Individuelle Anreise
- 1 Nacht in:
- Hotel***, Rom
Ankunft in Rom. Je nach Ankunftszeit können Sie eine Besichtigungstour durch die Metropole machen.

Auf den Spuren der Via Appia, eine der ältesten Verbindungsstrassen Europas in der Römerzeit und im Mittelalter, wandern Sie im Süden der Regio Lazio von Ort zu Ort bis nach Formia, das direkt an der Küste gelegen ist. Der erste Teil der Via Appia gilt aufgrund seiner Fülle an historischen Zeugnissen als Höhepunkt der gesamten Route. Die Straße war jahrhundertelang das Rückgrat des römischen Straßensystems und das Tor zu den Kolonien im südlichen und östlichen Mittelmeerraum. Ursprünglich war die Via Appia ein Transportweg für Soldaten und Händler. Im Mittelalter wurde die Straße stark von Pilgern genutzt, die von der Heiligen Stadt Rom über Brindisi ins Heilige Land unterwegs waren. Der Startpunkt Ihrer Wanderreise ist mitten im Herzen von Rom: Wenn Sie die ‘religiöse’ Via Francigena wandern, starten Sie am Vatikan. Wenn Sie die Via Appia wandern, starten Sie am Forum Romanum oder am Kolosseum. Auf Ihrer Wanderroute ist die faszinierende, tausendjährige Geschichte dieser Gegend immer noch lebendig. Sie folgen nicht nur einem mittelalterlichen Pilgerweg sondern wandern auf bis heute genutzten, antiken Straßen durch das Kernland des römischen Imperiums. Zwischen Rom und Neapel lassen sich immer noch Spuren der römischen Zivilisation finden. Unterwegs kommen Sie zudem durch wunderschöne mittelalterliche Städte, vorbei an beeindruckenden Renaissancepalästen - allen voran dem Papstpalast in Castel Gandolfo - herrlichen Gärten und Stätten aus der vorrömischen Zeit. Während der ersten Tourtage wandern Sie durch die Colli Romani, die römischen Hügel vulkanischen Ursprungs mit einigen wunderschönen Kraterseen. Dann führt die Route weiter die Kalksteinberge der Monti Lepini, hoch über der Ebene, die einst ein Sumpfgebiet war. Vor etwa einem Jahrhundert war die Malaria hier stark verbreitet. Von den Monti Lepini steigen Sie hinab zur beeindruckenden Abtei Fossanova. Nach der atemberaubenden Überschreitung des Campo Soriano geht es dann hinunter zur Küste von Terracina, wo die Via Appia mitten im Stadtzentrum im Original bewundert werden kann! Die letzte Etappe führt vorbei an der Abtei San Magno, über die Ebene des römischen Fondi, in die mittelalterliche Stadt Itri bis zum Endpunkt der Via Appia / Via Francigena: die Küstenstadt Formia.
Ankunft in Rom. Je nach Ankunftszeit können Sie eine Besichtigungstour durch die Metropole machen.
Heute startet Ihre erste spannende Etappe auf der Via Francigena del Sud (empfohlener Startpunkt: Kolosseum). Sie folgen der römischen Via Appia und entdecken einige der berühmtesten Bauten der Welt, eine echte Wanderung durch die Geschichte! Vom Stadtzentrum Roms wandern Sie nach Süden zur Porta San Sebastiano, eines der alten römischen Stadttore. Ab hier folgen Sie der Via Appia Antica auf dem antiken Straßenpflaster aus Rom hinaus durch eine einzigartige Landschaft. Auf den ersten 10 km kreuzen antike Zeugnisse der glorreichen Vergangenheit Roms Ihren Weg, wie u.a. Geta‘s Grab, die Grabstätte von Priscilla und das Mausoleum der Cecilia Metella. Schließlich erreichen Sie die Stadt Frattocchie. Hier verlassen Sie die antike Via Consular und wandern weiter nach Castel Gandolfo, die hoch oben auf einem Hügel gelegene Sommerresidenz der Päpste und Ihr heutiger Zielort.
Von der historischen Altstadt in Castel Gandolfo folgen Sie der Via Pio XI und der Via Galleria di Sopra und genießen dabei eine herrliche Aussicht auf den Lago Albano und die Wälder. Am römischen Amphitheater gehen sie nach rechts in Richtung des Zentrums von Albano Laziale. Von dort wandern Sie durch dichten Wald am Lago Albano entlang. An einigen Stellen auf dem Wanderpfad treffen Sie auf die antiken Überreste eines (vermutlich) Kanalsystems in opus reticulatum (diamantförmige Ziegel aus Tuffstein). Nach 5 km treffen Sie auf die Provinzstraße und folgen hier erneut einem Waldpfad in Richtung Nermi, am gleichnamigen See gelegen. Es geht dann parallel zur Provinzstraße weiter nach Süden. In Clivo Formello biegen Sie nach links und wandern für 5 km durch den Wald bis nach Velletri. Hier erreichen Sie schließlich Ihr zentral gelegenes Hotel.
Nach einem entspannten Frühstück wandern Sie von Velletri nach Osten. Hier gibt es zwei Routen entlang der Via Francigena, einschl. der antiken Via Appia, hinunter auf die Ebene. Wir empfehlen die Route in die wunderschönen Monti Lepini. Der erste Streckenabschnitt erfolgt entlang der Via Ferruccio Parri und Via delle Corti. Sie verlassen Velletri und wandern in Richtung Via di Cori und SP3. Sie kommen am Lago Giulianello vorbei und durchqueren die gleichnamige Stadt. Dann wandern Sie auf einem malerischen Weg durch die Colle Illirio, vorbei an verschlafenen Gehöften. Schließlich erreichen Sie die antike Stadt Cori mit dem atemberaubenden Herkulestempel am Berghang, Ihr heutiges Tagesziel.
Die heutige Etappe führt Sie durch einen der sehenswertesten Landstriche der Region Lazio. Sie wandern durch die Hochebenen sowie am Rande der Monti Lepini entlang. Vom auf einem Hügel gelegenen Norma wandern Sie auf einem antiken, gepflasterten Weg hinunter bis zur Provinzstraße. Nächstes Ziel ist dann die Zisterzienserabtei Valvisciolo, ein wunderbares Beispiel der romanisch-gotischen Architektur. Danach folgen Sie der Via Vigna Riccelli und der Via Sermoneta. Ein antiker Weg führt Sie hinauf in die Hügel bis ins wunderschöne mittelalterliche Dorf Sermoneta. Sie schlendern durch die historischen Gassen der Altstadt bis zum imposanten herrschaftlichen Schloss Caetani mit seinen mächtigen Wällen.
Heute steht nur eine kurze Wanderung auf dem Programm, es gibt jedoch auch eine lange Variante: die herrliche Rundwanderung durch das historische Dorf Bassiano (+ 9 km, zusätzlich 350 Höhenmeter). Am Ortsausgang von Sermoneta führt Sie ein Feldweg durch die Hügel. Auf dem Weg nach Sezze, von wo aus Sie die Ebene bis zur mystischen Landspitze Circeo überblicken können, eröffnet sich Ihnen eine idyllische Landschaft mit Sonnenblumenfeldern und grasenden Rinderherden. Der Legende nach wurde die Stadt Sezze von Herkules gegründet, der dort nach der Eroberung der Laistrygonen, vorbeikam. Die Stadt hatte ihren lateinischen Ursprung vermutlich im Gebiet von Volschi und wurde dann der direkten Kontrolle Roms unterstellt. Zwischen Sezze und den Nachbarstädten kam es zu unzähligen Schlachten, vor allem gegen Priverno. Daher wurde Sezze unter den Römern zur befestigten Stadt. Im Jahre 382 v. Chr. wurde Sezze lateinische Kolonie. Nach der heutigen Etappe empfehlen wir den Besuch im archäologischen Museum der Stadt.
Auf der heutigen (kurzen) Wanderung gibt es unterwegs viel Interessantes zu entdecken! Am Ortsausgang von Sezze wandern Sie am Berghang entlang. Sie genießen herrliche Aussichten über die Ebene der Provinz Latina bis zur Tyrrhenischen Küste. Nach etwa 3 km erreichen Sie die Stadt Madonna del Colle, von wo aus die Route weiter durch die Buschlandschaft führt. Nach 1 km treffen Sie auf die gepflasterte Via Sorana. Dann wandern Sie entlang eines Kanals durch die Dörfer der städtischen Gemeinden Colle Rotondo und Ceriara bis zur Stadt Proverno. Es folgt der kurze Abstieg hinunter zur wunderschönen Abtei Fossanova, die Sie bereits aus der Ferne erblicken können. Die Zisterzienserabtei wurde im 12. Jh. im gotischen Stil erbaut und ist definitiv eine Besichtigung wert. Nach dem Besuch der Abtei sind es nur noch wenige Kilometer bis zu Ihrer Unterkunft in der Nähe des Dorfes Sonnino.
Nach dem Frühstück beginnen Sie den langsamen Aufstieg ins malerische Dorf Sonnino. Nach einem kurzen Rundgang und einer Kaffeepause wandern Sie weiter durch eine traumhafte Berglandschaft, Wälder und unberührte Natur. Hierbei haben Sie heute zwei Optionen: Entweder Sie wandern auf direktem Weg nach Monte San Biagio (Abkürzung, s. unten) oder durch den zauberhaften Wald zum Küstenstädtchen Terracina. Diese Variante führt Sie durch den Wald zu einem der interessantesten geologischen Phänomene der Region, der natürlichen Felsformation von Campo Soriano. Dann geht es weiter nach Süden und hinunter nach Terracina. Auf dem Weg in die Stadt lohnt sich der kurze Zwischenstopp am Tempel von Giove Anxur, nicht zuletzt wegen der tollen Aussicht über die Stadt und das Mittelmeer. In Terracina selbst ist die antike römische Via Appia bis heute Hauptstraße und nach Ihrer Ankunft können Sie hier an der Meerespromenade entspannt den Tag ausklingen lassen.
Anmerkung: Für den direkten Weg nach Monte San Biagio wandern Sie hinauf auf den Gebirgspass unterhalb des Monte delle Fate (‘Feenberg’). Dann folgt der stetige Abstieg durch das Tal zum Dorf Monte San Biagio. Von dort ist es nur noch eine kurze Strecke bis zu Ihrem wunderschön gelegenen Agriturismo im Kloster San Magno, wo Sie heute übernachten.
Die heutige kurze Wanderroute lässt etwas mehr Zeit zur Erkundung von Terracina. Nach der Stadtbesichtigung wandern Sie nach Norden, entweder auf einer Küstenroute, die den Spuren der Via Appia Antica folgt, oder landeinwärts. Sie folgen zumeist dem Bergrand mit herrlichem Panorama auf die Ebene von Fondi mit dem charakteristischen See im Zentrum. Heute eines der fruchtbarsten und produktivsten Anbaugebiete des Landes, war die Ebene von Fondi im Mittelalter ein Sumpfgebiet mit freilaufenden Büffeln (bis heute wird hier Büffelmozzarella hergestellt). Sie kommen durch das Dorf Monte San Biagio und wandern von dort aus weiter zur Abtei San Magno, idyllisch am Bergrand direkt über der Stadt Fondi gelegen. Hier übernachten Sie in einem komfortablen Agriturismo (oder Unterkunft in der Stadt Fondi).
Nach dem Frühstück wandern Sie hinunter in die Stadt Fondi. Nehmen Sie sich hier etwas Zeit zur Besichtigung des römischen Stadtzentrums und des kleinen Museums an der Via Francigena. Die Route folgt dann ungefähr den Spuren der Via Appia. Nach einem verkehrsreichen Abschnitt geht es wieder in die Berge und Sie wandern auf einem der schönsten Abschnitte der Via Appia. Das heutige Tagesziel ist die mittelalterliche Stadt Itri mit der beeindruckenden Festung. Sie übernachten in einem schönen B&B im Stadtzentrum und können die Altstadt besichtigen. Die Gegend ist bekannt für ihre delikaten Tafeloliven, die Sie bei einem erfrischenden Aperitif auf jeden Fall probieren sollten. Am Abend können Sie in eines der zahlreichen Restaurants vor Ort einkehren.
An Ihrem letzten Tourtag wandern Sie von der Stadt Itri hinunter zum Meer. Die kürzeste Route führt direkt nach Formia, ein Hauptknotenpunkt an der Bahnlinie zwischen Neapel und Rom. Wir empfehlen jedoch den Abstecher in die wunderschöne Stadt Gaeta (+ 10 km, zusätzlich 200 Höhenmeter). Das mittelalterliche Gaeta mit seiner imposanten Festung und herrlichen Wanderwegen durch das Naturschutzgebiet Monte Orlando bietet ein herrliches Panorama über das Mittelmeer sowie zahlreiche historische Zeugnisse aus der Römerzeit. Auch in Formia finden Sie ein sehr sehenswertes Stadtzentrum, das auf römischen Fundamenten errichtet wurde. Heute Abend haben Sie dann die Möglichkeit entweder in Formia oder Gaeta zu übernachten.
Tourende. Von Formia können Sie mit dem Zug zurück nach Rom (oder anderen Zielort) fahren.
Sie übernachten in hübschen, familiengeführten Hotels (normalerweise 2/3-Sterne) und komfortablen Agriturismen. Alle Zimmer verfügen über eigenes Bad/WC. Das Abendessen ist nicht im Reisepreis enthalten. Sie haben jedoch eine große Auswahl an Restaurants in der Umgebung. Sie können auch in Ihrer Unterkunft nach einigen guten Tipps fragen. Lunchpakete sind nicht im Reisepreis enthalten, aber Sie können diese auf Anfrage in Ihrer Unterkunft bestellen. Proviant können Sie auch in den Dörfern auf der Wanderroute einkaufen oder unterwegs in einem Restaurant zu Mittag essen.
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