Anreise
Flug nach Marrakesch. Wir werden von unserer Reiseleitung erwartet und fahren zu unserem traditionellen Riad.

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Termine für 2027Trekkingreise mit anspruchsvoller Überschreitung des Hohen AtlasWir wandern auf wenig begangenen Pfaden durch terrakottafarbene Berberdörfer und begegnen Nomaden und ihren Schafherden auf den Hochweiden. Der Blick auf den ersten Viertausender eröffnet sich, der einsame Jebel Iferouane hat es mit 4.001 m gerade so in die Reihe der Viertausender geschafft. Wie ein smaragdfarbenes Juwel ruht der Ifni-See inmitten der wilden Gebirgskulisse und lädt zu einem erfrischenden Bad nach der Wanderung ein. Bis wir zum krönenden Abschluss den Toubkal-Nationalpark erreichen, sind wir bereits gut akklimatisiert. Nun können wir den Toubkal (4.167 m), sowie den Ouanoukrim mit seinem Doppelgipfel Timesguida (4.089 m) und Ras Ouanoukrim (4.070 m) besteigen. Es besteht die Möglichkeit bis zu vier 4.000er in Angriff zu nehmen. Zwischen Gipfel und Alternativroute können wir jeweils kurzfristig nach Lust und Laune wählen. Schon die Trekkingroute ohne diese Gipfel bietet Landschaftsgenießern eine lohnende Durchquerung des Hohen Atlas. Nach ausgefüllten Wandertagen genießen wir schöne Lagerplätze inmitten der Natur des Hohen Atlas und die kulinarischen Zauberkünste unseres Trekking-Kochs. Nach unserem 10-tägigen Trekking ist das bunte Treiben der Königsstadt Marrakech ein eindrucksvoller Kontrast zur Abgeschiedenheit der Bergwelt. Wir schlendern durch die verwinkelte Medina der rosaroten Stadt, bevor wir die Reise am Abend bei marokkanischer Küche in einem ehemaligen Palast feierlich ausklingen lassen.

Flug nach Marrakesch. Wir werden von unserer Reiseleitung erwartet und fahren zu unserem traditionellen Riad.
Nach unserem Frühstück besichtigen wir zu Fuß die Medina von Marrakesch, die seit vielen Jahren UNESCO-Weltkulturerbe ist. Wir kommen an der Koutoubia-Moschee vorbei, mit dem 77 m hohen Minarett, Wahrzeichen der Stadt. Wir bestaunen das Tor Bab Agnaou, ein monumentales Stadttor und besuchen die nahe gelegenen, reich ornamentierten Sultans-Gräber der Saadier-Dynastie. Wir besichtigen den mit Mosaiken verzierten Bahia-Palast mit seinem idyllischen Innenhof. Kleine Gassen mit Werkstätten und Kunsthandwerkläden führen zur Medersa Ben Youssef. Ein verschwenderisch mit Stuck und Mosaikfließen verzierter Innenhof bildet den Mittelpunkt der über 400 Jahre alten Koranschule. Nachmittags fahren wir mit einem Kleinbus Richtung Süden ins Atlas-Gebirge. Schließlich erreichen wir das Dorf Arba Tighedouine (ca. 800 m). Wir fahren auf einer neu asphaltierten Straße ins Zat-Tal hinein und erreichen unser erstes Camp bei Azgour (1.150 m), wo wir unsere Begleitmannschaft und die Mulis treffen.
Heute beginnen wir unser 10-tägiges Trekking. Nach dem Frühstück wandern wir los und verlassen das Zat-Tal kurz vor dem Dorf Ait Slimane. Mediterran anmutende Pflanzen wie Steineichen, aber auch Bergpalmen wachsen an den Hängen, auf denen wir bergauf gehen. Nach der Hälfte der heutigen Etappe prägt rote Erde sowohl die Umgebung als auch die kubischen Flachbauten des Dorfes Ouarzast (2.000 m), das den Beginn des weitläufigen Yagour-Plateaus markiert. Wir wandern über die Sommerweiden der Hirten, die hier in einfachen Steinhäuschen leben. Im Frühsommer strahlt die Hochebene saftig-grün, im Spätsommer leuchten die Gräser goldgelb vor den Bergen. Prähistorische Felsgravuren zeugen von einer sehr frühen Besiedlung: Spiralen und geometrische Muster könnten kultische Bedeutung gehabt haben. Wir steigen am Rand des Plateaus ein kleines Stück ab und erreichen unseren Lagerplatz (2.195 m) an einem kleinen Wasserlauf. Wer die Gegend noch etwas erkunden möchte, kann weiter abwärts kleine Wasserfälle entdecken.
Am Morgen folgen wir dem Tal und wandern oberhalb einer tief eingeschnittenen Schlucht. Mit etwas Glück beobachten wir, wie die Schäfer ihre Schafe und Ziegen aus den mit Steinen gesicherten Nischen in den bizarren Felswänden holen und hinaus auf die Weiden treiben. Über den Pass Tizi n'Igrane (2.000 m) steigen wir durch von Bergpalmen bewachsene Hänge ins Tal ab. Die fächerartigen Blätter dieser niedrigen Palmen prägen die Landschaft. Über eine Hängebrücke queren wir den Bach des Ourika-Tals und erreichen Setti Fatima, einen beliebten Ausflugs- und Pilgerort. Nach einer weiteren halben Stunde gelangen wir zu unserem Camp bei Walnussbäumen am Eingang der Ait-Boulmane-Schluchten (1.480 m).
Schon in der Morgendämmerung starten wir. Ausgerüstet mit Stirnlampen und Wassersandalen oder Turnschuhen wandern wir im erst breiten Bachbett, das dann zu einer immer engeren Schlucht wird. Zwischen unzähligen alten Walnussbäumen plätschert der Bach und wir queren ihn des Öfteren zwischen großen Granitfelsen. Mit etwas Glück können wir im Tal die hier lebenden Berberaffen entdecken. Sie sind eher scheu, können aber in größeren Familien auftreten.Wir steigen wieder in unsere Bergschuhe und wandern aus dem Tal hinaus bergauf bis Tamatert (1.900 m). Riesige, mehrere Hundert Jahre alte, sehr gepflegte Terrassenfelder umgeben die Lehmhäuser des Dorfes. Wir überqueren Bergpässe, rasten in einem großen, von Wasserläufen durchzogenen Wald aus Walnussbäumen und steigen zwischen alten Wacholderbäumen einen Serpentinenweg hinauf. Vom Tizi n'Amanal (2.400 m) genießen wir den Rundblick in die abgelegene Bergwelt. Wir erahnen, was diese Lage für das tief unter uns liegende, von grünen Terrassenfeldern umgebene Dorf Amanzal bedeutet. Sehr einsam, fern jeglicher Straßen gelegen, hat es weder Strom noch Telefonanschluss. Immer einsamer wird es, wenn wir dem schönen Bachlauf stetig bergauf folgen. Nach einem anstrengenden Tag erreichen wir unseren Lagerplatz bei Granitfelsen (2.550 m), am Fuß des Tizi n'Boukchoud.
Wir beginnen früh mit dem Aufstieg zu unserem ersten Viertausender. Im Morgenlicht erreichen wir den Pass Tizi Tougrou Oudad (3.260 m), wo kissenförmige Pflanzen und kleinwüchsige Disteln die karge Landschaft prägen. Der folgende, teils weglose Aufstieg führt über Blockgestein und kleinere Vorgipfel bis zum Djebel Iferouane, dem Hauptgipfel des Adrar n'Dern. Von hier genießen wir einen weiten Rundumblick bis zum Toubkal- und Siroua-Massiv. Beim Abstieg verlieren wir rasch an Höhe und wandern durch eine beeindruckende Mondlandschaft mit farbenprächtigen Berghängen in Orange-, Lila-, Rot- und Ockertönen. Nach einer Rast folgen wir einem Tal bergab, vorbei an mannshohen Disteln mit violetten Blüten, bis wir unser Lager (2.950 m) an einer Wiese mit kleinem Bach erreichen. Der Nachmittag steht zur Erholung frei. Wer den Gipfel auslassen möchte, kann mit den Mulitreibern direkt zum Camp gehen (Gehzeit ca. 4 Std.).
Morgens steigen wir bergauf zum Tizi n'Boukchoud (2.976 m) und nach einem kleinen Zwischenabstieg zum zweiten Pass, Tizi n'Taroutourte (3.080 m). Von hier oben haben wir eine einmalige Aussicht zum Toubkal und in die umliegende Bergwelt des zentralen Hohen Atlas. Durch karge Landschaft steigen wir auf einem Geröllpfad in ständigem Zickzack bergab. Mittags erreichen wir eine Gegend mit mehr Grün, unser Wanderweg führt durch kleine Dörfer, Terrassenfelder und die Weiden der Schäfer. Einziges Transportmittel in dieser Region sind Esel oder Mulis. Wir legen noch einige Höhenmeter zurück und schlagen unser kleines Hochlager (ca. 2.900 m) inmitten der Berglandschaft auf. Die Übernachtung auf dieser Höhe erleichtert die Etappen der kommenden Tage.
Von unserem Lager gehen wir ein kurzes Stück bergauf zum Aourai-Pass (3.050 m). Danach wandern wir über eher karge, kuppelförmige Berge in leichtem Auf und Ab weiter. Der eher steinige Boden ist mit Blütenpflanzen übersät, die sich den ariden klimatischen Bedingungen angepasst haben. Wie kleine Polsterkissen wachsen die unscheinbaren Pflanzen und tragen selbst im Spätsommer noch viele, kleine Blüten oder sternförmige Distelblüten. Beim Wandern schweift der Blick über die weite, wüstenartige Landschaft hinunter in die Täler, durch die sich, wie ein grünes Band, die Terrassengärten der Dörfer ziehen. Schließlich erreichen wir das kleine Dorf Amsouzart (1.740 m), wo sich unsere Herberge für die heutige Nacht befindet. Nachmittags können wir uns im Dorf-Café bei Kaffee, Minztee oder frisch gepresstem Orangensaft die Zeit vertreiben oder die umgebenden Dörfer und eine Wassermühle entdecken.
Heute wandern wir durch verschiedene Dörfer, sehen schöne, kleine Moscheen, Lehmbauhäuser und je nach Jahreszeit vom grünen Hang herunterplätschernde Wasserfälle. Dann wird das Gelände immer steiniger. Wir gehen bergauf zu einem Pass (2.400 m) und befinden uns bereits in der weitläufigen Schutzzone des Toubkal-Nationalparks. Vom Pass aus erblicken wir schon den smaragdgrünen Lac d'Ifni, der in eine bizarre Hochgebirgsszenerie eingebettet ist. Unser Weg führt uns um sein Ufer herum bis zu unserem heutigen Camp (2.300 m) direkt am See. Am Nachmittag können wir uns erholen.
Bei beginnender Morgendämmerung machen wir uns auf den Weg aufwärts durch die Ouanoums-Schlucht bis zum gleichnamigen Pass (3.684 m), den wir nach etwa fünf Stunden erreichen. Von hier haben wir eine fantastische Aussicht auf das zurückliegende Trekkinggebiet sowie auf den Ifni-See einerseits und die Viertausender der Toubkal-Region andererseits. Auf einem steilen Serpentinenweg steigen wir ab und erreichen das Hochtal, das uns schließlich zum Toubkal Basecamp (3.200 m) führt. Wir zelten zwei Nächte unweit der Neltner-Hütte. Die viel begangene Hütte ist zwar nur mit dem Nötigsten eingerichtet, aber wir haben die Möglichkeit, die dortigen Sanitäranlagen zu nutzen und gegen Gebühr heiß zu duschen.
Sehr früh am Morgen beginnt der Aufstieg zu unserem zweiten Viertausender, dem höchsten Berg Nordafrikas, dem Djebel Toubkal. Obwohl die Besteigung technisch keine besonderen Schwierigkeiten aufweist, benötigen wir vor allem Ausdauer und Trittsicherheit. Der Lohn für unsere Mühe ist die Aussicht auf das gesamte Toubkal- und das Siroua-Massiv. An klaren Tagen reicht der Blick sogar bis Marrakech. Zu einem späten Mittagessen sind wir wieder am Toubkal Basecamp und werden von unserem Trekkingkoch verwöhnt. Der Nachmittag dient der Erholung.
Heute gibt es mehrere Optionen – je nach Wunsch und Gipfelambition! Für Wanderer mit sehr guter Kondition und sehr gutem Durchhaltevermögen ist das volle Programm (A+B+C) machbar. Sie können sich vormittags alternativ auch ausruhen und nur den Abstieg (C, siehe Gehzeit und Höhenmeter dieses Tages) wählen, oder die Kombination aus A+C planen.(A)Noch bei Dunkelheit oder im ersten Morgenlicht steigen wir talaufwärts und erreichen nach spätestens zwei Stunden den Pass Tizi n'Ougane (3.735 m). Von dort bietet sich eine gute Aussicht auf beide Seiten der Täler und vor allem in die südlichen Bergregionen sowie in Richtung Siroua-Massiv. Wer nur bis hierher mitgehen möchte, kann vom Pass aus den Weg zurück zum Camp wählen.(B)Zwischen verschiedenförmigen, bizarren Felsspitzen gehen wir hinauf. Der Berg flacht dann etwas ab, seine Form erinnert an eine große Kuppel. Der Boden ist komplett mit bläulich-metallisch glänzendem Gestein übersät – eine Reaktion auf die ständige, intensive Sonneneinstrahlung. Der Gipfel des Timesguida n'Ouanakrim (4.089 m) wird wenig begangen, da er neben dem Toubkal oft außer Acht gelassen wird. Dieser Gipfel hat allerdings aufgrund der Einsamkeit, der abwechslungsreichen Route und des herrlichen Fernblicks seine besonderen Reize. Für die Gipfelbesteigung ist erst ein steiler Aufstieg durch Blockgestein und etwas Geröll zu bewältigen. Sicherungstechnik ist nicht notwendig, es gilt jedoch, trittsicher zu sein und die Hände am Fels ab und zu zur Hilfe zu nehmen. Zurück im Camp, werden wir von unserem Koch bereits mit einem warmen, stärkenden Mittagessen erwartet. Wir ruhen uns etwas aus und sind bald wieder fit für den vor uns liegenden Abstieg. (6 Std., 15 km, ↑↓ 900 Hm)(C)Wir verlassen das Toubkal Basecamp und wandern auf einem sehr gut begehbaren, meist breiten Weg das Tal hinunter. Die Aussicht auf die heutige Unterkunft mit heißer Dusche und einer schönen Terrasse lohnt die Anstrengung.
Wir steigen kurz bis zum Ort Imlil ab, von wo die meisten Toubkal-Besteigungen starten. Hier geht es weiter mit unserem Kleinbus, der uns zurück nach Marrakesch bringt. Wir beziehen unser Riad und haben am Nachmittag Möglichkeit die verwinkelten Gassen der Medina in Eigenregie zu durchstreifen und in das bunte Treiben auf dem Hauptplatz, dem Djemaa el Fna, einzutauchen. Hier erwarten uns Gaukler, Schlangenbeschwörer und Märchenerzähler. Die Atmosphäre und das Geschehen sind einzigartig auf der Welt und wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Am Abend treffen wir uns in der Medina zu unserem Abschiedsessen.
Transfer am Morgen zum Flughafen und Rückflug.
Wir übernachten in Marrakech in einem Riad (altes, stilvoll eingerichtetes Wohnhaus mit Atrium in der Mitte, um das die individuell gestalteten Zimmer angeordnet sind) in der Altstadt. Alle Zimmer verfügen über ein Badezimmer. Während des Trekkings schlafen wir für 2 Nächte in einfachen Gästehäusern (Gite d´Etapes) und für 9 Nächte in Zwei-Personen-Zelten (Kuppelzelte). Während der Zeltnächte steht ein Messezelt im Nomadenstil und ein Toilettenzelt zur Verfügung. Bitte achten Sie darauf, dass Sie für die Trekkingnächte immer das gleiche Zelt haben (evtl. mit einer Schnur markieren). Bitte gehen Sie beim Gebrauch mit den Zelten sorgsam um und beachten Sie die Anweisungen und Hinweise Ihrer Reiseleitung und des örtlichen Führers zum Auf- und Abbau, um Beschädigungen der Zelte (Stangen, Schlaufen, Reißverschlüsse, Planen) zu vermeiden. Auch wenn die Begleitmannschaft, je nach Etappe die Zelte bereits aufgebaut haben, wenn Sie am Lager ankommen, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Begleiter dafür nicht zuständig sind. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst auch die neun Zeltübernachtungen und somit alle Nächte.
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist TourCert-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
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