
Wenn wir auf unseren Reisen Menschen begegnen – am StraĂźenrand, im Dorf, auf dem Markt – dann ist das oft einer der Momente, die am längsten im Gedächtnis bleiben. Genau deshalb ist es uns bei ASI Reisen wichtig, dass diese Begegnungen so stattfinden, dass sie niemandem schaden – und am wenigsten den JĂĽngsten.
Unsere Head of Sustainability & Impact, Nia, erklärt dir heute, warum wir bestimmte Regeln haben, wenn es um Kinder auf den von uns angebotenen Reisen geht – und warum diese Regeln kein Widerspruch zu echten, warmherzigen Begegnungen sind, sondern genau deren Voraussetzung.
Warum ist Kinderschutz auf Reisen wichtig?
Kinder haben eigene Rechte. Laut UN-Kinderrechtskonvention gilt jeder Mensch unter 18 Jahren als Kind – mit einem Recht auf Schutz, Förderung und Mitbestimmung. Bei ASI Reisen orientieren wir uns dabei an den internationalen Standards von ECPAT und dem Verhaltenskodex zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Reise- und Tourismussektor sowie an den geltenden Gesetzen in Deutschland, Ă–sterreich und der Schweiz.
Ein kurzer Besuch im Waisenhaus, ein Geschenk für ein Kind am Straßenrand, ein Foto mit strahlenden Kindergesichtern: Was auf den ersten Blick nach einer schönen Geste aussieht, kann in Wirklichkeit mehr schaden als helfen. Kurzfristige Kontakte durch wechselnde, fremde Gäste können die emotionale Sicherheit von Kindern beeinträchtigen, bestehende Strukturen stören und im schlimmsten Fall unbeabsichtigt zur Ausbeutung beitragen.

Ein Vergleich macht es vielleicht am einfachsten verständlich: Auch bei uns in Europa würden wir nicht einfach in eine Kita hineinspazieren, um Fotos zu machen, oder unangemeldet eine Grundschulklasse besuchen, um Geschenke zu verteilen. Kindergärten, Schulen und ähnliche Einrichtungen sind Orte der Sicherheit. Orte, an denen sich Kinder geschützt fühlen, lernen und frei spielen können sollen, ohne dass fremde Besucher:innen ein- und ausgehen. Was zuhause selbstverständlich ist, wenden wir konsequent auch auf allen unseren Reisen an – unabhängig davon, wie unterschiedlich die Regeln vor Ort tatsächlich sind.
Welche Auswirkungen hat Kinderschutz auf deine Reise?
Um sicherzustellen, dass Kindern der Schutz zuteilwird, den sie verdienen, folgen wir bestimmten Prinzipien, die wir der Planung jeder ASI Reisen zugrunde legen. Das bedeutet:
- Keine Besuche in Kindergärten, Schulen oder Kinderheimen. So schön es scheint – solche Besuche sind in den meisten europäischen Ländern gesetzlich verboten, und dieses Prinzip wenden wir konsequent auf allen unseren Reisen an.
- Kein Voluntourismus mit Kindern. Wir bieten keine Freiwilligenarbeit an, bei der Gäste direkten, unkontrollierten Zugang zu Kindern erhalten. Echte Hilfe braucht Kontinuität und Fachwissen – nicht kurze, gut gemeinte Einsätze.
- Soziale Projekte – wenn, dann nur professionell begleitet. Wo wir soziale Projekte in unsere Reisen integrieren, geschieht jede Interaktion zwischen Gästen und Kindern angeleitet, kontrolliert und mit klaren Schutzmaßnahmen.
- Keine Geschenke oder Geld direkt an Kinder. Das mag im Moment hartherzig wirken – ist aber wichtig. Wenn du helfen möchtest, kannst du das ĂĽber Spendenplattformen oder unsere lokalen Partnerorganisationen tun. So kommt die UnterstĂĽtzung dort an, wo sie wirklich etwas bewirkt.
- Fotos nur mit Zustimmung. Fotos von Kindern machen wir nur mit ausdrĂĽcklicher Erlaubnis der Erziehungsberechtigten – und Kinder werden bei uns niemals als “exotisches Motiv” oder Symbol fĂĽr Armut inszeniert.
Deine Rolle dabei: So zeigst du auf Reisen Kindern Respekt
Wir integrieren diese Richtlinien in unsere Reisen – nicht, um Begegnungen zu verhindern, sondern um sie echt und respektvoll zu gestalten. Unsere Guides und lokalen Partner sind ebenfalls aktiv geschult, damit Kinderschutz auf jeder Station deiner Reise mitgedacht wird. Solltest du während einer Reise etwas beobachten, das dir Sorge macht, kannst du dich jederzeit an deinen Guide wenden – wir gehen solchen Hinweisen immer nach.
Verantwortungsvolles Reisen bedeutet fĂĽr uns, genau hinzuschauen, auch bei den Dingen, die unbequem oder auf den ersten Blick weniger “Instagram-tauglich” sind. Wir sind ĂĽberzeugt: So entstehen die echtesten Begegnungen. Respektvoll, sicher und auf Augenhöhe.
Anlaufstellen zum Schutz von Kindern

Solltest du während einer Reise – oder auch unabhängig davon – auf eine Situation stoßen, die dir fragwürdig erscheint, gibt es neben deinen Guide auch internationale Anlaufstellen, an die du dich wenden kannst:
- Meldeplattform www.nicht-wegsehen.at: anonym und weltweit nutzbar.
- Internationale Hotlines: je nach Land verfĂĽgbar unter https://thinkchildsafe.org/report/
Genauer Hinsehen kostet nichts – aber es kann für ein Kind einen großen Unterschied machen.
Nähere Infos dazu, wie wir Kinder auf unseren Reisen schützen, findest du in unserer Kinderschutzrichtlinie.







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