Anreise nach Peru
Flug nach Lima mit Ankunft am nächsten Tag.

Trekkingreise entlang wenig begangener Pfade des Salkantay nach Machu Picchu und durch die KönigskordillereWie die Inka-Stätte Machu Picchu selbst, war auch der Weg zu ihr – versteckt vom wilden Bergwald – lange ein Geheimnis. Von Cusco aus führten bereits zu Inka-Zeiten zahlreiche Pfade durch ganz Peru und in die heutigen Nachbarstaaten Bolivien, Ecuador und Chile. Wir folgen einem neu aufgelegten, wenig begangenen Pfad durch das private Schutzgebiet der Misquiyaco-Gemeinde in das heilige Tal. Wir genießen die Ruhe und Einsamkeit abseits der bekannten Wege und lassen unseren Blick von der Süd- und Ostseite auf den Salkantay schweifen und mit etwas Glück erblicken wir auch den Mount Victoria. Sprung über die Grenze: Was uns in Bolivien erwartet ist nicht minder spektakulär. Wir wandern über die Sonneninsel, tauchen in die Mystik dieses speziellen Ortes ein und lassen von der Ecolodge La Estancia den Blick über das Blau des Sees schweifen. Von den sanften Hügelketten am Ufer des Sees geht es mit aufgefüllten Kraftreserven hinauf zu den Eisriesen – die Königskordillere wartet auf uns. Wir trekken hinein in die bezaubernde Bergwelt mit ihren glitzernden Seen und aussichtsreichen Pässen. Auf dem Cerro Negro liegen uns das Altiplano und der Titicacasee zu Füßen. Auf der einen Seite thront die spektakuläre Spitze des Condoriri, auf der anderen der Sechstausender Huayna Potosi.

Flug nach Lima mit Ankunft am nächsten Tag.
Am Flughafen Lima werden wir von unserer/m deutschsprachigen Stadtführer/in begrüßt. Anschließend lernen wir die Hauptstadt Perus bei einer Stadtrundfahrt kennen. In der historischen Innenstadt befinden sich die Plaza de Armas, die Kathedrale und die Verwaltungsgebäude. Kirchen im Barock- und Renaissancestil und Paläste mit reich verzierten Balkonen verleihen der Stadt ihren besonderen Charme. Der restliche Nachmittag steht uns zur freien Verfügung und wir können uns von der Anreise erholen oder noch etwas durch Lima schlendern.
Am Vormittag steht uns nochmals Zeit in Lima zur Verfügung, bevor wir am Nachmittag nach Cusco fliegen. Angekommen in der ehemaligen Inka-Hauptstadt begrüßt uns unsere Reiseleitung. Uns fasziniert das Nebeneinander zweier Kulturen. Einst ließen die Inka-Herrscher hier Tempel sowie zahlreiche Paläste für ihre Familien errichten. Nach der Eroberung prägten die Spanier das Bild der Stadt. Wir checken in unserem Hotel ein und beziehen unsere Zimmer für die nächsten drei Nächte.
Am Vormittag besichtigen wir die ehemalige Inka-Hauptstadt Cuzco und widmen uns auch der näheren Umgebung der Stadt. Nach einer kleinen City-Tour besuchen wir die Tempelanlage Tambomachay mit ihrer kunstvoll gefassten Quelle und die Inka-Festung Puka Pukara. Auch der Kultort Qenqo, ein der Erdgöttin Pachamama geweihtes Heiligtum, an dem die Inka-Priester viele Opferrituale durchgeführt haben, sowie die monumentalen Inka-Mauern der Kultstätte Sacsayhuaman steht auf unserem heutigen Programm. Einst waren drei Zyklopenmauern von Sacsayhuaman rund um den Hügel angelegt, die äußere erreichte eine Länge von 3 km. Dabei wurden bis zu 150 Tonnen schwere Felsblöcke so genau aneinandergefügt, dass kaum eine Messerklinge dazwischen passte. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wie die Inka diese Steine transportierten und aufeinanderschichteten. Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung. Es lohnt sich über die reizvollen Plätze und Märkte der Altstadt zu schlendern.
Nach dem Frühstück fahren wir nach Pisac zum großen Markt der indigenen Bevölkerung. Hier wird viel Kunsthandwerk, Obst und Gemüse angeboten. Wir besuchen auch die legendären Inka-Terrassen von Pisac, die über dem Dorf thronen und wandern anschließend zurück ins Dorf. Nach dem Mittagessen fahren wir durch das heilige Tal in westlicher Richtung, entlang verschiedenen Ortschaften, bis wir das "lebende" Inka-Dorf Ollantaytambo erreichen und die Inka-Festung besuchen. Anschließend fahren wir zurück in unser Hotel nach Cusco.
Heute beginnt unser Trekking im privaten Naturschutzgebiet der Misquiyaco Gemeinde. Wir brechen früh morgens in Cusco auf und fahren in Richtung Limatambo. Auf unserer Fahrt können wir bei guter Sicht schon die ersten Blicke auf den Salkantay und Humantay genießen. Wir überqueren den Tika Tika Pass und das Anta Plateau, bis wir schließlich im Dorf der Misquiayo ankommen - unserem Ausgangspunkt für das Trekking. Wir wandern bergauf bis wir schließlich unser Camp erreichen. Der Weg führt uns zu Beginn durch den Meso-Andean Relict Wald, einer seltenen Form des Nebelwaldes, welcher nur in 0,02 % des Landes existiert. Er beheimatet mehrere einheimische, zum Teil durch das Gesetzt geschützte Tiere. Mit zunehmender Höhe beobachten wir den Wechsel des uns umgebenden Ökosystems, wir überqueren die Baumgrenze und wandern über Graslandschaft zu unserem heutigen Camp auf ca. 4.190 m. Bei klarer Sicht genießen wir von dort den Blick nach unten in das Sacred Valley - das heilige Tal.
Unsere heutige Wanderung beginnt mit einem steilen Anstieg zum Tambomchay-Pass auf ca. 4.370 m. Ein Blick nach oben lohnt sich - ob wir wohl Kondore über uns kreisen sehen? Nur noch ein weiterer Anstieg trennt uns von der Mittagspause. Unserer Team hat bereits das Essenszelt aufgebaut und wir lassen uns das für uns vorbereitete Mittagessen schmecken. Bei guter Sicht entspannen wir mit Blick auf Salkantay und Humantay, bevor es weiter zum nächsten Pass geht. Wir genießen die Ruhe und Einsamkeit dieser abgelegenen Route. In der Ferne hören wir Wasser plätschern und sehen einige Pferde und Schafe weiden. Der Weg führt uns bergab zu unserem Camp in Pampacahuana auf ca. 4.010 m, wir ziehen unsere Wanderschuhe aus und genießen die Szenerie umgeben von 6.000er. Beim gemeinsamen Abendessen tauschen wir uns über die heutigen Erlebnisse aus.
Mit jedem Schritt wird es heute wärmer: Begleitet von Wasserrauschen geht es für uns heute bergab. Der Weg entlang des alten Inka-Kanals führt uns zur Inka-Stätte Paucarcancha. Wir besichtigen die Ruinen und genießen die Ruhe, die von diesem Ort ausgestrahlt wird. Da diese Stätte weniger bekannt ist, sind wir vielleicht die einzigen Besucher. Wer möchte, erfrischt sich mit einer kühlen Cola vom lokalen Verkauf direkt gegenüber der Stätte. Wir setzen unsere Wanderung fort und für ein kurzes Stück wird die Ruhe und Einsamkeit, an die wir uns schon gewöhnt hatten, unterbrochen - wir sind auf dem bekannten Inkatrail angekommen und werden ein Stückchen gemeinsam mit anderen Wandernden und Trägern verbringen. Unser Ziel ist jedoch nicht Machu Picchu, sondern die Inka-Ruinen von Patallacta. Nach der Besichtigung der Ruinen bauen wir unsere Zelte in der Nähe der kleinen Gemeinde von Chamana auf (ca. 2.590 m). Wer möchte, kann sich dort bei einer warmen Dusche von den letzten Tagen erholen.
Früh starten wir nach einem Guten-Morgen-Tee unsere Wanderung zur selten besuchten Inkaruine Huayna Q'ente mit ihren beeindruckenden Terrassen und der fantastischen Landschaft. Zurück im Camp erwartet uns das Frühstück. Wir folgen den Spuren Hiram Binghams entlang des Vilcanota-Flusses, vorbei an weiteren archäologischen Stätten, bis nach Piscacucho, dem Startpunkt des Inkatrails. Von dort bringt uns ein Transfer nach Ollantaytambo. Anschließend fahren wir mit dem Zug (ca. 2 Std.) nach Aguas Calientes, unserem Ausgangspunkt für Machu Picchu am nächsten Tag.
Am frühen Morgen fahren wir mit dem Bus über Serpentinen durch dichten Wald hinauf nach Machu Picchu (ca. 30 min.). Den ganzen Vormittag besichtigen wir ausführlich und unter sachkundiger Führung die mysteriöse Urwaldstadt Machu Picchu. Die UNESCO hat die Ruinenanlage 1983 zum Kultur- und Naturerbe der Menschheit ernannt. Der Anblick auf die inmitten einer wilden Gebirgslandschaft liegenden Ruinen ist überwältigend. Lange nach dem Einfall der Spanier, erst im Jahre 1911, wurde Machu Picchu von Hiram Bingham entdeckt und freigelegt. Nachmittags bringt uns der Bus wieder nach Aguas Calientes. Von hier aus fahren wir mit dem Zug (ca. 2 Std.) nach Ollantaytambo und von dort weiter nach Cusco.
Heute brechen wir auf zu unserem nächsten Ziel, dem sagenumwobenen Titicaca-See. Er ist mit seiner Höhenlage auf 3.800 m der höchstgelegene schiffbare See der Welt und der größte See Südamerikas. Über die weite andine Landschaft des Altiplanos fahren wir nach Puno. Wir nutzen dazu einen der hochwertigen, komfortablen, öffentlichen Touristenbusse. Auf dem Weg legen wir verschiedene Stopps ein, um weitere wichtige Stätten der Inka kennenzulernen. Abends erreichen wir Puno, die größte Stadt direkt am Titicaca-See gelegen. Willkommen am "Andenmeer"!
Wir nehmen Abschied von Peru und freuen uns auf die gewaltigen Naturschönheiten die Bolivien zu bieten hat. Entlang der Westseite des Titicaca-Sees fahren wir vorbei an den Städten Chucuito, Juli und Pomata, um schließlich bei Kasani die Grenze nach Bolivien zu überqueren. Kurz darauf erreichen wir den idyllisch am See gelegenen Wallfahrtsort Copacabana. Mit dem Boot setzen wir in ca. einer Stunde auf die Sonneninsel über. Nach einem Mittagessen mit lokalen Spezialitäten spazieren wir von der Anlegestelle (ca. 3.800 m) ca. 45 Minuten bergauf zu unserer heutigen Unterkunft: Der Ecolodge La Estancia. Auf ca. 4.000 m genießen wir die Ruhe und Mystik, die uns dieses wunderschöne Fleckchen Erde zu bieten hat. Immer im Blick: Die Cordillera Real - die Vorfreude auf das bevorstehende Trekking steigt.
Am Vormittag fahren wir zur wohl bedeutendsten Inka-Ruine der Insel: La Chincana. Unsere Reiseleitung erklärt uns den Komplex und mit etwas Fantasie können wir uns vorstellen, wie hier, der Schöpfungslegende nach, der erste Inka Manco Capac und seine Schwester-Gattin Mama Ocllo vom Sonnengott zur Erde geschickt wurden, um eine Stadt für die Inka zu finden und zu gründen. Wir wandern durch die herrliche Landschaft, bis wir den "Heiligen Stein" erreichen. Von hier aus sind es weitere drei Stunden, bis wir wieder an der Lodge ankommen, wo bereits ein für diese Region typisches "Huatia" (Erdofen-Essen) auf uns wartet. Der Nachmittag steht uns zur freien Verfügung. Am besten lassen wir einfach die Seele baumeln und genießen die besondere Stimmung der Insel.
Nach dem Frühstück statten wir dem Dorf Yumani einen Besuch ab und wandern hinunter zur Bucht, von wo aus wir per Boot in ca. einer Stunde zurück nach Copacabana gelangen. Hier besichtigen wir die Basilika von Copacabana. Diese beherbergt in einer kleinen Kapelle die Skulptur der berühmten Virgen Morena (dunklen Jungfrau). Danach fahren wir nach Llamas (4.300 m) und weiter zum Tuni-See, dem Ausgangspunkt unseres Trekkings in der Königskordillere. Gepäck, das wir während des Trekkings nicht benötigen, geben wir unserem Fahrer mit nach La Paz. Nachdem die Tragtiere beladen sind, starten wir zur ersten Etappe. Es geht relativ eben am Stausee vorbei, dann verläuft der Weg hinauf zur Laguna Chiar Khota. Hier auf 4.650 m Höhe schlagen wir für zwei Nächte unser Zeltlager am Ufer der Lagune auf. Eindrucksvoll sind die zahlreichen Gletscherberge, die spaltenreich und deshalb nur schwer zu bezwingen sind.
Heute wartet ein besonderes Erlebnis auf uns: die Besteigung des Cerro Negro (5.320 m). Im Gegensatz zu seinen Nachbarn ist unser heutiges Ziel unvergletschert. Klares Wetter belohnt Gipfelstürmer mit einem Panoramablick über die gesamte Bergkette, das Altiplano und den Titicacasee. Der steile Aufstieg führt über loses Gestein und eventuell Altschnee zu einem 5.100 m hohen Vorgipfel mit grandioser Aussicht, bevor der Hauptgipfel erreicht wird. Wer den Gipfel nicht besteigen möchte, kann einen Wanderausflug vom Lager aus entlang der blauen Lagunen und bis in die Nähe der Gletscherregion unternehmen.
Unsere Tagesetappe hält heute zwei anstrengende Pässe für uns bereit. Haben wir den ersten auf ca. 4.950 m erreicht, steigen wir zunächst auf ca. 4.630 m ab – und anschließend zum zweiten wieder auf ungefähr 4.800 m auf. Die heutige Trekkingetappe ist sicherlich die anspruchsvollste und anstrengendste. Durch ein wildes, einsames Tal gelangen wir zur türkis schimmernden Laguna Lliviñosa (ca. 4.250 m) und kommen dem eindrucksvollen Gipfel des Sechstausenders Huayna Potosi immer näher. Die vielen Höhenmeter im Abstieg verteilen sich auf mehrere, nur selten etwas steilere Passagen. Schließlich erreichen wir unseren Lagerplatz im Tal von Ancohuma (ca. 3.850 m).
Von unserem Lagerplatz wandern wir bis zur Ortschaft Chacapampa, wo unser Trekking in der Cordillera Real endet. Wir verabschieden uns von unserer Trekkingmannschaft und unseren tierischen Begleitern, unsere Fahrzeuge warten bereits. In vielen steilen Kehren windet sich die Schotterstraße bergauf bis zum Zongo-Pass auf 4.700 m. Unser Fahrer bringt uns zu unserem Hotel in La Paz. Die höchstgelegene Großstadt der Erde liegt in einem tiefen Talkessel auf circa 3.700 m, aber das Häusermeer zieht sich von 3.100 m bis auf 4.000 m Höhe hinauf. Im Südosten thront in der Ferne der 6.460 m hohe, schneebedeckte Hausberg Illimani. Den Nachmittag haben wir zur freien Verfügung. Es empfiehlt sich eine fakultative Stadtbesichtigung mit einem "lustra bota" (auf Deutsch: Schuhputzer). Eine solche Städtetour vermittelt besondere Eindrücke dieser einzigartigen Stadt. Mit einer der vielen Telefericos (Seilbahnen) bewegen wir uns durch die pulsierende Stadt und besuchen verschiedenen Märkte, der exotischste vermutlich der berühmte Hexenmarkt der Stadt.
Transfer zum Flughafen und Rückflug.
Wieder zurück in der Heimat.
In den Städten übernachten wir in Mittelklassehotels. Auf der Sonneninsel sind wir in Cottages der Ecolodge La Estancia untergebracht. Alle Zimmer verfügen über ein Badezimmer. Während der Trekkings übernachten wir in 2-Personen-Zelten. Isomatten werden gestellt, Schlafsäcke können vor Ort gegen Gebühr (ca. 11 US-$ pro Tag) geliehen werden. Der Einzelzimmerzuschlag versteht sich inkl. Einzelzeltzuschlag. Zusätzlich werden in den Camps ein Küchenzelt, ein Messezelt und ein Toilettenzelt aufgestellt (bei einer Kleingruppe werden Küchen- und Messezelt in einem Zelt vereint). Auf dem Condoriri Trek steht auf den Campingplätzen eine Hütte zum Aufenthalt während der Mahlzeiten zur Verfügung. Grundsätzlich wird der Standort der Camps immer so gewählt, dass fließendes Wasser an einem Wasserlauf oder durch Nähe zu einer Siedlung zur Verfügung steht. Morgens und nach Erreichen des Tagesziels wird als Waschgelegenheit eine Schüssel mit warmem Wasser gereicht.
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist TourCert-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
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