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PfefferminzGreen setzt auf enge und langfristige Zusammenarbeit mit zwei kleinen NGOs in Sierra Leone und Äthiopien um nachhaltige Projekte zu unterstützen, die Menschen dabei helfen ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Fitsame W.
PfefferminzGreen e.V.
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Sierra Leone - Mit PfefferminzGreen...
Bald beginnt das neue Schuljahr und die Schüler*innen werden dank Euch wieder mit Heften und Stiften ausgestattet - so können sie voller Freude starten. Vielen Dank!
Liebe Spenderinnen, liebe Spender,
2021 war ein turbulentes Jahr voller Erfolge und Herausforderungen. Viel ist passiert bei uns und unseren lokalen Partner*innen in Sierra Leone und Äthiopien. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um Euch von unserer Arbeit im vergangenen Jahr zu berichten.
Äthiopien befindet sich bekannterweise in einer dramatischen Lage, politische Unruhen zeichnen das Land seit langem, und auch unsere Partnerorganisation NIGAT unter der Leitung von Bezalign Arega ist davon betroffen.
Anfang des Jahres konnten wir mit dem Abschluss unseres vom BMZ geförderten Kaffeeanbauprojekt tolle Erfolge erzielen. Die Plantagen wurden um eine Wasserversorgungsanlage erweitert, die einen großflächigeren Anbau und vereinfachte Arbeitsbedingungen der Farmer*innen ermöglichte, und auch die begleitenden Workshops erwiesen sich als wunderbar effektiv und wertvoll. Etwas Kaffee aus der letzten Ernte ist mittlerweile auch bei uns angekommen, und wir hoffen, ihn auch bald Euch präsentieren zu dürfen!
Leider bestimmten die politischen Unruhen und anhaltenden Kämpfe zwischen der Regierung und den Rebellen das Leben in Äthiopien, besonders auch in der Wogdie-Region, in der die NIGAT-Projekte angesiedelt sind. Zwischenzeitlich mussten einige der Mitarbeiter*innen, darunter auch der Direktor Bezalign, aus der Region flüchten. Die Jugendzentren, die PfefferminzGreen schon seit Langem unterstützt, wurden geplündert und viele der Projekte müssen nun wieder von Grund auf neu aufgebaut werden. Dabei brauchen die Menschen vor Ort unsere und Eure Hilfe, deshalb freuen wir uns über jede Spende, die wir an sie weiterleiten können.
Auch in Sierra Leone ist im vergangenen Jahr viel geschehen. Das Water Well Project, das von unserer lokalen Partnerorganisation AIM, unter der Leitung von Rugiatu Neneh Turay, ausgeführt und von PfefferminzGreen in Kooperation mit dem BMZ unterstützt wird, konnte weitere Brunnen errichten, die das alltägliche Leben besonders in den abgelegenen Dörfern stark verbesserte. Anstatt einen mehrstündigen Marsch zum nächsten Fluss auf sich nehmen zu müssen, können besonders die jungen Dorfbewohner*innen, die diese Aufgabe meist übernehmen, sich nun mehr auf ihre Schulbildung fokussieren.
Die Income Generating Activities (IGAs), die Mikrokredite an Gemeinden ausgibt, um einkommensgenerierende Vorhaben zu ermöglichen, gingen in die nächste Runde. Besonders profitiert davon hat das Agricultural Project in Matotoka. Dort baut eine Gruppe von Farmerinnen Reis, Cassava, Erdnüsse und mehr sowohl für den Eigengebrauch, als auch für den Verkauf an. Dank Eures Supports konnte PfefferminzGreen ihnen den Wunsch nach einem “drying floor” erfüllen, der die Trocknung und Weiterverarbeitung der Ernte erleichtert. 
Ein Highlight des Jahres war der Start des wieder durch das BMZ geförderten Projekts “Replace Bondo Bushes with Schools”! Hierbei werden traditionelle Bondo Bushes, die in der rituellen Beschneidung junger Mädchen eine zentrale Rolle spielen, durch Schulen ersetzt. Dabei bleibt die traditionelle Wichtigkeit der Secret Societies bestehen, die Werte werden weiterhin in den Schulen gelehrt, jedoch ohne die Genitalverstümmelung. Im Oktober wurde in dem Dorf Mathaska mit dem Bau begonnen, und Mitte November wurde in Rosengbeh im Rahmen einer hinreißenden Zeremonie, zu der auch unsere Direktorin und einige PfefferminzGreen-Freund*innen vor Ort waren, der Grundstein für eine weitere Schule gelegt. In beiden Orten geht der Bau der Schulen rasant voran, und wir freuen uns, wenn bald die ersten Schüler*innen dort mit dem Unterricht beginnen können! 
Ohne Euch, unsere Spender*innen, wären wir nicht in der Lage, diese tollen Projekte in Subsahara Afrika zu unterstützen. Wir bedanken uns von Herzen bei Euch und freuen uns, wenn Ihr uns auch in 2022 weiterhin unterstützt. Wie immer stehen unsere Kooperationen mit den lokalen Partner*innen dabei unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit und des Bottom-Up Approach. Die Menschen vor Ort entscheiden, wobei sie Hilfe brauchen, und wir übernehmen die Funktion eines Katalysators und geben 100% unserer Spenden weiter. Danke für Eure Hilfe, auf ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2022!
Euer PfefferminzGreen-Team
In unserer Primary and Secondary School wird weiter fleißig und mit Freude gelernt. Damit das gut klappen kann, brauchen die Kids dringend neue Schreibsachen. Der Kauf wird dank Euch möglich :)



Mit dem neuen Jahr wollen wir gerne für neue Schulmaterialien für unsere vielen Kinder in der Primary and Secondary School sorgen. Neue Schuluniformen, Hefte, bunte Stifte - all das macht eine gute Schuldbildung für die vielen Kinder ja erst möglich und ist Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen.
Liebe PfefferminzGreen-Freunde,
Danke für Eure grandiose, großzügige Unterstützung 2019, die es unseren Partnerorganisationen AIM in Sierra Leone und NIGAT in Äthiopien überhaupt erst ermöglicht hat, unglaubliches auf die Beine zu stellen. Wir möchten die Gelegenheit zum Anlass nehmen und Euch über einige Erfolge und neue Projekte informieren.
Neuigkeiten aus der Schule
Vielleicht ist Euch bekannt, dass wir seit einigen Jahren eine Schule, ein Waisenhaus und ein Kindergarten in Port Loko, Sierra Leone betreiben. Dort konnten wir 2019 eine Solaranlage auf den Dächern installieren und die Kinder sitzen nach Sonnenuntergang nicht im Dunkeln, sondern können im Licht weiterspielen und fleißig ihre Hausaufgaben machen.
In Port Loko wird fleißig geschneidert!
Anfangs des Jahres konnte PfefferminzGreen dazu beitragen, eine Schneiderei als Ausbildungszentrum für ehemalige Sowies (Frauen, die Female Genitale Mutilation praktizieren) in Port Loko, Sierra Leone aufzubauen. Es ist so toll zu sehen, mit wie viel Begeisterung und Engagement die Frauen dort das Schneidern erlernt haben und ihre neue Aufgabe übernehmen! Damit schaffen sie für sich und ihre Familien neue Perspektiven. Mit einem Teil ihrer Einnahmen unterstützen sie zusätzlich die sozialen Projekte von AIM, wie z.B. das Waisenhaus und die Schule.
Unser Ziel ist es, eine nachhaltige Kooperation aufrecht zu erhalten, denn die Produkte bringen jetzt schon Farbe bis nach Deutschland! Im Hotel LINDLEY LINDENBERG in Frankfurts Osten können bereits jetzt die schönen, bunten Kissen und Beutel bewundert werden.

Projekt "Brunnen gegen Genitalverstümmelung" mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Das bisher größte Projekt seit Bestehen von PfefferminzGreen konnten AIM und PfefferminzGreen 2019 mit dem BMZ realisieren. Es wurden 30 Brunnen mit dem Ziel erbaut, über 30 Gemeinden im Port Loko und Tonkolilili District das ganze Jahr über mit ca. 5 Liter Wasser pro Person und Tag zu versorgen. Die Wasserbrunnen werden mit einfachen, manuell bedienbaren Handpumpen betrieben. Die Gemeinden sind für den Betrieb der Wasserbrunnen, für Wartungs- und Reparaturarbeiten verantwortlich, 60 Handpumpenmechaniker werden geschult. Gleichzeitig ist Inhalt des Projekts, dass die Bevölkerung der Dörfer (ca. 6.000 Menschen) in verschiedenen Workshops zu Themen wie Hygiene und Körperpflege geschult, für Female Genitale Mutilation (FGM) sensibilisiert und auf die negativen Auswirkungen dieser traditionellen Praxis aufmerksam gemachtwerden.
Meilenstein im Kampf gegen FGM in Sierra Leone
Projekte wie die Schneiderei für ehemalige Sowies, das Brunnenprojekt mit dem BMZ oder die Schule führen dazu, dass AIM gemeinsam mit PfefferminzGreen im Kampf gegen FGM am 15.12.2019 den bisher größten Erfolg feiern konnten: mehr als 100 Mädchen wurden offiziell in die Bundo Society als Mitglieder aufgenommen (die sogenannnte ‚Bundo Initiation‘), ohne beschnitten zu werden. Wie die Vorsitzende von AIM, Rugiatu Turay sagte: „We want to eliminate the harmful traditions, but keep the beauty of the Bundo”, mit der kommenden Initiation, wurde das zum ersten Mal vollumfänglich erreicht. Die Mädchen verbrachten in den Schulferien einige Wochen im geheimen Bundo Bush und wurden dort von den Sowies geschult. Zum ersten Mal in der Geschichte Sierra Leones nahm dabei die Beschneidung keine Rolle ein.Am 14.12 sprach eine Gruppe von Sowies eine „Public Declaration“ in diesem Sinne aus, indem sie in der Öffentlichkeit betonte: „We will throw away our knives.“In Sierra Leone gibt es seit Jahrhunderten die sogenannte Bundo Society. Ein zentrales Ziel im Leben jeder Frau, ist die Aufnahme und Anerkennung in einer solchen „Secret Society“. Die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der Geheimbünde sind positiv und dienen im Allgemeinen der sozialen Organisation der Gemeinschaft. Unter Anderem erlernt die Jugend verschiedene kulturell bedeutsame Bräuche sowie für die Community relevante Fähigkeiten. Ein wesentliches Aufnahmekriterium in die Bundo Society ist jedoch die weibliche Genitalbeschneidung, die auf internationaler Ebene als Verletzung der Menschenrechte von Mädchen und Frauen angesehen wird. Die Tatsache, dass FGM innerhalb der Geheimbünde praktiziert wird, erschwert die Bekämpfung dieses Rituals. Maßnahmen und Kampagnen im Kampf gegen die weibliche Genitalbeschneidung zeigen in Sierra Leone nur dann Erfolge, wenn die gesellschaftlichen Wechselbeziehungen in Bezug auf Religion, Kultur, Witchcraft, Social Support System (bzw. Gemeinschaft) verstanden und berücksichtigt werden. Genau dies erreicht AIM durch die vielschichtige Arbeit.
NIGAT leistet Hilfe für Binnenflüchtige
Auch bei NIGAT in Äthiopien, die übrigens 2019 zur besten NGO in der Amhara Region gewählt wurde, tut sich einiges. Neben den fortlaufenden Projekten, wie dem Betreiben von zwei Jugendzentren, macht NIGAT auch durch kleinere Projekte einen Unterschied.Auf Grund von alarmierenden politischen Unruhen und Konflikten zwischen ethnischen Gruppen sind Schätzungen zufolge derzeit mehr als eine Million Äthiopier auf der Flucht im eigenen Land. Erst im Juni 2019 kam es in der Region Amhara (wo sich auch unsere Projekte befinden) zu einem versuchten Staatsstreich. Bezalign, der Direktor von NIGAT, berichtet von einer beunruhigenden politischen und gesellschaftlichen Situation. Den Geflüchteten fehlt es häufig an grundlegendsten Dingen. Durch NIGAT erhielten bereits über 150 Menschen wärmende Decken, Kleidung und dringend benötigte Nahrungsmittel zur Verfügung. Neben materieller Hilfe, versucht NIGAT den Menschen auf lange Sicht Perspektiven zu bieten. Derzeit arbeitet NIGAT an einem Project Proposal, mit dem einkommensgenerierende Maßnahmen für die vertriebenen Menschen erarbeitet werden. Beachtliche 80 Prozent der Kredite wurden bereits zurückbezahlt. Es geht, wie immer, um nachhaltige Hilfe für die Menschen, mit einer Aussicht auf eine selbstbestimmte Zukunft!
Beim „School Feeding Project“ an der Merha Tebeb School (Äthiopien) geht es um mehr als um eine warme Mahlzeit:
Seit 2009 unterstützt PfefferminzGreen das School Feeding Project, das 50 Kindern täglich eine warme Mahlzeit ermöglicht. Ohne diese Unterstützung, vor Ort angetrieben vom Schuldirektor Almaz, würden die Kinder auf den Straßen Betteln oder kleine Arbeiten ausüben müssen. Das Projekt leistet jenen Kindern Unterstützung, deren Eltern auch mit einem Mikrokredit, ihr Leben nicht in Griff bekommen können z.B. in Folge einer Krankheit wie HIV/AIDS, Drogenabhängigkeit oder mentalen Belastungen. Die Wertschätzung und die schulische Ausbildung ermöglicht den Kindern eine selbstbestimmende Zukunft.
Bildung und berufliche Perspektiven dank den Jugendzentren in Gerado und Dessie (Äthiopien)
Seit 2009 haben Jugendliche, sowie Erwachsene die Möglichkeit, eine grosse Anzahl an diversen Kursen teilzunehmen. Wir bieten neben Computerkursen, Nähkursen, dem Girlsclub (Aufklärung für Mädchen zu Themen wie Beschneidung, Menstruation, HIV/AIDS) sportliche Angebote wie Fussball, Taekwandoo oder Volleyball. Die Erwachsenen haben die Möglichkeit, Kurse in Literatur oder Landwirtschaft zu besuchen. Beide Einrichtungen werden von den umliegenden Dörfern mit Dank und Freude täglich besucht, deshalb liegt es uns auch am Herzen, den jeweiligen Lehrern einen Lohn zu vergüten und für das Material aufzukommen.
Ob Solarenergie für unsere Schule, ein Agricultural Training zur Verbesserung der Erträge und zur Förderung der Eigenständigkeit, Waste Management Workshops, unser Waisenhaus, Mikrokredite zur finanziellen Selbstständigkeit, Bildungs- und berufsschaffende Maßnahmen, der Aufbau von Trinkwasserbrunnen oder der Einsatz gegen die Beschneidung von Mädchen – all diese Themen beschäftigen uns und wir haben noch viel vor, da unsere Partnerorganisationen großartige Arbeit leisten und weitere, vielversprechende Projektideen vorliegen haben.
Wir brauchen dafür Eure Unterstützung! Wir freuen uns über eure Spenden, um die Themen vor Ort weiter voranzubringen und danken Euch – immer auch im Namen ganz vieler Menschen in Sierra Leone und Äthiopien für Eure Hilfe!
Euer PfefferminzGreen-Team
PfefferminzGreen ist eine gemeinnützige Organisation, die seit 2006 von der Gemeinschaft entwickelte Projekte in Subsahara-Afrika fördert. Wir arbeiten dabei eng mit vertrauenswürdigen, registrierten lokalen NGOs in Sierra Leone und Äthiopien zusammen. Unsere Projekte entstehen aus den Ideen und Bedürfnissen der Menschen vor Ort. Unsere Projekte geben den Gemeinden somit die Möglichkeit, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.
Unsere Erfahrungen der letzten zwanzig Jahre zeigen deutlich, dass von der Gemeinschaft getragene Lösungen langfristig besser wirken als Vorgaben von außen.
Unsere Arbeit konzentriert sich insbesondere auf Bildung, die Stärkung von Frauen, und einkommensschaffenden Aktivitäten. Dazu gehören der Bau von Schulen und Jugendzentren, die Einrichtung von Ausbildungsstätten sowie die Unterstützung von Spar- und Kreditgruppen (VSLAs).
Auf Basis unserer 20-jährigen Erfahrung ist N’NINKIE entstanden – eine Plattform, die die Stimmen afrikanischer Changemaker verstärkt, die Stärke lokaler sozialer Unterstützungssysteme sichtbar macht und zeigt, wie entscheidend ein enges Netzwerk zwischen Forschung, Politik und lokalen Gemeinschaften für nachhaltige strukturelle Veränderungen ist.
Mehr über uns erfährst du hier: www.pfefferminzgreen.com
PfefferminzGreen e.V.
Friedrich-Ebert-Anlage, 3
60327 Frankfurt
Deutschland
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