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Wicklow Way

Länge:
127 km
Höhenmeter:
7.260 hm
Dauer:
7 Tage
Schwierigkeitsgrad:
Level 3Mittel
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Der Weg ist perfekt geeignet für...

Der Wicklow Way gehört zu den traditionsreichsten Angeboten für eine Aktivreise, die Irland zu bieten hat. Ganz zentral von Dublin aus lässt sich dieser Fernwanderweg nach den eigenen Wünschen gestalten und individuell begehen. Über 7 Tagesetappen und ca. 130 Kilometer dürfen sich Reisende auf wunderschöne Landschaften, Bergseen und historische, sowie kulturelle Höhepunkte freuen.

Unmittelbar vor der Großstadt Dublin geht es für Abenteuerreisende los auf dem Weitwanderweg Wicklow Way durch die malerischen Wicklow Mountains, ein Gebirgszug aus Granit und Schiefer. Zwischen der Metropole Dublin und den stillen Bergregionen wanderst du durch die aufregende, geschichtsträchtige irische Landschaft. Ohne zu große Anstrengungen, aber mit mäßigem Anspruch an deine Kondition führt dich dieser Fernwanderweg durch einmalige Naturregionen und vorbei an von Menschen geschaffenen Monumenten.

Von Norden nach Süden führt die klassische Variante dieser Route, mit guter Kondition erwanderst du die meisten Abschnitte des Fernwanderweges in etwa 6 Stunden Gehzeit. Die Pfade, Stege, Waldwege und Seitenstraßen, die den Wicklow Way formen, sind im mittleren Schwierigkeitsgrad anzusiedeln und somit durchwegs gut begehbar - Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind nicht vonnöten.

Du wohnst in Hostels, Herbergen und B&Bs, die in Irland einen hohen Standard erfüllen. Die kleinen B&Bs sind besonders beliebt, die Besitzer bieten auch oft an, dich beim Weg abzuholen und morgens wieder hinzubringen. Gastfreundschaft und Freundlichkeit gehört zum irischen Volk wie Guinness und Shamrock, ein abendliches Zusammensitzen mit den irischen Gastgebern macht deine Aktivreise noch authentischer.

Highlights

Der Wicklow Way, Irlands erster offizieller Fernwanderweg, führt dich durch die atemberaubenden Wicklow Mountains und zeigt dir die ganze Vielfalt der grünen Insel. Die 130 Kilometer lange Route wurde 1980 vom Wanderexperten J.B. Malone entworfen und begeistert seither Naturliebhaber und Kulturinteressierte.

Auf deinem Weg wanderst du durch sanfte Hügellandschaften, über unberührte Moore und entlang rauschender Flüsse. Mal führt dich der Pfad durch dichte Laub- und Nadelwälder, dann wieder über felsiges Terrain aus Schiefer und Granit. Besonders beeindruckend ist der Aufstieg auf den Djouce Mountain, von dessen Gipfel du mit einem atemberaubenden Panorama über die weite Landschaft belohnt wirst.

Ein absolutes Highlight ist die geschichtsträchtige Klosteranlage Glendalough. Eingebettet in eine malerische Seenlandschaft, versprüht sie eine mystische Atmosphäre und gibt dir das Gefühl, in eine längst vergangene Zeit einzutauchen. Ebenso beeindruckend ist der Powerscourt Wasserfall, mit 121 Metern der höchste Wasserfall Irlands – ein Naturwunder, das dich garantiert in seinen Bann zieht.

Doch der Wicklow Way bietet nicht nur unvergessliche Naturerlebnisse, sondern auch einen tiefen Einblick in Irlands Kultur und Kulinarik. Durch die Start- und Endpunkte in kleinen, charmanten Ortschaften hast du die Gelegenheit, das authentische Leben der Region kennenzulernen. Nach einem ereignisreichen Wandertag kannst du es dir in einem gemütlichen Pub mit traditioneller Irish-Folk-Musik und einem frisch gezapften Guinness gutgehen lassen.

Wenn du nach der Wanderung noch Lust auf etwas städtisches Flair hast, kannst du deine Aktivreise mit einem Besuch in Dublin abrunden. Hier erwarten dich beeindruckende architektonische Wahrzeichen wie das Trinity College, lebendige Straßen und die herzliche irische Gastfreundschaft.

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Route & Etappen

Die klassische Variante des Wicklow Way führt Aktivreisende von der Metropole Dublin durch die Wicklow Mountains bis nach Clonegal. Auf dem Weg befinden sich viele Sehenswürdigkeiten und Highlights der Natur. Die moderaten 127 Kilometer führen nie durch sehr unwegsames Gelände, alpine Verhältnisse gibt es keine, aber das ständige Auf und Ab fordert deine Kondition. Folge stets dem Symbol des Wanderers auf den Schildern durch Dörfer und über Moore hinweg.

Etappe 1

Marlay Park

Distanz:
ca. 20 km
Gehzeit:
ca. 6 h
Aufstieg:
ca. 620 hm
Abstieg:
ca. 550 hm

Am ersten Tag deiner Aktivreise am Wicklow Way startest du vom Parkplatz im Marlay Park los. Vorbei an Golfplätzen marschierst du zur ersten Steigung einen Berg hinauf. Du erreichst bald Waldgebiet und vor dir tut sich die malerische Landschaft zwischen Two Rock Mountain und Kilmashogue Mountain auf. Hinunter zum wunderschönen Glencullen Valley musst du ein paar Kilometer über Asphalt marschieren, bevor du den Glencullen River überquerst und nach Knockree kommst, das Ziel der heutigen Etappe.

Etappe 2

Knockree

Distanz:
ca. 20 km
Gehzeit:
ca. 6 h
Aufstieg:
ca. 610 hm
Abstieg:
ca. 510 hm

Viel Auf und Ab macht die zweite Etappe anstrengend. Du wirst aber belohnt mit den Aussichtspunkten bei Ride Rock, der Blick auf den Powerscourt Wasserfall, mit 121 Metern der höchste Irlands, ist unvergesslich. Der Weg führt dich hinunter zum Dargle River und wieder aufwärts nahe dem Djouce Mountain, der im Zuge eines kleinen Umwegs auch erobert werden kann. Über einen Boardwalk aus Holzschwellen wanderst du bis White Hill, wo du dich auf 635 Metern am höchsten Punkt des Fernwanderweges Wicklow Way befindest. Du hast von dort einen tollen Ausblick auf den Lough Tay, dem "Guiness-See" - so benannt dank des sehr dunklen Wassers. Weiter geht es nach Roundwood, wo du das heutige Etappenziel erreicht hast. 

Etappe 3

Roundwood

Distanz:
ca. 11 km
Gehzeit:
ca. 4 h
Aufstieg:
ca. 280 hm
Abstieg:
ca. 430 hm

Zurück zum Wicklow Way und dann durch Waldgebiet nach Oldbridge, namensgebend für die 200 Jahre alte Brücke über den Fluss Inchavore. Nach einer intensiven Steigung erreichst du eine Schutzhütte, die Brusher Gap, wo Aktivreisende sich ausruhen, pausieren und sogar übernachten können. Über Wiesen und durch Wälder wanderst du entlang des Wicklow Way bis zur Brücke über den Glenmacross River, der Blick auf Glendalough ist ein wahres Highlight. Du verbringst dort auch die kommende Nacht.

Etappe 4

Glendalough

Distanz:
ca. 14 km
Gehzeit:
ca. 5 h
Aufstieg:
ca. 480 hm
Abstieg:
ca. 480 hm

Du wanderst in Richtung Upper Lake, eine touristisch geprägte Region. Am Poulanass Wasserfall marschierst du bergauf zu einer alten Forststraße und erreichst so den Borenacrow Pass. Der Ausblick von dort entschädigt für anstrengende Stunden und bietet auch die Möglichkeit, umliegende Berge zu besteigen. Durch das Glenmalure Valley, ein malerisches Tal, erreichst du das Örtchen Glenmalure.

An- und Abreise

Durch die Nähe zur Zivilisation gestaltet sich die An- und Abreise zum und vom Wicklow Way besonders einfach. Es empfiehlt sich, auf die öffentlichen Verkehrsmittel zu setzen.

Anreise

Mit dem Flugzeug reist du auf die Insel, viele Flughäfen (Memmingen, München, Stuttgart usw.) bieten Direktflüge zu günstigen Preisen - es empfiehlt sich, früh genug zu vergleichen und zu buchen. Vom Flughafen Dublin kannst du mit dem Bus in Richtung Startpunkt fahren, Dublin Bus No. 16 bringt dich zum Marlay Park. Mit dem PKW bist du auf eine Fähre angewiesen, die in Frankreich ablegt. Eine Überfahrt dauert 12 bis 20 Stunden und ist somit komplizierter und viel zeitintensiver.

Abreise

Die Abreise gestaltet sich ebenfalls unkompliziert dank öffentlicher Verkehrsmittel. Es gibt den Wicklow Way Bus Service, der Etappenziele miteinander verbindet, dieser Bus fährt aber nur bei Bedarf. Das bedeutet, dass du 24 Stunden im Voraus Plätze reservieren solltest. Du fährst mit dem Bus zum nächstgelegenen Bahnhof (z.B. in Rathdrum) und nimmst dann die Bahn nach Dublin und einen Bus zum Bahnhof.

Wichtige Informationen

Du erwanderst einen der schönsten Fernwanderwege, den Irland zu bieten hat. Die Anforderungen, die der Wicklow Way an dich stellt, sollten nicht unterschätzt werden, deine realistische Selbsteinschätzung ist gefragt. Da du dich nicht im alpinen Bereich bewegst, brauchst du keine Bergsteigererfahrung, du solltest aber die Bedeutung des Wetters nicht unterschätzen, da es schnell wechselt. Deine Ausrüstung sollte etwaige unerwartete Umschwünge mitmachen und dein Schuhwerk für rutschige Abschnitte geeignet sein.

  • Buche deine Unterkünfte früh genug, der Wicklow Way erfreut sich großer Beliebtheit.
  • Erkundige dich täglich nach dem Wetter, auch im Sommer regnet es gerne.
  • Du kannst an jedem Etappenziel weitere Wanderungen unternehmen, deiner Flexibilität sind kaum Grenzen gesetzt.
  • Der Weg ist ausgezeichnet ausgeschildert, du brauchst keine Navigationsfähigkeiten, wenn du am Hauptweg bleibst.
  • Anders als in Schottland wird vom Wildcampen abgeraten, da es keine öffentlichen Plätze gibt.
  • Schutz gegen Regen/Kälte/Sonneneinstrahlung ist unbedingt notwendig, aber überlade dein Gepäck nicht.

Körperliche Anforderungen

Kondition

Am Wicklow Way solltest du mit solider Fitness und guter Grundkondition ausgestattet sein, denn der Fernwanderweg verläuft konstant auf und ab. Erfahrung im alpinen Bereich und im Bergsteigen brauchst du auf dem Wicklow Way nicht, es gibt keine Tausender zu besteigen, aber höher gelegene Gipfel verlangen einiges an Ausdauer.

Technik

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind auf dem Wicklow Way nicht vonnöten. Du solltest aber darauf achten, dass das Gelände nass und rutschig sein kann, denn es regnet immer wieder - unter Umständen ergiebig. Es gibt keine Kletterpassagen - mit dem richtigen Schuhwerk solltest du auf keine Probleme stoßen.

Empfehlungen

Kein Fernwanderweg ist wie der Andere, so ergeben sich unterschiedliche Empfehlungen für diese Art zu Wandern. Wenn du mit deinen Kindern, deinem vierbeinigen Freund, oder mit dem Mountainbike deine Aktivreise bestreiten willst, musst du verschiedene Dinge beachten.

Familienfreundlich

Ja, Kinder haben in den Wicklow Mountains viel Freude, da weniger schroff und steil. Allerdings gilt deine Selbsteinschätzung, höhere Regionen können für kleinere Abenteurer zu viel sein.

Hunde

Auf dem Weg erlaubt, aber nicht in allen Unterkünften - erkundige dich, bevor du die Reise planst.

Radfahren

Rund um die Wicklow Mountains gibt es einige Radstrecken.

Gepäck

Schutz gegen Regen/Kälte/Sonneneinstrahlung ist unbedingt notwendig, aber überlade das Gepäck nicht. Einige Services bieten Gepäcktransporte an.