Anreise
Linienflug zum Kilimanjaro Airport.

Die Kilimanjaro-Besteigung über die Lemosho-Route und den Northern Circuit ist die längste und einsamste unserer angebotenen Routen. Auf dieser Route lernen wir den ursprünglichen Westen, den einsamen Northern Circuit und die grüne Südseite des Kilimanjaro intensiv kennen. Der vergleichbar lange 7-tägige Aufstieg dient einer sehr guten Höhenanpassung.<br /><h3 class="space--top-m">Anforderung</h3><br/>Für die im Durchschnitt fünf- bis siebenstündigen Tagesetappen bei der Besteigung des Kilimanjaro ist nicht so sehr bergsteigerisches Können erforderlich, vielmehr sehr gute Kondition und körperliche Fitness. Am Gipfeltag beträgt die reine Gehzeit circa 13 bis 15 Stunden, wobei 1.180 hm im Auf- und 2.815 hm im Abstieg bewältigt werden müssen! Die ungewohnte Höhe stellt zusätzliche Anforderungen an den Körper, die nicht zu unterschätzen sind. Herz und Kreislauf müssen gesund sein. Es ist ratsam vor Reiseantritt einen Arzt zu konsultieren. Langsames und stetiges Gehen während des Aufstiegs von Beginn an ist für die Höhenanpassung unabdingbar. Zu rasches Gehen kann zu Höhenkrankheit und damit zum Abbruch der Tour führen. Wir empfehlen, sich durch Ausdauersport (Joggen, Radfahren, Walken oder Schwimmen) und ausgedehnte Wanderungen und Bergbesteigungen auf diese Reise vorzubereiten. Vor allem der letzte Aufstieg zum Krater des Kibo ist aufgrund der Höhe sehr anstrengend und erfordert neben Trittsicherheit viel Ausdauer. Schier endlos geht es sehr steil über loses Lava-Geröll hinauf zum höchsten Punkt Afrikas.<br />
Die stillste und längste Route auf Afrikas höchsten BergAuf dem Northern Circuit erleben wir, wie unsagbar schön der Klang von Stille sein kann. Vielleicht sind wir mit unserer Begleitmannschaft hier ganz alleine unterwegs. Wer hätte gedacht, dass man am Kilimanjaro noch echte Einsamkeit finden kann? Wir schlüpfen aus unseren Zelten und genießen die morgendliche Szenerie. Die Sonne taucht die karge Vegetation allmählich in warmes Licht. In Richtung Norden erstreckt sich ein endloses Wolkenmeer über der kenianischen Savanne. In südlicher Richtung haben wir unser Ziel, den mächtigen Aufbau des Kibo, vor Augen. Eine friedliche, verschlafene Ruhe liegt über dem Pofu Camp auf dem einsamen Northern Circuit, der sich nordseitig um den Kibo windet. Die nördlichen Eisfelder am Kraterrand thronen hoch über dem Weg. Wir erklimmen den höchsten Berg Afrikas über die einsamste aller Routen und lernen dabei den unberührten, wilden Westen, die stille, karge Nordseite und den saftig-grünen Süden kennen. Acht Tage haben wir Zeit, den Kilimanjaro kennenzulernen und uns an die Höhe zu gewöhnen. So viel Zeit nehmen sich die Wenigsten. Für uns aber gilt "Pole Pole", "nur langsam", denn in der Ruhe liegt die Kraft! Und genau darin liegt der besondere Reiz des Northern Circuit: Den Berg intensiv zu erkunden und ihn in seiner ganzen Vielfalt und Stille zu erleben.

Linienflug zum Kilimanjaro Airport.
Jambo! Ein herzliches Willkommen in Tansania! Nach unserer Ankunft am Kilimanjaro International Airport werden wir freundlich empfangen und nach Moshi in unser Hotel gebracht. Dort angekommen, bleibt zunächst Zeit, um uns frisch zu machen und die ersten Eindrücke von Stadt und Umgebung zu sammeln. Am Nachmittag steht ein ausführliches Briefing für die anstehende Kilimanjaro-Expedition auf dem Programm. Wir erhalten wichtige Informationen zu Route, Sicherheit, Akklimatisation und zum Ablauf der kommenden Tage. Außerdem können wir unser Berggepäck noch einmal sorgfältig prüfen und packen. Idealerweise wurde dieses bereits zu Hause in ein separates Gepäckstück vorbereitet. Maximal 12 kg pro Person – inklusive Isomatte und Schlafsack – dürfen von den Trägern transportiert werden. Die Nationalparkverwaltung achtet streng auf diese Vorgaben, um die Träger zu schützen. Nicht benötigtes Gepäck können wir sicher bei unserer Partneragentur vor Ort verwahren. So starten wir bestens vorbereitet in unser Abenteuer und können uns ganz auf die bevorstehende Besteigung konzentrieren, während wir bereits die ersten Blicke auf die majestätische Kilimanjaro-Region genießen.
Am Morgen nach dem Frühstück fahren wir zunächst zum Londorossi Gate und holen dort das Permit ab. Nach der Registrierung fahren wir weiter zu den Lemosho Glades (2.380 m). Dort erwartet uns die Begleitmannschaft und unser Trekking beginnt. Gemächlich steigen wir durch den Regenwaldgürtel auf. Der erst noch breite Weg wird bald zum Pfad. Schon hier unterscheidet sich die Besteigung von vielen anderen: Die ersten Stufen liegen vor uns. Über Wurzeln und Blattwerk steigen wir durch die weite Fauna auf. Je nach Wetterlage können unsere Füße auch mal im Schlamm einsinken, wir durchqueren einige Bäche; mit etwas Glück entdecken wir Kolobus-Affen oder hören exotische Vögel in den Baumwipfeln. An unserem ersten Zeltplatz angekommen, sind die Zelte bereits aufgebaut und heißer Tee erwartet uns. Das Camp heißt auf Swahili "Mti Mkubwa", was übersetzt "großer Baum" bedeutet – benannt nach den mächtigen Urwaldriesen, die diesen Platz umgeben.
Durch den dichten Bergwald gelangen wir bald ins Hochmoor mit Heidekraut. Mit zunehmender Höhe lichtet sich die Vegetation und die Landschaft wirkt weiter und offener. Wir wandern ein Stück weiter und finden uns zwischen eindrucksvollen Senecien und Lobelien wieder – die Senecien erreichen hier bis zu neun Meter Höhe und verleihen der Szenerie ein fast märchenhaftes Aussehen. Unser Blick schweift immer wieder in Richtung Mount Meru hinüber, der sich am Horizont erhebt. Schließlich überqueren wir den Shira-Kamm auf ca. 3.650 m, von wo aus sich ein eindrucksvolles Panorama bietet, bevor wir zum Shira Camp One auf 3.500 m hinabsteigen. Das Camp liegt an einem Flusslauf und lädt nach der Etappe zum Ausruhen und Genießen der Umgebung ein.
Wir steigen weiter bergauf, während sich die Vegetation zunehmend reduziert und die Landschaft immer karger wird. Der Weg führt uns durch die weite Hochmoorlandschaft, vorbei an den imposanten Flanken des Shira-Kraters, deren schroffe Formen eindrucksvoll die Kraft vulkanischer Prozesse zeigen. Unterwegs passieren wir den markanten Lava Tower, der uns einen ersten Eindruck von der Felswelt des Kilimanjaro vermittelt und bereits die alpine Stimmung erahnen lässt. Unser heutiges Ziel ist das Moir Camp (4.140 m), das abgelegen und ruhig in einem Seitental liegt, umgeben von zerklüfteten Felsen und spärlicher Vegetation. Dort angekommen, lohnt sich noch ein kurzer weiterer Anstieg zu einem kleinen Aussichtspunkt. Von hier eröffnet sich bei guten Wetterbedingungen eine beeindruckende Fernsicht über das weite Amboseli-Becken und die endlose Savannenlandschaft Kenias, die in der Nachmittagssonne in sanftes Licht getaucht wird.
Die heutige Etappe dient der wichtigen Akklimatisierung. Wir wandern zunächst moderat ansteigend aus dem Moir Tal hinauf zur Lent-Gruppe, deren höchste Erhebung wir besteigen und von wo sich bei klarer Sicht weite Ausblicke über die Nordseite des Kilimanjaro eröffnen. Im Anschluss begeben wir uns auf den Northern Circuit, der uns fernab der üblichen Routen im Norden um den mächtigen Krateraufbau des Kilimanjaro herumführt. Hier sind vielleicht nur wir unterwegs – die Abgeschiedenheit und Stille des Northern Circuit haben ihren ganz besonderen Reiz. In stetigem Auf und Ab folgen wir dem schmalen Pfad bis zum Pofu Camp (4.020 m), das idyllisch inmitten karger Landschaft liegt. Dort schlagen wir unser Lager auf und genießen die Ruhe, bevor die Sonne langsam hinter dem Horizont versinkt.
Wir setzen unseren Weg auf dem Northern Circuit fort. Der Pfad führt uns weiter ostwärts, hinein in eine zunehmend trockene und offene Landschaft, in der nur noch vereinzelte Sträucher und niedrige Pflanzen dem rauen Klima trotzen. Unterwegs treffen wir auf die von Norden kommende Rongai-Route, wo wir manchmal andere Trekker sehen oder von weitem die Spuren ihrer Passage entdecken. Anschließend steigen wir noch ein Stück auf, bis wir am frühen Nachmittag die dritte Kikelewa-Höhle (3.935 m) erreichen. Hier schlagen wir unser Camp auf und haben Zeit, die stille, abgeschiedene Umgebung in Ruhe auf uns wirken zu lassen. Die Felsen leuchten im warmen Licht der Nachmittagssonne, während der Wind über die kahlen Höhen fegt und eine besondere, fast mystische Stimmung über das Camp legt.
Wir starten zeitig und wandern stetig bergauf. Die Landschaft ist entwässert und steinig, nur noch vereinzelte, struppige Büsche trotzen hier der Höhe und dem rauen Klima. Unterwegs wird das Gelände immer alpiner, und die dünnere Luft lässt uns jeden Schritt bewusster spüren. Unser Ziel ist die School-Hut (4.715 m), die wir über einen steilen Hang erreichen. Oben angekommen weht ein kalter, kräftiger Wind – warme Kleidung ist unerlässlich. Außerdem gilt es die Thermoskannen mit heißen Getränken zu füllen, um sich etwas aufzuwärmen. Das Abendessen wird heute früh serviert, damit wir gestärkt und rechtzeitig zur Nachtruhe in die Schlafsäcke schlüpfen können. Die Nacht wird kurz sein, denn schon vor Mitternacht heißt es wieder aufstehen, um die letzte, entscheidende Etappe zum Gipfel anzugehen. Trotz der kahlen Umgebung und der eisigen Temperaturen liegt eine besondere Spannung in der Luft, und die Aussicht auf den bevorstehenden Moment am Dach Afrikas macht jeden Schritt lohnenswert.
Nach einer kurzen Ruhephase und einem heißen Getränk beginnen wir kurz nach Mitternacht unseren finalen Aufstieg zum höchsten Punkt Afrikas. Der Pfad verläuft erst relativ flach ein Stück gen Süden, bis wir die Hans-Meyer Höhle erreichen. Von hier führt ein endlos scheinender Schotterhang hinauf zum Gilman's Point (5.685 m), wo wir nach einer langen Nacht einen fantastischen Sonnenaufgang über dem Mawenzi-Gipfel erleben können, wenn das Wetter mitspielt. Wer noch Kraftreserven hat, sollte nach einer kurzen Pause, die letzten, weniger steil verlaufenden zwei Stunden entlang des Kraterrands in Angriff nehmen, die zum höchsten Punkt des Kilimanjaro, dem Uhuru Peak (5.895 m), führen. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein! Ein Moment, den man nie mehr vergisst! Nach einer kurzen Rast mit einem Schluck warmem Tee und dem obligatorischen Gipfelfoto steigen wir via Stella Point und Barafu Camp (4.640 m) ab. Hier wartet unsere Begleitmannschaft bereits mit einem warmen Essen auf uns, das uns Kraft für den langen Abstieg spendet. Wir steigen weiter ab zum Millenium Camp auf 3.820 m, wo wir feststellen, wie gut man nach einem Gipfeltag am Kilimanjaro schläft.
Die Vegetation wird Stück für Stück grüner und buschiger, während wir die letzten Höhenmeter auf einem breiten Weg durch den dichten Regenwald hinab zum Mweka Gate (1.630 m) wandern. Die frische Bergluft und die wachsende Vegetation geben uns ein Gefühl, wieder in die üppige Landschaft des Tieflands zurückzukehren. Am Gate werden wir bereits von unserem Team herzlich empfangen. Nach der Übergabe der wohlverdienten Kilimanjaro-Gipfel-Urkunde fahren wir zurück ins Hotel. Dort genießen wir die Annehmlichkeiten: eine lange, warme Dusche, ein kühles Erfrischungsgetränk und eine entspannte Liege am Pool – die perfekte Belohnung nach den anstrengenden Tagen in der Höhe. Zeit, die Erlebnisse Revue passieren zu lassen, den Blick auf die umliegende Landschaft zu genießen und einfach die Ruhe nach der herausfordernden Besteigung zu spüren.
Wer eine Verlängerung gebucht hat, beginnt heute mit dem Programm – entweder startet die Safari nach dem Frühstück oder die Badeverlängerung auf Sansibar. Wer keine Verlängerung gebucht hat, tritt heute die Heimreise an. Je nach Abflugzeit können wir den Vormittag noch ganz nach Belieben gestalten: Wer möchte, kann die Umgebung des Hotels erkunden, letzte Souvenirs einkaufen oder einfach noch einmal die afrikanische Sonne genießen und die Eindrücke der Besteigung in Ruhe Revue passieren lassen. Anschließend erfolgt die Abholung durch unseren Transfer, der uns zum Flughafen bringt. Dort verabschieden wir uns ein letztes Mal vom Kilimanjaro und treten die Heimreise an.
Je nach Flugverbindung kommen wir im Laufe des Morgens an.
Wir übernachten während des Trekkings in für zwei Personen ausgelegten Kuppelzelten. An den Camps stehen einfache öffentliche Toiletten zur Verfügung. Die Hygiene kann je nach Camp und Besucheraufkommen variieren. Kontaktieren Sie uns bei Interesse eines privaten Toilettenzeltes und bringen Sie bitte Ihre eigenen Hygieneartikel mit. Waschmöglichkeiten beschränken sich auf bereitgestelltes Wasser zur grundlegenden Körperpflege. Es sind keine Duschen vorhanden. Vor und nach der Bergbesteigung sind wir in einem Mittelklassehotel in Moshi untergebracht. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst die sieben Zeltnächte und somit insgesamt neun Übernachtungen.
Auch du kannst aktiv dazu beitragen, deine Reise nachhaltiger zu gestalten. Von der Vorbereitung auf deine Reise bis hin zur Unterstützung von lokalen Unternehmen im Reiseland – es gibt viele Möglichkeiten.
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