Anreise nach Tansania
Flug zum Kilimanjaro Airport.

Die Kilimanjaro-Besteigung über die Machame-Route gilt als landschaftlich besonders schöne und anspruchsvolle Begehung. Die Route beginnt im dichten Regenwald, führt durch das teils mystisch anmutenden Hochmoor und dann südlich des Kibo auf dem Southern Circuit mit Blick auf den mächtigen Gipfelaufbau und die Gletscher nach oben. Die Zusatznacht im Karanga Camp dient einer besseren Höhenanpassung und Erholung vor der letzten Etappe. Der Abstieg erfolgt über die Mweka-Route.<br /><h3 class="space--top-m">Anforderung</h3><br/>Die Tagesetappen dauern zwischen 3 und 7 Stunden, abgesehen vom Gipfeltag, an dem man ca. 13 - 15 Stunden unterwegs ist. Es müssen teils mehr Höhenmeter als bei anderen Routen bewältigt werden (siehe Tagesbeschreibungen). Die Route weist im Aufstieg immer wieder kurze Abstiege auf, was die Gesamtzahl der zu überwindenden Höhenmeter vergrößert. Die Wege sind steiler und schmaler als auf anderen Routen. Die Durchquerung des Regenwaldgürtels kann eine feuchte und rutschige Angelegenheit werden. Auch das Lava Gestein kann bei Nässe extrem rutschig werden. An der Great Baranco Wall ist Trittsicherheit und ein Mindestmaß an Schwindelfreiheit erforderlich. Diese ca. 1,5-stündige Passage verläuft in steilen Serpentinen, ab und zu muss man die Hände zur Hilfe nehmen, wobei aber keine technischen Fähigkeiten erforderlich sind oder besondere bergsteigerische Anforderungen gestellt werden. Die ungewohnte Höhe stellt allerdings zusätzliche Anforderungen an den Körper, die nicht zu unterschätzen sind. Herz und Kreislauf müssen gesund sein. Konsultieren Sie bitte vor Reiseantritt unbedingt Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Langsames und stetiges Gehen während des Aufstiegs ist enorm wichtig, damit sich der Körper stetig an die Höhe gewöhnen kann. Zu rasches Gehen kann in dieser Höhe zu Höhenkrankheit und damit zum Abbruch der Tour führen. Wir empfehlen, sich durch Ausdauersport (Joggen, Radfahren, Walken oder Schwimmen) und ausgedehnte Wanderungen und Bergbesteigungen auf diese Reise vorzubereiten. Vor allem der letzte Aufstieg zum Gipfel ist aufgrund der Höhe sehr anstrengend und erfordert viel Ausdauer, da er steil ist und über loses Geröll führt. Die Machame-Route ist, unter den von Hauser Exkursionen angebotenen Routen auf den Kilimanjaro, die Anspruchsvollste.<br />
Die landschaftlich schönste Route in 7 TagenNatur und Höhe atemberaubend - die Route anspruchsvoll und abwechslungsreich. Die Machame-Route hat sich in den vergangenen Jahren zur beliebtesten Route am Kilimanjaro etabliert. Die Erfolgschancen den Uhuru Peak zu erreichen sind dank des Höhenprofils sehr gut. Durch dichten Regenwald starten wir das Abenteuer Kilimanjaro. Moos hängt von den Bäumen, am Wegrand leuchtet das Kilimanjaro-Springkraut und über unseren Köpfen springen Mantelaffen in den dichten Baumwipfeln umher. Nebel zieht hinauf in die mystischen Moorlands, wo die berühmten Riesensenecien bis in einer Höhe von 4.500 m wachsen. Nach der technisch einfachen Kraxelei an der Great Barranco Wall werden wir mit einem einmaligen Ausblick auf den Gipfelaufbau des Kibo und die südlichen Gletscher belohnt. In Richtung Südwesten spitzt der Mount Meru aus den Wolken hinaus. Am Southern Circuit gewöhnen wir uns im stetigen Auf und Ab an die Höhe. Um unsere Akklimatisierung zu verbessern, legen wir eine zusätzliche Nacht auf 4.000 m im Karanga Camp ein und können so gestärkt in die Gipfeletappe starten. Der letzte Aufstieg ist lange und mühsam, umso mehr sind wir mit Stolz und purem Glück erfüllt, wenn wir schließlich ganz oben sind und die aufgehende Sonne uns Kraft spendet... Die auch als Whiskey-Route bekannte Variante ist eine konditionell fordernde Tour die über abwechslungsreiche Pfade durch die landschaftlich schönsten Ecken des Kilimanjaro-Massivs zum weißen Dach Afrikas führt.

Flug zum Kilimanjaro Airport.
Karibuni, herzlich willkommen in Tansania! Wir fahren vom Flughafen nach Moshi in unser Hotel. Am Nachmittag werden wir für die bevorstehende Kilimanjaro-Besteigung gebrieft und haben Zeit, unser Berggepäck umzupacken.
Früh fahren wir nach Machame, dem Ausgangspunkt für die Kilimanjaro-Besteigung. Nach der Meldung am Gate (1.790 m) steigen wir mäßig auf einem breiten Waldweg auf, der bald in einen schmalen Pfad übergeht. Durch dichten Bergregenwald gewinnen wir langsam an Höhe. Zum Teil sind große Stufen und steile Passagen zu überwinden. Der Weg führt über freiliegendes Wurzelwerk und zwischen mächtigen, moosbewachsenen Bäumen hindurch. Farne, Flechten und das leuchtend rote Kilimanjaro-Springkraut säumen den Pfad, während Nebelschwaden zwischen den Baumkronen aufsteigen. Mit etwas Glück entdecken wir schwarz-weiße Mantelaffen, die sich geschickt durch die Baumkronen bewegen. Je nach Wegbeschaffenheit kann es sein, dass unsere Füße auch einmal im Schlamm einsinken – Gamaschen sind hier hilfreich. Mit zunehmender Höhe lichtet sich der Wald, und die ersten Riesenheidegewächse kündigen den Landschaftswechsel an. Im Machame Camp (2.835 m) blicken wir darauf, wie der dichte Regenwald in die Moorlandschaft übergeht, und erleben zum ersten Mal die veränderte Vegetation des Berges.
Der Pfad führt ständig ansteigend durch die Hochmoorlandschaft, oft über Wurzelwerk, ist jedoch im Allgemeinen trockener und felsiger als am Vortag. Obwohl wir langsam gehen, gewinnen wir rasch an Höhe, da der Weg nun steiler wird. Die Büsche werden niedriger und es eröffnen sich Weitblicke in die weite Ebene und hinüber zum Mount Meru. Auf ca. 3.400 m erreichen wir eine Ebene, auf der wir Mittagspause machen. Die gesamte Breite des Kibo ist von diesem Plateau aus zu sehen. Links liegen die Lent-Gruppe, darüber der Gardner-Gletscher, die Western Breach bis zum Heim-Gletscher mit der Breach-Wand. Gegen Westen öffnet sich das Plateau und der gesamte Kamm mit dem Klute Peak (3.955 m) ist sichtbar. Schließlich erreichen wir das Shira Camp Two auf 3.750 m. Je nach Ankunft am Camp und unseren Kraftreserven machen wir am Nachmittag noch eine Akklimatisierungswanderung zur gleichnamigen Höhle.
Der heutige Tag ist aufgrund der zu überwindenden Höhenmeter anspruchsvoll, aber der Akklimatisierung sehr zuträglich. Obwohl wir etwa 850 Hm aufsteigen, liegt die Schlafhöhe nur um 150 Hm höher als zum Vortag. Zunächst führt uns der Pfad gleichmäßig ansteigend in die alpine Wüste, bis wir auf 4.600 m zum Mittagessen den Lava-Turm erreichen. Die rund 100 m hohe Felsformation ist ein markanter Wegpunkt auf dem Weg zum Gipfel. Wir gehen in südlicher Richtung auf dem Southern Circuit wieder bergab zum Barranco Camp (3.900 m), wo unsere Zelte bereits aufgestellt sind. Umgeben von Senecien genießen wir die Aussicht auf Western Breach, Heim- und Deckengletscher.
Nach einer halben Stunde Gehzeit steht uns die anstrengendste Etappe des heutigen Tages bevor: die Barranco Wall. Aus der Ferne sieht die Passage aus, als müsste man sie kletternd überwinden. Dort angekommen, entpuppt sich die Barranco Wall als weniger schwierig, dennoch sind absolute Konzentration, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Die nächsten ca. eineinhalb Stunden geht es in felsigen Serpentinen steil hinauf, wobei wir ab und zu die Hände zur Hilfe nehmen müssen. Nach dem Aufstieg haben wir uns eine Pause verdient, sammeln Kräfte und genießen den einmaligen Blick auf die drei Südgletscher des Kibo. Wir folgen dem Southern Circuit für etwa zwei Stunden in stetigem Auf und Ab zu unserem heutigen Tagesziel, dem Karanga Camp (4.040 m). Für den näher rückenden Gipfeltag machen wir am Nachmittag eine Akklimatisierungstour und ruhen uns anschließend aus.
Die bisher dominierende Moorlandschaft wird beim weiteren Aufstieg allmählich endgültig von der kargen Steinwüste abgelöst. Nach etwa drei Stunden Gehzeit erreichen wir das Barafu Camp (4.673 m). Am Nachmittag können wir eine Akklimatisierungstour zum Kosovo Camp (4.800 m) machen. Beim frühen Abendessen stärken wir uns für die kommende Nacht und kriechen früh für ausreichend Erholung in der kurzen Gipfelnacht in unsere Zelte.
Gegen Mitternacht beginnen wir mit dem finalen Aufstieg auf das Dach Afrikas. Wir starten gemächlich und steigen über große Felsplatten bergauf. Weiter geht es in steilen, endlosen Serpentinen nach oben, Felsen und unbefestigte Geröllmassen wechseln sich ab. Wir erreichen den Stella Point (5.740 m) zum Sonnenaufgang. Die Sonne steigt hinter dem Gipfel des Mawenzis (5.149 m) im Osten auf und flutet die tieferen Lagen langsam mit Licht. Nach etwa einer weiteren Stunde erreichen wir den Uhuru Peak (5.895 m) und damit den höchsten Punkt des Kontinents. Das unbeschreibliche Gefühl, diesen erwandert zu haben, belohnt uns für die Anstrengung. Abstieg über den Stella Point und dann entlang der Mweka-Route. Wir stärken uns mit einem warmen Mittagessen im Barafu Camp (4.640 m) und steigen weiter bis zum Millenium Camp (3.820 m) ab.
Unsere Route führt durch den immer dichter werdenden Regenwald abwärts bis zum Mweka Gate (1.680 m), wo wir bereits erwartet werden. Nach der Übergabe unserer Gipfelurkunde fahren wir zurück in unser Hotel in Moshi und freuen uns über eine warme Dusche. Im dämmernden Sonnenlicht mit Blick auf den mächtigen Kibo lassen wir das Erlebte noch einmal auf uns wirken.
Der Vormittag steht zur freien Verfügung. Wer möchte, erkundet die Umgebung bei einem Spaziergang oder lässt die Bergbesteigung bei einem Getränk am Pool nachwirken. Anschließend erfolgt die Abholung durch unseren Transfer, der uns zum Flughafen bringt. Dort verabschieden wir uns vom Kilimanjaro und treten die Heimreise an.
Im Laufe des Morgens landen wir am Zielflughafen.
Wir übernachten während des Trekkings in für zwei Personen ausgelegten Kuppelzelten. An den Camps stehen einfache öffentliche Toiletten zur Verfügung. Die Hygiene kann je nach Camp und Besucheraufkommen variieren. Kontaktieren Sie uns bei Interesse eines privaten Toilettenzeltes und bringen Sie bitte Ihre eigenen Hygieneartikel mit. Waschmöglichkeiten beschränken sich auf bereitgestelltes Wasser zur grundlegenden Körperpflege. Es sind keine Duschen vorhanden. Vor und nach der Bergbesteigung sind wir in einem Mittelklassehotel in Moshi untergebracht. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst die sechs Zeltnächte und somit insgesamt acht Übernachtungen.
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