
Weite Reisfelder und zerklüftete Berge, die so ruhig daliegen, dass sie wie gemalt erscheinen, jahrhundertealte Städte, in denen sich das Hupkonzert der Mopeds mit dem Stimmengewirr der Straßenhändler vermischt und Kalksteinfelsen, die sich sowohl aus grünen Landschaften als auch aus türkisfarbenen Buchten erheben: Nordvietnams Highlights muten wie ein Sammelsurium an Naturschauspielen, Sehenswürdigkeiten und Emotionen an, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Im Zusammenspiel jedoch formen sie wunderschön stimmig die Seele des Landes.
In geschichtsträchtigen Altstädten findest du dich zwischen kunterbunten Marktständen umgeben vom verführerischen Duft der Garküchen wieder, während dich nicht weit entfernt in einem reich verzierten Tempel eine festliche Ruhe umfängt. Abseits vom Metropolenchaos erlebst du in abgelegenen Dörfern, wie die ethnischen Minderheiten noch heute ihre Traditionen pflegen, du kannst auf einem Boot durch Kalksteinhöhlen gleiten, mit dem Rad durch grüne Reisterrassen fahren und mit Blick auf wolkenverhangene Berge durch versteckte Täler trekken. Obwohl der Norden Vietnams nur ein Teil des südostasiatischen Landes ist, fällt die Entscheidung, was man dort unbedingt gesehen haben muss, definitiv nicht leicht. Hier kommen unsere Top 5 Highlights.
Das Wichtigste zu Vietnams Norden
- Nordvietnam zeichnet sich durch skurril geformte Karstberge, terrassierte Reisfelder, weite Buchten und traditionelle Dörfer aus.
- Hanoi, die Hauptstadt Vietnams, befindet sich ebenso im Norden wie der höchste Berg des Landes, der Fansipan.
- Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten im Norden Vietnams zählen die Halong Bucht, Sapa und Tam Coc. Weniger bekannt sind der Pu Luong Naturpark, die Lan Ha Bucht und Hoa Lu.
- In den Dörfern der Thai-Minderheit gehen die Einheimischen unberührt von modernen Entwicklungen ihren jahrhundertealten Traditionen nach.
Nordvietnam: Zwischen sanften Reisfeldern und dramatischen Karstfelsen
Mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von rund 1.650 km – das entspricht etwa der Strecke von Hamburg bis Rom – sind die nördlichste und südlichste Spitze von Vietnam nicht nur räumlich weit voneinander entfernt, sondern auch in Hinblick auf Klima, Landschaft und Kultur kaum miteinander zu vergleichen. Zwar ist das Land seit dem Ende des Vietnamkriegs und der Wiedervereinigung im Jahr 1976 politisch nicht mehr getrennt, dennoch fühlst du dich bei einer Rundreise durch den Norden und den Süden des Landes zuweilen, als wärest du in zwei völlig anderen Welten unterwegs.
Im subtropischen Norden streifst du durch Reisfelder, die je nach Jahreszeit in intensivem Grün erstrahlen oder in sanftem Gold leuchten, du kannst mit dem Fansipan den höchsten Berg des Landes erklimmen oder nach einer gemütlichen Fahrt mit der Seilbahn von seinem Gipfel blicken und auf einer Dschunke umgeben von meterhohen Karstfelsen durch ruhige Buchten gleiten. Neben all diesen landschaftlichen Schönheiten sind es jedoch ebenso die Menschen, die der Region ihren unverwechselbaren Zauber verleihen und ihren Charakter prägen: Beim Besuch der ethnischen Minderheiten in den kleinen Dörfern zwischen malerischen Tälern und majestätischen Bergen scheint die Schnelllebigkeit der Moderne ganz weit weg.



🛈 Gut zu wissen: Der Norden des Landes hat landschaftlich nahezu alles zu bieten. Lediglich Badestrände sind dort Mangelware. Für einen Strandurlaub solltest du eher nach Zentral- oder Südvietnam reisen.
Nordvietnam im Überblick:
| Abgrenzung | Zwischen der Grenze zu China im Norden, der Grenze zu Laos im Westen, dem Golf von Tonkin im Osten und dem Truong Son-Gebirge im Süden |
|---|---|
| Landschaften |
|
| Klima | Subtropisch mit vier ausgeprägten Jahreszeiten |
| Größte Stadt | Hanoi (Hauptstadt Vietnams) |
| Mentalität | Traditionell, Fokus auf Höflichkeit und Zurückhaltung |
Die 5 schönsten Highlights von Nordvietnam: Großstadtchaos und Naturidylle
Hanoi und die Halong-Bucht sind die wohl bekanntesten Orte von Nordvietnam und selbstverständlich dürfen sie auch in unserer Liste der fünf schönsten Highlights im Norden Vietnams nicht fehlen. Dass es sich definitiv lohnt, danach nicht direkt weiter über den Wolkenpass Richtung Süden weiter zu fahren, beweisen die anderen drei wunderschönen Orte, die dich im Folgenden erwarten
Die Top 5 Sehenswürdigkeiten im Norden Vietnams im Überblick:
| Ort | Lage | Besonderheit | Perfekt für |
| Hanoi | Am Roten Fluss (Song Hong) | Vietnams Hauptstadt mit einer Mischung aus Moderne und Tradition | Kultur, Geschichte, Stadtleben, Kulinarik |
| Pu Luong Naturpark | Ca. 150 km südwestlich von Hanoi in der Provinz Thanh Hoa | Unberührte Landschaft mit Reisfeldern, Bambushainen und Dörfern der Thai-Minderheiten | Natur, Ursprünglichkeit, Traditionen |
| Halong-Bucht | Ca. 150 km östlich von Hanoi im Golf von Tonkin | Tropische Karstlandschaft mit über 2.000 Inseln und versteckten Höhlen, UNESCO-Naturerbe seit 1994 | Natur, Abenteuer |
| Hoa Lu | In der Provinz Ninh Bình umgeben von den Kalksteinbergen von Trang An, ca. 93 km südlich von Hanoi | Antike Hauptstadt Vietnams mit historischen Bauten aus dem 10. Jahrhundert, eingebettet in malerische Natur | Geschichte, Architektur, Natur |
| Tam Cốc | Am Ngô Đồng River in der Provinz Ninh Binh, etwa 90 Kilometer südlich von Hanoi im Trang An Landschaftskomplex (UNESCO-Welterbe) | Als „Trockene Halong-Bucht“ bezeichnete Region mit Karstfelsen, Höhlen und Tempeln, die zum UNESCO-Weltkultur- und naturerbe „Landschaftskomplex Trang An“ gehört | Natur, Kultur |
1. Hanoi: Trubelige Hauptstadt zwischen Tradition und Moderne

Aus altehrwürdigen Tempeln bahnen sich feine Weihrauchschwaden ihren Weg durch die schmalen Gassen an deine Nase, aus den großen Töpfen der Streetfood-Stände steigt der Duft von Sternanis auf und in der Ferne ist das Hämmern der Schmiede zu hören: Ein Spaziergang entlang der kleinen Werkstätten, reich verzierten Pagoden und Kolonialfassaden in der Altstadt von Hanoi ist alles andere als simples Sightseeing, sondern vielmehr ein Erlebnis für alle Sinne. Französische, chinesische und südostasiatische Einflüsse vereinen sich zu einer einzigartigen Mischung, die dich in die reiche Geschichte der Hauptstadt Vietnams zurückversetzt – und das alles, während sich in den Außenbezirken verglaste Wolkenkratzer in den Himmel recken und auf Rooftop-Bars die moderne Seite der Metropole zum Vorschein kommt.
So trubelig und undurchschaubar das Gewirr aus Menschen, Mopeds und Marktständen in der Metropole im Norden Vietnams auch scheinen mag, ruht der Stadt doch gleichzeitig eine beschauliche Ruhe inne. Am Ufer des Hoan-Kiem-Sees sind die Einheimischen in ihre Zeitungen versunken oder praktizieren Tai Chi und mit einem traditionellen „Egg Coffee“ in einem der Cafés am Straßenrand lässt dich der Trubel rundum völlig unberührt.
🛈 Gut zu wissen: Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Hanois kannst du dir sogar anschauen, ohne in die Stadt zu reisen: Der Literaturtempel ist auf der Rückseite der 100.000 Dong-Banknote abgebildet. Die ruhige Erhabenheit der ersten Universität Vietnams spürst du aber natürlich nur, wenn du wirklich vor ihr stehst und durch die hübschen Gärten streifst.
Hanoi im Überblick:
| Lage | Am Roten Fluss (Song Hong) |
| Top 3 Sehenswürdigkeiten | Hoan-Kiem-See (Schwert-See) mit einer über eine rote Holzbrücke zu erreichenden Insel, auf der sich der Ngoc-Son-Tempel befindet Ho-Chi-Minh-Mausoleum mit der Ruhestätte des auch als „Onkel Ho“ bezeichneten vietnamesischen Revolutionärs und Präsidenten des Landes Tran-Quoc-Pagode mit roten Ziegelsteinen am Westsee |
| Aktivitäten-Tipps | Unternimm eine Rikscha-Fahrt durch die engen Gassen der Altstadt. Lasse dich bei einer traditionellen Wasserpuppenshow von der vietnamesischen Folklore verzaubern. Genieße vom Lotte Observation Deck im 65. Stock die 360°-Aussicht über die Stadt. |
| Beste Reisezeit | November bis April |
Tipp: Auf der Reise „Die Highlights von Vietnam und Kambodscha erleben“ führt dich dein Guide zu den schönsten Orten von Hanoi, bevor ihr den Tag im Wasserpuppentheater ausklingen lasst.
2. Pu Luong Naturpark: Abgeschiedene Naturidylle mit Reisfeldern und Thai-Dörfern

Wer im Pu Luong Naturpark ankommt, bleibt nicht, um eine Liste an Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Die abgeschiedene Landschaft ist nämlich kein touristischer Hotspot – sie ist ein Ort zum Eintauchen, Spüren und auf sich wirken lassen. Reisterrassen, die sich noch wie vor Jahrhunderten in die Hänge schmiegen, Täler, die von Kalksteinfelsen umrahmt werden und Dörfer, in denen Thai-Minderheiten rund um ihre Stelzenhäuser ihrem ganz normalen Alltag nachgehen: Hier ist nichts inszeniert.
Die unberührte Natur ist wie gemacht für ausgedehnte Wanderungen. Während du durch je nach Jahreszeit goldene oder grüne Reisfelder und weite Felder läufst, wirst du von neugierigen Wasserbüffeln beäugt, siehst Schmetterlingen auf ihrem Weg von Blüte zu Blüte zu und hörst das Plätschern des kristallklaren Flusses. Dazwischen passierst du immer wieder die Wasserräder aus Bambus, die nicht als malerischer Hingucker drapiert wurden, sondern die Reisfelder mit Wasser versorgen. Am Ende des Tages kannst du in einem der Dörfer mit einer frischen Kokosnuss in der Hand beobachten, wie die untergehende Sonne die Reisterrassen in spektakuläre Farben hüllt.
🛈 Gut zu wissen: Vielleicht hast du im Zusammenhang mit Reisterrassen in Vietnam schon von Mai Chau oder von Sapa gehört. Im Vergleich zu diesen Gebieten ist Pu Luong weniger auf Touristen ausgelegt und daher etwas ruhiger und traditioneller.
Der Pu Luong Naturpark im Überblick:
| Lage | Ca. 150 km südwestlich von Hanoi in der Provinz Thanh Hoa |
| Größe | Ca. 17.662 ha |
| Top 3 Highlights | Bambus-Wasserräder, die die Reisfelder versorgen Hieu-Wasserfall, der über mehrere Kaskaden fließt und in dessen Becken man schwimmen kann Dörfer der Thai Minderheiten |
| Aktivitäten-Tipps | Wandere zu den Dörfern Uoi, Lan Trong und Lan Ngoai. Fahre auf einem Bambusfloß den Fluss hinunter und betrachte das Landleben am Ufer. Beobachte am frühen Morgen heimische Vögel. Schau in den Dörfern den Einheimischen bei ihren Handwerksarbeiten zu, zum Beispiel beim Weben an ihren großen Webstühlen vor den Stelzenhäusern. |
| Beste Reisezeit | Ca. Februar bis Mai: grüne Reisfelder Ca. September bis Oktober: goldene Reisfelder |
Tipp: Die Wanderwege in Pu Luong sind größtenteils wenig ausgeschildert. Dein Guide auf der Reise „Vietnams Highlights erleben“ kennt die Umgebung jedoch genau und führt dich sicher durch Täler, Reisterrassen und Dörfer.
3. Halong-Bucht: Inselwelt aus bizarren Karstfelsen & mystischen Grotten

Die Halong-Bucht zählt zweifelsohne zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Nordvietnams. Wer möchte schließlich nicht in einer traditionellen Dschunke über smaragdgrünes Wasser gleiten, während sich ringsum tausende von Kalksteinfelsen erheben und große und kleine Inseln vorbeiziehen? Allein wirst du in diesem Labyrinth aus Lagunen, Höhlen und schwimmenden Dörfern also nicht sein. Doch wenn du in den geheimnisvollen Grotten vor Stalagmiten und Stalaktiten staunst, die bizarren Felsformationen deine Fantasie anregen und die Sonne am Abend in den golden schimmernden Golf von Tokin eintaucht, hast du sowieso keinen Blick mehr für alles, was sich sonst um dich herum abspielt.
Um den Zauber der Halong-Bucht voll auszukosten, empfehlen wir dir die Übernachtung auf einer Dschunke. So hast du ausgiebig Zeit, um die Vielfalt der Karstlandschaft aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln zu erleben. In einem Kajak gelangst du selbst zu den versteckten Ecken, du siehst, wie die Einheimischen in den Fischerdörfern im Einklang der schaukelnden Wellen leben und kannst dich zwischendurch mit einem Sprung ins Nass erfrischen. Und wenn du am nächsten Morgen mit einer dampfenden Tasse Kaffee in der Hand an Deck die Sonne hinter den Felsen aufgehen siehst, scheint es gar nicht so unwahrscheinlich, dass die „Bucht des untertauchenden Drachens“ – so die vietnamesische Bezeichnung „Vinh Ha Long“ – tatsächlich von einem Drachen geformt sein könnte.
🛈 Gut zu wissen: Die Halong-Bucht zählt zu den wohl am meisten angesteuerten Orten während einer Reise durch den Norden Vietnams. Bei ASI Reisen sind wir generell darauf bedacht, übermäßigem Touristenaufkommen zu entgehen, damit du selbst die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen kannst. Wie das funktioniert, kannst du im Beitrag zu unserem Ansatz gegen Overtourism nachlesen.
Die Halong-Bucht im Überblick:
| Lage | Ca. 150 km östlich von Hanoi im Golf von Tonkin |
| Größe | Ca. 1.500 km² mit rund 2.000 Inseln |
| Top 3 Highlights | Cát Bà, die größte Insel der Halong-Bucht, mit Sandstränden und Dschungel Höhlen, wie die Sung Sot oder Thien Cung mit Tropfsteinformationen Schwimmende Märkte, bei denen Einheimische Obst, Gemüse und Souvenirs von Booten aus verkaufen |
| Aktivitäten-Tipps | Fahre mit einer Dschunke über die Wasserarme und genieße Sonnenauf- und -untergang an Deck. Erkunde in einem Kajak oder Ruderboot versteckte Höhlen. Wandere über die Insel Cát Bà. |
| Beste Reisezeit | Oktober bis November und März bis April |
Tipp: Auf der Reise „Südostasiens Highlights erleben“ erkundest du die Halong-Bucht auf einem Segelboot. Mittag- und Abendessen gibt es ebenso an Bord wie den Sonnenuntergang und -aufgang. Auf der Reise „Vietnam – Grüne Bergwelt & mystische Halong-Bucht“ erlebst du die Insel Cát Bà und außerdem die weniger bekannte, aber mit einer ebenso traumhaften Landschaft aufwartenden Lan Ha Bucht, die sich direkt an die Halong-Bucht anschließt.
4. Hoa Lu: Die Wurzeln der vietnamesischen Geschichte

Hoa Lu ist einer dieser Orte, an dem sich selbst all jene, die sonst wenig Interesse an geschichtlichen Hintergründen haben, dem Bann vergangener Zeiten nicht entziehen können. Denn die antike Hauptstadt Vietnams ist viel mehr als das einstige kulturelle und politische Zentrum des Landes. Zwischen den historischen Bauten lässt es sich nämlich nicht nur fantastisch und äußerst anschaulich in die Vergangenheit reisen, sondern auch wunderbar zur Ruhe kommen, architektonische Meisterleistungen entdecken und die Schönheit der Natur aufsaugen.
Die Flüsse und Kalksteinberge rundum, die der Stadt einst Schutz boten, formen heute eine malerische Kulisse, die die Tempel, Tore und die Pagode einrahmt. Es bleibt also ganz dir überlassen, ob du die Drachenreliefs und die aufwendige Holzarchitektur, die die Stile der Dinh-, Le- und Nguyen-Dynastie so eindrucksvoll widerspiegeln, ausgiebig betrachtest, ob du durch die grünen Gärten spazierst oder ob du die hunderten von Steinstufen zur Mua-Höhle erklimmst, um den Ausblick auf das Tal von Tam Coc in dich aufzusaugen. Da die Anlage überschaubar ist, kannst du aber auch ganz einfach alles davon machen.
Hoa Lu im Überblick:
| Lage | In der Provinz Ninh Bình umgeben von den Kalksteinbergen von Trang An, ca. 93 km südlich von Hanoi |
| Größe | Ca. 300 ha |
| Top 3 Highlights | Dinh Tien Hoang-Tempel mit Drachenschnitzereien, Statuen und Steinsäulen Le Dai Hanh Tempel aus drei verbundenen Sälen mit aufwendiger Holzarchitektur und Gärten sowie einem Teich Nhat Tru Pagode aus einer mit Schriftzeichen gravierten Steinsäule, die früher als Versammlungsort für Mönche diente |
| Aktivitäten-Tipps | Steige die über 200 Stufen zur Mua-Höhle hinauf und blicke auf die Reisfelder, Karstfelsen und Flüsse der Umgebung. Bewundere die Schnitzereien an den historischen Bauten. Spaziere auf den ruhigen und von Grün umgebenen Wegen und stelle dir vor, wie die Anfänge Vietnams wohl ausgesehen haben mögen. |
| Öffnungszeiten & Eintritt | Täglich ca. von 7.:0 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Eintrittstickets sind am Eingang erhältlich (ca. 20.000 VND, rund 70 ct.). |
| Beste Reisezeit | Februar bis April und September bis November. Von Ende Mai bis Anfang Juni blühen die Lotusblumen in der Umgebung. Im dritten Monat nach dem Mondneujahr, (etwa April oder Mai), wird in Hoa Lu das Truong Yen Festival gefeiert. Währenddessen wird mit Paraden, Bootsrennen, traditioneller Musik und Vorführungen der Herrschaft von Dinh Tien Hoang und Le Dai Hanh gedacht. |
Tipp: Der Blick von der Mua-Höhle auf den sich durch die Reisefelder und Karstfelsen von Tam Coc windenden Ngô Đồng Fluss zähl wohl zu den schönsten Aussichten Nordvietnams. Auf der Reise „Vietnam- die Highlights von Norden nach Süden in 15 Tagen“ kannst du dir selbst ein Bild davon machen. Was du von dort oben aus der Vogelperspektive betrachtest, siehst du auf der Reise „Vietnams Highlights erleben“ aus nächster Nähe, wenn du von Hoa Lu nach Tam Coc (übrigens der nächste Punkt unserer Liste der schönsten Orte in Nordvietnam) radelst – vielleicht beobachtet von einer Herde Wasserbüffeln.
5. Tam Cốc: Die „Trockene Halong-Bucht” zwischen Felsen und Feldern

Die Landschaft rund um Tam Cốc wird auch als „Trockene Halong-Bucht“ oder die „Halong-Bucht an Land“ bezeichnet und tatsächlich erinnert dort vieles an die malerische Inselwelt der weltbekannten Bucht: Schroffe Kalksteinfelsen, idyllische Wasserwege und endlose Reisfelder prägen das Bild. Wir können dir jedoch wärmstens empfehlen, Tam Cốc ebenfalls in deine Reiseroute zu integrieren, selbst wenn du schon die Halong-Bucht besucht hast. Die so surreal wirkende Kulisse versprüht nämlich ihren ganz eigenen Zauber.
Der Ngô Đồng River windet sich durch Karstfelsen, bahnt sich seinen Weg durch über Jahrhunderte von ihm geformte Höhlen und passiert Felder voller Seerosen. Ob bei einer Bootsfahrt im traditionellen Sampa, auf dem Fahrrad oder beim Wandern: Bei Ausflügen vom kleinen, eher touristischen Dorf Tam Coc aus erlebst du aus den unterschiedlichsten Perspektiven, welche Kunstwerke Natur und Menschen im Norden Vietnams über Jahre hinweg erschaffen haben. Du radelst an friedlich grasenden Wasserbüffeln vorbei, erblickst einzigartige Formationen aus Stalagmiten und Stalaktiten und entdeckst unter Felsvorsprüngen versteckte buddhistische Schreine – oft lediglich begleitet vom sanften Wasserplätschern, dem Rascheln der Blätter und dem Zwitschern der Vögel.
🛈 Gut zu wissen: Die Einheimischen, die die Sampans geschickt über das Wasser manövrieren, nutzen zum Rudern meist auf traditionelle Art ihre Füße.
Tam Cốc im Überblick:
| Lage | Am Ngô Đồng River in der Provinz Ninh Binh, etwa 90 Kilometer südlich von Hanoi im Trang An Landschaftskomplex (UNESCO-Welterbe) |
| Top 3 Highlights | Bich Dong Pagode, die sich zum Teil in einer Höhle im Inneren des Karstberges Nga Nhac Son befindet und über eine Steinbrücke und einen Lotusteich zu erreichen ist Die Tam Coc Höhlen Hand Ca, Hang Hai und Hang Ba mit über Jahre hinweg natürlich geformten geologischen Formationen im Inneren Thai-Vi-Tempel mit einem Teich, Türmen und einem aus drei Abschnitten bestehende Haupttempel, dessen Tempeltor von zwei Steinpferden bewacht wird |
| Aktivitäten-Tipps | Fahre mit dem Rad vorbei an Reisfeldern, Karstbergen und Wasserbüffeln zur Bich Dong Pagode. Erkunde vom Dorf Ninh Hai aus Tam Coc im Ruderboot. Halte Ausschau nach Eisvögeln und Bergziegen. Radle nach Hoa Lu (ca. 1 h) und eventuell weiter zum schwimmenden Dorf Kenh Ga (ca. 3 h insgesamt). |
| Beste Reisezeit | Für üppige Reisfelder: Mai bis Juni Für klare Sicht und geringe Luftfeuchtigkeit: November bis April Jedes Jahr um den 14. bis 16. Tag des dritten Mondmonats findet das Thai-Vi-Tempelfest statt, an dem mit Prozessionen, traditionellen Ritualen und volkstümlichen Darbietungen an die Könige der Tran-Dynastie und an die Nationalhelden erinnert wird. |
Tipp: Tam Cốc erkundest du am besten sowohl an Land als auch auf dem Wasser. Auf der Reise „Südostasiens Highlights erleben“ sind wir deshalb sowohl im Ruderboot als auch auf dem Rad unterwegs und besichtigen die Bich Dong Pagode. Auf der individuellen Radreise „Vietnam aktiv entdecken“ kannst du deine Radtouren mit Bootsfahrten unterbrechen und dir flexibel aussuchen, welche Sehenswürdigkeiten der Region du besuchen möchtest.



Tipp: Nordvietnam hat dir so gut gefallen, dass du nicht so schnell wieder abreisen möchtest? In unserem Beitrag zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Vietnams findest du weitere Highlights im gesamten Land, die nur darauf warten, von dir entdeckt zu werden.
Praktische Tipps für eine Reise nach Nordvietnam
Der Norden Vietnams mit seinen Reisfeldern, Karstfelsen und historischen Stätten steht auf deiner Liste an Traumorten ganz weit oben? In der untenstehenden Tabelle haben wir die wichtigsten praktischen Informationen rund um eine Reise nach Nordvietnam zusammengefasst, damit du deine Zeit voll und ganz genießen kannst.
| Einreise | Bis zu 6 Monate nach dem Tag der Einreise gültiger Reisepass Ausdruck des Rück-/Weiterflugtickets Ab einer Aufenthaltsdauer von 45 Tagen ist ein Visum notwendig, das vor der Einreise online oder als E-Visum sowie unter bestimmten Umständen bei Einreise („on arrival“) beantragt werden kann. Keine Pflichtimpfungen 🛈 Gut zu wissen: Einfuhr, Besitz und Nutzung von elektronischen Zigaretten sind verboten. Aktuelle Hinweise findest du beim Auswärtigen Amt. |
| Anreise | In Hanoi befindet sich der internationale Flughafen Noi Bai (HAN) mit Direkt- und Umsteigeverbindungen aus Deutschland. |
| Beste Reisezeit | November bis April (Trockenzeit) Näheres zur besten Reisezeit für Vietnam |
| Sicherheit | Die Kriminalitätsrate ist niedrig. Halte dich an die allgemein geltenden Vorsichtmaßnahmen und sei insbesondere in Hanoi wachsam. Nimm nur an Bootstouren von renommierten Unternehmen teil und achte auf Seetüchtigkeit des Schiffs. Bei den ASI-Reisen in Vietnam übernehmen wir das für dich. |
| Eintrittspreise | Einige Attraktionen kosten keinen Eintritt. Viele Sehenswürdigkeiten wie Tempel oder historische Stätten sind relativ preisgünstig. |
| Bezahlung | Landeswährung: Vietnam Dong (VND) Kreditkarten werden oftmals akzeptiert und vielerorts gibt es Geldautomaten. Außerhalb von größeren Städten solltest du ausreichend Bargeld einstecken. |
| Unterkünfte | Zahlreiche verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten von einfachen Hostels über traditionelle Homestays bis hin zu komfortablen Hotels. Insbesondere in der Hochsaison und zu Feiertagen empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen, da dann nicht nur ausländische Touristen, sondern auch Einheimische gerne verreisen. |
| Kultur | Nordvietnam gilt als konservativer als der Süden des Landes. Kleide dich daher eher zurückhaltend und zeige dich stets respektvoll. |
Damit du nicht nur aus unserer Perspektive liest, warum sich eine Reise nach Nordvietnam lohnt, wollen wir auch unsere Gästin Andrea zu Wort kommen lassen, die nach ihrer Reise „Vietnams Highlights erleben“ zusammenfasst:
„Vietnam ist ein unglaublich vielfältiges und faszinierendes Reiseziel, das wir jedem nur ans Herz legen können. Die Mischung aus beeindruckender Natur, spannender Geschichte, köstlichem Essen und der Herzlichkeit der Menschen macht diese Reise ganz besonders.“
Häufig gestellte Fragen rund um Vietnams Norden
Ob du den Norden Vietnam als Teil einer Rundreise erkundest oder dich auf die nördliche Region konzentrierst: Wir beantworten die wichtigsten Fragen für deine Reiseplanung.
Nordvietnam ist sowohl bekannt für seine vielfältige Natur mit faszinierenden Kalksteinfelsen, weiten Reisterrassen und türkisblauen Buchten als auch für geschichtsträchtige und lebhafte Städte sowie traditionelle Bergdörfer.
Zu den Highlights der Region zählen:
– Hanoi: Hauptstadt Vietnams mit modernen und traditionellen Vierteln
– Pu Luong Naturpark: Ursprüngliche Region mit Reisterrassen und Thai-Dörfern
– Halong-Bucht: Berühmte Bucht mit tausenden Kalksteinfelsen und Höhlen
– Hoa Lu: Antike Hauptstadt Vietnams mit historischen Bauten
– Tam Coc: Die „Trockene Halong-Bucht“ mit Reisfeldern, Felsgrotten und Lotusblumen
Der Norden und der Süden Vietnams unterscheiden sich sowohl landschaftlich als auch klimatisch und kulturell. Welcher Teil der schönere ist, hängt von den eigenen Vorlieben ab. Die Landschaft im subtropischen nördlichen Teil ist bergiger als der flachere und tropisch-heiße Süden. Falls du eine Vorliebe für eine bestimmte Aussprache hast: Auch der Akzent und teilweise ganze Wörter unterscheiden sich zwischen Nord- und Südvietnam. Sehenswerte Orte für Natur- und Kulturinteressierte sowie Aktivreisende gibt es in beiden Teilen des Landes.
Bei einer Rundreise durch das gesamte Land kannst du entweder im Süden im etwas westlicheren geprägten Ho-Chi-Minh-Stadt starten und im traditionelleren Hanoi enden oder umgekehrt. Die Nord-Süd-Richtung hätte den Vorteil, dass das Klima eher dem aus Mitteleuropa gewohnten Wetter entspricht.
Die Unterschiede zwischen Nord- und Südvietnam im Überblick:
| Nordvietnam | Südvietnam | |
|---|---|---|
| Klima | Subtropisch mit vier ausgeprägten Jahreszeiten | Tropisch mit einer Regen -und einer Trockenzeit |
| Landschaft | Bergiger | Flacher |
| Berühmte Sehenswürdigkeiten | Halong-Bucht Hanoi Ninh Bingh | Ho-Chi-Minh-Stadt Mekong Delta Da Lat |
| Mentalität | Traditionsbewusster | Lockerer und offener |
Im Allgemeinen gilt Nordvietnam, wie auch der Rest des Landes, als sicher. Gewalt- und Kleinkriminalität gibt es kaum, die allgemein gültigen Vorsichtsmaßnahmen reichen meist aus. An belebten Plätzen, zum Beispiel in Hanoi, sollte man besonders auf seine Wertsachen Acht geben. Bei Unternehmungen in der Natur ist je nach Jahreszeit mit Wetterumschwüngen zu rechnen. Nach starken Regenschauern können Wege rutschig sein. In dem Fall solltest du passende Kleidung tragen oder eine Ausweichroute wählen.
Im Falle eines Notfalls erreichst du unter folgenden Telefonnummern Hilfe:
Polizei: 113
Feuerwehr: 114
Krankenwagen: 115
Derzeit läuft eine Pilotphase, in der alle drei Nummern unter der zentralen Notfallnummer 113 zusammengefasst werden sollen.
Nordvietnam: Kultur und Natur von tiefen Höhlen bis zu hohen Karstbergen
Wenn du auf der Suche nach einem Reiseziel voll prachtvoller Natur bist, deine Umgebung gerne aktiv erkundest, du gerne historische Schätze entdeckst und das traditionelle Leben der Einheimischen kennenlernen möchtest, ist der Norden Vietnams wie für dich gemacht. Du kannst dich durch geschäftige Städte treiben lassen, bist beim Wandern durch grüne Reisfelder von Ruhe und Freiheit umgeben und blickst bei einer Bootsfahrt durch hunderte Meter aufragende Kalksteinfelsen auf die wundersamen Künste der Natur. Im Kajak paddelst du entlang von Stalagmiten und Stalaktiten in mystisch-dämmrigen Höhlen und auf dem Rad gelangst du zu kleinen Dörfern, in denen die Zeit scheinbar vor hunderten von Jahren angehalten hat.
Ob du es abenteuerlich oder romantisch bevorzugst, ob du dich an kunstvoller Architektur gar nicht satt sehen kannst oder dein Herz für alte und neue Traditionen schlägt: Die ASI-Reisen nach Vietnam sind so vielfältig gestaltet, dass du bestimmt die passende Route für dich findest. Wir freuen uns darauf, dir die Schönheit Nordvietnams von den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Region wie der Halong-Bucht bis zu geheimen Perlen wie dem Pu Luong Nationalpark zu zeigen.






