Anreise nach Pakistan
Flug nach Islamabad mit Ankunft am nächsten Tag.

Trekkingreise zum Basislager des Rakaposhi, in das Hunzatal sowie zum Nanga ParbatErhaben thront das Baltit-Fort wie ein Adlerhorst über den grün leuchtenden Feldern. Der Palast strahlt in der Oase voller Apfel-, Aprikosen- und Kirschbäumen. Dazwischen wiegen schlanke Pappeln im Wind. Unser Blick schweift über die Dächer von Karimabad und das breite Hunzatal bis hinüber auf die schneebedeckten Bergkuppen und rauen Gletscher. Der mächtige Rakaposhi ragt im Panorama am höchsten auf. Wir befinden uns mitten in der beeindruckenden Gebirgslandschaft Nordpakistans mit seiner enormen Fülle an hohen Gipfeln. Hier treffen die Gebirgsketten Hindukusch, Karakorum und Himalaya aufeinander. Über das Indus-Tal erreichen wir die Region Gilgit-Baltistan, wo wir im Hunzatal das gastfreundliche und weltoffene Volk der Hunzukutz treffen, bekannt als geschickte Bergbauern und Meister im Anlegen von Bewässerungskanälen. Wir wandern hinauf zum Rakaposhi-Basislager, über den Gulkin-Gletscher zum schön gelegenen Borith-See – Blick auf die spektakulären Passu Peaks inklusive – und zu einem Aussichtspunkt über den türkisblauen Attabad-See. Weiter südlich widmen wir uns dem westlichsten Eckpfeiler des Himalayagebirges, dem Nanga Parbat. Von Tarshing im Rupaltal trekken wir über die Gletscher Chhungpar und Bazhin und zu den herrlich gelegenen Zeltplätzen und Basecamps der Herrligkoffer-Expeditionen der 70er und 80er Jahre. Von einem Grat aus bestaunen wir aus nächster Nähe die gewaltige Rupalflanke des Nanga Parbat. Bevor uns ein Flug von Skardu wieder zurück nach Islamabad bringt, wo wir auf dem Basar sicher das ein oder andere Souvenir erstehen können, führt uns eine abenteuerliche Fahrt durch den Deosai-Nationalpark und damit über die zweithöchste Hochebene der Welt. Die bezaubernden Landschaften Nordpakistans werden uns noch lange im Gedächtnis bleiben.

Flug nach Islamabad mit Ankunft am nächsten Tag.
Nach der Ankunft am Morgen werden wir bereits am Flughafen erwartet. Wir machen Halt in Naran zum Mittagessen, bevor wir die restliche Strecke bis zu unserem Hotel in Gilgit (1.460 m) zurücklegen. Unterwegs überqueren wir den Babusar-Pass (4.173 m), von dem wir bei guter Sicht bereits den Nanga Parbat (8.125 m) sehen können. Wir folgen von dort dem Fluss Thak in Richtung Norden zum Tal des Indus. Bei Chilas treffen wir auf den Karakorum Highway. Sollte diese Route aufgrund von Straßenarbeiten oder sonstigen Sperrungen nicht möglich sein, wählen wir den Weg über den Karakorum Highway und die Chattar-Hochebene nach Kohistan. Stromaufwärts folgen wir der wüstenartigen Indus-Schlucht über Besham bis nach Chilas. Bei guter Sicht ist etwa 12 km vor dem Talort auch hier die Westwand des 8.125 m hohen Nanga Parbat zu sehen.
Von Gilgit aus fahren wir in ca. 2,5 Stunden nach Minapin (2.030 m) zum Bergvolk der Nagar. Mit Trägern und Tragtieren überqueren wir eine Brücke über den Minapin-Fluss und steigen über einen Pfad mit zahlreichen Stufen hinauf zur Hochalm Hapakund (2.900 m). Unterwegs bieten sich uns weite Ausblicke auf den Minapin-Gletscher und schließlich auf die Eiswände von Rakaposhi und Diran.
Nach dem Frühstück im Camp steigen wir auf zum Basislager des Rakaposhi (3.450 m) und damit noch näher heran an den Gletscher und die über uns aufragenden Gipfel des Diran (7.266 m) und Rakaposhi (7.788 m). Am Basislager legen wir eine Pause zum Mittagessen ein und machen uns danach auf den Rückweg nach Minapin. Von hier aus fahren wir nach Karimabad.
Karimabad (2.450 m) ist der größte Ort im Land der Hunzukutz. Am Morgen besuchen wir den Basar und die Festung Baltit, die sich vor der mächtigen Südwand des Siebentausenders Ultar Sar erhebt. Der frühere Palast des Königs von Hunza wurde aufwendig in ein Museum umgewandelt. Von der Terrasse des Palastes bietet sich ein herrlicher Blick über die grünen Hänge hinab ins Hunzatal und zu den Eisriesen der Umgebung. Zum Mittagessen sind wir in einem Restaurant, welches von Hunza-Frauen betrieben wird, eingeladen und lernen die traditionelle Küche des Hunza-Tals kennen. Danach spazieren wir zur Festung Altit und hinunter in das tausend Jahre alte Dorf Ganesh. Vorbei am Attabad-See fahren wir dann in nördlicher Richtung nach Gulmit (2.500 m) und quartieren uns dort für drei Nächte in einem Gästehaus ein.
Von Gulmit wandern wir heute zuallererst hinauf zu den Überresten des Ondra Forts. Der Weg windet sich über 1653 Stufen hinauf auf einen Hügel. Von dort oben geht es weiter bis in das Dorf Gulkin und danach über den gleichnamigen Gletscher zum Borith-See (2.650 m). Am See essen wir in einem Restaurant zu Mittag und wandern danach hinunter zum Karakorum Highway. Von dort fahren wir zurück nach Gulmit. Sollte der Gulkin-Gletscher nicht gefahrlos zu queren sein – die Route ändert sich aufgrund der Bewegung des Gletschers ständig – wandern wir von Gulkin hinab zum Highway. Wer heute nicht an der Wanderung teilnehmen möchte, entspannt im Garten des Gästehauses.
Nach dem Frühstück im Gästehaus brechen wir zu einer kurzen Fahrt zum Attabad-See auf. Vom Parkplatz am Karakorum Highway wandern wir auf dem Baskochi Trek hinauf zu einem Aussichtspunkt auf etwa 2.930 m. Unser Blick schweift über die Gipfel von Ultar Sar, Passu Sar und Shispar und unter uns liegt der blaue Attabad-See, in starkem Kontrast zu den ihn umgebenden Bergflanken. Wir wandern auf demselben Weg wieder hinunter und fahren zurück nach Gulmit, wo wir zum Mittagessen bei einer einheimischen Familie zu Gast sind. Der Rest des Nachmittags steht zur Erkundung der Altstadt von Gulmit zur Verfügung.
Den heutigen Tag nutzen wir für einen Abstecher in das Nagar-Tal. Wir besuchen dort einen Aussichtspunkt über den Hoper-Gletscher. Nach dem Mittagessen im Dorf Hoper fahren wir nach Gilgit und verabschieden uns somit vom Hunza-Tal. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung, um die Stadt Gilgit (1.470 m) zu erkunden. Es empfiehlt sich ein Spaziergang über den Basar oder eine kurze Wanderung hinauf zum kleinen Taj Mughal-Denkmal, welches von einem ismailitischen Missionar errichtet wurde und von dem das gesamte Tal überblickt werden kann.
Am Vormittag spazieren wir von Jutial entlang von Wasserkanälen bis an den Fluss Kargah. Dort findet sich ein 15 Meter hohes in die Felswand gemeißeltes Buddha-Relief aus dem 7. Jahrhundert. In der Nähe essen wir zu Mittag und fahren dann zurück nach Gilgit. Dort besuchen wir den alten Basar und eine der ältesten Hängebrücken über den Fluss Gilgit.
Der Nanga Parbat ruft! Heute fahren wir in das malerische Tal von Tarshing (2.900 m). Dort haben wir Zeit, das Dorf zu erkunden und uns auf das bevorstehende Trekking vorzubereiten. Wir übernachten in Zelten auf dem Rasen vor dem Nanga Parbat Tourist Cottage. Der Speiseraum und die Duschen des Gästehauses stehen uns zur Verfügung.
Am frühen Morgen wird das Gepäck auf Träger und Tragtiere verteilt. Ein schmaler, ausgetretener Pfad führt über den Chhungpar-Gletscher hinauf in das Rupal-Tal. Wir gelangen zu einer idyllisch gelegenen Hochalm in 3.400 m Höhe. Das Camp "Biji" oder auch Herrligkoffer-Camp – benannt nach dem berühmten Münchner Arzt und Expeditionsleiter – liegt direkt unterhalb des mächtigen Südostpfeilers des Nanga Parbat, eine der schwierigsten und anspruchsvollsten Routen auf diesen Berg. Ein Zeltplatz wie im Bilderbuch!
Über den Bazhin-Gletscher geht es weiter ins Tap-Basislager auf der herrlichen Tap-Alm, von wo 1970 die Expeditionsmannschaft – Teilnehmer waren u. a. Reinhold Messner und sein Bruder Günter – den von Herrligkoffer entdeckten Weg entlang der gewaltigen Südwand des Nanga Parbat durchstieg. Die direkte Südwand, die Rupalwand mit ihren 4.500 m Fels und Eis, gilt als die höchste Steilwand der Erde. In Latobo (3.550 m), im Basislager der Südwestflanke, richten wir uns für die Nacht ein.
Heute heißt es sehr früh aufzustehen. Eine leichte Hochgebirgstour führt hinauf zu einem Vorgrat des Rupal Peaks, der sich von 4.300 m bis auf 5.100 m Höhe hinaufzieht. Dieser Grat befindet sich genau gegenüber der gewaltigen Rupalflanke des Nanga Parbat. Der Rupal Peak selbst ist ein ernsthafter Gipfel und nur relativ schwierig mit einem Zwischenlager zu ersteigen. Wir begnügen uns darum mit diesem vorgelagerten Grat, der in einer Tagestour zu erreichen ist. Von dort auf etwa 4.150 m bietet sich eine der spektakulärsten Aussichten auf das Nanga Parbat-Massiv mit seiner höchsten Fels- und Eiswand.
Nach dem Frühstück brechen wir auf und machen uns auf den Weg zurück nach Tarshing.
Unser Tagesziel lautet Skardu (2.230 m). Die Fahrt dorthin führt uns auf abenteuerlichem Wege durch den Deosai-Nationalpark und damit über die nach dem tibetischen Hochland zweithöchste Hochebene der Welt. Trotz der extremen Bedingungen beherbergt der Park eine erstaunliche Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Die Straße durch den Nationalpark ist unbefestigt und dadurch oftmals holprig. Wir legen in der schönen Landschaft am fotogenen Sheosar-See (4.250 m) einen Stopp ein und halten am Ufer Ausschau nach Murmeltieren. Am Abend erreichen wir schließlich Skardu.
Am Morgen fahren wir zum Flughafen und fliegen nach Islamabad. Nach dem Check-in im Hotel unternehmen wir einen Ausflug zu den Ruinen von Taxila und dem dazugehörigen Museum (Eintrittsgebühr für die Anlage in Höhe von 2500 PKR ist vor Ort zu entrichten). Taxila war einst ein bedeutendes Zentrum des Buddhismus und ein Knotenpunkt auf der Seidenstraße. Im Zentrum der Ausgrabungen steht die Dharmarajika-Stupa, aber auch zahlreiche weitere Ruinen wurden freigelegt. Nach dem Mittagessen fahren wir zurück in die Hauptstadt und haben den Rest des Tages zur freien Verfügung., Sollte der Flug annulliert werden, erfolgt heute ein Fahrzeugtransfer bis nach Chilas (5 Std., 260 km) und dort eine Übernachtung im Hotel.
Der heutige Tag steht für Besichtigungen in Islamabad zur Verfügung. Es empfiehlt sich ein Besuch der Faisal-Moschee und des Rajah-Basars in Rawalpindi. Wir checken am späten Nachmittag im Hotel aus, für die Gruppe verbleiben zwei Tageszimmer zur Nutzung. Unser Gepäck lassen wir dort verstaut und essen gemeinsam in Islamabad zu Abend. Gegen 0:30 Uhr fahren wir zum Flughafen., Bei Flugannullierung am Vortag erfolgt heute die Fahrt von Chilas nach Islamabad mit Mittagessen unterwegs in Naran (8h, 365 km). Bevorzugt fahren wir über den Babusar-Pass nach Naran und von dort durch das Kaghan-Tal nach Islamabad zurück. Sollte diese Route nicht möglich sein, geht es alternativ über den Karakorum Highway und die Ortschaft Besham zurück. Gegebenenfalls bleibt am späten Nachmittag/Abend noch Zeit für eine kleine Stadtrundfahrt mit Besuch der Faisal-Moschee.
Rückflug von Islamabad nach Deutschland.
Wir übernachten in den Städten und kleinen Ortschaften in landestypischen Hotels oder Gästehäusern. Alle Zimmer verfügen über ein Badezimmer. Im Dorf Tarshing und während der Trekkings sind wir in 2-Personen-Zelten untergebracht. Die Camps werden von der Begleitmannschaft errichtet und verfügen über Küchen-, Messe- und Toilettenzelt, bieten aber ansonsten keine sanitären Anlagen. Im Dorf Tarshing schlagen wir die Zelte auf einer Wiese vor dem Nanga Parbat Tourist Cottage auf, dessen sanitäre Anlagen wir nutzen können. Am vorletzten Reisetag checken wir am späten Nachmittag im Hotel aus, für die Gruppe verbleiben bis zur Abfahrt zum Flughafen zwei Tageszimmer zur Nutzung. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst alle Nächte und beinhaltet damit auch das Einzelzelt.
Mit einem Nachhaltigkeitszertifikat wird das Engagement eines Unternehmens auf sozialer, ökonomischer und ökologischer Ebene anerkannt. Dieses Unternehmen hat eine von der GSTC anerkannte Zertifizierung und trägt somit aktiv zur nachhaltigen Entwicklung im Tourismus bei.
Mehr erfahrenAuch du kannst aktiv dazu beitragen, deine Reise nachhaltiger zu gestalten. Von der Vorbereitung auf deine Reise bis hin zur Unterstützung von lokalen Unternehmen im Reiseland – es gibt viele Möglichkeiten.
Mehr erfahren