Anreise
Flug nach Ruanda.

Der Fokus dieser Reise liegt auf dem Trekking im Ruwenzori-Gebirge, landschaftlichen Höhepunkten und Wanderstrecken entlang des ostafrikanischen Rift Valleys von Ruanda und Uganda. Die landschaftliche Vielfalt finden wir in den Virunga Vulkanen, dem Lake Mutanda, Kibale und Bwindi Forest, sowie dem Queen Elizabeth Nationalpark. Weltweit einzigartig ist die Kombination zur Tierbeobachtung von Gorillas, Schimpansen, Großwild sowie der afrikanischen Vogelwelt.<br /><h3 class="space--top-m">Anforderung</h3><br/>Eine gute Mischung aus einfachen Wanderwegen und Pirschgängen bis hin zu Wandertagen mit 6 Stunden Gehzeit macht diese Reise für jeden Bergwanderer möglich. Allein die Sabinyo Besteigung mit natürlichen, aufgestellten Leitern bis zum Gipfel erfordert Kondition und Durchhaltevermögen, weshalb wir diese Vulkanbesteigung optional anbieten. Im Ruwenzori Gebirge sind auf streckenweise matschigen, unbefestigten Wegen bei teils anhaltendem Regen gute physische Kondition und Trittsicherheit nötig. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.<br />
Wanderreise zu Ruandas Vulkanen, dem Ruwenzori-Gebirge und dem Queen-Elizabeth-NationalparkAuf unserer Reise von Ruanda nach Uganda erleben wir die Höhepunkte beider Länder. Drei Tage wandern wir hinein in das mystisch anmutende Ruwenzori-Gebirge. Das auch als Wolkenkönig oder Mondberge bekannte Gebirge ist aufgrund seiner einzigartigen Ökologie weltweit außergewöhnlich. Die sattgrüne Vegetation mit ihren endemischen Pflanzen und riesigen Lobelien verleiht der Landschaft eine beinahe märchenhafte Atmosphäre. Bereits zuvor entdecken wir die Vielfalt Ostafrikas: Wir queren den Kivu-See, wandern auf dem Congo Nile Trail, bestaunen die Virunga-Vulkane und begegnen den Berggorillas im Bwindi-Nationalpark. Im Queen-Elizabeth-Nationalpark gehen wir auf Safari und halten Ausschau nach Elefanten, Büffeln, Löwen und Leoparden. Auf einer Bootsfahrt auf dem Kazinga-Kanal beobachten wir Flusspferde, Krokodile, Wasserböcke und eine beeindruckende Vogelwelt. So erleben wir die faszinierende Vielfalt Ostafrikas – von mystischen Bergwelten über endemische Flora bis hin zu einer außergewöhnlichen Tierwelt.

Flug nach Ruanda.
Wir landen am Vormittag in Kigali und unternehmen eine kurze Kigali-Tour mit Besuch der Völkermord-Gedenkstätte. Anschließend fahren wir nach Kibuye am malerischen Kivu-See.
Heute wandern wir auf einem Teil des Congo Nile Trails. Nach einer rund 30-minütigen Bootsfahrt beginnt unsere Etappe auf einem weit verzweigtes Netz einsamer Wanderpfade. Wir begegnen lokalen Fischern, die mit ihren Netzen voller Barsche, Welse und Karpfen vom nächtlichen Fischfang zurückkehren. Die Region beheimatet 370 Vogelarten, darunter Kronenkraniche, Kormorane und Eisvögel. Am Mittag bringt uns das Boot nach Gisenyi zum Mittagessen am Seeufer. Anschließend fahren wir entlang der Virunga-Berge, einer Kette von acht Vulkanen entlang der Grenze zu Uganda. Der höchste Gipfel, der 4.507 m hohe Mount Karisimbi, trägt in den Trockenmonaten Juni bis August sogar eine Schneehaube und erinnert ein wenig an den Kilimanjaro.
Wir beginnen früh am Morgen unsere Wanderung zum "schlafenden" Bisoke im Volcanoes-NP, der an der Grenze zwischen Ruanda und dem Kongo liegt. Der Aufstieg führt uns zunächst durch die Regenwaldzone, wo ganz zufällig und mit etwas Glück Berggorillas beobachtet werden können. Ab 2.500 m Höhe geht es durch Bambuswälder bis zur baumlosen Zone, vorbei an Lobelien und Strahlenaralien. Der Gipfel des Schichtvulkans präsentiert sich in typisch spitzkegeliger Form mit einem tiefen Kratersee, der den Schlot füllt. Bei guter Sicht reihen sich die anderen Virunga-Vulkane wie Perlen an einer Kette gespannt auf. Am Nachmittag überqueren wir die Grenze nach Kisoro in Uganda, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen.
Nach unserem Frühstück geht es in den Mgahinga-Nationalpark, um die seltenen Goldmeerkatzen zu beobachten. Diese Primaten mit ihrem auffälligen orange-goldenen Fell auf dunkelgrauem Grund leben in Großfamilien von 3.000 - 4.000 Tieren, angeführt von einem Alphatier, und bevorzugen die Bambuszone des Parks. Ähnlich wie die Gorillas sind sie vom Aussterben bedroht und kommen nur im Großen Afrikanischen Grabenbruch vor, was sie zu begehrten Fotomotiven macht. Die Wanderung zu ihrem aktuellen Aufenthaltsort kann zwischen einer und vier Stunden dauern. Der Aufenthalt bei den Goldmeerkatzen selbst ist auf eine Stunde begrenzt.
Wir starten unsere Wanderung mit leichtem Gepäck im südlichen Kigezi-Hochland. Auf einem Panoramaweg gehen wir stetig ansteigend nach Norden. Wir erreichen Rubuguli, ein lebhaftes ugandisches Dorf, dessen kleine Geschäfte die ländliche Umgebung versorgen. Nach einer Pause und Stärkung setzen wir unsere Wanderung am Nachmittag fort und erreichen unsere Lodge direkt am Bwindi Forest.
Gorilla-Tracking (buchbar bis 100 Tage vor Abreise, danach auf Anfrage): Treffpunkt ist morgens am Besucherzentrum, wo die Zuteilung zu einer Gorillafamilie erfolgt. Die Zuordnung berücksichtigt den ungefähren Standort der Gorillas vom Vortag und das augenscheinliche Fitnesslevel der Teilnehmer. So kann der Weg kurz und einfach sein oder aber mehrere Stunden durch den Wald und das Unterholz führen. Bei der Familie angekommen, haben wir genau eine Stunde Zeit, die Gorillas zu beobachten und ohne Blitz zu fotografieren. Im Anschluss geht es zurück zum Ausgangspunkt und zur Unterkunft. Wer nicht am Gorilla-Tracking teilnimmt, kann den Tag in der weitläufigen Unterkunft entspannen.
Am frühen Morgen fahren wir von Rushaga nach Nkuringo, wo unsere Wanderung durch den Bwindi Impenetrable Forest beginnt. Dieses Naturparadies ist ein besonderes Erlebnis. "Bwindi" bedeutet Dunkelheit, "Impenetrable" undurchdringlich. Dieser dichte, unberührte Dschungel ist UNESCO-Weltnaturerbe und verdient seinen Namen zurecht. Hier begegnen wir möglicherweise Berggorillas in ihrer natürlichen Umgebung. Auch Waldelefanten, Pinselohrschweine, verschiedene Duckerarten, Streifenschakale und Zibetkatzen sind hier heimisch. Zudem leben hier neun weitere Primatenarten, darunter Schimpansen, Paviane und Meerkatzen, sowie nachtaktive Halbaffen. Die beeindruckende Artenvielfalt umfasst 350 Vogelarten, 14 Schlangenarten und über 200 Baumarten, von denen zehn nur hier vorkommen. Die Unberührtheit dieser Region bleibt Wanderern vorbehalten, denn Autos müssen sie weiträumig umfahren.
Heute geht es wieder früh los: auf Pirsch im Nationalpark. Die Kamera stets griffbereit, denn der Ishasha-Sektor ist für seine baumkletternden Löwen bekannt. Nirgendwo sonst finden wir eine so große Anzahl der Savannenkönige, die oftmals in kleinen Gruppen in den Feigenbäumen oder Akazien sitzen. Neben den Raubkatzen queren eine Vielzahl von Antilopen und vielleicht eine Gruppe Busch-Elefanten unseren Weg. Auf dem Weg nach Kyamboura machen wir Halt und begeben uns auf Pirsch, diesmal zu Wasser. Wir fahren entlang des Kazinga-Kanals und begegnen neben Flusspferden und Nilkrokodilen auch den flinken Eisvögeln.
Beim Schimpansen-Tracking begeben wir uns auf die Suche nach unseren nächsten Verwandten im Tierreich. Die Permits sind stark begrenzt, daher findet das Tracking entweder in der 150 m tiefen Kyamboura-Schlucht oder im Kalinzu Reserve im Queen-Elizabeth-Nationalpark statt. Die dichten Primärwälder und Feuchtbiotope dienen Schimpansenfamilien, aber auch Flusspferden und Waldelefanten als Lebensraum. Die Sichtungswahrscheinlichkeit liegt bei ca. 70 %. Während der Wanderung zu den Tieren kommt echtes "Tarzan-Urwald-Feeling" auf. Im Anschluss fahren wir weiter in Richtung Ruwenzori-Gebirge. Unsere Unterkunft wird von der lokalen Bevölkerung gemeinschaftlich betrieben.
Wir starten in Ruboni, einem kleinen Dorf am Rande des Ruwenzori-Nationalparks im Mubuku-Tal. Die Bewohner leben vom Anbau von Bohnen, Kaffee und Maniok auf den umliegenden Feldern. Morgens wandern wir gen Osten durch das Dorf und die bewirtschafteten Hänge hinauf zum Makongothe Hill. Bei klarem Wetter erblicken wir von dort die Gletscher des Ruwenzori-Gebirges und den Mount Stanley (5.109 m), den dritthöchsten Berg Afrikas und den höchsten nicht-vulkanischen Ursprungs. Oftmals hüllen sich die Spitzen jedoch in Wolken die sie mit der Zeit zum Abregnen bringen und so die Grundlage für die außergewöhnliche Flora schaffen. Zurück im Camp bleibt Zeit um das Dorfleben besser kennenzulernen: Wer möchte, besucht mit einem Übersetzer den lokalen Schamanen oder kocht gemeinsam mit den Frauen aus dem Dorf über offener Flamme eine Mahlzeit.
Am Eingang des Ruwenzori-Nationalparks warten unsere Guides bereits auf uns. Wir lassen die Zivilisation hinter uns und tauchen ein in den immergrünen Bergwald. Entlang des Mubuku-Flusses steigen wir auf, vorbei an lianenbehangenen Bäumen. Es erwartet uns atemberaubende Landschaft und sensationelle Flora. Der Nationalpark ist bekannt für seinen Gigantismus: Pflanzen, die andernorts winzig sind, erreichen hier Baumhöhe. Heidekraut wird bis zu acht Meter hoch, Lobelien mannshoch. Gigantische Mahagonibäume und Feigen bilden ein dichtes Blätterdach. Hier leben viele Primaten, endemische Vögel und das Drei-Horn-Chamäleon. Wir queren einen kleinen Nebenfluss und steigen über einen Bergrücken zum Bambuswald auf.
Unsere Route führt uns durch dichte Bambuswälder, die dem Ökosystem als Wasserspeicher dienen, hinauf zum Mahoma-See. Bei klarer Sicht bieten die Ruwenzori-Gipfel und das Stanley-Gletscherplateau eine beeindruckende Kulisse. Die Spiegelungen der Lobelien und farbenprächtigen Flechten im ruhigen Wasser verleihen dem See ein einzigartiges Flair. Wir folgen dem Pfad durch die Regenwaldzone hinab durch dichtes Grün und lauschen dem Vogelgezwitscher und den Rufen der Primaten. Am Nachmittag erreichen wir erneut das Mubuku-Tal und fahren nach Fort Portal, um uns vom Abstieg zu erholen.
Wir fahren noch einmal über Land, sammeln letzte Eindrücke und erreichen am Nachmittag den Flughafen Entebbe für unseren Rückflug.
Im Laufe des Morgens landen wir am Zielflughafen.
Wir übernachten - abgesehen vom Ruwenzori-Gebirge - in Hotels, Safaricamps und Lodges der Mittelklasse. Während der Ruwenzori-Wanderungen übernachten wir zwei Nächte in einem lokal geführten Gästehaus mit Gemeinschaftsduschen. Eine Nacht in einer sehr einfachen Berghütte mit Mehrbettlagern, die sanitären Anlagen sind rudimentär und es ist kein fließendes Wasser vorhanden. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst elf Nächte.
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist TourCert-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
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