Anreise nach Kasachstan
Linienflug nach Almaty mit Ankunft am nächsten Tag.

Trekkingreise in die Nationalparks Ile-Alatau, Altyn-Emel und Scharyn sowie zu den Aktau-Bergen und den Seen Alaköl und SongkölZwei Schritte vor und einen zurück. Langsam bahnen wir uns den Weg auf die goldgelbe Sanddüne im Altyn-Emel-Nationalpark. Ihr Gesang erfüllt für einen Moment die Stille, während unser Blick über die geschwungenen Linien des Sandes und des Flusses Ile schweift. Szenenwechsel: Unter den schroffen Felsgipfeln des Terskej-Alatau-Gebirges schiebt sich ein Gletscher knirschend über den steinigen Untergrund. Der daraus hervorspringende Fluss windet sich in die blau-grüne Oberfläche des Sees Alaköl. Wir stehen auf dem gleichnamigen Pass und saugen das beeindruckende Gebirgspanorama auf. Im Siebenstromland in Kasachstan widmen wir uns ausgiebig den Nationalparks und Naturschätzen der Region, in Kirgistan der Wildnis des Himmelsgebirges südlich des Sees Yssykköl. Wir lassen uns von den farbenprächtigen Aktau-Bergen verzaubern, bewundern die Spiegelung der üppigen Tannenwälder in den Kolsai-Seen und wandern im Scharyn-Canyon entlang turmhoher Sandsteingebilde. Im Ile-Alatau-Nationalpark lernen wir, was es mit dem legendären Eislaufstadion Medeo auf sich hat, und wandern nahe dem Großen Almaty-See durch das malerische Chukur-Tal. Wir trekken zum Fuße des Karakol Peak und gönnen unserem Körper im Altyn-Arashan-Tal bei einem Bad in heißen Quellen eine wohlverdiente Auszeit. Am See Songköl übernachten wir in Jurten und im Dorf Koschkor heißen uns kirgisische Familien willkommen. Wir kosten Manty und Samsa, frisch zubereitete Teigtaschen, und sind für kurze Zeit Teil der Gemeinschaft. Kasachstan und Kirgistan – zwei Stan-Länder, unzählige Eindrücke.

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Am Flughafen in Almaty werden wir von unserer Reiseleitung begrüßt und fahren gemeinsam zu unserem Hotel, wo wir bereits unsere Zimmer beziehen können. Nach einem späten Frühstück starten wir unsere Stadtbesichtigung. Wir spazieren durch den Panfilov Park, in dem sich unter anderem das Denkmal für Panfilovs 28 Gardisten und die schöne Christi-Himmelfahrt-Kathedrale mit ihren fünf goldenen Kuppeln befindet und besuchen das Staatliche Museum der Republik Kasachstan. Anschließend fahren wir mit der Seilbahn hinauf auf den Hausberg Kök-Töbe. Von hier lässt sich ein traumhafter Ausblick auf die Stadt genießen. Auf dem Berg befindet sich neben einem kleinen Vergnügungspark eine Bronzestatue für die britische Rockband The Beatles und der Fernsehturm von Almaty. Beim gemeinsamen Abendessen lassen wir den Tag ausklingen.
Nach dem Frühstück im Hotel fahren wir zur Eisschnelllaufbahn Medeo, auf 1.700 m südöstlich der Stadt im Nationalpark Ile-Alatau gelegen. Die Bahn wird von den Bergen des Tian Shan umrahmt und gehört zu den bekanntesten Eisschnelllaufbahnen der Welt. Wir steigen 800 Stufen hinauf zu einem Staudamm, um von dort noch einen besseren Blick auf die umliegenden Berge zu erhalten. Nach dem Mittagessen fahren wir weiter zum Großen Almaty-See auf 2.511 m. Hier begeben wir uns auf eine Wanderung durch das malerische Chukur-Tal und zum gleichnamigen Wasserfall. Danach fahren wir zurück nach Almaty.
Heute fahren wir nach Basshi in den Altyn-Emel-Nationalpark. Der 1996 gegründete Nationalpark ist der größte Kasachstans und reicht entlang des Flusses Ile bis an die Qapschaghai-Talsperre. Auf dem Weg bekommen wir einen ersten Eindruck der außergewöhnlichen Landschaft und der verschiedenen Gesteinsformen des Nationalparks. Im Dorf Basshi, in dem auch die Nationalparkverwaltung liegt, beziehen wir unsere Unterkunft.
Mit der Singenden Düne und den Aktau-Bergen stehen heute die Wahrzeichen des Altyn-Emel-Nationalparks auf dem Programm. Kurz bevor wir die Düne erreichen, stoppen wir in Myngbulak, übersetzt "Tausend Quellen". Eine Trinkwasserquelle tritt hier aus dem Boden und liefert Vegetation die Chance in der kargen Wüstenlandschaft zu überleben. Die 180 m hohe und über drei Kilometer lange Sanddüne schiebt sich dann ganz plötzlich in unser Blickfeld. Wir steigen hinauf und genießen die herrliche Aussicht auf den Fluss Ile, die umliegenden Berge und die Düne selbst. Wind aus Westen entlockt der Düne Ihren Gesang, aber auch unsere Schritte über ihren Kamm lösen das Phänomen aus. Nach einem Picknick fahren wir weiter in den östlichen Teil des Nationalparks zu den farbenprächtigen Aktau-Bergen. Weiße Sedimentschichten wechseln sich mit roten und gelben Streifen ab. Wir wandern entlang der beeindruckenden Felsformationen und malen uns aus, wie sich vor Millionen von Jahren hier ein Ozean erstreckte. Bevor wir nach Basshi zurückkehren, legen wir noch einen Stopp an einer 700-jährigen Weide ein. Die mächtigen Äste des Baums streben in alle Himmelsrichtungen und müssen aufgrund ihres Gewichts gestützt werden.
Wir verabschieden uns vom Altyn-Emel-Nationalpark und machen uns auf zum nächsten Naturschauspiel. Östlich der Sogety-Ebene hat sich der Scharyn-Canyon in den Erdboden gefräst. Wir nehmen einen leichten Pfad und wandern zum Grund des Canyons. Es geht durch das "Tal der Schlösser", in dem turmhohe Sandsteingebilde aufragen, und durch von Felsen natürlich geformte Tunnel. Zu Mittag essen wir im Canyon. Am Nachmittag fahren wir weiter bis zum Dorf Saty im Schelek-Tal.
Nach dem Frühstück im Gästehaus brechen wir auf zur Fahrt in das Tal der Kolsai-Seen in den Ausläufern des Kungej-Alatau-Gebirges. Vom ersten See, der auf einer Höhe von ca. 1.820 m liegt, wandern wir einem schönen Pfad folgend hinauf zum zweiten, mittleren See auf ca. 2.250 m. Dort machen wir ein Picknick und haben Zeit zu entspannen. Auf demselben Pfad kehren wir dann wieder zurück und fahren nach Saty.
Heute heißt es Abschied nehmen von Kasachstan. Wir überqueren nahe dem Dorf Kegen die Grenze nach Kirgistan und fahren nach Karakol. Die Stadt liegt etwa 5 km vom östlichen Ende des Yssykköl-See entfernt. Nach dem Mittagessen in einem lokalen Café, besuchen wir das in einem schönen Park gelegene Przhevalsky-Museum, in dem anschaulich die Leistungen des berühmten Forschungsreisenden dargestellt werden.
Am Vormittag widmen wir uns den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Karakols - die Dunganen-Moschee und die Kathedrale der heiligen Dreieinigkeit. Beide Bauwerke sind ausschließlich aus Holz gefertigt. Nach dem Mittagessen brechen wir auf in Richtung des Gebirges Terskej-Alatau. Im Karakol-Tal erreichen wir unser Camp auf ca. 2.500 m und bereiten uns auf den morgigen Trekkingbeginn vor.
Entlang des Flusses Uyun Tor wandern wir heute zum Fuße des Karakol Peak, dem höchsten Gipfel der Bergkette des Terskej-Alatau. Auf dem Weg lässt sich die einmalige Vegetation der Gebirgslandschaft bewundern. Für die Wanderung bekommen wir eine Lunchbox. Zum Abendessen sind wir zurück im Camp.
Nach dem Frühstück im Camp starten wir auf die heutige Etappe zum See Alaköl. Uns steht ein recht langer Aufstieg bevor. Durch Wald und über kleine Wiesen steigt der Pfad zuletzt in Serpentinen bergauf bis wir die Berghütte Sirota erreichen. Rund um die Hütte sind eine Reihe von geschnitzten Skulpturen von Tieren und Idolen zu finden. Wir legen eine Pause ein und holen unsere Lunchboxen hervor. Danach geht es weiter hinauf, bis wir den Wald hinter uns lassen und schließlich den Alaköl auf ca. 3.530 m erreichen. Das Camp für die heutige Nacht wartet bereits auf uns.
Der Alaköl, übersetzt "bunter See", erstreckt sich von Ost nach West über 2,8 km und ist 70 m tief. Je nach Lichteinfall zeigt sich das Wasser in verschiedene Farben – smaragdgrün, türkis mit weißen Wolkenreflexionen, hellgrün oder dunkelgrau. Während des Aufstiegs zum Alaköl-Pass und schließlich von der Passhöhe lässt sich das herrliche Panorama rund um den See genießen. Nach der Stärkung aus unseren Lunchboxen, gehen wir den Abstieg an. Dieser gestaltet sich steil und wir müssen besonders auf den losen Schotter Acht geben. So erreichen wir das weite Keldike-Tal, in dem wir mit etwas Glück auf Rinder- und Schafherden treffen, die hier oben grasen. Der Höhenweg führt uns weiter durch einen Wald und dann ins Altyn-Arashan-Tal. Nahe unseres Camps liegen am Fluss Arashan heiße Quellen, in denen es sich nach der Passüberquerung gut entspannen lässt.
Heute geht unser Trekking im Terskej-Alatau-Gebirge zu Ende. Wir wandern das Altyn-Arashan-Tal hinab und erreichen das Dorf Teploklyuchenka. Von hier werden wir abgeholt und fahren zurück nach Karakol.
Entlang des Südufers des Yssykköl fahren wir bis ins Dorf Kotschkor im Norden des Gebiets Naryn. Auf dem Weg machen wir Abstecher in das Jeti-Oguz-Tal sowie zum Skazka Canyon. Im Jeti-Oguz-Tal wandern wir zu einem kleinen Wasserfall und bewundern den Kontrast zwischen dem roten Sandstein und dem Grün der Fichtenwälder. Der Skazka-Canyon verzaubert uns mit seinen märchenhaften Felsformationen. Bevor wir in Kotschkor ankommen, stoppen wir auch noch in Bokonbaevo, der größten Siedlung südlich des Yssykköl und besuchen dort einen Adlerjäger, der uns in die Tradition der Adlerjagd einführt. Wir erfahren Details zur Aufzucht der Tiere und den Trainingsmethoden. Als Höhepunkt wird die Jagd demonstriert. In Kotschkor übernachten wir in einem Homestay und werden freundlich von kirgisischen Familien aufgenommen.
Uns erwartet heute der Hochgebirgssee Songköl. Der beeindruckende See, im Sommer eines der Zentren der kirgisischen Nomaden, liegt auf einer Höhe von 3.016 m. Wir quartieren uns in einem Jurtenlager ein und haben die Möglichkeit, die Lebensweise moderner Nomaden hautnah zu erleben und mehr über ihren Alltag zu erfahren.
Uns steht ein kompletter Tag für Entdeckungen rund um den Songköl zur Verfügung. Wir wandern entlang des Ufers, stoßen auf in Stein gemeißelte Petroglyphen und steigen in die nahe gelegenen Hügel auf. Von hier aus haben wir nochmal einen etwas anderen Blick auf den See.
Durch die Boom-Schlucht fahren wir nach Bischkek. Unterwegs besuchen wir das Burana-Minarett und die Sammlung von Balbals in Tokmok. Diese Steinfiguren zeigen ausdrucksstarke Gesichter. In der Hauptstadt Kirgistans angekommen, unternehmen wir eine kurze Stadtrundfahrt, bevor wir in einem lokalen Restaurant zu Abend essen.
Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Süden in den nahe gelegenen Ala-Artscha-Nationalpark. Durch eine faszinierende Berglandschaft wandern wir hinauf zum Ak-Sai-Wasserfall. Der Weg führt idyllisch am Fluss entlang. Vielleicht laufen uns wilde Ziegen oder Murmeltiere über den Weg. Zurück in Bischkek haben wir die Möglichkeit auf dem Basar nach Souvenirs zu stöbern, bevor wir uns zu unserem Abschiedsessen in einem Café treffen.
Wir fahren zum Flughafen von Bischkek und treten den Rückflug an.
Wir übernachten in Almaty und Bischkek in Hotels der Mittelklasse, in Basshi, Saty und Karakol in Gästehäusern. Mit Ausnahme des Gästehauses in Saty, verfügen alle Zimmer über ein Badezimmer. Im Ort Kotschkor übernachten wir in einem landestypischen Homestay. Dabei handelt es sich um gemütliche, aber einfache Unterkünfte mit mehreren Schlafzimmern. Die sanitären Einrichtungen befinden sich auf dem Gang. Am Songköl-See sind wir in einem Jurtenlager untergebracht. Die Jurten stehen auf hölzernem Boden, auf dem Teppiche ausgelegt sind und verfügen über einen Ofen in der Mitte des Raumes, der aber im Sommer nicht zur Verwendung kommt. Geschlafen wird traditionell auf Matratzen am Boden, Bettdecken sind vorhanden. Die Jurten werden max. mit 2 Personen belegt. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst daher 15 Nächte. Toiletten und Duschkabinen sind in separaten Anlagen untergebracht. Während des Trekkings übernachten wir in geräumigen Zelten, die für 5-6 Personen ausgelegt sind, aber nur mit max. 2 Personen belegt werden. Der Einzelzimmerzuschlag beinhaltet das Einzelzelt. Alle Zelte sind mit Schaumstoffmatten ausgestattet. Die Zeltcamps sind auf der Route fest installiert. Die Camps verfügen über ein Küchen- und Toilettenzelt sowie Waschbecken. Ein Messezelt mit Tischen und Klappstühlen dient als Aufenthaltsraum. Alle Zeltcamps verfügen über elektrische Generatoren. Es besteht die Möglichkeit die Akkus für Kameras und andere elektronische Geräte aufzuladen.
Diese Reise wird von unserem Partner vor Ort durchgeführt. Dieser ist TourCert-zertifiziert. Dabei wird unabhängig geprüft, wie er die Anforderungen der Zertifizierung zu Umwelt, sozialen Themen und Nachhaltigkeitsmanagement umsetzt. Die Zertifizierung bezieht sich auf den Partner bzw. das jeweils zertifizierte Angebot; sie ist keine gesonderte Zertifizierung dieser einzelnen Reise.
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