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Mehr als Ausgleich: Warum wir in Klimaschutz investieren

Reisen bedeutet, die Welt zu erleben – und Verantwortung für sie zu übernehmen. Bei ASI setzen wir uns seit Jahren intensiv mit den Auswirkungen des Reisens auseinander: Wir messen Emissionen, reduzieren sie konsequent und machen sie transparent. Doch unser Anspruch geht weiter. Mit gezielten Klimainvestitionen erweitern wir unseren Ansatz – hin zu Lösungen, die nicht nur ausgleichen, sondern langfristig etwas verändern. Im Gespräch erklärt CEO Ambros Gasser, warum dieser Schritt notwendig ist, wie unser Ansatz konkret aussieht und was das für unsere Gäste bedeutet.

Ambros, ASI steht seit Jahren für Transparenz beim Thema CO₂. Warum geht ihr jetzt einen Schritt weiter?

Ambros: Reisen hinterlässt Spuren. Das war für uns nie eine abstrakte Erkenntnis, sondern Ausgangspunkt unseres Handelns. Deshalb berechnen wir seit Jahren den CO₂-Fußabdruck jeder ASI Originals Reise, machen ihn transparent und reduzieren Emissionen konsequent in der Produktentwicklung. Wir waren einer der ersten Reiseanbieter im deutschsprachigen Raum, der Emissionen vollständig offengelegt und – inklusive Flugemissionen – kompensiert hat. Das war ein wichtiger Schritt. Aber wir haben auch gelernt: Kompensation allein reicht nicht aus, wenn wir langfristig wirksam sein wollen. Unser Anspruch ist es, nicht stehen zu bleiben, sondern unsere Rolle immer wieder neu zu hinterfragen. Nachhaltigkeit ist für uns kein Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Ambros Gasser, CEO ASI Reisen
Ambros Gasser, CEO von ASI Reisen

Unser Anspruch ist es, nicht stehen zu bleiben, sondern unsere Rolle immer wieder neu zu hinterfragen. Nachhaltigkeit ist für uns kein Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Was bedeutet das konkret für eure Klimastrategie heute?

Ambros: Wir verfolgen heute einen dreistufigen Ansatz: vermeiden, reduzieren und gezielt investieren.
Vermeidung und Reduktion stehen immer an erster Stelle – etwa durch die Auswahl unserer Unterkünfte, die Gestaltung der Routen oder die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Gleichzeitig wissen wir, dass sich nicht alle Emissionen vollständig vermeiden lassen. Für diesen verbleibenden Teil gehen wir einen neuen Weg: Wir investieren gezielt in Lösungen, die an den Ursachen ansetzen und strukturelle Veränderungen ermöglichen.

Das heißt, ihr setzt nicht mehr ausschließlich auf klassische Kompensation?

Ambros: Kompensationsprojekte bleiben ein wichtiger Bestandteil und leisten wertvolle Arbeit. Aber sie stoßen dort an Grenzen, wo es um Skalierung und langfristige Transformation geht. Deshalb haben wir uns entschieden, unser Engagement zu erweitern. Wir wollen nicht nur ausgleichen, sondern aktiv dazu beitragen, dass neue Lösungen entstehen – Technologien und Geschäftsmodelle, die Emissionen künftig ganz vermeiden oder Systeme grundlegend verändern.

Wir wollen nicht nur ausgleichen, sondern aktiv dazu beitragen, dass neue Lösungen entstehen – Technologien und Geschäftsmodelle, die Emissionen künftig ganz vermeiden oder Systeme grundlegend verändern.

Wie setzt ihr das konkret um?

Ambros: Unsere Klimainvestitionen fließen in einen Climate Impact Fund. Dieser investiert in junge, innovative Unternehmen, die an zentralen Hebeln der Transformation arbeiten – von emissionsarmer Mobilität über Energieeffizienz bis hin zu neuen Materialien und resilienten Infrastrukturen. Der Fokus liegt auf Lösungen mit Skalierungspotenzial. Also Ansätze, die nicht punktuell wirken, sondern systemisch – und damit langfristig einen deutlich größeren Beitrag leisten können.

Warum habt ihr euch für diesen Ansatz entschieden?

Ambros: Uns war wichtig, dass unsere Investitionen fundiert und wirksam sind. Deshalb haben wir gemeinsam mit einem spezialisierten Partner im Bereich Green Financing ein strukturiertes Bewertungssystem entwickelt. Wir haben verschiedene Fonds analysiert – mit Blick auf Impact-Qualität, Transparenz, regulatorische Einordnung, Teamstruktur und Portfolio-Logik. Ein zentraler Punkt waren auch klare Carbon-Removal-Ziele, die mit unseren eigenen Klimazielen übereinstimmen.
Am Ende haben wir uns für den Green European Tech Fund entschieden, weil er genau diese Anforderungen erfüllt und gleichzeitig ein starkes Verständnis für europäische Innovationskraft mitbringt.

Was passiert konkret mit dem Kapital im Fund?

Ambros: Der Fund investiert in Unternehmen, die an Lösungen für zentrale Herausforderungen arbeiten: emissionsarme Mobilität, Energie- und Gebäudeeffizienz, Energiespeicherung, nachhaltige Materialien oder Technologien zur Anpassung an Klimafolgen.
Das sind Bereiche, in denen sich entscheidet, wie schnell und wie wirksam Transformation gelingt. Unser Ziel ist es, genau dort anzusetzen – nicht nur am Ergebnis, sondern an der Ursache.

Für unsere Gäste bedeutet das vor allem Verlässlichkeit. Sie können sich darauf verlassen, dass wir uns differenziert und ernsthaft mit den Auswirkungen des Reisens auseinandersetzen.

Was bedeutet diese Strategie für eure Gäste?

Ambros: Für unsere Gäste bedeutet das vor allem Verlässlichkeit. Sie können sich darauf verlassen, dass wir uns differenziert und ernsthaft mit den Auswirkungen des Reisens auseinandersetzen.
Wir machen Emissionen sichtbar, reduzieren sie kontinuierlich und gehen auch bei den verbleibenden Emissionen bewusst einen Schritt weiter.
Das ist kein Zusatz, sondern Teil unseres Qualitätsverständnisses. Wer mit ASI reist, soll wissen: Diese Reise ist durchdacht – nicht nur im Erlebnis, sondern auch in ihrer Wirkung.

Wie fügt sich das in euer Selbstverständnis als Marke ein?

Ambros: Wir verstehen uns nicht nur als Reiseanbieter, sondern als Gestalter von Erlebnissen – und als Teil eines größeren Systems. Deshalb geht es uns nicht darum, perfekte Lösungen zu behaupten. Sondern darum, Verantwortung zu übernehmen, transparent zu bleiben und aktiv an besseren Lösungen mitzuwirken. Klimainvestitionen sind für uns kein Trend, sondern ein konsequenter nächster Schritt. Einer, der zu unserem Anspruch passt: vorauszudenken und das Reisen der Zukunft aktiv mitzugestalten.

Klimainvestitionen sind für uns kein Trend, sondern ein konsequenter nächster Schritt. Einer, der zu unserem Anspruch passt: vorauszudenken und das Reisen der Zukunft aktiv mitzugestalten.

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Mai 5, 2026Nia Klatte

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Nia Klatte

Nia ist Head of Impact & Sustainability bei ASI Reisen. Sie hat in England Tourismus und Anthropologie studiert und fast zehn Jahre in Südostasien als Nachhaltigkeitsmanagerin gearbeitet. Heute lebt sie in Berlin und interessiert sich besonders für das Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen sowie den Austausch mit Menschen vor Ort.

05.05.26 Ambros Gasser, ASI-Reisen, Klimaschutz, Nachhaltigkeitklimaschutz, Nachhaltigkeit, Verantwortung bei ASI, Verantwortungsvolles Reisen

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