner), Samarkand (ca. 930.000 Einwohner), Andijon (ca. 803.000 Einwohner) und Fergana (ca. 791.877 Einwohner).
Die Städte Usbekistans sind reich an Geschichte und berühmt für ihre majestätische Architektur, ihre geschäftigen Märkte und die herzlichen Einheimischen. Bereits zur Zeit der alten Seidenstraße spielten sie eine große Rolle. Sie dienten als Handelsorte und zogen neben Handelskarawanen auch Diplomaten und Reisende aus der ganzen Welt an. Heute noch spiegeln die zahlreichen gut erhaltenen, traditionellen Bauten wie Moscheen, Medresen und Minarette diese glorreiche Zeit wider. Während die Vergangenheit überaus lebendig erscheint, haben viele von ihnen auch eine moderne Seite. So lässt sich in den usbekischen Städten jahrhundertealte Kultur neben fortschrittlichem Alltagsleben erleben. Dabei eröffnet jede Stadt dem Besucher eine andere Perspektive: Manche Orte besitzen eine hervorragende touristische Infrastruktur und bestens restaurierte Sehenswürdigkeiten, während sich andere durch ihre ruhigere und ursprünglichere Atmosphäre auszeichnen.
Das macht die Städte Usbekistans besonders:
1. Orientalische Architektur mit detailreichen Verzierungen
2. Lebendige Märkte mit traditioneller Handwerkskunst und lokalen Spezialitäten1.
3. Je nach Ort Einblick in das moderne oder das traditionelle Leben der Einheimischen
4. Historische Sehenswürdigkeiten als Zeugen einer reichen Geschichte
5. Gute touristische Infrastruktur
Usbekistans schönste Städte: Orientalisches Flair an der Seidenstraße
Wer durch die Straßen der schönsten Städte Usbekistans schlendert, fühlt sich, als hätte sich gerade ein Geschichtsbuch geöffnet – eines, mit Bildern, die vor Farben nur so sprühen. Denn jede Stadt zeigt überaus offensichtlich ihre Vergangenheit: Prachtvoll strahlen blaue Kuppeln auf weißen Moscheen, majestätisch glitzern Mosaike an meterhohen Minaretten und hinter den Eingangstoren ehrwürdiger Medresen verstecken sich detailverliebte Springbrunnen. Dass du jedoch nicht nur durch ein Buch blätterst, wirst du beim Spaziergang durch die engen Gassen der malerischen Altstädte bald merken. Das Stimmengewirr auf den Märkten, die Düfte der Gewürze und der Geschmack des frischen Fladenbrots lassen sich schließlich auf keinem Bild wiedergeben.
So viele Gemeinsamkeiten Usbekistans Städte auch haben, ist doch jede einzigartig. Du entdeckst immer wieder neue architektonische Meisterwerke, kannst vor monumentalen Bauwerken den Zauber aus 1001 Nacht spüren, in kleinen Werkstätten traditionelle Handwerkskunst bewundern, an archäologischen Ausgrabungsstätten zwischen jahrhundertealten Ruinen umherstreifen und auf modernen Rooftop-Bars die neue Seite des Landes auskosten. Egal, ob du die berühmtesten historischen Städte besuchen oder an weniger bekannten Orten am Alltagsleben der Einheimischen teilhaben möchtest, ob du dich für Kultur, für Architektur oder für Archäologie interessierst: Usbekistans schönste Städte schaffen es, jeden Geschmack zu bedienen. Lass dich doch gerne auf unseren Usbekistan-Reisen davon überzeugen.
Du suchst noch mehr Inspiration rund um Usbekistan und weitere wunderschöne Reiseziele? Schau’ auch auf unserem Instagram-Kanal @asireisen vorbei!
„Die Verzierungen aus türkisen, kobaltblauen und goldenen Fliesen sind so detailreich, dass man Stunden damit verbringen könnte, einzelne Muster zu betrachten.“






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