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Für die Kinder aus der Ukraine ist der Krieg entsetzlich. Bitte unterstützen Sie den Einsatz von UNICEF mit Ihrer Spende und senden Sie ein Zeichen der Solidarität für die Kinder und ihre Familien aus der Ukraine.
UNICEF Deutschland
UNICEF
Dieses Set beinhaltet die wichtigste Grundausstattung: Pflaster, Gaze, Seife, Verbandsklammern- und klebeband, Plastikhandschuhe sowie Aspirin, Jodlösung und eine Augensalbe.
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Dieses Hygieneset bietet einer fünfköpfigen Familie einen Monat lang insbesondere in Notsituationen sauberes Wasser, schützt vor Krankheiten und hilft ihnen, eine grundlegende Hygiene aufrechtzuerhalten.
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© UNICEF/UNI930653/Filippov
Kiew, Januar 2026. Der fünfte Winter im Krieg. Draußen sind es bis zu minus 20 Grad. Doch Yehor (8, Foto oben) und seine Mutter Tetiana frieren auch drinnen. In Yehors Kinderzimmer ist es so kalt, dass die Fenster vereisen. Um sich aufzuwärmen und ihre Handys aufzuladen, gehen die beiden ins nahegelegene Einkaufszentrum. "Nachts lasse ich meine Kleidung an, und Mama deckt mich mit einem Schlafsack zu", erzählt Yehor.
Die schweren Bombardierungen legen immer wieder Strom, Heizung und Wasser lahm. Millionen Menschen sitzen in eiskalten Wohnungen. Auch Schulen bleiben unbeheizt. Kinder leben in ständiger Angst vor Angriffen, frieren und hören im Dunkeln die Einschläge der Bomben.
UNICEF-Teams helfen weiterhin vor Ort. Wir reparieren und installieren Heizsysteme in Schulen und Krankenhäusern, leisten individuelle finanzielle Unterstützung und bieten Kindern psychosoziale Hilfe. Zusammen mit Partnerorganisationen versorgt UNICEF Millionen Menschen in der Ukraine mit sauberem Wasser. Zum Beispiel stellen wir Wasserflaschen und Wasserreinigungstabletten bereit. Wir verteilen auch Windeln und andere Hygieneartikel.









Eine schreckliche Meldung erreichte uns alle am Dienstag: Bei einem Angriff ist der Kachowka-Staudamm im Süden der Ukraine zerstört worden. In den Medien sehen wir Bilder von überfluteten Orten, von zerstörten Gebäuden und vor allem: von Kindern, die unsere Hilfe brauchen. Was passiert jetzt in den betroffenen Gebieten mit den Kindern? Und ist UNICEF bereits aktiv?
Masha hat alles zurückgelassen
Innerhalb kürzester Zeit musste Masha ihr Zuhause am Stadtrand von Cherson verlassen und zusammen mit ihrer Mutter vor dem Hochwasser flüchten. "Heute war ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Boot. Zuerst hatte ich Angst zu ertrinken, aber das ist nicht passiert", erzählt das sechsjährige Mädchen erleichtert. 
Masha aus Cherson hatte bei der Evakuierung Angst zu ertrinken. © UNICEF/DSC07568
Es gibt zwei Evakuierungswege aus Cherson: Entweder man nimmt den Zug oder den Bus. Masha und ihre Mutter nahmen den Evakuierungsbus nach Odessa. All ihre überschwemmten Habseligkeiten mussten sie zurücklassen.
Anya und Ernest: im Evakuierungsbus 
© UNICEF/UN0853473/Filippov
Auch die siebenjährige Anya und ihr 15-jähriger Bruder Ernest (im Foto rechts mit Kopfhörern) mussten mit ihrer Familie vor den Fluten gerettet werden. Nun sitzen sie abfahrbereit im Bus und warten auf ihre Evakuierung aus Cherson. "Ich habe gestern im Internet von der Zerstörung des Staudamms gelesen und konnte es nicht glauben“, erzählt Ernest schockiert. „Aber dann sah ich das Wasser plötzlich durch unsere Straße fließen."
Ihr Vater Dmitry konnte gerade noch die wichtigsten Dokumente der Familie zusammenpacken, bevor die Flut das gesamte Haus der Familie zerstörte. "Wir haben in diesem Haus den Krieg überlebt, aber jetzt ist es weg. Alles ist überflutet. Das ganze Gebiet steht unter Wasser."
Mykyta: Vom zweiten Stock ins Rettungsboot
Der 14-jährige Mykyta musste durch ein Fenster im zweiten Stock klettern, um in ein Rettungsboot zu gelangen und in einen sichereren Teil der Stadt evakuiert zu werden. Gestern harrte der Junge zusammen mit seiner Großmutter, seinem Großvater und seinem Hund im vierten Stock ihres Wohnhauses aus. Sie waren wie gefangen, umgeben nur von Wasser. 
© UNICEF/UN0853466/Filippov
"Gestern gegen 18 Uhr begann das Wasser zu steigen und überschwemmte die unteren Stockwerke. Wir blieben in unserer Wohnung und warteten auf Hilfe", sagt Mykyta, während er seiner Großmutter beim Aussteigen aus dem Boot hilft. Während der Evakuierung hielt er seinen Hund George im Arm. Auch George wurde aus dem überschwemmten Gebiet gerettet. „Ich konnte ihn dort nicht allein lassen“, sagt Mykyta. Er ist glücklich, dass es ihm gelang, seinen Hund aus dem Überschwemmungsgebiet zu retten. Alle anderen persönlichen Gegenstände konnte er in der Eile nicht mitnehmen.
Nach dem Dammbruch: UNICEF ist vor Ort
Auftanken in UNICEF-Kinderzentren
Die Kinder in der vom Krieg erschütterten Ukraine haben schon seit Beginn des Krieges im Februar 2022 unendlich viel durchgemacht. Viele sind durch Angriffe, Flucht und Vertreibung traumatisiert und brauchen dringend jemanden, mit dem sie über ihre Sorgen und Erlebnisse sprechen können. Die Zerstörung des Staudamms macht die Situation für viele Kinder nun noch dramatischer. Denn manche Kinder mussten schon zuvor vor Angriffen und Bombardierungen flüchten und haben nun erneut alles verloren. Umso wichtiger sind die Kinder-Schutzzentren, die wir UNICEF für sie eingerichtet hat.

Im Bahnhof Cherson hat UNICEF ein provisorisches kinderfreundliches Zentrum eingerichtet. Nach der Zerstörung des Staudamms können Kinder sich hier mit Spielen und Malen ablenken, während sie auf ihre Evakuierung warten. © UNICEF/UN0852911/UNICEF Ukraine
An mehreren Standorten rund um Cherson haben UNICEF-Teams diese provisorische Kinderschutz-Zentren eingerichtet. Kinder aus den betroffenen Flut-Gebieten erhalten dort psychosoziale Unterstützung: Für die Kinder stehen Ansprechpartner*innen bereit, die ein offenes Ohr für sie haben. Und die Zentren sind sichere Orte für sie, um mit Gleichaltrigen zu spielen und auf andere Gedanken zu kommen.
UNICEF baut die Nothilfe weiter aus
UNICEF arbeitet vor Ort in den betroffenen Gebieten und versorgt Familien in den Oblasten Cherson und Mykolajiw mit sauberem Trinkwasser, Hygieneartikeln und anderen benötigten Hilfsgütern. Darüber hinaus können Familien in den von Überschwemmungen betroffenen Regionen auch kleine Geldbeträgen bekommen, mit denen sie sich selbst mit lebenswichtigen Gütern versorgen können. UNICEF Nothilfe-Expert*innen werden in den nächsten Tagen noch genauer analysieren, was die Familien aktuell am dringendsten brauchen. Auf dieser Grundlage werden die UNICEF-Teams die Nothilfe in der nächsten Zeit noch weiter ausbauen.
UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, arbeitet weltweit mit Programmen in rund 190 Ländern. UNICEF hilft, dass das Recht jedes Kindes auf Überleben, Bildung und Schutz Wirklichkeit wird: mit konkreten Projekten, umfassenden Programmen und politischer Lobbyarbeit. UNICEF ist in jedem Land seit vielen Jahren vor Ort und hat ein dichtes Netzwerk lokaler Partner. So ist nachhaltige und effiziente Hilfe möglich. Mit dem jährlichen Geschäftsbericht informiert UNICEF ausführlich über Arbeitsweise, Strukturen und Kosten. Sie finden ihn unter www.unicef.de
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50969 Köln
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