Anreise nach Yverdon-les-Bains
- 1 Nacht in:
- Hotel, Yverdon-les-Bains

Um vom Papst die Bischofswürden zu erhalten, ist der Erzbischof Sigerich im Jahr 990 vom Benediktinerkloster St. Augustine nach Rom gepilgert. Insgesamt 80 Etappen hat Sigerich «der Ernste», wie er genannt wurde, bei dieser Reise dokumentiert. Seine Beschreibung dieser Pilgerreise über 1600 Kilometer ist eines der ältesten Manuskripte zu europäischen Pilgerwegen und begründete den Mythos der «Via Francigena». Seine Strecke führte ihn vorbei an den römischen Mosaiken in Orbe und an der Stiftskirche von Romainmotier. Genussvolles Pilgern erwartet Sie am Ufer vom Genfersee und im Rhonetal. Nun warten einige Prüfungen auf den Pilger. Der Aufstieg hoch zum Grossen St. Bernard ist anstrengend; der Abstieg ins Aostatal dagegen ein Genuss. Langweilig ist es dem Bischof Sigerich auf seiner Pilgerreise sicher nicht geworden.
Busfahrt nach Le Day. Sie wandern hinunter zum Wasserfall Saut du Day und folgen dem Flusslauf der Orbe. Die Wanderung führt Sie durch ein Naturschutzgebiet zum Dorf Les Clées und weiter in die Gorge de l’Orbe. Am Ende der Etappe erreichen Sie das Städtchen Orbe – bekannt für die römischen Mosaike.
Nach Orbe erreicht die ViaFrancigena den mittelalterlichen Ort Romainmôtier mit seiner cluniazensischen Abtei. Schliesslich gelangt man zur Mitte der Welt, wo ein Teil des Flusses Nozon zum Mittelmeer und der andere Teil zur Nordsee fliesst.
Der Dichter Gilles hat die Venoge beschrieben, der diese Etappe von Cossonay bis Saint-Sulpice mal hoch oben, mal dem Fluss entlang folgt. Der Pilgerweg erreicht schliesslich den Genfersee und führt weiter über den römischen Ort Vidy nach Lausanne.
Von den Quais in Ouchy aus führt die ViaFrancigena dem Ufer des Lac Léman entlang nach Villette. Dann windet sie sich durch die Terrassen des Lavaux, das neu als UNESCO-Weltkulturerbe gilt und eine fantastische Aussicht über den Genfersee bietet.
Ab Vevey führt der Weg dem See entlang bis Villeneuve. Unterwegs können das Spielmuseum im Schloss Tour-de-Peilz oder das berühmte Schloss Chillon besucht werden, bevor man das Weinbaugebiet Chablais erreicht.
Zugfahrt nach Martigny. Diese Etappe markiert den Anfang des Aufstiegs zum Grossen Sankt Bernhard-Pass. Von Martigny aus führt ein teilweise steiler Weg über den Engpass Les Trappistes bis zum mittelalterlichen Dorf Sembrancher. Von dort folgt man dem Napoleon-Weg.
Die Etappe führt zuerst über einen Waldweg links vom Fluss und dann rechts vom Fluss über den historischen Weg von Liddes bis zur kleinen Kapelle Notre-Dame-de-Lorette vor Bourg-Saint-Pierre.
Mit Sicherheit die symbolischste Etappe der Via Francigena! Der Weg zum Pass führt über eine Strasse, die seit 2000 Jahren von ganz Europa benutzt wurde. Zahlreiche archäologische Stätten säumen den Aufstieg, vor allem in L’Hospitalet und am Barasson-Pass.
Unmittelbar nach dem Pass beginnt der Abstieg ins Aosta Tal. Ein Pilgerpfad schnörkelt sich hier an der Talflanke den Berg hinunter nach Italien und führt Sie ins kleine Dorf St. Rhémy. Kurz danach kommen die Dächer der Dörfer Étroubles und Echevennoz in Sicht.
Alte Bewässerungskanäle „Rus“ genannt, liegen heute entlang Ihres Weges. Neben den flachen Passagen entlang dieser Kanäle erwarten Sie heute auch steile Abstiege. Zu Zeiten der Römer war Aosta ein florierender Handelsort. Heutzutage ist Aosta vor allem für alpine Erlebnisse bekannt.
Kategorie: Mittelklassehotels & Gasthöfe
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