Anreise
Flug nach La Réunion.

Auf dieser Trekkingreise umrunden und durchqueren wir die gesamte Insel mit ihren drei Talkesseln Mafate, Cilaos und Salazie. Wir besteigen sowohl den höchsten Gipfel "Piton des Neiges" als auch den aktiven Vulkan "Piton de la Fournaise". Wir bekommen Einblicke in die kreolische Kultur, kosten vom traditionellen Rum und haben am Ende der Reise noch Zeit zum Baden und Erholen.<br /><h3 class="space--top-m">Anforderung</h3><br/>Während der zwei Trekking-Abschnitte führen uns meist 4- bis 6-stündige (mit Gipfelbesteigung einmal bis 9 Std.) Wanderungen über das landschaftlich reizvolle Herzstück der Insel. Die Wege sind meist in gutem Zustand und führen über teils schmale und ausgesetzte Bergpfade, Serpentinen- und Geröllwege mit vielen Stufen. Bei starken Regenfällen können die Wege auch glitschig sein, weswegen neben Trittsicherheit Wanderschuhe mit guter Profilsohle sehr wichtig sind. Zudem sind eine gute Kondition und Ausdauer sowie Schwindelfreiheit erforderlich. Es sind Höhenunterschiede von 300 m bis 1.200 m im Aufstieg und meist 500 bis 1.100 m, einmal sogar 1.660 m im Abstieg zu überwinden. Für die mehrtägigen Etappen muss das Nötigste selbst getragen werden – einmal für 4 und einmal für 3 Tage.<br />
Trekkingreise durch die drei Talkessel Mafate, Cilaos und Salazie mit VulkanbesteigungSchwarze, teils qualmende Lavagebiete und ockerfarbene Mondlandschaften wechseln sich ab mit dschungelartigen, üppig grün überwucherten Schluchten und moosbedeckten Talkesseln, dazu die tropische Geräuschkulisse, exotische Düfte von Frangipani und Vanille sowie die einzigartige Stimmung durch die sich ständig ändernden Mikroklimata der Insel. Alles verschmilzt zu einem Sinnesrausch mitten im türkis-schillernden Indischen Ozean. Auf dieser Reise durchqueren wir die drei Talkessel im Inselinneren. Wir wandern durch üppige Wälder mit Bambus und Tamarinden, vorbei an mannshohen Farnen und wilden Orchideen. In Mafate leben die Bewohner sehr abgeschieden, da diese Region nur zu Fuß zu erreichen ist. Unsere Gastgeber im Cirque de Cilaos laden uns bei Ankunft erst einmal zu einem Kräutertee aus lokaler Produktion ein. In der Küche dampfen bereits schmackhafte, kreolische Spezialitäten, genau das Richtige nach einem ausgiebigen Wandertag. Den höchsten Berg von La Réunions, den Vulkan Piton des Neiges überschreiten wir auf dem Weg von Cilaos nach Salazie. Vom Gipfel genießen wir eine eindrucksvolle Aussicht über die Insel und den weiten Indischen Ozean, bevor wir zum perfekten Ausklang der Reise an die Küste fahren. Im Schatten der Palmen, mit weich-warmem, feinem Sand unter unseren Füßen und dem Blick auf das weite Meer können wir es uns gut gehen lassen und die vergangenen intensiven zwei Wochen sacken lassen.

Flug nach La Réunion.
Nach der Ankunft am Flughafen in St. Denis empfängt uns unsere Reiseleitung. Wir fahren nach St. André direkt am Indischen Ozean und besuchen die Vanille-Plantage der Familie Roulof, die auf eine hundertjährige Tradition zurückblickt. Die Vanille aus La Réunion gilt als die beste der Welt. Anschließend fahren wir nach St. Denis, wo wir unsere Zimmer im Hotel beziehen. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Wir können die Stadt auf eigene Faust erkunden und haben Gelegenheit, durch den botanischen Garten und die historischen Straßen der Inselhauptstadt zu spazieren. Oder wir ruhen uns im Hotel von unserer Anreise aus. Am Abend treffen wir uns mit unserer Reiseleitung und besprechen das Programm der folgenden Tage.
Am Morgen fahren wir ins Inselinnere durch den Talkessel Salazie und weiter bis zum Übergang zum Mafate-Kessel. Hier beginnt unsere Durchquerung des Mafate-Kessels zu Fuß. Am Nachmittag erreichen wir in Grand Place unsere erste Hütte, die im Französischen als Gîte bezeichnet wird. Unser Hauptgepäck übergeben wir heute dem Fahrer, der es nach Cilaos bringt, wo wir nach unserem ersten Trekkingabschnitt an Tag 6 ankommen. In unserem Wanderrucksack haben wir das Nötigste für die nächsten vier Tage dabei.
Wir befinden uns im wildesten der drei Talkessel La Réunions, umgeben von tief abfallenden Schluchten und senkrecht aufragenden Felswänden. Die Siedlungen im Cirque de Mafate sind nur zu Fuß oder mit dem Hubschrauber zu erreichen. Tief in die Landschaft eingefräst liegt das Flussbett der Rivière des Galets, in das wir hinabsteigen, um auf der anderen Talseite wieder aufzusteigen. Unsere Hütte in Roche Plate liegt am Fuß der etwa 1.100 m hohen, beinahe senkrecht abfallenden Felswand des Piton Maïdo.
Während der heutigen Etappe erleben wir landschaftliche Vielfalt auf engstem Raum. Riesige Agaven wachsen an den Hängen. Erst steigen wir leicht an der einstigen Caldera-Wand auf und wandern danach zu Trois Roches, den vom Wasser geschliffenen Felsplatten im Flussbett der Rivière des Galets. Der Wasserlauf verengt sich hier zu einem schmalen Spalt, bevor er in mehreren Kaskaden tosend in die Tiefe stürzt. Dies ist ein idealer Platz für unsere Mittagsrast. Anschließend steigen wir noch ein Stück bergauf und erreichen ein Plateau mit unserem heutigen Quartier, der Hütte in Marla (1.645 m).
Auf einem steilen Serpentinenweg verlassen wir den Cirque de Mafate. Entlang des üppig grünen Pfades sind Bäume und Sträucher dicht mit Baumhaar, einer Flechtenart, bewachsen. Über den Pass Col de Taïbit (2.082 m) erreichen wir den Cirque de Cilaos. Von hier genießen wir einen letzten Blick auf Mafate und schauen zum ersten Mal über den Talkessel von Cilaos. Anschließend steigen wir ins Tal nach Cilaos (1.200 m) ab. Unterwegs machen wir zum Mittagessen Halt in Ilet des 3 Salazes. Bei einem Willkommenstee mit Kräutern direkt vom Plateau und einem kurzen Rundgang durch den Garten erfahren wir mehr über die Association des 3 Salazes und ihre soziale Arbeit. Nach dem Mittagessen wandern wir zur Straße und fahren nach Cilaos. Dort beziehen wir unser Hotel; der restliche Tag steht uns zur freien Verfügung.
Wir haben Gelegenheit, unseren Rucksack neu zu packen und geben unser Hauptgepäck zum Weitertransport nach Bélouve ab. Nach einem kurzen Stück mit dem öffentlichen Bus führt der Wanderweg in Serpentinen bergauf, wobei wir immer wieder den Blick ins Tal genießen können. Auf 2.478 m Höhe verbringen wir in einer einfachen Hütte eine kurze Nacht (alternativ in installierten Zelten mit einfachen Stockbetten), bevor wir den höchsten Gipfel La Réunions in Angriff nehmen.
Um den Sonnenaufgang am Gipfel zu erleben, wandern wir in den frühen Morgenstunden los (das Gepäck bleibt in der Hütte). Nach etwa zwei Stunden erreichen wir den höchsten Punkt La Réunions. Bei klarer Sicht eröffnet sich ein 360-Grad-Rundumblick über die Insel. Für den Gipfel ist warme Kleidung nötig, da hier fast immer ein eisiger Wind weht. Nach dem Abstieg zur Hütte frühstücken wir und schultern unser Gepäck. Anschließend folgt ein anstrengender aber landschaftlich abwechslungsreicher Abstieg. Über den Kammweg des Cap Anglais wandern wir durch Regenwald mit Farnbäumen bis zur Berghütte von Bélouve, die oberhalb der steil abfallenden Wände des Cirque de Salazie liegt. Nach diesem erlebnisreichen Tag genießen wir das Abendessen in gemütlicher Atmosphäre.
Vor uns liegt heute eine entspanntere Etappe zur Schlucht Trou de Fer und ihren Wasserfällen. Wir durchqueren den dichten Primärwald von Bélouve, bis wir die höchsten Wasserfälle der Insel erreichen, wo die Wassermassen bis zu 700 m tosend in die Tiefe stürzen. Zur Mittagszeit werden wir abgeholt und fahren zum Pas de Bellecombe. Unterwegs erleben wir einen mehrfachen Wechsel der Landschaften. Zeitweise erinnern grüne Wiesen und weidende Kühe eher an die Alpen. Anschließend geht es über eine Abbruchkante auf einer steilen Serpentinenstraße hinunter in die Lavawüste. Schließlich erreichen wir die Berghütte (2.240 m) am Piton de la Fournaise, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen.
Dieser Tag gehört voll und ganz dem Feuerberg. Der Piton de la Fournaise (2.632 m) bricht relativ regelmäßig aus und gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Aufgrund seiner Aktivität wird er von Vulkanologen weltweit kontinuierlich überwacht und zählt zu den am besten untersuchten Vulkanen der Erde. Früh am Morgen wandern wir steil an der Abbruchkante die riesige Caldera hinunter. Bald erhebt sich vor uns aus der weiten Ebene der eigentliche Krater des Piton de la Fournaise wie eine Pyramide. Wenn das Wetter mitspielt, reicht der Blick vom Kraterrand bis hinunter zum Indischen Ozean. Hinweis: Bei vulkanischer Aktivität kann es kurzfristig zu Routenänderungen kommen.
Wir fahren an die Südküste und stoppen bei der Kirche von St. Rose, die auf wundersame Weise von einem Vulkanausbruch verschont geblieben ist. Anschließend erkunden wir mit Helmen und Knieschützern einen unterirdischen Lavatunnel mit einem speziell ausgebildeten Guide. Am Mittag kehren wir in ein Restaurant an der Südküste ein und genießen hausgemachte Spezialitäten. Entlang des Indischen Ozeans fahren wir weiter zu unserem Hotel an der Westküste. Wir verabschieden uns von unserer Reiseleitung und verbringen die nächsten beiden Tage am Meer in La Saline les Bains.
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Erholung. Die Küstenorte Saint Gilles les Bains und La Saline les Bains zählen zu den Badeorten der Insel und liegen an einer geschützten Lagune mit vorgelagertem Korallenriff. Wer möchte, kann im Indischen Ozean schwimmen, die farbenfrohe Unterwasserwelt beim Schnorcheln entdecken oder einfach nur am Strand entspannen.
Bis zum Flughafentransfer am Nachmittag steht uns der Tag zur freien Verfügung.
Im Laufe des Morgens landen wir am Heimatflughafen.
Wir übernachten in einfachen Berghütten (Mehrbettzimmer mit Sanitär-Anlagen, warme Dusche in der Regel immer möglich, außer in der Caverne Dufour am Piton des Neiges). Die Betten in den Berghütten sind mit zwei dicken Wolldecken ausgestattet, entsprechend benötigen wir nur einen Hüttenschlafsack. Bei Kälteempfindlichkeit empfiehlt sich ein wärmender Hüttenschlafsack aus Fleece. Für vier Nächte sind wir in landestypischen Mittelklassehotels untergebracht, davon zwei Nächte am Ende der Reise in La-Saline-Les-Bains direkt am Strand. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst vier Übernachtungen.
5,0
Gästebewertung
Sandy Margarethe, April 2023
Wandern im Paradies! Landschaftlich sehr eindrucksvoll ! Berge, Vulkane und Meer! Eine einzigartige Kombination ! Eine unvergessliche Reise.




Frank, Oktober 2022
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist TourCert-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
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