Anreise
Linienflug zum Kilimanjaro Airport.

Der Fokus dieser Reise liegt auf der Kilimanjaro-Besteigung über die Kikeleva-Route. Die Route führt über die trockene und weniger stark begangene Nordseite des Kilimanjaro vorbei am Mawenzi nach oben und bietet im Vergleich zur Südseite besonders gute Panoramaaussichten auf den höchsten Berg Afrikas. Die höhere Wettersicherheit, der vergleichsweise einfache Aufstieg und die geringe Frequentierung ermöglichen eine etwas stressfreiere Besteigung. Der Abstieg erfolgt auf der ebenfalls abgeschiedeneren Mweka-Route im Süden durch dichten Regenwald. Die Route gilt somit als eher einfach und einsam und ermöglichst es dem Wanderer intensiv in die vielfältigen Vegetationszonen des Kilimanjaro-Massivs einzutauchen.<br /><h3 class="space--top-m">Anforderung</h3><br/>Voraussetzung für diese Reise sind Kondition und Ausdauer für Wanderungen mit bis zu 6 Std. Gehzeit auf unterschiedlich beschaffenem Untergrund. Am Gipfeltag beträgt die Gehzeit einmalig bis zu 15 Std.. Vor allem der letzte Aufstieg zum Krater des Kibo ist aufgrund der Höhe sehr anstrengend und erfordert Trittsicherheit sowie mentale Stärke. Schier endlos geht es steil über loses Lava-Geröll hinauf zum höchsten Punkt Afrikas. Es sind jedoch keine technischen Vorkenntnisse erforderlich. Gehzeiten können sich durch ungünstige Witterungsbedingungen und je nach Kondition der Gruppe verlängern. Die Wanderungen werden regelmäßig durch erholsame Pausen unterbrochen.<br />
Überschreitung durch alle Vegetationszonen von Nord nach Süd mit Reusch-KraterMajestätisch türmt sich das Bergmassiv des Kilimanjaro vor uns auf. Auf keiner anderen Route ist die Aussicht auf das Dach Afrikas so fortwährend unser stetiger Begleiter wie auf der wenig frequentierten und wettersicheren Kikelewa-Route. Von der trockenen Nordseite startend, wenige Kilometer von der kenianischen Grenze entfernt, haben wir die Sonne im Rücken und ideale Bedingungen für die schönsten Panoramablicke auf die Gipfel des Kilimanjaro und Mawenzi. Mantelaffen springen über uns in den Ästen herum und vielleicht sehen wir sogar Elefanten und Büffel zu Beginn unseres Trekkings. Ab dem 1. Camp haben wir die mächtigen Gipfel vor Augen und blicken in nördlicher Richtung bis ins kenianische Hochland sowie zum Amboseli-Nationalpark! Wir queren das Hochmoor bis zur zweiten Kikelewa-Höhle, steigen in die karge Wüstenzone auf und campen in einmaliger Kulisse am Fuße des Mawenzi (5.148 m) am einzigen See am Kilimanjaro. Wir passieren den Kibo-Sattel und steigen über den Gilman's Point den Kraterrand zum höchsten Punkt Afrikas auf: dem Uhuru Peak auf 5.895 Metern. Bei dieser Tour bietet sich die einmalige Gelegenheit in den weiten Kibo-Krater hinabzusteigen und vom inneren Krater einen Blick in den Vulkanschlund zu werfen. Vorbei am Furtwängler-Gletscher, der die ehemals gewaltige Eiskappe auf dem Kibo erahnen lässt, steigen wir auf den Reusch-Krater, von dem wir die tiefe Aschegrube des schlafenden Vulkans einsehen können. Sicher die zwei Highlights der Reise, doch mit der Überschreitung wechseln wir auch die Szenerie und steigen nach dem langen Gipfeltag über die Südost-Seite des Massivs ab: Lavasand und Geröll weichen dem immergrünen Regenwald und der niederschlagsreichere Süden erwartet uns! Wir können uns kaum satt sehen an den Flechten, die von den Bäumen hängen und den bunten Blüten der vielen Pflanzen. So einsam der Norden, so kontrastreich der Süden!

Linienflug zum Kilimanjaro Airport.
Karibuni! Herzlich willkommen in Tansania! Wir kommen am Kilimanjaro International Airport an, werden abgeholt und fahren nach Moshi ins Hotel. Am Nachmittag werden wir für die bevorstehende Kilimanjaro-Besteigung gebrieft und haben Zeit, unser Berggepäck umzupacken, bzw. wir haben bereits zu Hause das Berggepäck in eine kleine separate Tasche gepackt. Maximal 12 kg pro Person inkl. Liegematte und Schlafsack werden von den Trägern transportiert. Zum Schutz der Träger wird dies von der Nationalparkbehörde kontrolliert. Das restliche Gepäck können wir abgeschlossen bei der Agentur vor Ort lassen.
Nach dem Frühstück fahren wir auf guter Straße um den Berg herum nach Nalemoru nahe der kenianischen Grenze, dem Ausgangspunkt der Bergbesteigung. Hier erwartet uns bereits unsere Begleitmannschaft, die aus mehreren Trägern, einem Koch, einem Assistant Guide und einem Guide besteht. Die Größe der Mannschaft ist abhängig von der Gruppengröße. Wir registrieren uns im Bergbuch und dann wandern wir los. Der erste Teil der Strecke führt an Feldern vorbei, an die sich auf dieser Seite des Berges der sehr schmale Regenwaldgürtel anschließt. Wir gehen sanft bergauf. Ohne große Anstrengung erreichen wir die Baumgrenze und das Simba Camp (2.625 m). Meist stehen die Zelte schon und die Mannschaft erwartet uns mit einem heißen Tee. Wer möchte, kann nachmittags noch ein Stückchen weiter bergauf gehen.
Die zweite Etappe führt durch das Hochmoor hinauf zur zweiten Kikelewa-Höhle (ca. 3.480 m), wo wir etwas Warmes zu Mittag essen. Der heutige Tag ist ein bisschen anstrengender als der gestrige, wir wandern länger und die Etappe verläuft steiler. Wir verlassen den Hauptweg und folgen einem kleineren Pfad in Richtung des zerklüfteten Gipfels des Mawenzis. Am Nachmittag erreichen wir das Kikelewa Camp (3.630 m) in der Nähe eines kleinen Bachs und können die grandiose Aussicht auf die östliche Flanke des Kibo, des höchsten Vulkans des Massivs, genießen. Hinsichtlich der Höhenanpassung ist es auch heute sehr ratsam, noch ein Stück aufzusteigen.
Wir setzen unseren Aufstieg zum Mawenzi Tarn Camp (4.310 m) fort. Wir gehen heute zwar nicht lang, dafür aber steil an einem Grashang bergauf. Die Aussicht auf das Wildnisgebiet ist traumhaft. Je höher wir kommen, desto mehr verändert sich die Heidelandschaft, weicht allmählich der alpinen Wüstenzone und der Weg wird steiniger. Angekommen am Fuße des Mawenzi (5.148 m) erholen wir uns an einem kleinen See und essen zu Mittag. Wer möchte, kann mit dem Guide vom Camp aus noch ein Stück weiter wandern - wegen der Höhenanpassung, wie immer, sehr empfehlenswert.
Wir starten zeitig und wandern, nach kurzer Steigung über den Kibo-Sattel, lange durch die karge Landschaft in Richtung Kibo Hut. Noch bevor wir diese sehen, zweigen wir rechts ab und gelangen über einen steilen Hang zur School Hut (4.715 m), unserem Tagesziel. Wir übernachten bei der Hütte in Zelten. Früh essen wir zu Abend und versuchen so viel Ruhe und Schlaf wie möglich zu bekommen, da wir kurz vor Mitternacht bereits wieder aufstehen, um uns für den Gipfeltag bereit zu machen.
Nach einer kurzen Nacht, einem kleinen Frühstück mit Tee/Kaffee und ein paar Keksen brechen wir kurz nach Mitternacht zum Gipfel auf. In den Rucksack packen wir auch unsere Thermoskanne und insgesamt mindestens 3 Liter Flüssigkeit und unsere Gipfel-Verpflegung mit Keksen, Nüssen und Schokolade. Spannung liegt in der Luft, wenn es endlich losgeht! Zunächst queren wir diagonal von der Hütte zur Hauptroute, die wir unterhalb der Hans Meyer-Höhle erreichen. Der Weg wird immer steiler, die wenigen Kilometer ziehen sich in Serpentinen stundenlang dahin, der insgesamt etwa sechsstündige Aufstieg führt über Asche und Geröll bis zum 5.685 m hohen Gilman's Point. Hier genießen wir bei gutem Wetter den Sonnenaufgang hinter dem schroffen Gipfelaufbau des Mawenzi. Nach kurzer Pause und den obligatorischen Fotos vor dem Schild folgt die ca. 2-stündige Endetappe entlang des Kraterrandes, meist über Lavasand und Geröll, zum 5.895 m hoch gelegenen Uhuru Peak. Im Morgenlicht stehen wir auf dem Dach Afrikas und können die Bedeutung des Namens Uhuru (Freiheit) erahnen. Wer noch ausreichend Energie hat, kann über die Nordflanke in den weiten Kibo-Krater absteigen und nach einer etwa 40-minütigen Etappe, vorbei am Crater Camp und dem Furtwängler-Gletscher auf den Reusch-Krater aufsteigen (1,5 Std., 2 km, ↑ 50 Hm ↓ 150 Hm). Von hier eröffnet sich uns eine Szene, die nur wenigen zuteilwird: Heiße Gase steigen aus dem Schlot auf, während wir unweit der Schneefelder auf die weißliche Aschegrube des schlafenden Vulkans blicken und je nach Aktivität und Windrichtung der Geruch von Schwefel in der Luft liegt. Die Begehbarkeit des Reusch-Kraters unterliegt den Wetterbedingungen und teils eisigen Temperaturen. Über die Durchführung entscheidet der Bergführer und nach Fitnesscheck am Tag der Gipfelbesteigung (in den Monaten von Juni bis Oktober ist das Wetter am stabilsten und die Vorhersehbarkeit am höchsten). Der Abstieg erfolgt via Gilman's Point zum Millenium Camp.
Die Vegetation wird Stück für Stück grüner und buschiger, während wir die letzten Höhenmeter auf einem breiten Weg durch den dichten Regenwald hinab zum Mweka Gate (1.630 m) wandern. Die frische Bergluft und die wachsende Vegetation geben uns ein Gefühl, wieder in die üppige Landschaft des Tieflands zurückzukehren. Am Gate werden wir bereits von unserem Team herzlich empfangen. Nach der Übergabe der wohlverdienten Kilimanjaro-Gipfel-Urkunde fahren wir zurück ins Hotel. Dort genießen wir die Annehmlichkeiten: eine lange, warme Dusche, ein kühles Erfrischungsgetränk und eine entspannte Liege am Pool – die perfekte Belohnung nach den anstrengenden Tagen in der Höhe. Zeit, die Erlebnisse Revue passieren zu lassen, den Blick auf die umliegende Landschaft zu genießen und einfach die Ruhe nach der herausfordernden Besteigung zu spüren.
Je nach Abflugzeit haben Sie den Vormittag zur freien Verfügung oder werden direkt abgeholt und zum Flughafen gebracht.
Nach unserem Zwischenstopp kommen wir am frühen Morgen in Frankfurt an.
Wir übernachten während des Trekkings in für zwei Personen ausgelegten Kuppelzelten. An den Camps stehen einfache öffentliche Toiletten zur Verfügung. Die Hygiene kann je nach Camp und Besucheraufkommen variieren. Kontaktieren Sie uns bei Interesse eines privaten Toilettenzeltes und bringen Sie bitte Ihre eigenen Hygieneartikel mit. Waschmöglichkeiten beschränken sich auf bereitgestelltes Wasser zur grundlegenden Körperpflege. Es sind keine Duschen vorhanden. Vor und nach der Bergbesteigung sind wir in einem Mittelklassehotel in Moshi untergebracht. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst die fünf Zeltnächte und somit insgesamt sieben Übernachtungen.
Auch du kannst aktiv dazu beitragen, deine Reise nachhaltiger zu gestalten. Von der Vorbereitung auf deine Reise bis hin zur Unterstützung von lokalen Unternehmen im Reiseland – es gibt viele Möglichkeiten.
Mehr erfahren