Es ist, als müssten Adam und Eva jeden Moment um die Ecke kommen. Hier, wo die Natur noch tun und lassen darf, was sie will. In den Nationalparks Manuel-Antonio, Arenal und Caño Negro. Aber bevor du einen Grünkoller bekommst, servieren wir dir die 365 Inseln im tiefblauen Nicaragua-See, den als Höllenschlund verdammten Vulkan Masaya und eine Portion Balsam für die Seele: Panama.
Endlich geht es auf nach Costa Rica. Bei deiner Ankunft in San José erwartet dich deine Reiseleitung und bringt dich ins Hotel im Zentrum des lebendigen Stadtteils Santa Ana. Nach einem Begrüßungsgetränk und einer kleinen Stärkung kannst du von den bevorstehenden Abenteuern träumen.
Am frühen Morgen geht es quer durch die unterschiedlichen Vegetationszonen des Braulio-Carrillo-Nationalparks bis an die Karibikküste zum Tortuguero-Nationalpark. Das letzte Stück fährst du im Boot auf Kanälen und Flüssen, vorbei an kleinen Fischerdörfern. In Tortuguero angekommen besuchst du das Forschungszentrum für Schildkröten, welches seit den 1950er-Jahren die Niststrände im Nationalpark wissenschaftlich betreut, Schildkröten markiert, deren Wanderungen per Satellit verfolgt und durch Freiwilligenprogramme und Schutzprojekte ihren Schutz vorantreibt. Die umliegenden Strände gelten als bevorzugter Nistplatz der Panzertiere. Anschließend spazierst du am Strand entlang zum komplett autofreien Dorf Tortuguero. Das Ufer beim Ein- und Ausbooten ist trocken, in der Regenzeit aber manchmal schlammig und schwieriger zu begehen. Bitte trage daher gutes Schuhwerk. Die Aktivitäten können zeitlich variieren und werden je nach Gegebenheiten angepasst. Bei starkem Regen kann der Dorfbesuch ausfallen, weil die Straßen dann oft unpassierbar sind.
Der Tortuguero-Nationalpark zählt zu den artenreichsten Regionen des Landes. Begieb dich auf eine Bootsfahrt und fahre tief hinein in den dichten Regenwald und die idyllische Küstenzone. Halte Ausschau nach Kapuzineräffchen, Brüllaffen, Klammeraffen, Spitzkrokodile, Sumpfschildkröten, Pfeilgiftfröschen und unzähligen Vogelarten. Vielleicht hast du Glück und entdeckst einige von ihnen. Der Nachmittag steht dir zur freien Verfügung. Das Programm im Tortuguero-Nationalpark kann zeitlich etwas variieren. Die Bootstour in den Nationalpark kann auch schon am Ankunftstag am Nachmittag stattfinden. Das Baden im Meer ist aufgrund der starken Strömungen nur stark eingeschränkt bzw. nicht möglich.
Heute geht es wieder per Boot und Bus landeinwärts zu Leo in Sarapiquí. Der Tico baut Zierpflanzen an, hat sich aber auch der Erforschung von Blattschneiderameisen verschrieben. Bei ihm kannst du den Ameisen bei ihrer emsigen Arbeit zusehen. Dein Weg führt dich weiter bis nach La Fortuna am Fuße des mächtigen Vulkans Arenal. Bei guter Sicht wirst du den markanten Berg schon von Weitem aus dem Bus heraus entdecken. Bis du nach La Fortuna ankommst, wird er immer größer und größer. Sollten ihn Wolken einhüllen, so hast du vielleicht morgen mehr Glück ihn zu sehen.
Rund um La Fortuna wird viel Kaffee angebaut, weil die vulkanischen Böden des Arenal sehr nährstoffreich sind. Das lokale Klima mit milden Temperaturen und regelmäßigen Niederschlägen ist ideal für Arabica-Kaffee. Zudem bieten die umliegenden Höhenlagen perfekte Bedingungen für hochwertigen Hochlandkaffee. Besuche eine Kaffeeplantage und lerne viel über das aromatische Getränk. In kleinerem Umfang wird in der Gegend auch Kakao angebaut. Auf einer Wanderung am Fuße des Vulkans Arenal kannst du anschließend den Weg der glühend heißen Lava nachverfolgen, die vor wenigen Jahrzehnten durch die Landschaft geflossen und dann erstarrt ist. Die Aktivitäten können auch in umgekehrter Reihenfolge stattfinden. Die Aktivität des Vulkans Arenal unterliegt natürlichen Schwankungen.
Über Berge, durch Täler, vorbei an Fincas, umgeben von schier endlosen Wiesen, auf denen Viehherden gemächlich den vorbeifahrenden Autos nachschauen, erreichst du Nicaragua. Sehr bald siehst du den gleichnamigen See. Am späten Nachmittag kommst du voll neuer Eindrücke in der bunten, ehemaligen Kolonialstadt Granada an. Bitte lege deinen Reisepass griffbereit ins Handgepäck. Für den Grenzübertritt brauchst du außerdem eine Touristenkarte. Diese kostet etwa 24 USD pro Person (10 USD Ausreisegebühr Costa Rica, 14 USD Einreisegebühr Nicaragua). Bitte halte das Geld abgezählt bereit. Direkt nach deiner Buchung musst du zudem eine Passkopie an Chamäleon schicken, damit wir für deine Einreise alles vorbereiten können und die Einreise schneller geht. Wichtig: Seit dem 09.01.2025 verbietet die Regierung Nicaraguas (erneut und ohne Vorlauffrist) das Einführen von Kameras, Ferngläser, Drohnen und weiteren optischen Geräten. Daher wird deine Reiseleitung deine Kameras und Ferngläser einsammeln und beim costa-ricanischen Busfahrer in Obhut lassen. Du kannst in Nicaragua aber Fotos mit deinem Handy machen. Sobald ihr in Costa Rica zurück seid, wird dir deine Ausrüstung wieder von eurem Busfahrer übergeben. Dies finden wir sicherer, als die Ausrüstung von den Grenzbehörden verwalten zu lassen. Da du an der Grenze ggf. in der Sonne warten musst, pack dir heute vorsichtshalber Sonnenschutz ein. Zudem wirst du dein Gepäck selbst über den Grenzstreifen (also von Grenzstation zu Grenzstation) ziehen bzw. tragen müssen.
Weshalb Granada auch La Gran Sultana heißt, und was es mit den Piraten auf sich hat, erklärt dir deine Reiseleitung auf einem Spaziergang durch die Altstadt mit ihren beeindruckenden Kirchen und historischen Gebäuden. Du besuchst das Kunst- und Kulturzentrum Casa de los Tres Mundos – das Haus der drei Welten – in einer historischen Villa. Im Café de las Sonrisas, besuchst du die Begegnungsstätte Tío Antonio. Dort lernst du auf spielerische Weise ein wenig Gebärdensprache und kannst dich im Knüpfen einer Hängematte versuchen. Während einer Bootsfahrt auf dem Nicaragua-See erlebst du das Vogelparadies der über 365 Las Isletas, der kleinen Inseln.
Wer das Temperament Nicaraguas erleben möchte, macht sich auf den Weg in die Landeshauptstadt. In Managua sind die Eindrücke sehr vielfältig. Du besuchst die ungewöhnliche neue sowie die traditionelle alte Kathedrale und die Reste des ehemaligen Hauptquartiers von Diktator Somoza. Dort erfährst du einiges über Nicaraguas jüngste Geschichte. Im Masaya-Nationalpark geht es zum gleichnamigen Vulkan, der in präkolumbianischer Zeit rituelle Bedeutung für die indigene Bevölkerung hatte. Der Vulkan Masaya ist immer mal wieder aktiv. Sollte der Nationalpark Masaya aus diesem Grund geschlossen werden, besuchst du stattdessen den Vulkan Mombacho (1.344 Meter). Hier erwartet dich zwar kein Krater, dafür aber ein Naturschutzgebiet mit interessanter Flora und Fauna sowie eine grandioses Aussicht auf Granada und den Nicaragua-See.
Bevor du Nicaragua verlässt, kannst du dich an der wunderschönen Laguna de Apoyo verabschieden. Wieder in Costa Rica durchquerst du ein einzigartiges Naturschutzgebiet – die letzten Reste des seltenen tropischen Trockenwaldes, der sich während der Trockenzeit zwar ohne Laub, aber mit den gelb leuchtenden Blüten des Goldbaumes zeigt. Bitte lege deinen Reisepass und auch dein Flugticket heute griffbereit ins Handgepäck, denn beides musst du bei der Einreise nach Costa Rica vorzeigen. Beim Grenzübertritt ist eine Gebühr von 4 US-$ (Ausreisegebühr Nicaragua) zu bezahlen. Bitte halte den Betrag abgezählt bereit.
Rincón de la Vieja heißt so viel wie »Ecke der alten Frau«. Es fällt leicht beim Anblick des Vulkans im gleichnamigen Nationalpark an Hexenlegenden zu glauben. Schwefelhaltige Thermalquellen, dampfende Fumarolen und blubbernde Schlammlöcher zeugen von konstanter Aktivität. Der umliegende Wald weist vier Hauptklimazonen auf, die für große Artenvielfalt sorgen. Der Nationalpark ist umgeben von Rinderfarmen aus der Kolonialzeit. Mit etwas Glück kannst du sogar reitenden Sabaneros, Costa Ricas Cowboys, bei ihrer Arbeit zusehen.
Bevor du heute du zum ersten Mal frische Seeluft schnupperst, besuchst du die Tierauffangstation Las Pumas in der Nähe von Cañas. Sie wurde 1959 von einem Schweizer Ehepaar gegründet, um Wildtiere zu retten, die durch die Abholzung der Wälder ihren Lebensraum verloren hatten. Mittlerweile führt die Tochter die Station weiter und kümmert sich um Tiere, die nicht mehr in die Wildnis zurückkehren können. Anschließend führt dich dein Weg auf die Nicoya-Halbinsel zu deiner Unterkunft.
Ganz in deiner Nähe befindet sich das private Curú Naturschutzgebiet. Hier kannst du Tiere beobachten und baden. Das Gebiet umfasst einen langen Sandstrand sowie unterschiedliche ausgebaute Wege durch Mangroven und Flusslandschaften. Seine Abgeschiedenheit ermöglicht es dir, abseits der Touristenpfade die verschiedenen Ökosysteme entspannt zu erkunden. Mal schauen, was du auf einer ca. eineinhalbstündigen Wanderung so alles entdeckst. Der Pazifik ist rau, und manchmal herrscht hoher Wellengang mit entsprechender Strömung, die je nach Jahreszeit variiert. Von Januar bis März wehen eher starke Winde, dann ist der Wellengang tendenziell stärker.
Auf dem Weg zurück nach San José setzt du mit der Fähre von der Nicoya-Halbinsel nach Puntarenas über. Am Río Tárcoles gehst du an Bord eines Bootes und erkundest den Mangrovenwald. Zahlreiche Wasservögel wie Reiher, Ibisse, Wasserhühner, aber auch Brüllaffen, Klammeraffen und Kapuzineräffchen leben hier. Auf den Sandbänken sonnen sich häufig Krokodile.
Am Morgen fliegst du nach Panama. Panama City, Stadt der Gegensätze: Die Wolkenkratzer und moderne Infrastruktur der Neustadt einerseits und die Altstadt Casco Antiguo, die du zu Fuß erkundest. Ihre Kirchen, kolonialen Bauten und schmalen Gässchen haben dem historischen Stadtkern den Status des UNESCO-Weltkulturerbes eingebracht. Du schlenderst durch die Gassen, wirfst einen Blick auf die Skyline der modernen Stadt und erfährst viel über die bewegte Geschichte Panamas. Bitte lege deinen Reisepass und dein Rückflugticket (Flugplan) heute griffbereit ins Handgepäck. Der Besuch von Casco Antiguo kann bei geänderten Flugzeiten auch auf einen anderen Tag verlegt werden.
Heute geht es auf Bootsfahrt auf dem legendären Panamakanal von Gamboa bis Monkey Island. Dabei kannst du den gigantischen Frachtern aus nächster Nähe bei der Durchfahrt zusehen. Und Affen gibt es sicher auch zu beobachten. Das Mittagessen findet in einem nahegelegenen Restaurant statt. Im Anschluss wartet die Miraflores-Schleuse auf dich. Im Kanalmuseum erfährst du alles über den Bau dieses Technikwunders. Mit etwas Glück kannst du auch eines der großen Schiffe bei der Durchfahrt beobachten.
Kleine Einbaumboote bringen dich den Río Gartun hinauf, tief in Panamas Regenwald. In einem traditionellen Dorf der Emberá erfährst du einiges über Pflanzenheilkunde, Schamanismus und festliche Zeremonien. Anschließend gibt es ein einfaches, aber leckeres Mittagsmahl. Danach erkundest du die Ruinenstadt Panamá la Vieja. Anfang des 16. Jahrhunderts gegründet, entwickelte sie sich schnell zur wichtigsten Hafenstadt. Ein strategischer Knotenpunkt und einstiger Handelsplatz des spanischen Reiches im Wettlauf um die Herrschaft über die neue Welt. Heute wirst du mit einem landestypischen Mittagessen verwöhnt. Mit deinem Besuch leistest du einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation vor Ort, indem sich die Gastgeberinnen und Gastgeber ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften.
Tag 17
Abschied aus dem Paradies
Verpflegung:
Frühstück, Mittagessen
Heute besuchst du das Museum für Biodiversität, das dir einen Einblick in die vielfältige Naturgeschichte Panamas gewährt. Bei einem anschließenden Mittagessen kannst du die Reise noch einmal Revue passieren lassen, bevor der Abschied ansteht, und du zum Flughafen gebracht wirst. Hinweis: Bitte achte bei der Gepäckaufgabe in Panama darauf, ob die Airline dort als Endziel San José oder deinen Zielflughafen auf das Gepäcklabel druckt. Sollte sie nämlich das Gepäck nicht durchchecken, musst du es in San José annehmen und noch einmal neu einchecken. In der Regel sind die Mitarbeiter in Panama sehr hilfsbereit und checken das Gepäck durch. Die Entscheidung liegt jedoch bei den Mitarbeitern vor Ort und wir haben keinen Einfluss hierauf.
Tag 18
Willkommen zu Hause
Noch voller Eindrücke landest du und reist weiter nach Hause.
Termine und Preise
Leistungen
Inkludiert
Preis inklusive Linienflug ab/bis Frankfurt
Erlebnisreise mit höchstens 12 Gästen
Garantierte Durchführung aller Termine
Rail&Fly in der 1. Klasse der Deutschen Bahn zum Flughafen und zurück (https://www.bahnanreise.de/geltungsbereich)
Linienflug mit Lufthansa nach San José und zurück (Buchungsklasse L/T)
Regionalflug mit Copa Airlines von San José nach Panama City und zurück
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist Travelife-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
So kannst du zu mehr Nachhaltigkeit auf deiner Reise beitragen
Auch du kannst aktiv dazu beitragen, deine Reise nachhaltiger zu gestalten. Von der Vorbereitung auf deine Reise bis hin zur Unterstützung von lokalen Unternehmen im Reiseland – es gibt viele Möglichkeiten.