Anreise
Flug nach Tokyo.

Auf dem Nakasendo - Trail und historischen HandelswegenZwischen ursprünglicher Bergwelt, jahrhundertealten Pilgerwegen und pulsierenden Metropolen entdecken wir auf dieser Reise die faszinierenden Gegensätze Japans. Wir wandern durch duftende Zedernwälder und rauschende Bambushaine, wir folgen alten Pilgerpfaden und traditionellen Handelswegen und steigen auf den aussichtsreichen Gipfel des Karamatsu-Dake. Auf dem "Ikemeguri-Nature-Trail" in der Shiga-Hochebene folgen wir den vom Herbstlaub gefärbten Alleen, auf der historischen Salzstraße "Shio No Michi" den zahlreichen Buddha-Skulpturen und auf dem "Nakasendo-Trail" den Spuren der Samurai durch die Berge. In Matsumoto besuchen wir die imposante Krähenburg, in Magome das historische Teehaus und in Takayama die Sake-Brauereien in der Altstadt. Neben den verschlafenen Dörfern des Hinterlandes erleben wir in den Städten den vollen Kontrast: Der Geist der alten Zeit flattert noch immer durch die buddhistischen Tempel und Shinto-Schreine von Kyoto, die Moderne strahlt uns in den futuristischen Gebäuden und knalligen Leuchtreklamen von Tokyo entgegen. Wir lernen Gesichter Japans kennen, genießen Einblicke in tief verwurzelte Traditionen und Ausblicke auf die Technik der Zukunft. Und dabei verfallen wir ganz sicher dem Charme der Gegensätze.

Flug nach Tokyo.
Willkommen in der Megacity! Wolkenkratzer und Tempelanlagen, Leuchtreklame und Zen-Kultur - die Stadt hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Wir fahren mit dem Zug in die Stadt und beziehen unser Hotel im Asakusa-Viertel. Anschließend unternehmen wir einen ersten Bummel durch das charmante Asakusa und besuchen den Asakusa-Kannon-Tempel - das meistbesuchte Heiligtum der Tokyoter. Und auch abends stürzen wir uns ins quirlige Treiben – bei einem ersten Abendessen lernen wir die Vielfalt der japanischen Kulinarik kennen.
Von der Tradition in die Moderne schweifen? Kein Problem. Wir besuchen den Tokyo Skytree (643 m) und genießen den atemberaubenden Blick auf das endlose Häusermeer, bei klarer Sicht sogar die Schneekappe des Fuji. Danach geht es in Ameyoko-Cho, die lebhafte Einkaufsmeile der Stadt. Anschließend fahren wir auf die andere Seite der Stadt zum berühmtesten Schrein Tokyos: dem Meiji-Schrein. Umgeben von einem dichten Wald, ist der Schrein dem Kaiser Meiji und seiner Frau, Kaiserin Shoken, gewidmet. Ein Spaziergang durch die riesigen Torii-Tore und entlang der schattigen Pfade lässt uns den hektischen Trubel der Stadt vergessen und in die spirituelle Atmosphäre eintauchen. Von dort aus geht es weiter nach Harajuku, dem Mekka der Jugendkultur und Mode. Wir schlendern durch Harajuku und die berühmte Takeshita-Straße, die mit bunten Boutiquen, ausgefallenen Cafés und trendigen Accessoires gefüllt ist. Das Herzstück Tokyos ist die weltberühmte Shibuya-Kreuzung, wo sich täglich Tausende von Menschen tummeln. Ein Muss ist auch die Statue des treuen Hundes Hachiko, ein beliebter Treffpunkt und Fotomotiv.
Wir reisen mit leichtem Gepäck, unser Hauptgepäck wird nach Yamanouchi transportiert. Daher packen wir alles in den Tagesrucksack, was wir für die folgende Nacht benötigen. Eine Fahrt mit dem Schnellzug Shinkansen ist ein Erlebnis. Er ist nicht nur super schnell und super pünktlich, sondern auch super präzise - er hält zentimetergenau am Bahnsteig. In Windeseile erreichen wir die Stadt Nagano, mitten in den Japanischen Alpen. Wir steigen um in den "normalen Zug" und gleiten durch die Berglandschaft bis nach Obuse. Wie entsteht aus Wasser, Reis und Edelschimmel das japanische Nationalgetränk? Wir finden es heraus - beim Besuch der Sake-Brauerei! Nachdem wir uns schon der Braukunst gewidmet haben, bleiben wir künstlerisch und besuchen das Museum des Künstlers Hokusai, der vor allem durch seine bunten Ukiyo-e-Holzschnitte bekannt wurde. Wir steigen noch einmal in den Zug und erreichen am späten Nachmittag Yamanouchi, eine kleine Stadt in den Bergen. Wir beziehen unsere Zimmer für die folgenden Nächte und lassen den Tag beim gemeinsamen Abendessen im Ryokan gemütlich ausklingen.
Nach dem Frühstück schnüren wir heute zum ersten Mal unsere Wanderschuhe. Der Bus bringt uns in den Shiga-Naturpark, wo wir dem Ikemeguri-Nature-Trail folgen. Der Weg führt uns durch eine wunderschöne Naturlandschaft, vorbei an Seen, Teichen und Sümpfen. Dichte Wälder bedecken die Berge und das bunte Laub der Bäume sorgt für eine herrliche Herbststimmung. Wir steigen auf zum Gipfel des Mount Shigayama (2.040 m) und genießen unser Mittagspicknick. Anschließend wandern wir weiter bis nach Maruike, von wo uns der Bus zurück nach Yamanouchi bringt - wie wäre es mit einem Bad im Onsen vor dem Abendessen?
Wir fahren mit dem Bus in den Nationalpark Shiga Kogen. Die Berglandschaft ist vor allem für den Wintersport bekannt, die Hochebene lädt aber auch zum Wandern ein. Wir folgen einem Rundwanderweg und fahren dann weiter in den Jigokudani-Nationalpark. Die schweren Schneefälle, die Kälte des Winters und die abweisend steilen Berghänge sind eigentlich kein Paradies für Affen - wären da nicht die verlockenden heißen Quellen. Aus dem Boden des ,,Höllentals" sprudelt das warme Wasser und lockt die japanischen Rotgesichtsmakaken jeden Morgen zum Outdoor-Bad. Wir beobachten die Affen in den Wasserbecken- Kameras griffbereit! Am frühen Nachmittag wandern wir zu unserer Unterkunft und können auch selbst nochmal ein heißes Bad im Onsen nehmen.
Auf nach Hakuba! Der Bus bringt uns auf dem Olympia-Highway in einen der schönsten Orte in den Japanischen Alpen: Hakuba ist im Sommer ein wahres Paradies für Bergwanderer, aber im Herbst auch nicht weniger schön - nur weniger besucht. Wir beziehen unsere kleine Pension, schauen uns im Dorf um und suchen uns ein gemütliches Restaurant zur Mittagszeit. Am Nachmittag schultern wir unseren Rucksack: Die historische Salzstraße "Shio No Michi" führt uns bis nach Ohmachi, der Weg gesäumt von Buddha- und Kannon-Skulpturen.
Heute geht es zur Talstation der Gondel Hakuba Hapo und hinauf auf 1.830 Meter. Von dort steigen wir auf zum Happo-Ike-See. Nach einer kurzen Pause gehen wir weiter - zunächst auf einem breiten Weg, später zunehmend steiler. Nach einigen felsigen Abschnitten erreichen wir schließlich den Gipfel des Karamatsu-Dake (2.696 m). Vor uns eröffnet sich das Panorama der Japanischen Alpen, wir blicken hinunter in die Täler und bis zum Japanischen Meer. Bei guter Sicht entdecken wir im Osten die weiße Spitze des Fuji. Wir wandern zurück nach Hakuba und, wer möchte, kann noch einmal im Onsen baden.
Der Zug bringt uns mit dem Gepäck für heute nach Matsumoto, unser Hauptgepäck wird schon nach Magome transportiert. Daher packen wir alles in den Tagesrucksack, was wir für die folgende Nacht benötigen und machen uns mit leichtem Gepäck auf den Weg. Gleich nach unserer Ankunft in Matsumoto steht das Wahrzeichen der Stadt, die eindrucksvolle Burg auf dem Programm. Nachdem wir alle Geheimnisse der Burg gelüftet haben machen wir uns auf den Weg in die historische Altstadt und mischen uns unters Volk! In den alten Holzgebäuden locken kleine Lokale zur Mittagszeit, in den Geschäften finden wir hübsche Souvenirs für zu Hause. Wir genießen die Atmosphäre der Burgstadt, in der sich Mittelalter und Moderne auf charmante Weise treffen.
Nach dem Frühstück steigen wir wieder in den Zug. Wir gleiten durch das Kiso-Tal und bewundern die Japanischen Alpen um uns, bis wir das historische Dorf Narai erreichen. Wir schnüren unserer Wanderschuhe und folgen dem Nakasendo, dem "Wanderweg durch die Berge". Wir suchen uns einen Platz mit Aussicht zur Mittagszeit, bevor wir dem Weg bis Yabuhara weiter folgen. Dort steigen wir wieder in den Zug, der uns nach Nagiso bringt. Von hier ist es nur noch ein kurzes Stück mit dem Bus nach Magome, wo unser Hauptgepäck bereits im Ryokan auf uns wartet. Wir sitzen am Abend gemütlich zusammen und tauchen weiter ein in die Geschichte des Landes.
Noch einmal lockt uns der Nakasendo! Der Weg führt von Magome durch kleine Dörfer, vorbei an tiefgrünen Reisfeldern und rauschenden Wasserfällen. Durch schöne Mischwälder erreichen wir den Magome-Pass und legen im historischen Teehaus eine Pause ein. Dann geht es weiter bis nach Nagiso, wo wir den Bus zurück nach Magome nehmen. Am Nachmittag bleibt noch Zeit, um durch die Gassen des Dorfes zu bummeln. Wir essen auch heute Abend im Ryokan - häufig werden im Hinterland noch Spezialitäten aus wild wachsendem ,,Berggemüse" serviert!
Wir fahren weiter mit dem Bus in die Bergstadt Takayama. Die Stadt ist für ihre historischen Gebäude bekannt, aber noch eindrucksvoller ist das Panorama des Hida-Gebirges. Die gezackten Gipfel der Bergketten ragen 3.000 Meter in den Himmel und bilden einen eindrucksvollen Rahmen. Wir beziehen unser Hotel und machen uns dann auf den Weg in die Altstadt. Wir schlendern durch die Gassen und werfen einen Blick in die Antiquitäten- und Kunsthandwerks-Geschäfte.
Wir reisen mit leichtem Gepäck, unser Hauptgepäck wird nach Kanazawa transportiert. Daher packen wir alles in den Tagesrucksack, was wir für die folgende Nacht benötigen und bummeln zunächst über den Morgenmarkt von Takayama und bewundern die unzähligen regionalen Produkte. Dann geht es mit dem öffentlichen Bus durch die Berge bis in die Region Shirakawa-go. Im gleichnamigen Dorf beziehen wir unsere gemütliche, traditionelle Unterkunft - die kleinen strohgedeckten Bauernhäuser der Region wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und das nicht ohne Grund. Nirgendwo sonst lässt sich das alte Landleben in Japan eindrucksvoller erleben als hier und wir nehmen uns Zeit, durch das grüne Tal zu wandern. Am Abend essen wir gemeinsam in unserem Minshuku.
Am Vormittag geht es mit dem Bus über die bergige Nordlandroute "Hokurikudo" zur alten Burgstadt Kanazawa. Wir beziehen unsere Zimmer und machen uns dann auf den Weg in den Kenrokuen, einen der schönsten Landschaftsgärten Japans. Ob er dieses Prädikat zurecht verdient? Wir machen uns selbst ein Bild. Von Schilfgras umrahmte Teiche, plätschernde Wasserläufe, Kirschbäume, Kiefern und Steinlaternen bilden eine eindrucksvolle Kulisse. Nachdem wir uns ausgiebig umgesehen haben, zieht es uns in die Altstadt von Kanazawa, genauer in das ehemalige Geisha-Viertel "Higashi-chaya-machi" - mit den altmodischen Straßenlaternen und den dunkel gestrichenen Holzhäusern fast wie ein Sprung in vergangene Zeiten.
Nach dem Frühstück geht es mit dem Express-Zug entlang der rauen Küste bis in die Präfektur Fukui. Zunächst fahren wir zum Hotel, dann geht es in den Tempel Eihei-ji! Die vielen Holzgebäude des Eihei-ji wurden malerisch in einen Berghang hineingebaut und sind mit Korridoren und Treppen untereinander verbunden. Eingerahmt wird die Anlage von einem Zedernwald. Wir besichtigen ein paar der Gebäude und plaudern mit den Mönchen. Wer möchte, kann an einem Gottesdienst teilnehmen., Hinweis: Ihr Hauptgepäck wird heute Morgen von Kanazawa nach Kyoto verschickt. Packen Sie daher Ihren Tagesrucksack entsprechend für die Übernachtung in Fukui.
Von Fukui geht es vormittags mit der Bahn entlang des Biwa-Sees nach Kyoto. Wir deponieren unser Gepäck im Hotel, bevor wir uns auf den Weg zum Ginkaku-ji-Tempel machen, dem Tempel des "Silbernen Pavillons". Wir haben ausreichend Zeit, uns das Tempelareal anzuschauen, bevor wir uns auf den von Kirschbäumen gesäumten "Philosophenweg" begeben. Wir wandern entlang des malerischen Kanals und lassen unsere Gedanken kreisen. Anschließend bringt uns eine kurze Busfahrt zum Kiyoumizu-Tempel, der uns ein weiteres Stück Geschichte offenbart. Insgesamt liegen hunderte buddhistische Tempel und Shinto-Schreine in der Stadt verstreut, manche so klein wie eine Telefonzelle, andere prachtvoll in Zen-Gärten eingebettet. Einige der schönsten heiligen Stätten befinden sich hier in der bewaldeten Hügellandschaft. Durch diverse Gässchen gelangen wir zum Yasaka-Schrein und schließlich durch die Altstadt ins Geisha-Viertel Gion. Wir sehen auch die die Sanjo-Brücke, die das westliche Ende der Nakasendo-Straße darstellt.
Gleich am Morgen verlassen wir die Stadt. Wir fahren mit dem Zug nach Otsu am Biwa-See. Von dort steigen wir in die Seilbahn, die uns zur Hieizan-Sakamoto-Station bringt. Nun geht es zu Fuß weiter. Bevor wir aber in die tiefen Wäldern eintauchen widmen wir uns dem Tendai-Buddhismus. Wir besuchen den Enryaku-ji, einer der bedeutendsten Tempel Japans. Wir erfahren, was es mit den Marathon-Mönchen auf sich hat und ob man tatsächlich 1000 Tage meditieren kann. Nach dem ausgiebigen Rundgang wandern wir durch den herbstlichen Laubwald auf den Mount Hiei (838 m) um die Aussicht zu genießen. Von dort ist es nicht weit bis zur Seilbahn, die uns wieder hinab bringt. Am späten Nachmittag bringt uns die Bahn zurück nach Kyoto.
Heute verbringen wir den ganzen Tag in Kyoto. Ein Linienbus bringt uns nach Westen, wo wir zunächst den Ryōan-ji-Tempel besuchen. Nicht nur das Gebäude ist weltberühmt, sondern auch der Zen-Garten, der natürliche Felsblöcke kunstvoll in feinem Sand präsentiert. Wir nehmen uns ausgiebig Zeit für die Anlage, bevor wir mit dem Bus zum Kinkaku-ji-Tempel fahren. Warum er der ,,Goldene Pavillon" ist wird schnell klar - sogar im Gartenteich spiegelt sich die goldene Fassade. Den Nachmittag verbringen wir ganz nach Lust und Laune in der Innenstadt - Zeit für eigene Entdeckungen.
Transfer mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Osaka und Flug von Osaka zurück in die Heimat.
Wir übernachten in Hotels der Mittelklasse. Alle Zimmer sind komfortabel eingerichtet und verfügen über ein Badezimmer, aber sie sind klein und wirken eng für europäischen Standard (ca. 15 m²). Die Doppelbetten sind maximal 1,40 m breit. Die Einrichtung in traditionellen Unterkünften, den sogenannten Ryokans, sowie den Pensionen ist schlicht, aber geschmackvoll. Alle Zimmer in den Ryokans sowie in einem Teil der Pensionen sind Doppelzimmer (Einzelbelegung leider nicht immer möglich) und sind mit Strohmatten (Tatami) ausgelegt, auf denen für die Nachtruhe Futons ausgebreitet werden. Hinter den Schiebewänden liegt häufig ein japanischer Garten. Die Baderäume im japanischen Stil (Ofuro) sind häufig auf dem Flur und werden gemeinschaftlich, nach Geschlechtern getrennt, genutzt. Das Betreten mit Schuhen ist untersagt. Pantoffeln sowie ein Baumwoll-Kimono (Yukata) für den Weg zum Gemeinschaftsbad werden bereitgestellt. In Shirakawa-go sind wir in zwei Minshuku untergebracht. Die traditionellen japanischen Gästehäuser sind nur wenige Meter voneinander entfernt und mit einfachen, aber zweckmäßigen Zimmern und Gemeinschaftsbad ausgestattet. In den Bergen übernachten wir in familiären Pensionen, die ebenfalls "typisch" Japanisch eingerichtet sind. Teilweise gibt es nur Schiebetüren zwischen den Zimmern, die Badezimmer werden gemeinschaftlich genutzt. Im Hotel in Kanazawa gibt es keine Doppelzimmer mit Doppelbett. Hier befinden sich zwei Betten in einem Zimmer, die auf Wunsch zusammengeschoben werden können.
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist TourCert-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
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