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Versunkener Kirchenturm im Reschensee | © shutterstock.com

Via Claudia Augusta

Länge:
690 km
Höhenmeter:
9.268 hm
Dauer:
12 Tage
Schwierigkeitsgrad:
Level 3Mittel
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Der Weg ist perfekt geeignet für...

Radfahren auf den Spuren der Römer - das kannst du auf der Via Claudia Augusta. Die ehemalige Handelsroute wurde vom römischen Kaiser Claudius zur Alpentransversale ausgebaut und führt dich von Bayern bis nach Norditalien. Der Radweg verbindet den Charme der Alpen mit mediterranem Flair und zeichnet sich durch seine einzigartige Vielfalt aus: weite Ebenen, sanfte Hügel, hohe Gebirgspässe und schmale Täler erwarten dich hier.

DieDie Via Claudia Augusta startet an der Donau und führt dich zu Beginn über flache und einfache Radwege. Die ersten sanften Hügel erwarten dich im Allgäu. In Tirol angekommen sind einige Höhenmeter zu bewältigen. Auf dem Weg vom Reschenpass bis Trento radelst du wieder gemütlich ins Tal hinab, bevor du deine Tour in den letzten Etappen in Richtung Ostiglia auf ebnen Wegen ausklingen lassen kannst.

Die Strecke ist 690 Kilometer lang und teilt sich in 12 Etappen auf. Die Länge der einzelnen Etappen beträgt meist zwischen 50 und 70 Kilometer. Die einzelnen Etappen geben dir genügend Zeit für Pausen und den Besuch der ein oder anderen Sehenswürdigkeit.

Highlights

Ein wahres Highlight dieses Fernradweges ist seine weit zurückreichende Geschichte.

Im Jahr 15 v.u.Z. eroberten die Stiefsöhne des römischen Kaisers Augustus die nicht eroberten Gebiete der Alpen und das nördliche Voralpengebiet. Unter Kaiser Claudius wurde die Straße bis zur Donau verlängert und endgültig fertiggestellt. Zu militärischen Zwecken und für den Handel wurde die Straße im ersten Jahrhundert erweitert. Claudius verlieh ihr den Namen "Via Claudia Augusta", benannt nach seinem Vater. Er lies sie schließlich zur ersten richtigen Straße über die Alpen ausbauen.

In den ersten beiden Jahrhunderten wurde die Via Claudia Augusta zur wichtigsten Verbindung zwischen der Poebene und dem westlichen Voralpenraum und es bildete sich eine lebhafte Infrastruktur. Dort, wo früher die ersten Gasthäuser und Pferdewechselstationen gebaut wurden, entstanden im Laufe der Zeit große Städte.

Entlang der Route wurden viele Anzeigetafeln aufgestellt, die dich auf einer Zeitreise durch die Geschichte dieser historischen Strecke führen.

Route & Etappen

Die Via Claudia Augusta teilt sich in Trento. Du kannst dann entweder durch die Berge zum ehemaligen römischen Hafen in Altino bei Venedig fahren oder du du radelst gemütlich durch das Etschtal über Verona an den Po. Wir beschreiben dir hier die gemütliche Variante.

Etappe 1

Donauwörth

Distanz:
ca. 50 km
Gehzeit:
ca. 4 h
Aufstieg:
ca. 170 hm
Abstieg:
ca. 90 hm

Die erste Etappe auf der Via Claudia Augusta ist ein idealer Einstieg in den Radweg. Ganz entspannt radelst du entlang der Schmutter und dem Lech nach Augsburg. Unterwegs bieten dir die vielen Badestellen am Lech genügend Möglichkeiten für eine erfrischende Pause. Am Etappenziel angekommen, ist der Tag noch nicht vobei: Schlendere noch ein wenig durch die historische Altstadt von Augsburg und genieße den Abend in einem der zahlreichen Restaurants.

Etappe 2

Augsburg

Distanz:
ca. 50 km
Gehzeit:
ca. 3 h
Aufstieg:
ca. 280 hm
Abstieg:
ca. 68 hm

Mit der heutigen Etappe kommst du den Alpen immer näher. Das wirst du auch auf dem Fahrrad bemerken, denn du radelst leicht bergauf. Mache unterwegs viele Pausen und genieße die traumhafte Wiesenlandschaft oder power dich auf der Strecke aus. Es lohnt sich auch, den Botanischen Garten in Augsburg zu besuchen, bevor du die Tour startest. 

Etappe 3

Denklingen

Distanz:
ca. 60 km
Gehzeit:
ca. 4 h
Aufstieg:
ca. 420 hm
Abstieg:
ca. 310 hm

Bevor es über die Alpen geht, radelst du heute noch ein paar Kilometer durch die weite Hügellandschaft am Lech. Der Weg führt dich zum Forggensee. Springe hier ins kühle Wasser und tanke neue Energie im Anblick der majestätischen Berge. Nun sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Füssen.

Etappe 4

Füssen

Distanz:
ca. 40 km
Gehzeit:
ca. 3 h
Aufstieg:
ca. 510 hm
Abstieg:
ca. 350 hm

Bisher konntest du die Alpen nur am Horizont erblicken - heute steht die erste Alpenetappe an. Der Radweg führt dich am Lech entlang über die österreichische Grenze nach Tirol. Mache in Reutte noch eine kurze Pause, um dich für den nächsten Streckenabschnitt zu stärken. Mit dem Fahrrad überquerst du nun den ersten Gebirgspass auf der Via Claudia Augusta. Falls dir unterwegs die Kraft ausgeht, kannst du an mehreren Stellen auf den Zug umsteigen. Zum Ende der Etappe rollst du bergab in Richtung Ehrwald.

An- und Abreise

Anreise

PKW:

Mit dem Auto fährst du entweder über die Autobahn A7 (Ulm, Günzburg), A8 (Augsburg) oder A9 (Ingolstadt) und anschließend über die Bundesstraße B16, B2 oder B25 (Romantische Straße) bis Donauwörth. In der Innenstadt gib es in etwa 1650 Parkplätze auf öffentlichen Flächen oder in Parkhäusern, davon ist ca. die Hälfte der Parkplätze gebührenfrei.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Durch Donauwörth fahren täglich 300 Züge mit direkten Verbindungen nach München, Nürnberg, Stuttgart, Ulm und Regensburg.

Abreise

Öffentliche Verkehrsmittel:

Mit dem Zug fährst du über Verona und München zurück nach Donauwörth.

Körperliche Anforderungen

Kondition

Die Via Claudia Augusta zählt zu einder der leichtesten Alpenüberquerungen und macht sich damit auch für untrainierte Aktivreisende interessant. Eine gute Grundkondition ist erforderlich.

Falls du nicht mit dem Fahrrad über die zwei Pässe (Fernpass und Reschenpass) fahren möchtest, kannst du in den jeweiligen Shuttle-Bus oder in den öffentlichen Nahverkehr umsteigen.

Technik

Du fährst auf asphaltierten oder geschotterten Radwegen und ruhigen Nebenstraßen. Nur an einzelnen Passagen ist etwas mehr Konzentration gefordert.

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