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Frauen und Männern aus 19 Bergdörfern Boliviens werden das Wissen und die Werkzeuge in die Hand gegeben um ihre Gemeinden in eine gesündere und lebenswertere Umgebung für sich und ihre Kinder zu verwandeln.
Amelie Hantel
Aktion Sodis e.V
Mit dem Projekt "Sumaj-Causay" haben wir viel erreicht. Nun ist es an der Zeit, zu schauen wie nachhaltig diese Maßnahmen etabliert wurden. Dafür benötigen wir Unterstützung in der Durchführung der Evaluierung, um diese fair bezahlen zu können.
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Mit dem Bau einer Trenntoilette für eine können tödliche Krankheiten vermieden werden: Fäkalien können nicht mehr in das Trinkwasser gelangen.
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Vor 5 Jahren begann unser bislang größtes Projekt. 354 Kochstellen, 400 Trenntoiletten und 389 Wasserfilter später sind wir am Ende unseres Projekts in der Region Micani angelant. Natürlich lassen sich die Erfolge von Entwicklungsprojekten nur sehr eingeschränkt anhand von Zahlen beziffern. Die vergangenen Monate waren wir in den Dörfern Micanis, an den Dorfschulen, haben Lehrerinnen, Mütter, Väter und Dorfvorsteher interviewed um in einer möglichst umfassenden Evaluierung der zentralen Frage nachzugehen: Was hat Sumaj Causay bewirkt?
Mehr dazu in Kürze. Unser Projektabschlussbericht ist bereits fast im Druck.
Euer Aktion Sodis.




Ein weiterer großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit
In diesem Jahr leiten wir die Schlussphase des Teilprojektes Sumaj Causay ein, um es schließlich vollständig aus unseren Händen geben zu können. Dazu planen wir unsere LokalexpertInnen in Micani noch ein letztes mal intensiv zu schulen um sicherzustellen, dass Wissen und Technologien korrekt weitergegeben werden und somit wirklich dauerhaft in der Region bestehen bleiben können.
Zusätzlich möchten wir mit den uns anvertrauten Mitteln noch weiteren 15 Familien den Zugang zu sauberem Wasser, rauchfreien Kochstellen, Handwaschanlagen und Trenntoiletten ermöglichen, in dem wir die dazugehörigen Materialien finanzieren.
Wir freuen uns sehr diesen so wichtigen abschließenden Schritt in unserer Projektarbeit mit Ihrer Unterstützung und Ihrem Vertrauen gehen zu können.
Bleiben Sie gesund!
Ihr Team von Aktion Sodis

Sumaj Causay
Unser größtes Teilprojekt kümmert sich um die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Region durch Maßnahmen und Technologien in den Bereichen Hygiene, Trinkwasser, Sanitäranlagen und Gesundheit.
Im vergangenen Jahr widmete sich die Projektarbeit dem Bau von Technologien, der Durchführung von Hygieneschulungen mit der Bevölkerung und der Stärkung des Netzwerkes der LokalexpertInnen, sowie der Rolle des Sozialunternehmens CAMCEC.
Auswirkungen der angespannten politischen Lage durch die verschobene Präsidentschaftswahl im Oktober sowie die Corona Pandemie (Mehr dazu in unserem Bericht vom 20.12.2020 https://www.betterplace.org/de/projects/62869-sumaj-causay-besser-leben-aktion-sodis/news/226111) waren auch in diesem Teilprojekt deutlich zu spüren. So konnten im März durch den strikten Lockdown und die weiteren Maßnahmen der bolivianischen Regierung geplante Materialtransporte nach Cochabamba nicht durchgeführt werden. Die Konstruktionen beschränkten sich daher zunächst auf die Gemeinde Ulupiquiri für die bereits vor dem Versammlungsverbot Material in das Projektgebiet eingegangen war.
Materialtransport in Ulupiquiri
Ab April konzentrierte sich die Projektarbeit spontan auf Beschaffung und Verteilung von Hygieneartikeln und Aufklärung, um die Bevölkerung der Region bestmöglich vor dem Corona-Virus zu schützen.
Auch in dem mit unserer Unterstützung gegründete Sozialunternehmen CAMCEC, konnte die Arbeit im Herbst nach dem Eintreffen von neuem Material wie gewohnt fortgesetzt werden. Das Unternehmen spielt im Prozess eine große Rolle als Materiallieferant und Bauteilproduzent.

Werkstatt des Sozialunternehmens CAMCEC
Die LokalexpertInnen konnten schließlich in Zusammenarbeit mit den Familien den Bau von 55 Trockentrenntoiletten, die Auslieferung von 134 Wasserfiltern, die Anbringung von 55 Handwaschanlagen und Bau von 79 Kochstellen durchführen. Dabei wurden die Schulungen über Nutzung und Instandhaltung der Technologien durch die LokalexpertInnen durchgeführt.
In Zusammenarbeit mit unserer Partnerorganisation, der Fundación Sodis und den sehr engagierten LokalexpertInnen vor Ort, konnten also trotz aller Umstände große Fortschritte gemacht und fast alle gesetzten Ziele erreicht werden.
Wir beabsichtigen alle übrigen Ziele in 2021 zu erreichen und die eingeführten Prozesse und Maßnahmen so weit zu verselbstständigen, dass wir das Projekt Sumaj Causay Ende 2021 abschließen können.
Qhari Warmi
In unserem relativ neuen Teilprojekt geht es um die Eröffnung unternehmerischer Chancen im Umfeld des eigenen Haushalts, unter anderem durch die Unterstützung von Familien im Anbau der Tara-Pflanze (Verteilung von Tara-Setzlingen, Schulungen, Gründungshilfe für Dorfkooperativen) oder kleinen Nähbetrieben (derzeit Herstellung von Atemmasken). Diese Maßnahmen bieten insbesondere Frauen eine Perspektive, durch eine Teilnahme an den Angeboten eigene monetäre Einkünfte zu erschließen und damit mehr gesellschaftliche Teilhabe wahrnehmen zu können.
Frauen beim Anbau der Tara-Pflanzen
Die ersten drei Monaten des Jahres wurden genutzt um die bereits bestehenden drei sogenannten Escuelas de Campo (nachfolgend ECA) um weitere drei zu erhöhen. Dort werden die TeilnehmerInnen in Themen wie Gleichberechtigung, Anbau und Umgang mit der Tara-Pflanze geschult, aber auch in Themen im Zusammenhang mit unseren anderen Projekten, wie zum Beispiel Gesundheit, Hygiene und Ernährung.
Tara-Pflanze
Im Februar wurde außerdem ein erstes Monitoring der von den Familien gepflanzten Tara-Bäume durchgeführt. Dabei wurde positiv bestätigt, dass die Pflanzen bei guter Pflege problemlos mit den vegetativen Bedingungen in Micani zurechtkommen. Anschließend konnten bei einer umfangreichen Bedarfserhebung für die Ausweitung des Tara-Programms neue Familien und Aufstockungsmöglichkeiten festgelegt werden.
Nach Lockerung der Maßnahmen konnten ab dem Sommer die Arbeit wieder aufgenommen werden. So konnte endlich das neue Auto ausgeliefert werden, dass den TechnikerInnen bei der Arbeit auf den Feldern die notwendige Mobilität bietet. Zusätzlich wurden weitere 150 Familien für das Projekt gewonnen und anschließend im Umgang mit der Pflanze geschult. Dadurch konnten Mitte November insgesamt 4500 neue Setzlinge an die Familien verteilt werden. Damit konnten alle erzwungenen Verzögerungen wieder aufgeholt werden.
In 2021 liegt der Fokus der Projektarbeit nun auf der abschließenden Entwicklung des Monitorings womit eine optimale Grundlage für die erfolgreiche Betreuung und Entwicklung des Teilprojektes gegeben wäre.
Vielen herzlichen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit und Ihre Unterstützung für die Menschen in Micani. Wir freuen uns sehr darauf dieses Jahr gemeinsam mit Ihnen weiteren Fortschritt in die Region zu bringen!

Das Jahr 2020 hat einiges von uns abverlangt – sowohl hier in Deutschland als auch in unserer Projektregion Micani in Bolivien.
2020 war kein leichtes Jahr und dennoch können wir von weitreichenden Erfolgen in den Projekten berichten:
Die wichtigen Materialien für den Bau der Schulgärten im Projekt Ernährungssicherheit haben ihr Ziel Micani erreicht. Fast alle Dorfschulen sind nun mit einem eigenen Schulgarten ausgestattet, in dem Gemüse angebaut werden kann um die Schulmahlzeiten zu ergänzen. Sparsame Tröpfchenbewässerung ermöglicht eine ganzjährige und ressourcenschonende Bewirtschaftung, auch während der Trockenzeit. Ebenso entwickelte sich das Projekt Qhari Warmi, mit dem Unternehmertum und Gleichberechtigung gefördert werden. Die Tara-Setzlinge, die im vergangenen Jahr den Startpunkt des Projekts darstellten, sind bereits 1 m hoch gewachsen und die Setzlinge dieser Pflanzsaison können von der beginnenden Regenzeit profitieren.
Das alles war nur durch den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter*innen unserer Partnerorganisation, der Fundacion Sodis, auf dem Land sowie in der Stadt möglich. Wir möchten Ihnen hiermit unseren großen Dank aussprechen und freuen uns, dass wir gemeinsam trotz einer globalen Gesundheitskrise auf ein ereignisreiches Jahr voller Fortschritte zurückblicken können.
Text: Caitlin Perkampus
Aktion Sodis ist eine ehrenamtlich geprägte Organisation, die aus der Zusammenarbeit zwischen der Fundación Sodis in Cochabamba und dem Projekt Bildung bleibt aus Aachen hervorgegangen ist.
Seit 2013 engagieren sich ehrenamtliche Mitarbeiter im Rahmen des Projektes Bildung bleibt in Kooperation mit Fundación Sodis und weiteren Partnern für die Familien in Boliviens ländlichen Gebieten. Aktion Sodis unterstützt dieses Projekt und engagiert sich im Bereich Gesundheit und Wohlergehen, hochwertige Bildung, sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, bezahlbare und saubere Energie. Um die Projekte möglichst effektiv zu gestalten, ist eine langfristige Unterstützung zielführend. Das Projekt Bildung bleibt trägt nicht umsonst seinen Namen, denn Ziel ist es durch Bildung langfristige Weiterentwicklung in den ländlichen Gemeinden Boliviens zu fördern. Unsere Vision ist es, mit Bildung zukünftig die Entwicklungszusammenarbeit unnötig zu machen.
Aktion Sodis e.V
Jülicher Str. 209 q/s
52070 Aachen
Deutschland
€ 2.394,95
werden noch benötigt
84%
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