Anreise
Nachmittags fliegen wir nach Casablanca, wo wir von unserer Reiseleitung erwartet werden und gemeinsam zum Hotel fahren.

Der Fokus dieser Reise liegt auf den kulturellen Highlights Marokkos und einem 4-tägigen Wüstentrekking im Stil einer Kamelkarawane. Wir besuchen die vier marokkanischen Königsstädte, traditionelle Kasbahs und lernen neben den Sanddünen des Erg Chebbi die Gebirgswelt des Hohen und Mittleren Atlas kennen.<br /><h3 class="space--top-m">Anforderung</h3><br/>Voraussetzung beim Trekking in den Dünenlandschaften des Erg Chebbi sind für die fünf- bis sechsstündigen Wanderetappen ein gesunder Kreislauf und eine gute Kondition. Pro Wandertag summieren sich die Auf- und Abstiege in den Dünenfeldern auf 500 bis 600 Höhenmeter, können sich aber durch die Wanderung der Dünen stark verändern, weshalb an den einzelnen Tagen keine Höhenmeter angegeben sind. Die Route führt über sandige Dünen und durch steinige Ebenen. Das Wandern in den Dünen ist durch das Einsinken in den Sand anstrengender als in anderem Terrain. Beim Trekking tragen wir nur unseren Tagesrucksack mit dem Notwendigsten.<br />
Trekkingreise durch die vier Königsstädte und die SaharaMarokkos Königsstädte zeigen den Zauber des Maghreb: prunkvoll dekorierte Paläste, mit Stuck verzierte Koranschulen und Karawanenhöfe vergangener Tage. Wir schlendern über quirlige Basare, die unsere Sinne betören und hören Eselshufe durch die engen Gassen der verwinkelten Altstadt klappen. Handwerker in langen Gewändern klopfen riesige Kupferkessel. Wir besichtigen die römischen Ausgrabungen von Volubilis, die als bedeutendste römische Freilegungen Marokkos gelten. Durch schattige Zedernwälder queren wir die Ausläufer des Hohen Atlas, fahren vorbei an Palmenoasen und erreichen bei Merzouga die Ausläufer der Sahara. Beim dreitägigen Wüstentrekking durchwandern wir ein weitgehend unberührtes, einsames Dünengebiet. Im Stil einer Karawane ziehen wir mit Lastkamelen durch dieses gelb-orange Dünenmeer. Im Süden zieren Türmchen die traditionellen Kasbahs, die aus Stampflehm gebauten Festungsanlagen. Über das Atlasgebirge windet sich die höchste Passstraße eindrucksvoll bis nach Marrakesch. Das rosafarbene Labyrinth der Altstadt präsentiert sich als buntes Mosaik aus Waren, traditionellen Handwerksbetrieben und dem großen Marktplatz mit seinen Gauklern, Schaustellern und Schlangenbeschwörern. Bei einem süßen Minztee beobachten wir das lebendige Treiben, während die Sonne am Horizont untergeht.

Nachmittags fliegen wir nach Casablanca, wo wir von unserer Reiseleitung erwartet werden und gemeinsam zum Hotel fahren.
Nach unserem frühen Frühstück fahren wir nach Rabat, der Hauptstadt Marokkos. Wir besichtigen den Königspalast, die Kasbah des Oudaias mit ihrem reliefverzierten Tor und den über 700 Jahre alten Hassan-Turm. Auch das Mausoleum von Mohammed V. und Hassan II., architektonische Schmuckstücke der am Atlantik gelegenen Königsstadt, stehen auf unserem Programm. Die blau-weiß gestrichenen Häuser der Altstadt vermitteln mediterrane Atmosphäre. Anschließend fahren wir nach Meknès, einer UNESCO-Weltkulturerbestätte. Hier bewundern wir das Bab el Mansour, eines der schönsten Stadttore Marokkos. Die wuchtige, 40 km lange Stadtmauer und die eindrucksvollen Stadttore verleihen der Königsstadt das Aussehen einer Festung. Bevor wir am Abend unser Hotel in Fès erreichen, besuchen wir Volubilis, die größte und am besten erhaltene römische Ruinenstadt Marokkos.
Heute erkunden wir die älteste der marokkanischen Königsstädte. Die Altstadt zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der schönsten muslimisch geprägten Städte der Welt. Man sagt, die Zeit sei hier stehen geblieben. Nach dem Mittagessen, für das unsere Reiseleitung sicherlich einen Tipp parat hat, führt uns ein ortskundiger Stadtführer durch die engen, verwinkelten Gassen des Töpfer- und Gerberviertels. Die Medersa Bou Inania, eine ehemalige Koranschule, ist ein besonders schönes Beispiel maurischer Baukunst: Feinste Stuckarbeiten, Holzschnitzereien und bunte Fliesen-Mosaike zieren die Wände des Innenhofes. Im geschäftigen Souk erhebt sich der Komplex der Kairaouine-Moschee und deren Hochschule – nach El Azhar in Kairo die älteste Hochschule der islamischen Welt. Den restlichen Tag können wir in den Gassen der Altstadt verbringen oder wir fahren mit dem Bus zum Hotel und lassen die Eindrücke bei einem Minztee langsam sacken.
Wir haben einen freien Vormittag in Fès. Danach fahren wir durch Dörfer und die sanfte Berglandschaft des nördlichen Mittleren Atlas. Im Wintersportort Ifrane halten wir kurz, machen eine Pause und staunen über die alpenländisch anmutende Architektur des kleinen Ortes. Weiter geht es nach Azrou, dem Zentrum des Berberstamms der Beni Mguild. Ein kurzer Bummel führt uns durch das Städtchen. In den berühmten Zedernwäldern, der Forèts des Cèdres, unternehmen wir einen Spaziergang und halten Ausschau nach Berberaffen. Über den Col du Zad (2.178 m) erreichen wir schließlich Midelt.
Morgens setzen wir die Fahrt durch die östlichen Ausläufer des Hohen Atlas fort und passieren den Tizi n'Talrhemt (1.907 m), bevor es in die Schluchten des Ziz-Flusses abwärts geht, wo wir eine Wanderung durch die Palmenhaine des Ziz-Tales unternehmen. Der Ziz ist ein Wüstenfluss, entlang seinem Lauf reihen sich zahlreiche Oasen. Die Route führt weiter über die Stadt Errachidia, wo wir eine Mittagsrast einlegen. Am Nachmittag fahren wir durch die Oasenstadt Erfoud im Herzen des Tafilalet, größtes Dattelpalmen-Oasengebiet des Landes. Endlich taucht vor uns das Erg Chebbi auf, die größten und höchsten Dünenfelder Marokkos, die bis zu 170 m Höhe erreichen. Wir können durch den gelbroten Sand zu einem Aussichtskamm spazieren, um das Farbenspiel bei Sonnenuntergang von dort zu genießen.
Nach einer halbstündigen Fahrt gen Süden über das Dorf Taous treffen wir unsere Begleitmannschaft mit ihren Kamelen kurz vor dem Ort Jdaid. Sobald unser Gepäck sowie die Küchen- und Zeltausrüstung auf die Tiere verteilt und festgeschnürt ist, brechen wir zum viertägigen Trekking auf (Reitkamel optional buchbar). Wir überqueren den trockenen Ziz-Fluss und wandern über ein Plateau zu den Dünen von Ouzina. Wir sind nur mit Lastkamelen als Karawane unterwegs. Die Trekkingroute und die Übernachtungsplätze können, je nach den Weidemöglichkeiten für unsere Tiere, geringfügig variieren. Das Abendessen wird im Messezelt oder im Freien immer erst nach Einbruch der Dunkelheit serviert.
Die heutige Etappe führt uns sowohl durch Steinwüste (Reg) als auch Sanddünenfelder (Erg). Wir lassen die Dünen von Ouzina hinter uns und wandern durch ein weites Reg bevor wir ein großes Sanddünenfeld erreichen. Schließlich erreichen wir die Dünen von Takehhit, wo wir unser heutiges Lager errichten.
Wir überqueren den trockenen Fluss Gheriss und wandern zwischen kleinen Bergen hindurch. Nach der ausgiebigen Mittagspause wandern wir im Takt der Kamele weiter und folgen dem Plateau von Lamziouda bis zu unserem heutigen Lager. Windgeschützt inmitten kleiner Sanddünen zwischen den einrahmenden Bergen lauschen wir der Stille der Nacht.
Über das Plateau von Lemziouda gealngen wir am Vormittag zu einer kleinen Schlucht. Diese durchqueren wir und erreichen dann einen kleines Dünenmeer. Über eine Anhöhe und dessen Pass gelangen wir zu unserem heutigen Lagerplatz hinter dem Blauen Berg, dem Djebel Zireg.
Wir wandern am Morgen zum Ort Tafraoute n'Ait Khebach (ca. 1 Std., 5 Km), wo wir mit Taxis zurück zur Hauptstraße nach Mcissi fahren, von wo wir mit unserem Bus weiterfahren. Zur Mittagszeit erreichen wir die Großoase von Tinerhir. Danach machen wir einen Abstecher (20 km) in die Palmenoasen entlang des Todra-Flusses. Durch die tief eingeschnittene Todra-Schlucht fahren wir an deren Ende und bestaunen senkrecht steil aufragende Felswände. An der engsten Stelle ist die von einer Straße erschlossene Schlucht nur gut 10 m breit. Schließlich fahren wir in die landschaftlich spektakuläre Dadès-Schlucht. Nicht nur die Felswände scheinen einem Farbkasten als Vorbild gedient zu haben. Wie die Erdfarben ocker, rot, violett und braun sind auch die Häuser in diesen Farben gehalten und bieten eine fotogene Szenerie. Wir halten bei den so genannten Affenpfoten, einer außergewöhnlichen Felsformation aus Sandstein. Im Tal quartieren wir uns in einem Gästehaus unweit des Dadès-Flusses ein.
Morgens wandern wir durch die Dadès-Schlucht mit ihren bizarren Erosionsformen und Oasengärten. Anschließend fahren wir auf der "Straße der 1.000 Kasbahs". In Kelaa m'Gouna werden aus den duftenden Blütenblättern der ausgedehnten Rosenplantagen Öl für die Parfümherstellung gewonnen. Bei Skoura besichtigen wir die mehrtürmige Kasbah Amerhidil. Die in den Lehm geritzten Berber-Ornamente galten einst als Schutz vor Unheil. Die Wehrburg aus dem 18. Jh. beherbergt heute ein sehenswertes Museum. Im Gegensatz zur Glaoui-Kasbah von Taourirt, die wir später auch noch besichtigen werden, wurden in Amerhidil bei der Restaurierung ausschließlich lokal vorkommende Materialien verwendet. Taourirt, der einstige Wohnsitz des Berberfürsten El Glaoui und Pascha von Marrakech, ist eine der größten, aus Stampflehm errichteten Wohnanlagen im Süden des Landes und sicherlich einen Fotostopp wert. Am Nachmittag erreichen wir Ait Benhaddou und unsere einfache Unterkunft im Kasbah-Stil.
Wir erkunden den Ksar Ait Benhaddou, ein am Hang gebautes, befestigtes Berberdorf und UNESCO-Weltkulturerbe seit 1987. Wir schlendern durch das Labyrinth aus Häusern, Türmen und Gemeinschaftsspeichern, dass ein hervorragendes Beispiel südmarokkanischer Architektur darstellt. Der Ort und die ihn umgebende, grandiose Wüstenlandschaft dienten oft als Kulisse für internationale Spielfilme. Nach der Überquerung des Tizi-n'Tichka-Passes (2.260 m), dem höchsten befahrbaren Pass Marokkos, legen wir eine Mittagspause ein. Obwohl die Strecke sehr gut ausgebaut ist, ist sie aufgrund der schmalen Windungen und des Weitblicks aufregend. Auf der Westseite geht es bergab in die weite Ebene in der die letzte unserer Königsstädte liegt. Am Nachmittag erreichen wir unser Riad in Marrakech. Entweder ruhen wir uns ein wenig aus oder kundschaften die rosarote Medina bei einem ersten Bummel aus.
Zu Fuß besichtigen wir heute die Medina von Marrakech, die seit Jahrzehnten als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist. Im 12. Jh. entstand eines ihrer wichtigsten Bauwerke, die Koutoubia-Moschee mit dem 77 m hohen Minarett, das als Wahrzeichen der Stadt gilt. Wir bestaunen das Tor Bab Agnaou, eines der monumentalen Stadttore und besuchen die nahe gelegenen, reich ornamentierten Gräber der Sultane der Saadier-Dynastie. Wir besichtigen den reich mit Mosaiken verzierten Bahia-Palast mit seinem idyllischen Innenhof. Kleine Gassen mit Werkstätten und Kunsthandwerksläden führen zur Medersa Ben Youssef. Ein prunkvoll mit Stuck und Mosaikfliesen verzierter Innenhof bildet den Mittelpunkt der über 400 Jahre alten Koranschule. Im großen Wasserbecken spiegelt sich eindrucksvoll die Pracht farbenfroher orientalischer Zierde. Der Nachmittag steht uns für individuelle Erkundungen zur Verfügung. Erleben Sie das bunte orientalische Treiben in den überdachten Souks und auf dem Djemaa el Fna mit seinen Schlangenbeschwörern, Märchenerzählern, duftenden Garküchen und verlockenden Obst- und Nuss-Ständen. Wer das Ganze mehr aus der Ferne betrachten will, ist in einem der Dachterrassen-Cafés bestens aufgehoben und kann das pulsierende Leben bei einem Thé à la Menthe beobachten. Besonders schön ist die Stimmung bei Sonnenuntergang. Am Abend treffen wir uns in der Medina und werden in einem stilvollen Restaurant speisen.
Am Morgen fahren wir zum Flughafen und und kommen im Laufes des Nachmittags am Zielflughafen an.
Wir übernachten in den Städten in Hotels der Mittelklasse; in Midelt, Merzouga und in der Dadès-Schlucht in einfachen Gästehäusern. Während des Trekkings übernachten wir in Zwei-Personen-Kuppelzelten (auch zur Alleinbenutzung); wer möchte, kann nachts auch unter freiem Himmel schlafen. Es steht ein Messezelt im Nomadenstil sowie ein Toilettenzelt zur Verfügung. Bitte achten Sie darauf, dass Sie für die Trekkingnächte immer das gleiche Zelt haben (evtl. mit einer Schnur markieren). Bitte gehen Sie beim Gebrauch mit den Zelten sorgsam um und beachten Sie die Anweisungen und Hinweise Ihrer Reiseleitung und des örtlichen Führers zum Auf- und Abbau, um Beschädigungen der Zelte (Stangen, Schlaufen, Reißverschlüsse, Planen) zu vermeiden. Auch wenn die Begleitmannschaft, vor allem die Kameltreiber, je nach Etappe die Zelte bereits aufgebaut haben, wenn Sie am Lager ankommen, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass sie eigentlich nur für ihre Tiere und den Lastentransport zuständig sind. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst auch die vier Zeltübernachtungen und somit alle Nächte.
4,0
Gästebewertung
Gudrun Monika , Januar 2024
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist TourCert-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
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