Anreise nach Tadschikistan
Flug via Istanbul nach Duschanbe mit Ankunft am nächsten Tag.
Trekkingreise in den Shirkent-Nationalpark und in das Rasht-Tal am Fuße des Nordwest-PamirVor der alpinen Kulisse der vergletscherten 4.000-er des Hissar-Gebirges, erheben sich wie eine mächtige Burg braunrote Türme aus Konglomerat und Sandstein. Wind und Wasser schufen hier pittoreske Grotten, Nischen und Wasserfälle. Dazu lichte Wälder aus knorrigen Wacholderbäumen und saftig grüne Wiesen. Kontrastreicher als im Shirkent-Nationalpark könnte die Landschaft kaum sein - doch sein wahres Highlight: die zahlreichen Dinosaurier-Spuren! Unsere langjährige Reiseleiterin Marina Novikova ist in Tadschikistan aufgewachsen und hat zusammen mit ihrem Vater, auf dessen Initiative dieser Nationalpark gegründet wurde, die Dinosaurier-Spuren in Shirkent erforscht. Sie nimmt uns jedoch nicht nur mit auf eine Reise zu den einstigen Giganten unseres Planeten, sondern auch durch das unberührte Hochgebirge Tadschikistans. Nach unserem Trekking in Shirkent geht es weiter in das abgelegene Rasht-Tal am Fuße des Nordwest-Pamir. Hier warten die Giganten der Gegenwart auf uns: Die höchsten Gipfel Tadschikistans - Pik Ismoil Somoni und Pik Korschenewskaja – türmen sich am Horizont auf. Wir wandern durch steppenartige Landschaften, zu azurblauen Seen und zu den Hochweiden der lokalen Hirten. Hier tauchen wir ein in die Nomadenkultur dieser abgeschiedenen Bergregion. Marina nimmt uns mit auf eine spannende Pionier-Reise in zwei touristisch kaum bekannte Gebiete Tadschikistans und zeigt uns die verborgenen Natur-Highlights des Landes, in dem sie aufgewachsen ist.
Flug via Istanbul nach Duschanbe mit Ankunft am nächsten Tag.
Am frühen Morgen kommen wir in Duschanbe an, treffen unsere Reiseleitung und werden zu unserem Hotel gebracht. Die Zimmer stehen bereits zur Verfügung und wir haben Zeit uns auszuruhen, bevor wir uns die tadschikische Hauptstadt genauer ansehen. Im Schatten alter Platanen spazieren wir durch die großzügig angelegte Rudaki-Allee, über die zentralen Plätze mit ihren verzierten Brunnen und zum Theater sowie dem Ismoil-Somoni-Denkmal. Am Abend suchen wir uns ein gemütliches Lokal und kommen in den Geschmack der traditionellen tadschikischen Küche.
Wir fahren in unser erstes Trekkinggebiet im Nationalpark Shirkent. Zunächst besuchen wir eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Parks: Die Fundstätte Shirkent II beherbergt etwa 170 Dinosaurier-Spuren. Unsere erste Wanderung führt uns vom Dorf Shirkent über alpine Wiesen bergauf und wir halten Ausschau nach den Kalksteinformationen, die uns wundersame Geschichten über das ehemalige Tethysmeer und seine Küstenbewohner erzählen. Anschließend fahren wir zum Ausgangspunkt unseres Trekkings im Oberlauf des Karatag-Tals. Unsere Zelte für die Nacht schlagen wir am Ufer des azurblauen Flusses auf.
Entlang eines plätschernden Baches wandern wir zu den saftigen Wiesen des Parmin-Plateaus. In der Ferne erspähen wir die farbenfrohen Gesteinsformationen aus dem prähistorischen Tethysmeer - je näher wir dem Sutun -Kamar-Pass (2.750 m) kommen, desto bunter werden die Sedimentschichten. Vom Pass haben wir einen grandiosen Blick ins Shirkent-Tal und über das Hissar-Gebirge. Anschließend steigen wir ab zu unserem nächsten Zeltplatz. Nicht weit davon befindet sich die Fundstätte Kharkush, die knapp 30 riesige Fußabdrücke der fleischfressenden Theropoden beherbergt. Marina erzählt uns mehr dazu und über die markanten Erdbewohner vor vielen Millionen Jahren.
Nach der langen gestrigen Etappe ist die heutige Wanderung entspannter. Zwischen herrlich duftenden Wacholderbäumen steigen wir ins Shirkent-Tal ab und wandern weiter flussaufwärts. Das Flussbett säumen uralte Platanen und Walnussbäume, knorrige Birken und Bergahorn. Mit etwas Glück erspähen wir die seltene Purpurpfeifdrossel. Gegen Mittag sind wir bereits an unserem nächsten Zeltplatz nahe der ehemaligen Siedlung Pashmi Kuhna. Einst war die Region ein Bergbauzentrum, heute finden sich an den Berghängen noch alte Eisen- und Kupfererzstollen. Am Nachmittag erkunden wir entspannt die Gegend von Pashmi Kuhna mit ihren bizarren Felsformationen aus braunrotem Konglomerat und Sandstein.
Mit einmalig schönen Ausblicken zu den Felsformationen des Shirkent-Tals und den majestätischen Gipfeln Hazorkhana (4.450 m) und Diakhan (4.278 m), steigen wir hinauf zum Hazorkhana-Pass (3.150 m). Die saftig grünen Wiesen dienen den lokalen Hirten als Sommerweide. Wir steigen jedoch wieder ab zum Zusammenfluss von Diakhandara und Süd-Zombar und queren den Fluss - wobei das kristallklare Wasser belebend für unsere müden Füße wirkt. An der Thermalquelle Khoja Khasan schlagen wir unser Lager auf.
Unsere letzte Wanderung im Nationalpark führt uns zu einem weiteren Naturjuwel im Hissar-Gebirge. Entlang des Flusses Karatag führt uns der Weg zum azurblauen Timur-Dara-See. Nach einem erfrischenden Bad im See steigen wir wieder ins Karatag-Tal hinab bis zum Dorf Hakimi. Hier warten bereits unsere Autos, die uns zurück nach Duschanbe bringen. In unserem Hotel können wir vor den nächsten Trekkingtagen eine heiße Dusche und ein weiches Bett genießen. Fürs Abendessen suchen wir uns ein gemütliches Restaurant.
Heute verlassen wir wieder die quirlige Hauptstadt und fahren auf der historischen Karategin-Route, einem der Zweige der legendären Seidenstraße, Richtung Nordosten. Jahrhundertelang passierten diesen Weg mit reichen Handelsgütern beladene Karawanen, heutzutage ist die kurvenreiche Straße asphaltiert und führt uns vorbei an Flüssen, fruchtbaren Feldern und kleinen Dörfern. Gegen Mittag erreichen wir das Dorf Jafr, mit seinem einzigartigen Botanischen Garten, in dem 32 Apfelsorten gedeihen. Im Schatten der Obstbäume genießen wir beim Mittagessen lokale Produkte. Anschließend besuchen wir das familiengeführte Museum und erfahren mehr über die Bewahrung der angebauten Obstsorten.
In den frühen Morgenstunden setzen wir unsere Fahrt Richtung Rasht-Tal entlang der Flüsse Surchob und Muksu fort. Die letzte Fahretappe verläuft über eine ruckelige, unbefestigte Piste, die zu unserem heutigen Lagerplatz Sazayel führt. Hier treffen wir auf unser neues Trekking-Team. Unsere Zelte schlagen wir ganz in der Nähe eines traditionellen Ayloq (Sommerweide) auf. Das Leben der Hirten mit ihren großen Schaf-, Kuh- und Ziegenherden folgt hier dem Rhythmus der Natur. Eine geräumige Jurte bietet ein Zuhause für die ganze Familie. Wir können frische Produkte wie Butter, Sauerrahm, Milch und Ayran probieren.
Wir verabschieden uns von der gastfreundlichen Hirtenfamilie in Sazayel und starten unser zweites Trekking. Sanft ansteigend führt uns ein Hirtenpfad entlang des rotgefärbten Flusses Kysylsu und über hügelige Wiesenlandschaften. Bei guter Sicht können wir in der Ferne die höchsten Gipfel des tadschikischen Pamirs erspähen. Immer wieder treffen wir auf die lokalen Hirten und ihre großen Herden. Am Nachmittag erreichen wir den Hochgebirgssee Maydakul, wo wir unsere Zelte für die Nacht aufschlagen. Atemberaubend schön spiegeln sich in seinem kristallklaren Wasser die schneebedeckten, zackigen 5.000er-Gipfel.
Vom Maydakul-See steigen wir ab zum Fluss Baralmas, der aus dem gleichnamigen Gletscher gespeist wird. Den wasserreichen Fluss queren wir mit Hilfe eines Pferdes. Danach geht es im steten Auf und Ab über die breite Endmoräne. Schließlich kommen wir zum Karashura-Plateau (3.150 m), einer weitläufigen grünen Hochebene, die im Frühsommer mit vielen Blumen übersät ist. Unterwegs begegnen wir wahrscheinlich auch heute den lokalen Hirten, die uns auf eine Tasse Tee oder Ayran einladen. Unser Zeltlager befindet sich wieder in der Nähe einer Hirtenfamilie, die uns gerne zeigt, wie in der Jurte aus frischer Milch Butter und Joghurt hergestellt werden.
Vom Karashura-Plateau folgen wir dem ruhigen Fluss Siyahshurob mit seinen unzähligen Mäandern und saftig grünen Auenwiesen. Wir queren eine Brücke und relativ steil führt uns der Weg durch eine offene Berglandschaft, die viele Pferde beheimatet, und hinauf zur Hochebene Tuda. Dort versteckt sich in idyllischer Lage der kleine Jilu Kul-See (3.230 m) und lädt zu einem erfrischenden Bad ein, bevor wir zu Abend essen.
Heute packen wir ausreichend Wasser ein, denn am Nachmittag gibt es keine Wasserquellen. Zunächst wandern wir ein Stück der gestrigen Strecke zurück und queren wieder die Brücke. Weiter geht es auf einem schmalen Bergpfad relativ steil hinauf bis zu einer breiten Passhöhe. Inmitten einer weitläufigen, steppenartigen Landschaft genießen wir die herrlichen Ausblicke zu den majestätischen Gipfeln des Pamir im Süden. Mit etwas Glück sehen wir unterwegs auf den Almwiesen wuschelige Murmeltiere. Am Nachmittag erwartet uns ein langer und steiler Abstieg, der uns hinunter zu den tiefer gelegenen Weiden führt. Unser heutiges Lager errichten wir in der Nähe von Shirinsu Ayloq.
Sanft ansteigend wandern wir über die idyllische hügelige Landschaft. Nachdem wir ein kleines Ayloq passiert haben, eröffnet sich uns ein atemberaubendes Panorama: Direkt vor uns liegt der wunderschöne Yashilkul-See. Je nach Tageszeit und Sonneneinstrahlung schimmert das Wasser in azurblauen bis smaragdgrünen Farbtönen. Und hinter dem See breitet sich eine dramatische Kulisse aus zackigen, schneebedeckten Gipfeln und Gletschern aus. Gegen Mittag erreichen wir unser letztes Camp. Hier verabschieden wir unsere Trekkingmannschaft und genießen die friedliche Ruhe am Ufer oder beim Baden im See.
Nach einem gemütlichen Frühstück am Seeufer nehmen wir Abschied von der herrlichen Berglandschaft und fahren mit unseren Fahrzeugen zurück nach Duschanbe. Zunächst geht es bergab über eine ruckelige, unbefestigte Piste zum Dorf Dashti Murghon und weiter bis zur asphaltierten Hauptstraße. In Duschanbe angekommen beziehen wir unsere Zimmer im Hotel. Hier können wir wieder den Luxus der Zivilisation genießen.
Am Vormittag statten wir dem quirligen Mehrgon-Basar einen Besuch ab. In seinem geschäftigen Treiben ist die wahre orientalische Atmosphäre der Stadt zu spüren. Aromatische Teesorten, wohlriechende Gewürze, Bergblütenhonig, Nüsse und getrocknete Früchte sind nur Beispiele, was wir als Geschenk für unsere Familie und Freunde aus Tadschikistan mitbringen können. Am Nachmittag gibt es mehrere Möglichkeiten, in die vielen Gesichter der Hauptstadt einzutauchen. Entweder gemeinsam oder individuell lohnt sich etwa ein Besuch im Ethnographischen Museum oder im Nationalmuseum für Antike mit seinem 13 m langen liegenden Buddha. Am Abend treffen wir uns zum gemeinsamen Abschiedsessen in einem stilvollen Restaurant in der Stadt.
Transfer zum Flughafen und Rückflug via Istanbul.
Wir übernachten in Duschanbe in einem Mittelklassehotel. Alle Zimmer verfügen über ein Badezimmer. Während der Trekkings übernachten wir in Zelten. Die Zeltcamps werden meist an Flussufern errichtet, sodass bei passendem Wetter die Möglichkeit zum Baden besteht und verfügen über Küchen-, Messe- und Toilettenzelt. Eine einfache Unterlage im Zelt wird gestellt.
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist TourCert-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
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