
Duftendes Blumenmeer, nebelverhangene Wälder und dazwischen liebliche Dörfer, Bananenstauden und Zuckerrohrplantagen: Madeira birgt an jeder Ecke Landschaften, die zum Träumen verführen und zum Aktivwerden verleiten. Doch die von den Wellen des Atlantiks umspülte portugiesische Insel versprüht ihren Zauber auf verschiedene Weise – abhängig davon, wo du dich gerade befindest: im Norden oder im Süden Madeiras.
Je nachdem, ob du in die raue und ursprüngliche Seite der Insel eintauchen möchtest oder ob du lebhaftere Orte und wunderschöne Küsten erkunden willst, ob du in den Bergen wandern oder zu geheimen Buchten hinabsteigen möchtest, gilt es, andere Regionen der „Blumeninsel“ anzusteuern. Wir verraten dir die Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden Madeiras, wo du was unternehmen kannst und auf welches Wetter du dich einstellen solltest, damit sich der Zauber der Insel voll und ganz für dich entfalten kann.
Das Wichtigste zu den Unterschieden zwischen Madeiras Norden und Süden
- Der Norden Madeiras ist rauer, wilder und ursprünglicher, die Landschaft ist bergiger und die touristische Infrastruktur ist weniger ausgebaut. Zu den schönsten Orten zählen der Adlerfels, der Laurisilva Lorbeerwald sowie die Orte Porto Moniz und Santana. Im Süden befinden sich lebhaftere Städte, die Auswahl an Unterkünften und Einkehrmöglichkeiten ist größer und die Natur leichter zugänglich. Highlights sind die Hauptstadt Funchal, die Steilklippe Cabo Girão, die Stadt Machico und das Fischerdorf Cabo Girão.
- Das Wetter Madeiras unterscheidet sich zwischen dem Norden und dem Süden. Der Süden ist meist trockener, sonniger und wärmer, während es im Norden etwas kälter und windiger ist. Vor allem im Winter kann es dort zudem häufiger regnen.
- Wanderungen im Norden Madeiras können aufgrund des Terrains, der Steigungen und der abgeschiedeneren Lage anspruchsvoller sein, während es im Süden mehr ausgebaute und flachere Wanderwege gibt.
- Da Madeira von Nord nach Süd nur etwa 22 km breit ist, lassen sich beide Teile der Insel auf einer Reise miteinander kombinieren.
Madeira: Inselparadies mit zwei Gesichtern
„Madeira ist so eine unglaublich schöne Insel, so grün, so satt, so beeindruckend.“ Mit diesen Eindrücken ist unsere Kollegin Melanie von der Reise „Madeira Durchquerung – von Ost nach West mit Hotelkomfort“ zurückgekehrt. Doch kaum berichtet sie weiter, wird klar: Ganz so einfach lässt sich Madeira nicht in wenigen Worten zusammenfassen, dafür ist es viel zu facettenreich. Da ist einmal von einem „tollen Höhenweg mit fantastischen Aussichten“, dann von „stockdunklen Tunneln“ und schließlich von „rauschenden Wasserfällen“ und „plätschernden Levadas“ die Rede.
Besonders gegensätzlich zeigen sich die Naturschauspiele zwischen dem Norden und dem Süden Madeiras. Das liegt vor allem am Encumeada-Pass im Zentrum, dessen Berge die Insel in zwei Teile teilen und für die unterschiedlichen Gegebenheiten im nördlichen und südlichen Teil Madeiras verantwortlich sind. So schwimmst du im raueren Norden in vulkanischen Meeresschwimmbecken, streifst durch wilde Landschaften, erklimmst die höchsten Berge der Insel und steigst in mystische Höhlen hinab. Im Süden hingegen schlenderst du durch lebendige Küstenorte, spazierst an Sandstränden entlang und lässt dich von Weinbergen verzaubern.
Auf der untenstehenden Karte bekommst du schon einen ersten Eindruck von den Unterschieden zwischen dem Norden und dem Süden Madeiras:

Wie unterscheiden sich Madeiras Norden und Süden voneinander?
Madeira gilt zwar gemeinhin als Wander- und Naturparadies, doch diese paradiesischen Bedingungen zeigen sich im Norden und Süden auf unterschiedliche Weise.
Darin unterscheiden sich Nord- und Südmadeira:
- Wetter
- Landschaften
- Wanderbedingungen
- Infrastruktur
- Atmosphäre
Damit du weißt, was dich bei deiner Reise in die jeweilige Region erwartet, stellen wir den Norden und den Süden Madeiras im Folgenden jeweils in Hinblick auf das Wetter, die Landschaften, die Städte und Dörfer sowie die Wanderbedingungen gegenüber. Außerdem verraten wir dir die aus unserer Sicht schönsten Orte im Norden und die schönsten Orte im Süden.
Du willst direkt ab auf die Insel? Hier kommst du zu unseren Madeira-Reisen.
Das Wetter auf Madeira: Sonne im Süden, Wolken im Norden

Als „Insel des ewigen Frühlings“ ist Madeira für das ganzjährig milde Wetter bekannt, das die Insel im Atlantik zum Lieblingsreiseziel für Winterverdrossene und Wanderbegeisterte macht. Doch der Blick auf die grüne Natur im Norden und die sonnenverwöhnten Küsten im Süden lassen es bereits erahnen: Wie genau sich das subtropische Klima präsentiert, hängt davon ab, wo auf der Insel du dich aufhältst. Denn das Gebirge im Zentrum hält wie ein Schutzschild die von Nordwesten heranziehenden Winde ab.
Das Ergebnis: Die von Norden nahenden Regenwolken lassen den Niederschlag an den Steilklippen und Berggipfeln herab, der Süden bleibt hingegen verschont. Der Süden ist daher trockener, die Temperaturen liegen meist etwa zwei Grad Celsius über denen im Süden und die Sonne zeigt sich dir bis zu 10 Stunden am Tag. Im Norden regnet es mehr, es ist windiger und Wolken schieben sich häufiger in dein Blickfeld. Irgendwo auf Madeira findest also eigentlich immer einen Platz, an dem du genau das unternehmen kannst, wonach dir gerade der Sinn steht. Dir ist es an den Küsten im Süden zu heiß? Dann auf zu einer Wanderung durch den Lorbeerwald im Norden. Du wolltest im Norden wandern, aber die Regenwolken machen dir einen Strich durch die Rechnung? Probiere dein Glück im Süden, denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass auf der anderen Seite des Gebirgspasses gerade die Sonne scheint.
🛈 Gut zu wissen: Im Süden Madeiras finden Obst, Gemüse und Wein ein ideales Klima zum Wachsen vor, nur die nötige Bewässerung fehlt. Damit sie dennoch gedeihen können, wurden bereits vor Jahrhunderten die sogenannten Levadas erbaut. Diese alten Wasserkanäle transportieren das benötigte Wasser vom feuchten Norden in den trockenen Süden.
Das Wetter auf Madeira im Vergleich:
| Norden: | Häufigere Regenfälle Mehr Wolken & Nebel Windiger |
| Süden: | Sonniger Weniger Regenfälle Rund 2 – 3 °C wärmer als im Norden |
Tipp: Obwohl es im Norden häufiger regnet als im Süden, bedeutet das nicht, dass du dort nicht auch Chancen auf Sonne hast – insbesondere im Sommer. Mehr Infos rund um das Wetter auf Madeira findest du in unserem Beitrag zur besten Reisezeit für Madeira. Möchtest du die unterschiedlichen Mikroklimata Madeiras selbst erleben und spüren, wie nah Sonne, Regen, Wind und Nebel beieinander liegen können, empfehlen wir dir die individuelle Wanderreise „Madeira individuell – quer über die Insel wandern“, auf der du innerhalb von acht Tagen von Porto Moniz im Nordwesten nach Machico im Südosten der Insel gelangst.
Madeiras Landschaften: Wilder Norden, malerischer Süden

Dichte Lorbeerwälder, hohe Berge und blühende Täler, in denen sich Bäche durch Blumenwiesen schlängeln, der Duft der Roten Frangipani erfüllt die Luft und Wasserfälle plätschern im Hintergrund: Madeiras Landschaften sind ein Traum für Naturliebhaber.
Der Norden der Insel zeigt sich bergiger, wilder und urwüchsiger als der Süden. Hier befinden sich die höchsten Gipfel und ein Großteil des Laurisilva-Lorbeerwaldes – jener Zauberwald mit seinen knorrigen und von Nebel umwobenen Bäumen, für den Madeira so berühmt ist. Lavastrände, Höhlen und natürliche Meeresschwimmbecken lassen dich den vulkanischen Ursprung Madeiras mit allen Sinnen erleben.
Im Süden zeigt sich die Landschaft flacher und verträumter. Malerische Küstenabschnitte, idyllische Felder, die zum Picknick einladen, und Hänge, an denen sich vor deinen Augen tropische Früchte, lokales Gemüse und Wein ausbreiten, prägen das Bild. Und obwohl Madeira kein klassisches Ziel für einen Badeurlaub ist, wirst du dein Bedürfnis nach einer Strandauszeit im Süden eher stillen können als im Norden. Steigst du zu den kleinen Badebuchten unterhalb der Klippen hinab oder steuerst die künstlich angelegten Sandstrände bei Calheta an, kannst du dich im klaren, warmen Wasser treiben lassen.
Tipp: Du möchtest herausfinden, was es mit dem mystischen Nebelwald auf sich hat? In unserem Beitrag zum Lorbeerwald auf Madeira stellen wir dir das UNESCO-Weltkulturerbe näher vor und zeigen dir die schönsten Wanderwege durch das grüne Naturjuwel.
Madeiras Landschaften im Vergleich:
| Norden: | Ursprünglicher Bergiger Lorbeerwald Vulkanische Höhlen Vulkanschwimmbecken Lavastrände |
| Süden: | Flacher Idyllischer Weinberge Sand- und Kieselstrände Kleinerer Teil des Lorbeerwalds Hänge mit Früchten und Gemüse |
🛈 Gut zu wissen: Die Levadas transportieren nicht nur Wasser für Obst und Gemüse, sondern verbinden ebenfalls die so unterschiedlichen Landschaften im Norden und Süden Madeiras. Sie ziehen sich über die gesamte Insel und bilden ein fantastisches Wanderwegenetz. Auf der individuellen Wanderreise „Madeira individuell – der Levada Trek“ folgst du diesen einzigartigen Wanderwegen durch Tunnel und über Bergkämme vom bergigen Herzen Madeiras bis zu den Weinbergen an der Küste. Wie genau, entscheidest du, denn jeden Tag stehen dir bis zu drei Routen zur Auswahl.
Wandern in Madeiras Norden oder Süden?

Egal, ob im Norden oder Süden Madeiras: Beim Wandern bist du von einer Kulisse umgeben, die leuchtet, duftet und zwitschert: Flankiert vom lilafarbenen Madeira-Knabenkraut und blauen Hortensien führen dich die Levadas von kleinen Ortschaften, an Gärten mit Bananenstauden und Hängen mit Weinreben vorbei, zu Wäldern, in denen sich die Silberhaustaube zuhause fühlt. Und während du noch deine Marajuca vom Bauernmarkt vernaschst, weht plötzlich der süße Duft vom Feigenbaum am Wegesrand zu dir hinüber.
Im Norden wirst du dich als Trekking-Enthusiast wie im Himmel fühlen – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wenn du spektakulären Höhenwegen zu Bergen wie dem Pico Ruivo, dem Pico das Torres um dem Pico Ariero folgst, scheinen die Wolken zum Greifen nah. Die Wanderungen entlang der Klippen fordern zwar deine Ausdauer, doch belohnen dich dafür mit spektakulären Aussichten. Weniger anspruchsvoll sind viele der Wege durch den Laurisilva, die dich entlang von mit Moos bedeckten Bäumen und aus dem Unterholz hervorblitzenden Orchideen leiten.
Im Süden erfordert deine Wanderplanung aufgrund des trockeneren und sonnigeren Wetters etwas weniger Flexibilität. Bei meist warmen Temperaturen kannst du zur höchsten Steilklippe Europas, dem Cabo Girão wandern, grüne Täler durchqueren, an bildschönen Wasserfällen vorbeimarschieren und eine Pause zwischen Weinterrassen einlegen.
Unsere Kollegin Katharina hat auf der Reise „Madeira Durchquerung – von Ost nach West mit Hotelkomfort“ auch in Hinblick auf den Untergrund der Wanderwege einen Unterschied zwischen dem Norden und Süden Madeiras festgestellt:
„Im Norden waren viele Wege mit Lorbeerblättern bedeckt, im Süden waren die Wege meist steinig und schroff. Es gab immer mal wieder Stellen, wo man über Steine oder kleine Felsen gehen musste, die rutschig sein können.“
Einen Vorgeschmack, was dich beim Levada Wandern auf Madeira erwartet, bekommst du im folgenden Video. Wo du besonders schön wandern kannst, zeigen wir dir in unserem Bericht zu den Top Wanderwegen Madeiras.
🛈 Gut zu wissen: Insbesondere bei deinen Wanderungen im Norden solltest du auf alle Wetterlagen vorbereitet sein, da die Temperaturen sich schnell ändern können und du vielleicht von Regen überrascht wirst. Informiere dich zudem vor dem Start über mögliche Wegsperrungen, die aufgrund von Unwettern kurzfristig eingerichtet werden können.
Wandern auf Madeira im Vergleich:
| Norden: | Wechselhaftere Wetterbedingungen Bergiges Terrain Top-Wandergebiete: Pico Ruivo, Laurisilva-Lorbeerwald, Adlerfels |
| Süden: | Trockene und sonnige Wetterbedingungen Größtenteils flacheres Terrain Top-Wandergebiete: Cabo Girão, Levada do Caniçal, Weinbaugebiet Estreito de Câmara de Lobos |
Tipp: Für viele Wanderwege auf Madeira musst du dich im Voraus registrieren und eine Zutrittsgebühr zahlen. Auf unseren geführten Wanderreisen kümmern wir uns für dich darum. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Wanderung im Norden auf den Pico Ruivo, den mit rund 1.862 m höchsten Berg Madeiras, auf der Reise „Madeiras Highlights erwandern“ oder mit einer Tour entlang der Levada do Caniçal im Süden Madeiras auf der Reise „Madeira gemütlich erwandern“?
Die Dörfer und Städte von Madeira: Ruhiger Norden, lebendiger Süden

Wilder, ursprünglicher und entlegener Norden oder lebendiger, gut angeschlossener und mit Top-Infrastruktur ausgestatteter Süden: Was darf es denn sein? Madeiras Facettenreichtum hört nicht mit der Natur auf, sondern setzt sich in den Dörfern und Städten fort.
Im Norden fühlst du dich zuweilen fernab der Zivilisation, hin und wieder gelangst du in kleine Dörfer, in denen die Einheimischen ihrem Alltag nachgehen, Kartoffeln vom Feld ernten und ihre Gärten pflegen. Reisende finden selten ihren Weg hierhin, ja, oftmals scheinen die Ortschaften sogar nahezu verlassen zu sein. Möchtest du im Norden übernachten, kann sich die Unterkunftssuche daher etwas schwieriger gestalten, dafür sind die urigen Landgasthöfe („Quintas“) umso charaktervoller.
Im Süden hingegen tritt – nicht zuletzt, da sich hier die Hauptstadt Funchal und der Flughafen befinden – die lebhaftere Seite der Insel zutage. Die Städte und Dörfer sind touristisch erschlossener, du kannst an hübsch gestalteten Promenaden entlang flanieren, das nächste Restaurant oder Café ist nicht weit und in den Zentren spazierst du sowohl an historischen Gebäuden als auch an modernen Bauten vorbei. Trotz allem Fortschritt musst du jedoch selbst in den Städten im Süden nicht auf madeirischen Charme verzichten: In den Häfen schaukeln bunte Holzboote im Wasser, die Häuser schmiegen sich malerisch in die Klippen und die Menschen in den geschichtsträchtigen Dörfern begegnen dir mit ihrer mediterranen Herzlichkeit.
Die Dörfer und Städte auf Madeira im Vergleich:
| Norden: | Ruhige & ursprüngliche Atmosphäre Kleine, entlegenere, traditionelle Dörfer Wenige touristische Angebote Geringere Auswahl an Unterkünften und Restaurants Bekannte Orte: Santana, Porto Moniz, Porto da Cruz |
| Süden: | Lebhafte Atmosphäre Geschichtsträchtige Dörfer und kosmopolitische Städte mit historischen und modernen Teilen Mehr touristische Angebote Große Auswahl an Unterkünften und Restaurants Bekannte Orte: Funchal, Machico, Câmara de Lobos |
Tipp: Auf der Reise „Madeira Durchquerung – von Ost nach West mit Hotelkomfort“ spürst du sowohl das Flair des Nordens als auch des Südens Madeiras, wenn du zwischen Machico und Porto Moniz die unterschiedlichsten Orte passierst.
Unser Gast Siegfried hat die Vielfältigkeit Madeiras in vollen Zügen genossen:
„Insgesamt eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderreise. Organisation sehr gut – durch die perfekten Ortskenntnisse des Guides (Samuel) konnten überlaufene Wanderwege großteils vermieden werden.“
Die Highlights Madeiras im Norden und Süden: Städtecharme, Landidylle & Naturdenkmäler
Auf der Suche nach den Highlights Madeiras wirst du sowohl im Süden als auch im Norden der Insel fündig. Einzigartige Naturschauspiele von herabstürzenden Wasserfällen bis hin zu steilen Klippen, kunstvoll angelegte Gärten, die einem Blütenmeer gleichen und Aussichtspunkte, die dich beim Wandern immer wieder zum Innehalten bringen. Dazwischen ein Bad im Meer oder im natürlichen Pool: Madeira ist an keiner Stelle eintönig.



Was in einem Bericht zu Madeira selbstverständlich nicht unerwähnt bleiben darf, ist die Blumenpracht, die sich über die gesamte Insel verteilt. Unsere Kollegin Melanie konnte auf jeden Fall gar nicht genug davon bekommen:
„Man hatte schon so viele Bilder von den Blumen gemacht und musste doch noch weitere Bilder machen, weil wieder eine schöner als die andere war und man sich einfach nicht satt sehen konnte.“
Die schönsten Orte in Madeiras Norden und Süden:
| Norden | Süden |
|---|---|
| Adlerfels („Penha d’Águia“): Zwischen Porto da Cruz und Faial gelegene überdimensionale, markante Steinformation mit steil zum Atlantik abfallender Felswand. Der Ausblick von oben ist fantastisch und reicht über Dörfer, Berge und das Meer. | Funchal: Von Hügeln umgebene Hauptstadt Madeiras am Atlantik mit einem reichen historischen Erbe, üppigen Gärten und einer verwinkelten Altstadt. Berühmte Sehenswürdigkeiten sind der Botanische Garten, die Kathedrale Sé und die Markthalle. |
| Laurisilva: Rund 20 Millionen Jahre alter Lorbeerwald, der rund 20 % der Insel umfasst und vor allem in den Höhenlagen des Nordens vorkommt. Er beherbergt eine Vielzahl an Wanderwegen und zählt seit dem Jahr 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe. | Cabo Girão: Die mit einer Höhe von 580 m höchste Steilklippe Europas, die bei schönem Wetter weite Ausblicke bis zum Ostkap São Lourenço bietet. Vom Skywalk, einer gläsernen Aussichtsplattform, schaut man hinunter auf den Ozean. Die Seilbahn „Teleférico do Rancho“ führt mit Blick auf die als „Fajãs“ bezeichneten bewirtschafteten Terrassen an den Felsen hinab zum Ort Rancho und dem Strand Praia da Fajã do Rancho. |
| Porto Moniz: Zwischen Bergen eingebetteter Küstenort mit schwarzen Lavastränden und vulkanischen Naturpools. Von hier aus ist es zudem nicht weit bis zum Lorbeerwald von Fanal. | Machico: Rund 7 km vom Flughafen in Funchal entfernte Stadt, in der Gonçalves Zarco und Tristão Vaz Teixeira, die als Entdecker Madeiras gelten, im Jahr 1419 erstmals Madeira betraten. Der Sandstrand lädt zum Baden und Sonnen ein, oberhalb davon reicht der Blick vom Pico do Facho bis zum Ostkap. |
| Santana: Die wohl bekannteste Gemeinde in Nordmadeira, die für ihre traditionellen Häuschen in Dreiecksform mit reetgedeckten, fast bis zum Boden reichenden Giebeldächer bekannt ist („Casinhas de Santana“). Zahlreiche Wanderwege führen durch die traumhafte Natur der als UNESCO Biosphärenreservat ausgezeichneten Region. | Câmara de Lobos: Eines der ältesten Fischerdörfer Madeiras, das von Meer, Bananenplantagen und Bergen umgeben ist und für die im Hafen schaukelnden Fischerboote „Xavelhas“ bekannt ist. Oberhalb des Ortes bietet sich das Weinanbaugebiet „Estreito de Câmara de Lobos“ für Wanderungen an. |
Tipp: Die Wanderung zum Adlerfels ist ziemlich anspruchsvoll. Sofern du nicht über eine ausgezeichnete Kondition und ausreichend Wandererfahrung verfügst, solltest du es lieber bei der Aussicht auf den eindrucksvollen Felsen belassen – was sich definitiv ebenso lohnt. Auf der Reise „Madeira gemütlich erwandern“ bietet dieser fulminante Blick den Start für eine Wanderung vorbei an Terrassenfeldern und umgeben vom Macchia-Duft. Was du dir sonst auf Madeira unbedingt anschauen solltest, haben wir dir in unserem Artikel zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Madeiras zusammengefasst.
Madeira: Süden oder Norden? Der Vergleich
Schwarzer Sand, neblige Wälder und raue Bergwelten im Norden, sonnenverwöhnte Küsten, Felder mit Bananenstauden und Buchten, in denen das glasklare Wasser wie zum Baden gemacht scheint, im Süden: Wer sich daran versucht, Madeira zu beschreiben, hat es nicht leicht. Schließlich gibt es nicht die EINE Landschaft oder das EINE Wetter, die Wanderbedingungen sind so unterschiedlich, wie die Blumen der Insel bunt sind und die Ortschaften sprühen mal nur so vor Lebendigkeit, während andernorts die Zeit stillzustehen scheint.
Madeiras Norden und Süden im Vergleich:
| Norden | Süden | |
|---|---|---|
| Wetter | Wechselhafter, regenreicher, kühler, nebliger, windiger | Sonniger, wärmer, geringer Niederschlag |
| Landschaften | Bergiger, unberührter, wilder | Malerischer, terrassierte Felder |
| Infrastruktur | Eingeschränkteres touristisches Angebot | Vielerorts umfangreiches touristisches Angebot |
| Ortschaften | Kleinere, teils abgelegene Dörfer | Lebhafte Städte mit modernen und historischen Zentren |
| Atmosphäre | Ruhiger, ursprünglicher | Lebhafter, erschlossener |
| Perfekt für | Abenteuer, Ruhe | Sightseeing, Entspannung |
Bist du auf der Suche nach ursprünglicher Natur, die sich mal dramatisch und mal ganz sanft zeigt, genießt du es, dich fernab der Zivilisation zu fühlen und nimmst dafür gerne den ein oder anderen Regenschauer in Kauf, dann solltest du den Norden Madeiras ansteuern. Sehnst du dich hingegen nach gelassenem Inselflair, möchtest du die freie Auswahl aus Ausgehmöglichkeiten haben und dabei Sonne tanken, dann wirst du dich im Süden Madeiras am wohlsten fühlen.
Unsere Antwort auf die Frage, ob nun der Norden oder der Süden Madeiras die bessere Wahl ist, lautet eindeutig: Es kommt ganz darauf an, wonach dir der Sinn steht. Aber: Warum eigentlich für eine Seite der Insel entscheiden? Da Madeira gerade einmal rund 57 km lang und 22 km breit ist, kannst du sie ganz einfach komplett erleben – mit allen Vorzügen, die sowohl der Norden als auch der Süden bieten.

Tipp: Auf der individuellen Wanderreise „Madeira individuell – quer über die Insel wandern“ lernst du alle Facetten der Insel kennen, vom höchsten Gipfel Madeiras bis zur Bucht von Machico.
Unsere Gästin Jeanne berichtet:
„Wunderschön ausgewählte und abwechslungsreiche Wanderrouten, die einen tollen Einblick von der Insel verschaffen. Alles hat sehr gut geklappt, Routen leicht über die App zu finden, Transporte reibungslos, Schwierigkeitsgrad und Beschreibungen passend.“
Dich hat die Insel-Lust gepackt? In unserem Beitrag zum Wandern am Meer stellen wir dir Europas beste Inseln für Küstenwanderungen vor. Falls du mit einer anderen Inselgruppe liebäugelst, schau dir unseren Vergleich zwischen den Azoren und Madeira an.
Häufig gestellte Fragen zum Vergleich vom Norden und Süden Madeiras
Kleine Insel mit unglaublicher Vielfalt: Obwohl Madeira gerade einmal etwa 741 km² „groß“ ist – und damit sogar etwas kleiner als Hamburg (ca. 755 km²) – zeigt sich dir die Insel immer wieder mit einem anderen Gesicht. Hohe Berge, tiefe Täler, kleine Dörfer, subtropische Wälder, schwarze Strände und steile Klippen sind nur einige der spektakulären Landschaften, die sich in dein Blickfeld schieben. Damit du weißt, in welcher Region welches Highlight auf dich wartet, beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um Madeiras Norden und Süden.
Ob der Norden oder der Süden Madeiras besser ist, hängt von den individuellen Vorlieben ab. Der Norden ist etwas rauer, wilder und bergiger. Die Natur zeigt sich grüner und ursprünglicher, die Dörfer sind kleiner und die touristische Infrastruktur ist weniger ausgebaut. Zudem ist es meist etwas kälter als im Süden und die Regenwahrscheinlichkeit liegt höher.
Der Süden ist touristisch mehr erschlossen, hier befinden sich lebhaftere Städte, darunter die Hauptstadt Funchal, und neben den ebenfalls im Norden vorzufindenden schwarzen Vulkanstränden gibt es künstlich angelegte Sandstrände. Das Wetter zeigt sich beständiger, sonniger und wärmer.
Südmadeira ist meist sonniger als der Norden der Insel und die Temperaturen liegen rund 2 °C bis 3 °C höher. Das liegt an dem Gebirgszug im Zentrum, an dessen Hängen sich die vom Atlantik heranziehenden Wolken abregnen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, dass es in Nordmadeira regnet, während es zur gleichen Zeit auf der Südseite trocken ist und die Sonne scheint.
Madeiras Norden und Süden unterscheiden sich in Hinblick auf ihre Landschaften, die Wegbeschaffenheit, die Infrastruktur und das Wetter, was unterschiedliche Wanderbedingungen mit sich bringt.
Wer im Norden wandert, ist von grüner und ursprünglicher Natur mit steilen Klippen, rauschenden Wasserfällen und nebelverhangenen Wäldern umgeben. Zudem befinden sich hier die höchsten Berge der Insel. Viele der Wanderwege verlaufen durch abgelegene Gegenden und erfordern öfter Trittsicherheit. Da das Wetter im Norden schneller umschlagen kann und Regen, Nebel sowie Wind häufiger auftreten, sollte man seine Ausrüstung darauf abstimmen, regelmäßig den Wetterbericht prüfen, sich über mögliche Wegsperrungen informieren und in der Wanderplanung flexibel bleiben.
Im Süden ist ein Großteil der Wanderwege besser ausgebaut, sie werden stärker frequentiert und sind leichter zu erreichen. Sie verlaufen vermehrt entlang der Küsten und bieten die Möglichkeit, in Buchten zu baden. Die Umgebung ist durch Weinterrassen und Bananenplantagen geprägt. Das sonnigere und wärmere Klima ermöglicht auch Wanderung im Winter.
Ob man im Norden oder im Süden Madeiras besser wandern kann, hängt also von der eigenen Wandererfahrung, dem Wetter und der gewünschten Atmosphäre ab.
Madeira: Rauer Norden oder sanfter Süden?
Schwarze Vulkanstrände, feuchte Wälder und raue Gipfel auf der einen Seite, idyllische Küsten, sanfte Hänge und lebendige Städte auf der anderen: Madeiras Norden und Süden sind so gegensätzlich, dass man manchmal glauben könnte, innerhalb von ein paar Minuten auf einer anderen Insel gelandet zu sein. Dennoch schafft es die blühende Insel im Atlantik, ihre Kontraste so zu vereinen, dass ein Kunstwerk entsteht, das nicht komplett wäre, wenn eines seiner Teile fehlen würde. Denn Madeira lässt sich nicht in Teilen begreifen, sondern nur in ihrer Gesamtheit erfassen, vom wilden Norden bis zum lebhaften Süden.
Ob beim Wandern entlang von Levadas, beim Erklimmen von rauen Gipfeln, beim Schnuppern an duftenden Blumen oder beim Schlendern über bunte Märkte: Madeira zeigt anschaulich: „Die Mischung machts“. Du willst dir selbst ein Bild davon machen, wie eine kleine Insel so voller Gegensätze stecken kann und herausfinden, ob der Norden oder der Süden Madeiras schöner ist oder ob du einfach jeder Facette der Insel verfällst? Dann wirf doch einen Blick auf unsere Madeira Reisen, auf denen du die unterschiedlichsten Ecken der Insel erkundest und sowohl ihre leisen als auch ihre lebendigen Seiten kennenlernst – sei es geführt mit Guide oder individuell auf eigene Faust.
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„Man hatte schon so viele Bilder von den Blumen gemacht und musste doch noch weitere Bilder machen, weil wieder eine schöner als die andere war und man sich einfach nicht satt sehen konnte.“






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