Anreise nach Marrakech
Nachmittags fliegen wir von Deutschland nach Marrakech. Wir werden am Flughafen in Empfang genommen und fahren zu unserem Riad-Hotel in der Medina (Altstadt).

Der Fokus dieser Reise liegt auf dem 4-tägigen Wintertrekking im Hohen Atlas zu den Gipfeln Ouanoukrim und Toubkal. Da die meisten Bergsteiger im Sommer unterwegs sind, haben wir die Bergwelt des Hohen Atlas vielleicht ganz für uns alleine und können die Stille und winterliche Szenerie der höchsten Berge Nordafrikas intensiv auf uns wirken lassen. Beim Ausklang der Reise in Marrakech, können wir die berühmteste Königstadt Marokkos mit ihrer verwinkelten Altstadt ebenfalls ohne Touristenströme genießen.<br /><h3 class="space--top-m">Anforderung</h3><br/>Das Trekking ist für alle Bergfreunde geeignet, die über gute Kondition verfügen und trittsicher sind. Die Gehzeiten betragen 5 bis 8 Stunden pro Tag und die zu bewältigenden Höhendifferenzen 1.000 bis 1.200 m im Aufstieg. Unterwegs müssen immer wieder Schneefelder ggf. mit Steigeisen durchquert werden. Vorkenntnisse im Umgang mit Steigeisen sind nicht zwingend notwendig, aber Wanderungen unter winterlichen Bedingungen sind als Vorbereitung hilfreich. An Tag 3 erhalten wir ein theoretisches und praktisches Training, bei dem wir erfahren, wie wir mit Hilfe von Steigeisen und Eispickel die Gipfeletappen sicher meistern. Die Besteigung des Djebel Toubkal erfordert keine klettertechnischen Kenntnisse. Für das letzte Stück zum Gipfel des Ouanakrim ist keine Sicherungstechnik notwendig, es gilt jedoch, absolut trittsicher zu sein, ab und zu etwas zu kraxeln und die Hände am Fels zu Hilfe zu nehmen. Dieser Teil der Tagesetappe ist optional und kann ausgelassen werden. Wir benötigen steigeisenfeste Bergschuhe sowie Steigeisen und Pickel.<br />
Gipfelträume aus Schnee und Eis und Marrakech-FlairHinter orientalisch verzierten Palästen, Moscheen und grünen Palmen in Marrakech erblicken wir die aufragende Kulisse aus weiß gezuckerten Bergspitzen in der Ferne. Welch kontrastreiches Panorama.Der berühmte Gebirgszug des Hohen Atlas zeigt sich in einem völlig anderen Gewand, als in den Sommermonaten und ist aufgrund der überschaubaren technischen Anforderungen geradezu prädestiniert für ein Winter-Trekking. Von Imlil wandern wir vorerst nach Aremd. Das verschlafene Berber-Dorf ist Ausgangspunkt unseres Trekkings. Unsere erfahrenen und speziell ausgebildeten marokkanischen Bergführer kennen die Gegend wie ihre Westentasche und zeigen uns, wie wir sicher mit Steigeisen und Eispickel umgehen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Unser Ziel sind die höchsten Gipfel Nordafrikas! Wir gewöhnen uns an die Höhe und besteigen zuerst den Gipfel des Ouanoukrim, bevor wir uns zum saisonal bedingten, weißen Dach Nordafrikas aufmachen.Beim Wandern hören wir meist nur das Knirschen des Schnees unter unseren Füßen. Wir halten inne und bemerken die absolute Stille, die uns inmitten der verschneiten, mächtigen Gipfel umgibt.Das Gefühl, es geschafft zu haben und oben angekommen zu sein, ist anders als im Sommer. Durch die Einsamkeit und Stille können wir uns noch mehr auf die spektakuläre Natur einlassen.Zum Abschluss erwarten uns angenehm milde Temperaturen und orientalisches Flair in Marrakech. Wer möchte, besucht ein Hammam und fühlt sich wie neu geboren.

Nachmittags fliegen wir von Deutschland nach Marrakech. Wir werden am Flughafen in Empfang genommen und fahren zu unserem Riad-Hotel in der Medina (Altstadt).
Nach einem gemütlichen Frühstück und einem Ausrüstungscheck haben wir noch die Möglichkeit in Marrakech zu Mittag zu essen. Im Anschluss fahren wir ins Atlas-Gebirge. Die Fahrt führt nach Süden über den Marktort Asni ins Ait Mizane Tal nach Imlil, Ausgangspunkt der Toubkal-Besteigungen. Wir verladen unser Gepäck auf die Mulis und starten zu unserer ersten, kurzen Etappe nach Aremd (Gehzeit ca. 1 Std.), wo wir in einem gemütlichen, familiengeführten Gästehaus übernachten.
Nach dem Frühstück teilen die Mulitreiber unser Gepäck auf und wir beginnen unser Trekking. Durch das Ait Mizane-Tal geht es zum Schrein von Sidi Chamarouch (2.350 m). Zu Ehren eines Heiligen, dem vom Volk magische Kräfte zugeschrieben werden, ist hier eine kleine Wallfahrtsstätte. Abhängig von den Schneeverhältnissen wird unser Gepäck von den Maultieren auf Träger verteilt. Der Pfad führt uns in Serpentinen weiter den Berg hinauf, es wird steiler und anstrengender. Schließlich erreichen wir das Toubkal Basecamp und die Neltner-Hütte (3.200 m). Am Nachmittag demonstriert uns unser Guide, wie man sicher mit Steigeisen und Eispickel umgeht. Nach ein paar theoretischen und praktischen Übungen fühlen wir uns fit für die kommenden Etappen.
Je nach Wetterbedingungen entscheiden wir uns heute, den Aufstieg zum Toubkal vorzuziehen. Aber in den meisten Fällen nutzen wir diesen Tag zur Akklimatisierung und machen eine Wanderung zum Tizi n'Ougane, von wo aus eine optionale Besteigung des Timesguida Ouanakrim möglich ist.Frühmorgens steigen wir stetig, meist auf Schneefeldern talaufwärts und erreichen vorerst den Tizi n´Ougane (3.750 m, Tizi = Pass). Von dort eröffnet sich ein Ausblick auf beide Seiten der Täler und in die südlichen Bergregionen. Es folgt ein steiniger Abschnitt durch Blockgestein und Geröll bzw. Schnee. Sicherungstechnik ist nicht notwendig, es gilt jedoch, trittsicher zu sein und die Hände hin und wieder am Fels zu Hilfe zu nehmen. Wir erreichen den Vorgipfel, Ras Ouanakrim (4.083 m). Von hier ist es nicht mehr weit bis zum höchsten Gipfel des Ouanakrim-Massivs, dem sogenannten Timesguida Ouanakrim (4.089 m). Belohnung für unsere Mühe ist der weite Blick über den Toubkal in den westlichen Hohen Atlas und bei guter Sicht bis in die Sahara und den Antiatlas.Es besteht die Möglichkeit am Tizi n'Ougane umzukehren und zur Neltnerhütte zurückzuwandern (↑↓ 550 m, ca. 5 Std. Gehzeit).
Früh brechen wir auf und noch bei Dunkelheit beginnt der Aufstieg zu unserem zweiten 4.000er, dem höchsten Berg Nordafrikas. In Serpentinen geht es zu einem Pass. Der Weg ist nicht ausgesetzt, führt aber über Schneefelder, loses Geröll und Blockgestein. Vom Pass aus haben wir unser Ziel vor Augen. Der Weg führt nun weniger steil über einen Sattel bis zum Gipfel des Jebel Toubkal. Während der Gipfelrast bietet sich uns ein Panoramablick hinab in die südmarokkanische Wüstenebene und auf die Bergkämme um uns herum. Nach dem Abstieg zurück zur Neltner-Hütte, erwartet uns unser Koch mit einem kräftigenden Essen.
Bevor wir heute nach Aremd absteigen, haben wir morgens die Möglichkeit, auf den aussichtsreichen Pass Tizi n'Ouanams zu wandern. Von hier aus schweift der Blick auf den smaragdgrünen Hochgebirgssee Lac d'Ifni, der aus einer Moräne des Toubkals entstanden ist (↑↓ 350 m, ca. 3 Std. Gehzeit). Zurück an der Neltner-Hütte steigen wir nach Aremd ab und übernachten wieder in der Herberge, in der wir an Tag 2 bereits untergebracht waren. Wer möchte, kann sich am Nachmittag im Hammam verwöhnen lassen (auf eigene Kosten, ca. 100 MAD pro Person, Handtuch und Waschsachen müssen mitgebracht werden).
Wir wandern leicht bergab nach Imlil (ca. 1 Std.). Hier steigen wir in unseren Kleinbus, der uns zurück nach Marrakech bringt. Nachdem wir unser Riad bezogen haben, führt uns ein deutschsprachiger Stadtführer durch die Medina, die zu Recht seit vielen Jahren UNESCO-Weltkulturerbe ist. Wir bestaunen die Koutoubia-Moschee und besuchen den reich mit Mosaiken verzierten Bahia-Palast mit seinem idyllischen Innenhof sowie die Sultans-Gräber der Saadier-Dynastie. Kleine Gassen mit Werkstätten und Kunsthandwerkläden führen zur Medersa Ben Youssef. Ein mit Stuck und Mosaikfliesen verzierter Innenhof bildet den Mittelpunkt der über 400 Jahre alten Koranschule. Wir beenden unsere Stadtbesichtigung auf dem berühmten Hauptplatz Djemaa el Fna mit seinen Gauklern und Schlangenbeschwörern. Zu unserem Abschiedsessen am Abend treffen wir uns in einem Restaurant in der Altstadt.
Morgens Transfer zum Flughafen und Rückflug. Am Nachmittag Ankunft in Deutschland.
Wir übernachten in Marrakech in einem Riad (altes, stilvoll eingerichtetes Wohnhaus mit Atrium in der Mitte, um das die individuell gestalteten Zimmer angeordnet sind) in der Altstadt. Alle Zimmer verfügen über ein Badezimmer. Während des Trekkings schlafen wir für 2 Nächte in einfachen Gästehäusern (Gite d´Etapes) und für 3 Nächte in der Neltner-Hütte, am Toubkal Basecamp. Dies ist eine einfache Berghütte mit sanitären Anlagen, Gemeinschaftsräumen und Mehrbettlagern. Außerdem wird hier Strom durch Hydro-Turbinen erzeugt. Es gibt mehrere Steckdosen, so dass wir während unseres Aufenthaltes elektrische Geräte wie Kamera und Handy laden können. Bitte beachten Sie, dass die Unterkünfte in der Regel nicht beheizt werden. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst zwei Nächte.
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist TourCert-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
Mehr über TourCert erfahrenAuch du kannst aktiv dazu beitragen, deine Reise nachhaltiger zu gestalten. Von der Vorbereitung auf deine Reise bis hin zur Unterstützung von lokalen Unternehmen im Reiseland – es gibt viele Möglichkeiten.
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