
Neuer, schneller und weiter auf der einen Seite, geschichtsträchtig, malerisch und traditionsverwurzelt auf der anderen: Chinas Sehenswürdigkeiten lassen sich in keine Schublade stecken. So groß die Entfernungen im riesigen Reich der Mitte auch sein können, so liegen die stärksten Kontraste oft doch direkt nebeneinander. Da stehen altehrwürdige Tempel neben futuristischen Wolkenkratzern und Einheimische praktizieren in Gartenoasen Tai-Chi, während sich in der Nachbarschaft die Menschen vor Garküchen versammeln. In einem Moment atmest du das Aroma fremdartiger Gewürze ein, im anderen umhüllt dich der Duft von Räucherstäbchen. Du kannst von nebelumhangenen Bergen schauen, deinen Blick über grüne Reisfelder schweifen lassen oder in uralten Höhlen nach Buddha-Figuren Ausschau halten.
Damit du im Land der Superlative nicht den Überblick verlierst, haben wir dir unsere Top 6 Sehenswürdigkeiten Chinas zusammengetragen. Wandere mit uns über historische Mauern, blicke von einem der höchsten Gebäude der Welt, sieh dich tausenden von lebensgroßen Tonfiguren gegenüber und finde zwischen den bekanntesten und berühmtesten Highlights des Landes auch immer wieder versteckte Orte. Unsere Kollegin Claudia ist bereits mehrfach durch China gereist und hat dir den ein oder anderen Geheimtipp mitgebracht.
Das Wichtigste zu Chinas Sehenswürdigkeiten
- Chinas schönste Sehenswürdigkeiten bestechen durch eine Mischung aus historischen Stätten und modernen Attraktionen, die Besichtigungstouren zu einer Reise zwischen den Zeiten werden lassen.
- Auf einer Rundreise durch China kommen sowohl Kultur-, als auch Natur- und Architekturbegeisterte auf ihre Kosten.
- Abenteuerlustige können Sightseeing mit aufregenden Erlebnissen wie Ziplining oder einem Spaziergang auf gläsernen Brücken kombinieren. Wer tief in die Kultur Chinas eintauchen möchte, kann an Tai-Chi Kursen teilnehmen oder bei Kochkursen traditionelle Teigtaschen zubereiten.
Sehenswürdigkeiten in China: Reiche Traditionen, moderne Bauten und malerische Natur

Moderne Megastädte, die sich gegenseitig zu übertrumpfen scheinen, Klöster, die sich seit tausenden von Jahren an steile Felswände schmiegen und Karstberge, die nicht von dieser Welt zu sein scheinen, wetteifern in China um den Titel der schönsten Sehenswürdigkeit. Sie sind von Mensch oder von Natur geschaffen, sind als UNESCO Welterbe anerkannt, zeigen sich überdimensional oder verstecken sich und verteilen sich auf rund 9.597.000 km². Schon die Ausdehnung macht klar: Zu viel solltest du dir auf deiner China-Reise lieber nicht vornehmen. Auch wenn Hochgeschwindigkeitszüge weite Entfernungen fast wie im Flug vergehen lassen, soll deine Erkundungstour ja nicht in Stress ausarten.
Tipp: Unsere China-Reisen haben wir so zusammengestellt, dass du die unterschiedlichsten Facetten des Landes ganz ohne Hektik kennenlernst.
Zwischen der kargen nordchinesischen Hochebene und grünem Tiefland über schneebedeckte Gipfel in Nordwestchina, den fruchtbaren Landstrichen und Metropolen Ostchinas, der Hügellandschaft in Südwestchina und den faszinierenden Küstenstreifen in Zentral- und Südchina triffst du auf ein bezauberndes Sammelsurium aus urbanem Flair, kulturellen Schätzen und packenden Naturwundern.



Chinas Top 6 Sehenswürdigkeiten im Überblick:
| Sehenswürdigkeit | Lage | Besonderheit | Beste Reisezeit | Perfekt für |
| Die Chinesische Mauer | Rund 70 km nördlich von Beijing (Peking) | UNESCO-Weltkulturerbe und eines der neuen 7 Weltwunder | April bis Juni & September bis November | Architektur & Kultur |
| Sommerpalast, Beijing (Peking) | Ca. 15 km nordwestlich vom Zentrum Pekings | Meisterwerk chinesischer Gartenkunst und UNESCO-Weltkulturerbe in Chinas Hauptstadt | April bis Mai & September bis November | Gartenarchitektur, Natur & Idylle |
| Das Hängende Kloster (Xuánkōng Sì) | Ca. 65 km von Datong entfernt in der Provinz Shanxi an einem Steilhang des Heng Shan Gebirges | Architektonisches Meisterwerk, das die drei Religionen Buddhismus, Taoismus und Konfuzianismus vereint | April bis Oktober | Geschichte, Spiritualität & Architektur |
| Die Terrakotta-Armee | Ca. 40 km östlich von Xi’an | UNESCO-Weltkulturerbe mit tausenden individuell in Handarbeit angefertigten Tonfiguren | März bis Mai & September bis Oktober | Geschichte, Kultur & Handwerkskunst |
| The Bund, Shanghai | In Shanghai am Westufer des Huangpu, einem Nebenfluss des Jangtsekian | Uferpromenade mit historischen Kolonialbauten in verschiedenen Architekturstilen und Blick auf die Skyline von Shanghai | April bis Mai & September bis November | Geschichte, Kultur & Romantik |
| Die Glasbrücke über den Grand Canyon von Zhangjiajie | In der südöstlichen Provinz Hunan, etwa 60 km südwestlich der Stadt Zhangjiajie, angrenzend an den Naturpark Zhangjiajie | Die weltweit höchste und längste Brücke mit einem Glasboden | April bis Mai & September bis Oktober | Natur, Abenteuer & moderne Architektur |
1. Die Chinesische Mauer: Jahrhundertealtes architektonisches Meisterwerk

Ein Spaziergang über Steine, die vor Jahrtausenden von Menschenhand zu einem architektonischen Meisterwerk, dessen Ende mit bloßem Auge nicht auszumachen ist, drapiert wurden: Dass die Chinesische Mauer völlig zu Recht die wahrscheinlich berühmteste Sehenswürdigkeit Chinas ist, wird beim Anblick dieser bereits im 7. Jahrhundert vor Christus erbauten Wehranlage niemand in Frage stellen. Doch so oft du von der „Großen Mauer“ schon gehört haben magst: Erst, wenn du sie aus eigener Kraft erklimmst (oder mit der Seilbahn hinaufgefahren bist), kannst du die Dimensionen zumindest ansatzweise erahnen.
Scheinbar endlos schlängelt sich die Mauer mit ihren Wachtürmen durch steile Berge bis zum Horizont und umwindet dabei mühelos Hügel, Felsen, Flüsse und Täler. Die teilweise unterschiedlich großen und von unzähligen Schuhen glatt getretenen Treppenstufen machen klar: Hier fanden keine modernen Werkzeuge Verwendung. Während du sie hinauf und hinab marschierst, schweift dein Blick in die Ferne, über uralte Mauerreste und zerklüftete Landschaften. Flacher geht es auf einem Weg neben der Mauer zu, dafür sind die Aussichten nicht ganz so spektakulär.
Tipp: Manche Abschnitte der Chinesischen Mauer sind bestens ausgebaut und gut besucht, an anderen wilden und zerfallenen Teilen sind deine einzigen Begleiter zwitschernde Vögel. Hast du ausreichend Zeit, empfehlen wir dir, sowohl restaurierte als auch ursprüngliche Teile zu besuchen, um die unterschiedlichen Facetten des UNESCO Welterbes kennenzulernen. Bist du auf den gut in Stand gehaltenen Etappen unterwegs, wirst du die immense Größe besser erfassen können, auf den original erhaltenen wirst du hingegen im Handumdrehen in die Vergangenheit zurückversetzt. Näheres zu den unterschiedlichen Möglichkeiten, die Chinesische Mauer Schritt für Schritt zu erleben, erfährst du in unserem Beitrag zum Wandern in China.
Die Chinesische Mauer im Überblick:
| Lage | Rund 70 km nördlich von Beijing (Peking) |
| Erreichbarkeit | Als (Halb-)Tagesausflug von Beijing (Peking) |
| Gesamtlänge | Ca. 21.196 km |
| Restaurierte Mauerabschnitte u.a. | Badaling: berühmtester und meistbesuchter Abschnitt Mutianyu Juyongguan |
| Unrestaurierte Mauerabschnitte u.a. | Gubeikou Jiankou Jinshanling (teilrestauriert) |
| Aktivitäten-Tipps | Wandern Sonnenuntergang beobachten |
| Eintritt | Je nach Abschnitt unterschiedliche Eintrittspreise Die Seilbahn und die Rodelbahn bei Mutianyu kosten extra. Tipp: Nicht an allen Einlässen ist Kartenzahlung möglich, nimm daher auch Bargeld mit und erkundige dich im Voraus über die aktuellen Öffnungszeiten. |
| Beste Reisezeit | April bis Juni & September bis November Beachte, dass die Mauer teilweise über 1.000 m über dem Meeresspiegel liegt und sich die Bedingungen oben vom Wetter beim Start auf dem Parkplatz unterscheiden können. Zum chinesischen Nationalfeiertag in der ersten Oktoberwoche sind die Abschnitte Badaling, Juyongguan und Mutianyu sehr geschäftig. |
Tipp: Auf unserer Reise „Chinas Highlights erleben“ wanderst du auf dem ruhigeren Abschnitt bei Gubeikou bis nach Jinshanling und erlebst, wie das Nachmittagslicht die Landschaft in warme Farben taucht. Unsere Kollegin Claudia berichtet:
„Es war fast nichts los auf diesem Streckenabschnitt auf der Mauer bei Jinshanling. Der Ausblick war fantastisch: Mit Büschen versehene grüne Hügel soweit das Auge reicht. Die Mauer ist dort gut renoviert, jedoch muss man trotzdem teilweise klettern, weil manche Teile aus unbebautem Felsen oder sehr steilen Stufen bestehen.“

3 Reisetipps für die Große Mauer:
2. Sommerpalast, Beijing (Peking): Kaiserlicher Garten der Qing-Dynastie

Peking (offiziell „Beijing“) ist nicht nur der perfekte Ausgangspunkt für einen Ausflug zur Chinesischen Mauer, sondern auch für ausgiebige Sightseeingtouren durch die Stadt selbst. Die Hauptstadt Chinas empfängt dich mit kaiserlicher Pracht und einigen der wohl bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Unser Tipp: Der Sommerpalast etwas außerhalb vom Zentrum. Der ist zwar weniger bekannt als die riesige Palastanlage der „Verbotenen Stadt“, dafür sind die Tickets auch weniger schnell ausverkauft.
Einst fanden in den prächtigen Gärten des „Yiheyuan“ die Kaiser der Quing-Dynastie einen kühlen Rückzugsort, heute wandelst du an Tempeln, Palästen, Pavillons und Hallen vorbei, die sich in sanfte Hügel einschmiegen. Schlendere am Kunming-See entlang, setze mit dem Drachenboot auf die Insel Nanhu über und laufe über die leuchtende Siebzehn-Bogen-Brücke wieder zurück. Beobachte Künstler an der Suzhou Street und lasse deinen Blick vom Longevity Hill über Peking streifen. Auf dem rund 290 Hektar großen Gelände kannst du gut und gerne einen ganzen Tag verbringen – wann sonst hast du schon mal die Gelegenheit, durch ein solch kunstvoll angelegtes Meisterwerk chinesischer Gartenkunst zu streifen?
🛈 Gut zu wissen: Rund 3 km östlich vom Sommerpalast befindet sich der „Alte Sommerpalast“ („Yuanmingyuan“). Dieser ist weitgehend zerstört, wenn du genug Zeit hast, lohnt sich ein Abstecher dennoch.
Der Sommerpalast im Überblick:
| Lage | Ca. 15 km nordwestlich vom Zentrum Pekings |
| Baujahr | 18. Jahrhundert Anlage des Gartens in den 1150er Jahren |
| Eintritt & Öffnungszeiten | Unterschiedliche Preise und Öffnungszeiten je nach Hauptsaison (April bis Oktober) und Nebensaison (November bis März) Es sind verschiedene Kombitickets für den Park und die Gebäude erhältlich. |
| Top-Sehenswürdigkeiten | Longevity Hill mit der Hauptanlage des Palastes Kunming-See mit der Insel Nanhu Siebzehn-Bogen-Brücke aus dem Jahr 1750 mit einer Länge von 150 m Long Corridor, der mit einer Länge von 728 m der wohl längste bemalte Korridor der Welt ist |
| Beste Reisezeit | April bis Mai & September bis November Im Juli und August kann es heiß werden, dafür blühen Lotusblüten auf Teilen des Kunming-Sees. |
Tipp: Der Sommerpalast ist längst nicht die einzige Sehenswürdigkeit in Peking. Auf unseren Reisen führt dich ein erfahrener Guide zu den absoluten Highlights der Stadt wie dem Tian’anmen-Platz oder dem Himmelstempel und leitet dich durch das Gassenlabyrinth der Hutongs in die Seele der Stadt.
Unsere Reisetipps für Peking:

3. Das Hängende Kloster (Xuánkōng Sì): Architekturwunder im Heiligen Gebirge

Rund eineinhalb Stunden von der Stadt Datong entfernt erwartet dich ein spektakuläreres Ambiente, bist du hier doch umgeben von den steil in den Himmel ragenden Felswänden des Heiligen Gebirges Heng Shan. Dass sich inmitten dieser Naturpracht ein architektonisches Wunderwerk befindet, mag man kaum glauben. Doch nimmst du die Berghänge etwas genauer unter die Lupe, wirst du vermutlich kurz stutzen. Was hängt da hoch oben, scheinbar entgegen aller Schwerkraft, an der Steilwand? Wie in den Felsen gemalt wirkt das so treffend bezeichnete Hängende Kloster rund 50 m über dem Boden – und das bereits seit dem 6. Jahrhundert.
Es ist unvorstellbar, dass die zwei Pavillons und 40 Hallen des hölzernen Gebäudeensembles schon seit über 1.500 Jahren unerschütterlich allen Widrigkeiten trotzen. Hast du Höhenangst, bestaunst du den Bau lieber nur von unten, ansonsten solltest du es dir nicht entgehen lassen, die Stufen zum Berg hinauf zu erklimmen, durch die engen Gänge zu klettern und nach den über 80 Statuen aus Bronze, Eisen, Stein und Terrakotta Ausschau zu halten. Sauge die mystische Stimmung in dich auf, bewundere die wohl durchdachte Architektur, die den Mönchen bis ins Jahr 1985 Schutz vor Sonne, Schnee und Regen bot, und genieße den Abenteuerfaktor, wie es unsere Kollegin Claudia gemacht hat:
„Es war abenteuerlich, die Treppchen hochzusteigen und durch Löcher im Boden in die nächste Etage zu kommen oder runterzusteigen. Definitiv ein Must-See, wenn man in China ist!“
Das Hängende Kloster im Überblick:
| Lage | Ca. 65 km von Datong entfernt in der Provinz Shanxi an einem Steilhang des Heng Shan Gebirges |
| Bau | 6. Jahrhundert |
| Bauliche Besonderheiten | Für den Bau wurden Arbeiten und Baumaterialen von oben an Seilen heruntergelassen. |
| Öffentlich zugänglich seit | 1985 |
| Eintritt & Öffnungszeiten | Unterschiedliche Öffnungszeiten im Sommer und Winter Bei Regen kann das Kloster geschlossen sein. |
| Zu beachten | Da das Kloster sehr hoch am Felsen hängt und das Geländer teilweise nur bis zum Oberschenkel reicht, sollte man schwindelfrei sein. Aufgrund der Enge kann das Kloster nur in eine Richtung begangen werden und es ist empfehlenswert, keine großen Taschen oder Rucksäcke mitzunehmen. |
| Beste Reisezeit | April bis Oktober |
Tipp: Den Besuch des Hängenden Klosters kannst du mit einem Ausflug zu einer weiteren Sehenswürdigkeit verbinden: In den Yungang Grotten aus dem 5. und 6. Jahrhundert befinden sich kunstvoll gemeißelte Buddhafiguren. Auf der Reise „Chinas Highlights erleben“ legen wir an beiden Orten einen Stopp ein. Claudia hat uns diese Eindrücke von den Grotten mitgebracht:
„Ich hatte so etwas in der Art noch nie gesehen. In den ersten Grotten befinden sich gigantische meterhohe Buddhas. Die weiteren Grotten waren mit kleineren, bunt bemalten und mit zahlreichen Formen aus Stuck verzierten Buddhas, bestückt.“

Unsere Reisetipps für das Hängende Kloster:
4. Die Terrakotta-Armee: Monumentales Mausoleum

Obwohl sie dir stumm gegenüberstehen, erzählen sie doch eine ganze Menge: Schließlich bewacht das Heer aus tausenden von Tonkriegern der Terrakotta-Armee seit über 2.200 Jahren das Grab des ersten Qin-Kaisers Qin Shi Huang. Lebensgroß – für die damaligen Verhältnisse wahrscheinlich sogar überdimensional groß – stehen sie in Reih und Glied und gehen ihrer Pflicht nach, den Kaiser im Jenseits zu beschützen. Betrittst du die erste der drei Gruben, wird dich zunächst die unglaubliche Ausdehnung des Mausoleums überwältigen. Es ist jedoch nicht nur die Größe, die Ehrfurcht vor der Handwerkskunst der rund 700.000 einstigen Arbeiter erweckt, sondern vor allem die Liebe zum Detail, mit der sie die Figuren im Laufe von wohl 36 Jahren angefertigt haben.
Keiner der Krieger gleicht dem anderen! Kleidung, Posen, Gesichtszüge, ja sogar Frisuren sind individuell modelliert – stundenlang kannst du sie studieren und du wirst immer wieder etwas Neues entdecken. Vielleicht kannst du sogar Restaurateure beobachten, denn auch wenn es kaum vorstellbar ist: Die Ausgrabungen sind noch nicht abgeschlossen, immer wieder werden weitere Kutschen, Pferde und Waffen freigelegt.
🛈 Gut zu wissen: Dass du diese Sehenswürdigkeit auf deiner China-Reise besichtigen kannst, hast du übrigens einem Zufall zu verdanken. Denn nur, weil er einen Brunnen graben wollte, stieß ein Bauer im Jahr 1974 unvermutet auf die ersten Steine.
Die Terrakotta-Armee im Überblick:
| Lage | Ca. 40 km östlich von Xi’an |
| Fertigstellung des Baus | 210 vor Christus |
| Bauzeit | Fast vier Jahrzehnte |
| Entdeckung | 1974 |
| Gruben | Grube 1: größter Schacht mit lebensgroßen Figuren Grube 2: Figuren, Waffen und Streitwagen Grube 3: Figuren von höherrangigen Offizieren und Kriegswagen |
| Eintritt & Öffnungszeiten | Verschiedene Öffnungszeiten je nach Jahreszeit Es ist ein kostenpflichtiges Ticket erforderlich. Bewahre das Ticket nach dem Kauf auf, falls du es beim Zutritt zu den einzelnen Gruben vorzeigen musst. |
| Zu beachten | Möchtest du die einzelnen Details der Figuren genau betrachten, ist ein Fernglas empfehlenswert. |
| Beste Reisezeit | März bis Mai & September bis Oktober Früh morgens oder kurz vor Schließung ist der Besucherandrang am geringsten. |
Tipp: Xi’an zählt zu den einstigen Hauptstädten Chinas und beherbergt mit der Großen Moschee, dem muslimischen Viertel und dem Stelenwald einige der tollsten Sehenswürdigkeiten Chinas. Ein eher unbekanntes Juwel ist die Kleine Wildganspagode. Im Gegensatz zur Großen Wildganspagode geht es dort um einiges ruhiger zu – die perfekte Gelegenheit, die authentische Seite der Stadt kennenzulernen.
Unsere Reisetipps für die Terrakotta-Armee:

5. The Bund, Shanghai: Uferpromenade zwischen Vergangenheit und Zukunft

Als eine der bevölkerungsreichsten Metropolen der Welt zeigt sich Shanghai herrlich weltoffen und im Vergleich zu anderen chinesischen Städten von mehr westlichen Einflüssen geprägt. Weltbekannt ist die Skyline mit ihren Wolkenkratzern und extravaganten Bauten. Doch die Stadt hat auch eine andere Seite – im wahrsten Sinne des Wortes: Auf der Westseite des Flusses Haungpu, gegenüber vom modernen Viertel Pudong, fühlst du dich am „The Bund“ in die europäische Kolonialzeit zurückversetzt.
Wenn du an der über zwei Kilometer langen Uferpromenade entlangflanierst, kommst du an historischen Gebäuden aus dem frühen 20. Jahrhundert vorbei und erkennst die unterschiedlichsten Architekturstile von Art-Deco bis zu Neo-Klassizismus wieder – stets mit Blick auf die schicken Hochhäuser auf der anderen Flussseite. Ob am Morgen, wenn die Wolkenkratzer von der aufgehenden Sonne in ein sanftes Licht getaucht werden und die ersten Jogger ihre Runden drehen oder am Abend, wenn die Einheimischen beim Tai-Chi zur Ruhe kommen und die Hochhäuser im Finanzviertel bunt angestrahlt werden: Auf dem The Bund bewegst du dich zwischen Historie und Moderne.
Tipp: Die Aussicht vom The Bund auf das Stadtbild von Pudong ist phänomenal. Doch auch andersherum erwartet dich ein fantastisches Panorama: Von der Aussichtsplattform des Shanghai Towers im Finanzviertel Lujiazui genießt du von 546 m Höhe einen 360-Grad-Blick über die Stadt – natürlich auch auf The Bund.
Claudia ist bereits der Weg hinauf bestens in Erinnerung geblieben:
„Der Lift ist teilweise über 20 Meter pro Sekunde hochgeschossen. Es hat uns regelrecht in den Boden des Liftes gedrückt – ein witziges Gefühl.“
The Bund im Überblick:
| Lage | In Shanghai am Westufer des Huangpu, einem Nebenfluss des Jangtsekian |
| Sehenswürdigkeiten | Old HSBC (Hong Kong and Shanghai Banking Corporation) Building Rockbund Art Museum Bund Bull |
| Aktivitätentipps | Abendspaziergang mit Blick auf die erleuchtete Skyline Bootsfahrt auf dem Huangpu Entspannung im Huangpu Park |
| Beste Reisezeit | April bis Mai & September bis November |
Tipp: Endet deine China-Reise in Shanghai, erreichst du den rund 30 km von der Stadt entfernten Flughafen innerhalb von nur acht Minuten – der bis zu 400 km/h schnellen Magnetschwebebahn „Shanghai Maglev“ sei Dank.
6. Die Glasbrücke über den Grand Canyon von Zhangjiajie: Modernes Architekturmeisterwerk

Wir beenden unsere Liste der Top Sehenswürdigkeiten Chinas mit einer der modernsten Attraktionen des Landes. Seit dem Jahr 2016 führt die mit absoluter Finesse entworfene Glasbrücke über den Grand Canyon von Zhangjiajie. Nun magst du dich fragen, wie Designer Haim Dotan ausgerechnet auf die Idee kam, Glas als Material zu wählen? Zum einen sollte die Brücke sich möglichst nahtlos in die landschaftliche Schönheit von Zhangjiajie einfügen, zum anderen eröffnet sich dir dadurch eine einzigartige Perspektive auf die fast schon unwirklich wirkenden senkrecht in den Himmel ragenden Felsnadeln des Gebirges.
Wenn du hunderte Meter über der Schlucht schwebst und sich unter dir die üppig grünen abfallenden Klippen ausbreiten, vermischen sich Nervenkitzel, Ehrfurcht vor der Natur und Bewunderung für die technische Meisterleistung zu einem unvergesslichen Gefühlscocktail. Ob du dich vorsichtig Schritt für Schritt vorwagst, dich auf den durchsichtigen Boden legst oder sogar wagemutig für ein Foto in die Luft springst: Du entscheidest, wie du die längste und höchste Brücke mit Glasboden erleben möchtest.
🛈 Gut zu wissen: Zhangjiajie ist für seine traumhaften, unberührten und mystischen Landschaften bekannt, die bereits dem Film „Avatar“ als Vorlage für die Halleluja-Berge gedient haben. Auf der Glasbrücke geht es jedoch überaus trubelig und eher touristisch zu. Wer mag, kann mit der Zipline über die Baumwipfel sausen oder sogar einen Bungee-Sprung wagen. Um die Sandsteinformationen und dichten Wälder in ihrer ursprünglichen Form zu genießen, empfehlen wir dir eine Wanderung abseits der berühmten Aussichtsplattformen. Tipps dazu haben wir dir in unserem Beitrag zum Wandern in China zusammengestellt.
Die Glasbrücke von Zhangjiajie im Überblick:
| Lage | In der südöstlichen Provinz Hunan, etwa 60 km südwestlich der Stadt Zhangjiajie, angrenzend an den Naturpark Zhangjiajie |
| Maße | Länge: 385 m Breite: 6 m Höhe: 300 m |
| Kapazität | 800 Personen zur gleichen Zeit |
| Eintritt & Öffnungszeiten | Für den Zutritt auf die Glasbrücke muss ein kostenpflichtiges Ticket erworben werden. Weitere Attraktionen wie die Zipline sind zusätzlich zu zahlen. Bei starkem Wind oder Regen kann die Brücke geschlossen werden. |
| Zu beachten | Du solltest die Glasbrücke nur betreten, wenn du schwindelfrei bist und nicht unter Höhenangst leidest. Größere Taschen und Rucksäcke müssen vor Betreten in einem Schließfach abgegeben werden. |
| Aktivitätentipps | Zipline Bungeejumping Bootsfahrten Wanderungen in der Umgebung |
| Beste Reisezeit | April bis Mai & September bis Oktober |
Tipp: In Zhangjiajie zeigt sich, wie in China touristische Infrastruktur und spektakuläre Natur Hand in Hand gehen. Du kannst in Seilbahnen schweben, über den Wolken spazieren, mit gläsernen Fahrstühlen fahren und durch mystische Steinsäulenlandschaften wandern. Auf der Reise „Zhangjiajie – 21 Tage Erlebnis-Reise“ erlebst du die perfekte Mischung aus von Menschen und von der Natur geschaffenen Attraktionen.
Wissenswertes zu Chinas Sehenswürdigkeiten: Was gibt es zu beachten?
Unsere Liste der sechs schönsten Sehenswürdigkeiten Chinas zeigt in bester Manier: China lässt sich nicht in einem Wort beschreiben. In dem riesigen Land wartet hinter jeder Ecke etwas Erstaunliches und wer glaubt, schon alles gesehen zu haben, wird immer wieder eines Besseren belehrt.
Eines jedoch haben die berühmtesten Sehenswürdigkeiten alle gemein: Einsamkeit findest du dort nicht. Schlange stehen ist in China fast schon Nationalsport, denn nicht nur ausländische Touristen zieht es in das Reich der Mitte, auch die Einheimischen lieben es, ihr eigenes Land zu bereisen. Chaos und Durcheinander herrschen dabei jedoch so gut wie nie, denn nahezu überall wurden Systeme ausgeklügelt, dank denen die Besichtigungen geordnet und in Reih und Glied vonstattengehen. Und oft sind es nur wenige Schritte, die dich von den reichlich frequentierten Orten zu nahezu einsamen Perlen führen.



Tipp: Auf den ASI-Reisen planen wir bewusst Abstecher zu weniger bekannten Geheimtipps ein. Wie wir generell mit der Herausforderung des Massentourismus umgehen, kannst du in unserem Beitrag zum Ansatz gegen Overtourism nachlesen.T
Was du sonst noch für eine gelungene Sightseeingtour durch China beachten solltest, haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
| Einreise | Erforderliche Dokumente: Reisepass, Visum, Einreiseerklärung Unter bestimmten Bedingungen ist eine visumsfreie Einreise möglich. Aktuelle Informationen gibt es bei der chinesischen Botschaft in Berlin. Nach und nach werden an den Grenzen Fingerabdruckscanner eingeführt, an denen Fingerabdrücke abgegeben werden müssen. Es können medizinische Untersuchungen bei der Einreise gefordert werden. Innerhalb von 24 h nach Einreise ist eine Registration bei der für den Wohnort zuständigen Public Security Bureau (Entry-Exit-Administration) erforderlich (wird meist vom Hotel übernommen). Es dürfen ausschließlich Powerbanks mit dem chinesischen Gütesiegel „CCC“ nach China eingeführt werden, nicht mit dem in Europa gebräuchlichen „CE“. |
| Sicherheit | Die Kriminalitätsrate ist gering. Zum Schutz vor Kleinkriminalität sollten die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen befolgt werden und insbesondere in größeren Menschenmengen sollte auf Wertsachen geachtet werden. Es herrschen strenge Sicherheitsmaßnahmen. Bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel gelten dem Flugverkehr entsprechende Vorschriften (Gepäckbeschränkung, Mitnahme von Flüssigkeiten usw.) Claudia berichtet: „Die Chinesen sind sehr auf Sicherheit bedacht. Bei den meisten Touristen-Attraktionen wird man auf verbotene oder gefährliche Gegenstände untersucht, wie am Flughafen. Zudem ist so ziemlich alles mit Kameras überwacht. Das ist anfangs etwas befremdlich, aber man gewöhnt sich schnell daran. Und man fühlt sich dafür in China sehr sicher – auch, wenn man mal als junge Frau alleine auf die Straße geht.“ |
| Europäische Reisende in China | Europäische Reisende erwecken in China vielerorts Aufmerksamkeit und Bewunderung. Insbesondere in abseits gelegenen Gegenden wird oftmals nach gemeinsamen Fotos gefragt. |
| Infrastruktur | Es gibt viele hochmoderne Eisenbahnverbindungen, oftmals mit Hochgeschwindigkeitszügen. Wer kein Chinesisch spricht und mit dem Taxi unterwegs ist, sollte den Namen des Ziels schriftlich vorliegen haben. Radfahren ist eine beliebte Fortbewegungsart in China, daher gibt es in größeren Städten viele Leihräder. |
| Bezahlung | Landeswährung: Renminbi Yuan (RMB oder CNY) Geldabheben ist mit gängigen Kreditkarten (jedoch selten mit deutschen Debitkarten) möglich. Meist wird mit Apps wie Alipay oder Weixin Pay (im chinesischen Messenger WeChat) bezahlt. Es sollte ausreichend Bargeld mitgeführt werden, da eine Zahlung per App für Besucher aus dem Ausland nicht immer möglich ist. |
| Internet & Telefonie | An vielen Orten ist schnelles und kostenloses WLAN vorhanden. Der Internetzugang wird staatlich kontrolliert. Auf viele Onlineangebote wie Google, X, Whatsapp und Facebook kann nicht zugegriffen werden. Handyverträge können mit einem Ausweis und Gesichtsscan abgeschlossen werden. Die Nutzung von VPN-Diensten ist verboten. |
🛈 Gut zu wissen: Nicht ganz unerheblich für eine reibungslose Reise: Beim stillen Örtchen handelt es sich in China oft um sogenannte Stehtoiletten. Für unsere Kollegin Claudia waren deshalb die Toiletten in Shanghai fast schon eine Sehenswürdigkeit:
„Was sehr auffallend ist: im Gegensatz zu den anderen chinesischen Städten, wo ich bisher fast immer nur die Stehtoiletten gesehen habe, die im Endeffekt nicht viel mehr als ein „Loch im Boden“ sind, gibt es in Shanghai überall High-End Sitztoiletten mit Klobrillenheizung und allerlei Schnickschnack – erinnert mich an japanische Standards.“
Die häufigsten Fragen rund um Chinas Sehenswürdigkeiten
China steht auf deiner Reiseliste ganz oben oder bist du dir noch nicht sicher, ob es wirklich in das Reich der Mitte gehen soll? Wie weit auch immer du in deiner Reiseplanung bist: Ein Blick auf unsere Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um China und dessen Sehenswürdigkeiten hilft dir bestimmt weiter.
Aufgrund seiner Größe und der langen und reichen Geschichte steckt China voller Sehenswürdigkeiten. Zu den bekanntesten Klassikern zählen die Chinesische Mauer, die Verbotene Stadt in Beijing (Peking) und die Terrakotta-Armee bei Xi’an. Je nach Interesse sollte man sich folgende Sehenswürdigkeiten bei einer China-Reise nicht entgehen lassen:
Großstädte: Peking, Shanghai, Hangzhou
Natur: Zhangjiajie, Sommerpalast in Beijing (Peking)
Geschichte: Terrakotta-Armee bei Xi’an, Chinesische Mauer, The Bund in Shanghai
Architektur: Chinesische Mauer, Glasbrücke von Zhangjiajie, The Bund in Shanghai, Hängendes Kloster, Sommerpalast in Beijing (Peking)
Spiritualität: Hängendes Kloster, Yungang-Grotten
Zu den weniger bekannten Sehenswürdigkeiten Chinas zählen die unrestaurierten Abschnitte der Chinesischen Mauer, wie Gubeikou und Jiankou. Wer Peking besucht und aufgrund des Besucherandrangs kein Ticket für die Verbotene Stadt bekommt, findet etwas außerhalb des Zentrums mit dem Sommerlichen Palast eine weniger bekannte, aber ebenso sehenswerte Anlage mit prächtigen Gärten. Im Zusammenhang mit einer Besichtigung der weltberühmten Terrakotta-Armee in Xi’an lohnt sich ein Abstecher zur Kleinen Wildganspagode, die bisher bei nur wenigen Touristen auf der Agenda steht.
Zu einer Reise nach China gehört ein Besuch traditioneller Märkte unbedingt dazu. In Kunsthandwerksgeschäften in verwinkelten Gassen, auf trubeligen Nachtmärkten und an Ständen vor bekannten Sehenswürdigkeiten tauchen Besucher tief in die Kultur des Landes ein. Wer die Erinnerung daran lebendig halten möchte, findet zwischen lokalen Spezialitäten, handgefertigten Kunstwerken und kuriosen Kleinigkeiten sicherlich das ein oder andere Souvenir.
5 der besten Mitbringsel aus China:
1. Tee direkt von den Plantagen
2. Handgefertigter Schmuck aus Jade
3. Personalisierte Kalligrafie-Kunstwerke
4. Kunstvolle Essstäbchen
5. Chinesische Trachten (zum Beispiel aus der Ming Dynastie)
Tipp: Informiere dich über die Zollvorschriften und Ausfuhrbestimmungen, bevor du ein Souvenir einpackst, und achte beim Kauf darauf, nicht auf Fälschungen (zum Beispiel von Jadeschmuck) hereinzufallen.
Chinas Sehenswürdigkeiten: Traditionsbewusst in die Zukunft
Glückskekse, Essstäbchen und extravagante Wolkenkratzer: Wer beim Gedanken an China als erstes diese Bilder vor Augen hat, denkt nur an einen kleinen Teil dessen, was das Land in Ostasien zu bieten hat. Auf der Suche nach den schönsten Sehenswürdigkeiten Chinas hast du die Wahl aus kulturellen Perlen, atemberaubenden Naturschauspielen und architektonischen Juwelen.
Du spazierst von Lotusblumenteichen zu flimmernder Neonbeleuchtung, wanderst auf jahrhundertealten Steinen und über modernste Glaskonstruktionen, siehst dich künstlerischen Meisterwerken längst vergangener Dynastien gegenüber und fühlst dich nach einer Fahrt im Hochgeschwindigkeitszug, als wärst du in einer völlig anderen Welt gelandet. Doch egal, an welchem Ort du dich befindest: Die Freundlichkeit im Land des Lächelns ist dein steter Begleiter. Wirf doch einen Blick auf unsere China-Reisen und komm mit uns zu den berühmtesten Attraktionen und an einsame Ecken des Landes.
Du bekommst nicht genug von Chinas Highlights? Dann besuch uns auch auf unserem Instagram-Kanal @asireisen :
„Es war fast nichts los auf diesem Streckenabschnitt auf der Mauer bei Jinshanling. Der Ausblick war fantastisch: Mit Büschen versehene grüne Hügel soweit das Auge reicht. Die Mauer ist dort gut renoviert, jedoch muss man trotzdem teilweise klettern, weil manche Teile aus unbebautem Felsen oder sehr steilen Stufen bestehen.“






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