Anreise
Hinflug nach Maskat, in die Hauptstadt des Omans.

Vom Grand Canyon des Omans über die Oasenstadt Nizwa bis zu den endlosen Dünen der weißen Wüste Al KhalufDer Duft von Weihrauch, Rosenwasser und orientalischen Gewürzen weht durch die labyrinthartigen Gassen der Altstadt. Safran, Silberschmuck und bunte Stoffe zieren die reich beladenen Auslagen der Händler. Im Hintergrund dudelt leise arabische Musik aus den Lautsprechern und zaubert ein Lächeln auf unsere Gesichter. Der Oman ist ein Land, in dem sich der alte Sindbad auch heute noch heimisch fühlen würde, denn die Traditionen scheinen trotz der mittlerweile bestehenden Modernisierung nahezu unverändert. Wir besuchen die geschichtsträchtigen Städte Nizwa und Sur, erklimmen antike Festungen und wandern durch sattgrüne Oasen. Daneben erleben wir den weniger bekannten Oman, dringen in abgeschiedene Wadis ein und folgen alten Eselspfaden tief in die majestätische Bergwelt. Wir besuchen kleine Dörfer, übernachten in familiären Gästehäusern und erkunden mit Jeeps und zu Fuß die Weite der Wüste. Von aussichtsreichen Gipfeln schweift der Blick über tiefe Schluchten und auf das Meer hinaus, während die Fahrt mit einem traditionellen Segelschiff weite Panoramablicke auf die Küste eröffnet. Eindrucksvolle Naturschauspiele und immer neue Perspektiven verbinden sich so zu bleibenden Erinnerungen. Wer authentisches arabisches Leben sucht und den Traum von 1001 Nacht wahr werden lassen möchte, wird auf dieser Reise in das Reich der Wüsten, Hochgebirge und Schluchten ganz sicher fündig.

Hinflug nach Maskat, in die Hauptstadt des Omans.
Wir landen in Maskat und werden am Flughafen in Empfang genommen. Auf dem Weg zum Hotel besuchen wir die Sultan-Qabus-Moschee, die größte Moschee des Landes. Prunkstücke sind ein imposanter, acht Tonnen schwerer Kristallleuchter und ein riesiger Perserteppich, der als Meisterwerk iranischer Teppichknüpfkunst gilt. (Für die Damen: Unbedingt lange Ärmel, lange Hosen bis über die Knöchel sowie ein die Haare bedeckendes Kopftuch tragen, für Herren: Lange Hose). Anschließend sehen wir noch die Oper von Maskat. Danach Fahrt in unser Hotel, wo wir die Möglichkeit haben, uns ein wenig vom Nachtflug zu erholen, bevor es in die Altstadt geht.Während eines kurzen Spaziergangs schlendern wir am Al-Alam Palast sowie an der Marani-Festung vorbei.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Oman zu erkunden. Unsere Fahrt führt uns in die Täler der majestätischen Berge. Durchfurchte Hänge, atemberaubende Steilwände, schroffe Felsüberhänge und tiefe Schluchten präsentieren sich in einem nicht beschreibbaren Farbenspiel. Mit einer unglaublichen Vielfalt an Naturwundern zieht sich das Gebirge über eine Länge von fast 500 Kilometern durch das Sultanat. Durch den Wadi Beni Awf gelangen wir zum Wadi Sahtan: Die Straße windet sich durch eine enge Schlucht, in der entlang der Felswände Palmengärten aus Dattelpalmen, Mangobäumen und Bananenstauden angelegt sind. Am Ende öffnet sich die Schlucht zu einem großen Kessel. Wir ziehen die Wanderschuhe an und folgen auf alten Eselspfaden den Verbindungen der einzelnen Siedlungen. Vor uns die imposante 2.000 Meter steil aufragende Nordwand des Jebel Shams.
Von unserem Zeltplatz aus beginnen wir unsere Wanderung und durchqueren dabei verschiedene Täler, jedes mit seinem eigenen Charme. Vorbei an Palmenhainen, Terrassenfeldern und den jahrtausendealten Falaj-Bewässerungskanälen, erreichen wir am Nachmittag unsere Begleitmannschaft mit den Fahrzeugen. Wir fahren nach Balad Sit, ein auf 1.000 Meter Höhe gelegenes Dorf, welches seinen traditionellen Charme und das Gefühl der ländlichen Einsamkeit beibehalten hat.
Am Morgen fahren wir eine kurze Strecke nach Bait Bimah, von wo wir das Wadi aufwärts wandern und eine kleine Siedlung erreichen. An Palmengärten vorbei folgen wir einem schmalen Pfad und erreichen das malerisch, auf etwa 1.000 Meter gelegene Dorf Balad Sit, in dem wir übernachtet haben. Wir erreichen unsere Mannschaft mit den Fahrzeugen und fahren in den etwa 400 Jahre alten Ort Al Hamra und besuchen das von einer Familie betriebene Volkskundemuseum Bait Al Safah. In diesem alten Lehmhaus, ganz traditionell im omanisch-arabischen Stil eingerichtet, bekommen wir einen guten Einblick in die einstige Lebensweise. Unser weiteres Ziel ist Misfat Al Abreyeen, ein "Garten Eden". Das Dorf wird in traditioneller Weise renoviert und erhalten. Wir übernachten in einem der alten Häuser des Dorfes.
Auf einem Spaziergang durch die Gärten erreichen wir auch den letzten Winkel der Oase und entdecken dabei Zitronen-, Granatäpfel-, Papaya- und Mangobäume. Diese Gärten werden mit Hilfe der Falaj-Systeme seit Jahrhunderten kultiviert, über dessen Geschichte wir hier im Detail erfahren. Wir fahren weiter ins Wadi Ghul und erhaschen von hier einen ersten Blick auf unser Tagesziel, den Jebel Shams. Auf dem Plateau angekommen beginnen wir unsere Wanderung auf einem breiten Felsband über einen alten Eselspfad. Die Wanderung auf dem "Balcony Walk" bietet atemberaubende Ausblicke. Nach der Mittagspause wandern wir wieder zurück zum Ausgangspunkt, an dem unsere Begleitmannschaft mit den Fahrzeugen auf uns wartet.
Am Morgen fahren wir ins Wadi Dham, eines der schönsten Wadis des Sultanats. Wir spazieren etwa eine Stunde durch die beeindruckende Landschaft, die von klaren blauen Wasserbecken geprägt wird, welche zum Baden einladen. Anschließend geht es weiter ins Wadi Ain, zu den sogenannten Bienenkorbgräbern, die beeindruckend und teilweise komplett erhalten auf einem Hügel stehen. Unsere Weiterfahrt bringt uns zur Festung von Jabrin, die Wohnfestung der einst mächtigen Imame und Sultane der Ya' aruba Dynasty. Anschließend fahren wir in den Ort Bahla. Bekannt wurde der Ort durch seine Töpfer- und Zauberkunst. Wir genießen einen beeindruckenden Blick auf die Festung von Bahla bevor wir unsere Unterkunft in Nizwa erreichen.
Nach dem Frühstück besichtigen wir die Oasenstadt Nizwa. Freitags können wir hier auf dem wöchentlich stattfindenden Viehmarkt das bunte Treiben bestaunen. Wir streifen durch den Souq, der für seine schönen Silberarbeiten bekannt ist. Besonders filigran verarbeitet sind die omanischen Krummdolche. Unweit entfernt trotzt die Festung, die im Jahre 1650 fertiggestellt wurde. Der 30 Meter hohe Turm erlaubt einen umfassenden Weitblick über die ausgedehnten Palmenhaine der Oasenstadt. Wir fahren weiter Richtung Süden, auf kaum befahrenen Straßen und durch spärlich besiedelte Gebiete und erreichen am Nachmittag eine mondlandschaftähnliche Region, südlich der Wahiba-Wüste. Dort erklimmen wir ein kleines Plateau und erhaschen einen Blick auf unsere morgige Tour durch die weißen Sanddünen. Unsere Zelte schlagen wir in einem Akazienhain auf während unsere Begleiter ein wohlschmeckendes Abendessen kreieren.
Nach dem Campfrühstück beginnen wir unsere Wanderung und überqueren dabei mehrere kleine Plateaus. Der Sand unter unseren Füßen färbt sich im weiteren Verlauf immer weißer. Schließlich befinden wir uns inmitten einer atemberaubenden Dünenlandschaft aus weißem Sand. Plötzlich taucht vor uns der strahlend blaue Indische Ozean auf, welch beeindruckender Kontrast. Lust auf ein erfrischendes Bad?
Heute steht uns eine längere Fahrstrecke mit den Allradfahrzeugen bevor. Bei Ebbe fahren wir am menschenleeren Strand entlang, erreichen den kleinen Fischerort Al-Khaluf und fahren weiter bis nach Qahib. Hier lassen wir etwas Luft aus den Autoreifen, um besser im Sand fahren zu können. Auf einer Sandpiste geht es hinein in die Weite der Sandwüste - die Wahiba Sands. Diese Dünenwelt mit einer Nord-Südausdehnung von circa 200 Kilometer und einer Ost-Westausdehnung von circa 80 Kilometer stellt im Vergleich zu anderen Wüstengebieten der Welt eine Art Sandkasten dar, beherbergt dafür aber eine erstaunliche Artenvielfalt an Flora und Fauna. Wir fahren gut 100 Kilometer auf einer Sandpiste von Süd nach Nord. Am Nachmittag erreichen wir das in einem Dünen-Tal gelegenen Beduinen-Camp und stärken uns beim Picknick mit Tee, Kaffee und kühlen Getränken. Am späten Nachmittag, wenn das Licht weich geworden ist, erklimmen wir eine der zahlreichen Dünen und beobachten in dieser unwirklichen Stille, wie sich die Sonne hinter dem Meer aus Sand zurückzieht.
Nach dem Frühstück im Camp fahren wir ins Wadi Bani Khalid. Unsere Begleiter parken die Fahrzeuge und wir laufen durch die Gärten der Oase und tiefer in die Schlucht hinein. Wir unternehmen einen kurzen Spaziergang zu einem weniger frequentierten Teil des Wadis. Hin und wieder geht es über Felsen und wir nehmen auch mal unsere Hände zur Hilfe. Je nach vorhandenen Wassermengen gönnen wir uns ein erfrischendes Bad in einem der glasklaren Pools! Wir kehren zu unseren Fahrzeugen zurück und fahren an den östlichsten Punkt der arabischen Halbinsel, nach Ras al-Hadd.
Am Vormittag brechen wir auf und fahren nach Sur, die Stadt der Seefahrer. Bis heute werden in Sur traditionelle Boote, die Dhaus, gefertigt und gewartet. Wir besuchen die Dhau-Werft. Wir fahren nach Mibam und laufen von dort durch das Wadi bis Megal und Saymah. Zu Mittag picknicken wir umringt von einer idyllischen Landschaft. Von Saymah fahren wir dann zu unserem Hotel.
Von unserem Hotel aus fahren wir zum Beginn des Wadi Shab. Die Schlucht sieht aus wie aus dem Bilderbuch. Die Pools am Ende des Weges laden zum Baden ein. Durch einen engen Spalt in den Felsen erreichen wir schwimmend einen Wasserfall in einer wunderschönen Höhle. Im Inneren verwandelt die Sonneneinstrahlung durch einen Spalt das Wasser in ein angenehmes Türkisblau. Anschließend fahren wir weiter nach Maskat.
Auf dem quirligen Fischmarkt von Muttrah, den ältesten Stadtviertel von Maskat, können wir die Fischvielfalt des Omans bewundern. Wir spazieren weiter durch die engen Gassen des belebten, duftenden arabischen Markts, des Souqs. Hier werden Gewürze, Parfüms, Weihrauch, Goldschmuck und Kunsthandwerke aus Silber feilgeboten. Am späten Nachmittag erwartet uns eine zweistündige Bootsfahrt auf einer traditionellen Dhau, die sanft durch die Gewässer gleitet. Während die Sonne langsam sinkt, taucht sie die Küste Omans in ein warmes, goldenes Licht – ein Anblick, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Den krönenden Abschluss unseres Abenteuers bildet ein gemeinsames Abschiedsessen in einem authentischen omanischen Restaurant, wo wir die Aromen des Landes noch einmal in vollen Zügen genießen.
Je nach Abflugzeit werden wir zum Flughafen von Maskat gebracht und treten die Heimreise an.
Bei dieser Reise übernachten sie überwiegend in Hotels der Mittelklasse sowie auch in einfachen Gästehäusern (teilweise mit Gemeinschaftsbad + Mehrbettzimmer) und im Zelt. Im Wüstencamp übernachten wir in kleinen Bungalows. Der Einzelzimmerzuschlag umfasst 12 Nächte. Während der Übernachtungen in Hotels und Gästehäusern stehen Ihnen immer Stromanschlüsse zum Aufladen Ihrer elektronischen Geräte zur Verfügung. Nur im Wüstencamp in der Wahiba Sands kann die Stromversorgung eingeschränkt sein.
5,0
Gästebewertung
Gudrun, November 2024
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