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Westweg

Länge:
285 km
Höhenmeter:
21.820 hm
Dauer:
13 Tage
Schwierigkeitsgrad:
Level 4Mittel – Schwer

Der Weg ist perfekt geeignet für...

Der Westweg ist ein Fernwanderweg, der von Norden nach Süden durch den Schwarzwald führt. Er ist einer unter drei Wegen durch den Schwarzwald und mit 285 Kilometern der Längste. Er ist auch Teil des Europäischen Fernwanderwegs E1 und hat als Wegzeichen eine rote Raute auf weißem Hintergrund. Der Fernwanderweg Westweg zählt zu den „Top Trails Of Germany“, also Deutschlands besten Wanderwegen. Das deutsche Mittelgebirge ist deine Heimat für die Dauer dieser Aktivseise. Zwischen imposanten Bergen, wie dem höchsten Gipfel des Mittelgebirges, dem Feldberg mit 1.493 Metern und tiefen Gewässern wanderst du über den Westweg.

Der Weg, angelegt im Jahre 1900, hat seinen Ausgangspunkt in Pforzheim am nördlichen Rand des Waldes und teilt sich dann nach der achten Etappe beim Titisee in eine östliche und eine westliche Route. Beide Abschnitte haben ihren Endpunkt in Basel in der Schweiz und sind im mittleren bis schweren Schwierigkeitsgrad anzusiedeln.

Der Westweg hat auch Höhenweg-Charakter, das heißt, dass die Etappen anspruchsvoll sind und einige Höhenmeter zu überwinden sind.
Die meisten Aktivreisenden erwandern den Westweg in 13 Etappen. Fast jede Etappe bietet Aktivreisenden die Chance, die Wanderung, je nach Vorliebe, mit diversen Abstechern noch abwechslungsreicher, noch vielfältiger, noch aufregender zu gestalten.

Highlights

Das deutsche Mittelgebirge ist deine Heimat für die Dauer dieser Aktivreise. Zwischen imposanten Bergen, wie dem höchsten Gipfel des Mittelgebirges, dem Feldberg mit 1.493 Metern und tiefen Gewässern wanderst du über den Fernwanderweg Westweg. Mehrere Tagesetappen führen dich durch malerische Landschaften, über den Belchen und den Blauen, bis du Basel erreichst.

Pforzheim, die Schmuckstadt, ist der Ausgangspunkt beider Varianten des Westwegs, sowohl des Ostwegess als auch der Westvariante. Du folgst der Nagold, immer den roten Rauten nach, hinein in die Tannenwälder des Schwarzwalds. Eine atemberaubende Aussicht bietet sich nahe der Langmartskopfhütte, in Forbach kannst du die historische Holzbrücke bewundern und den fast 800 Meter tiefen Canyon bestaunen, den die Murg gegraben hat. Ebenfalls imposant ist der Anstieg auf den Herrenwieser See und den Hochkopf, die Landschaft weiß zu beeindrucken. Eine Aussichtsplattform auf dem Hochplateau im Schwarzwald, genauer gesagt auf der Hornisgrinde, bietet einen großartigen Panoramablick.

Beim Titisee teilt sich der Fernwanderweg in eine Ost- und eine Westvariante:

Der Westweg beinhaltet Highlights in Form von Feldberg, Belchen und Blauen. Der 1.495 Meter hohe Feldberg, der höchste Punkt im Schwarzwald, hat eine Aussichtsplattform mit Panoramablick auf die Alpen im Süden. Ebenfalls beeindruckend ist der Belchen auf 1.414 Metern Höhe und einer vielseitigen Pflanzenwelt. Vor Basel zeigt sich der Schwarzwald dann sehr grün und ist von satten Wiesen durchzogen.

Der Ostweg führt über das Herzogenhorn, den Blössling, die Hohe Möhr und den Dinkelberg. Der Weg umrundet den See auf südlicher Seite, vier Schwarzwaldberge ragen imposant in die Höhe: Zweiseenblick, Herzogenhorn, Blössling und Hochkopf. Über Wiesen und Wald steigt der Pfad zum Herzogenhorn, wo ein toller Ausblick garantiert ist. Landschaftliche Vielfalt kommt im Schwarzwald nicht zu kurz, die Wälder wechseln sich mit Wiesen und schroffen Felsformationen ab. Von der Hohen Möhr aus lassen sich die Schweizer Alpen und der Schweizer Jura erblicken. Die letzte Etappe führt über Felsen und durch Schluchten, ihrerseits ein beeindruckendes Naturschauspiel, bevor du Basel erreichst.

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Route & Etappen

Die 2 verschiedenen Routen sind beide teils im mittleren, teils im schweren Schwierigkeitsgrad anzusiedeln. Je nach Vorkenntnis, Kondition und Motivation erwandern Reisende den Fernwanderweg Westweg individuell in 10 bis 15 Etappen. Die meisten Aktivreisenden erwandern den Westweg in 13 Etappen.

Westvariante – von Pforzheim nach Basel über 290 Kilometer und insgesamt 7.889 Höhenmeter

Ostvariante – von Pforzheim nach Basel über 288 Kilometer und insgesamt 7.904 Höhenmeter

Die Westvariante ist etwas mehr frequentiert, als die Ostvariante. Aktivreisende mit Verlangen nach Ruhe und Stille kommen auf der östlichen Variante des Weges ganz auf ihre Kosten.

Wichtig: Die Etappen 1 bis 8 sind auf der West- und der Ostvariante identisch. Der Weg teilt sich bei "Kalte Herberge", ab dann sind die Ausgangspunkte der Etappen mit (W) und (O) versehen.

Etappe 1

Pforzheim

Distanz:
ca. 26 km
Gehzeit:
ca. 7 h
Aufstieg:
ca. 730 hm
Abstieg:
ca. 290 hm

In Pforzheim, wo Enz, Nagold und Würm zusammenfließen, startet die Aktivreise über den Westweg. Du folgst dem Verlauf der Nagold und wanderst über den Hämmerlesberg nach Sonnenberg. Du wirst vor die schwierige Entscheidung gestellt, durch das malerische Tal nach Neuenbürg zu wandern, oder die steilere Variante über Birkenfeld zu nehmen. Beide haben landschaftlich viel zu bieten. Du passierst das Alte und das Neue Schloss, überquerst die Enz und wanderst schlussendlich durch den nördlichen, von Tannen geprägten Schwarzwald bis nach Dobel.

Etappe 2

Dobel

Distanz:
ca. 27 km
Gehzeit:
ca. 8 h
Aufstieg:
ca. 510 hm
Abstieg:
ca. 910 hm

Von Dobel aus geht es wieder durch dichten Nadelwald und zwischen Alb und Eyach zum Kaltenbronn hindurch. Du wanderst zur Hahnenfalzhütte und weiter zur Hochebene des Kaltenbronn, die Aussicht ins Murgtal wird dich beeindrucken. Der Hohloh-See und der Hohloh-Turm säumen deinen Weg über das Hochplateau. Du hast einen tollen Blick über die Schlucht, die sich die Murg gegraben hat. Der Panoramaweg führt dich über Gausbach nach Forbach.

Etappe 3

Forbach

Distanz:
ca. 20 km
Gehzeit:
ca. 6 h
Aufstieg:
ca. 1.080 hm
Abstieg:
ca. 460 hm

Der Weg führt heute über den Schwarzwald-Hauptkamm, eine Etappe, die dich in die höchsten Regionen des Schwarzwaldes führt. Vorbei an der Maria-Hilf-Kapelle steigst du auf zur Wegscheid, eine Pause hast du dir nach dem anstrengenden Abschnitt redlich verdient. Vorbei am größten See im nördlichen Schwarzwald führt der Aufstieg weiter bis auf den ersten Tausender des Westweges, den Seekopf mit 1.001 Metern Höhe. Beim Kurhaus Sand, einem verfallenen Hotel, kreuzt du die Schwarzwaldhochstraße, die dich weiter zum Hundseck führt. Weiter über den Hochkopf wanderst du Richtung Kurhaus Unterstmatt.

Etappe 4

Unterstmatt

Distanz:
ca. 28 km
Gehzeit:
ca. 9 h
Aufstieg:
ca. 735 hm
Abstieg:
ca. 685 hm

Du folgst einem Pfad zum Gasthaus Ochsenstall und erklimmst dann das Hochplateau der Hornisgrinde, ihres Zeichens der höchste Gipfel des Nordschwarzwaldes, an der Spitze steht der Bismarckturm. Hinter dem Mummelsee durchquerst du die Hänge des Altsteigerkopfs, die Darmstädter Hütte lädt zum Pause machen ein. Der Lotharpfad zeugt vom Sturm Lothar, der 1999 den Schwarzwald beschädigt hat, ein eindrucksvolles Beispiel ungebändigter Naturgewalt. Du folgst dem Weg bis zur Alexanderschanze.

An- und Abreise

Der Schwarzwald in Baden-Württemberg ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgezeichnet zu erreichen. Auch deine Enddestination Basel bietet jegliche Möglichkeit, sei es Bahn oder Bus.

Anreise

Reise am besten per Bahn oder Bus nach Hinterzarten. Es ist auch möglich mit dem PKW zu anzukommen, du musst das Auto nach Ende deiner Aktivreise – in Basel – wieder abholen. Gebühren für das Parken in Hinterzarten betragen um die 10€. Öffentliche Verkehrsmittel werden wärmstens empfohlen.

Abreise

Die Abreise erfolgt individuell mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Von Basel aus hast du viele Möglichkeiten.

Wichtige Informationen

Der Westweg ist Teil des Europäischen Fernwanderwegs E1 und ausgezeichnet als einer der "Top Trails of Germany". Die Weglänge von 285 km und das Begehen der knapp 9.000 Höhenmeter ist nicht zu unterschätzen. Plane genügend Zeit und Pausen zur Erholung ein! Es wird empfohlen, die Etappen nach eigenem Ermessen zu planen und darauf zu achten, für jede Etappe das Nötigste dabei zu haben, um nicht Mitten in der Natur auf Engpässe zu stoßen.

  • Im deutschen Baden-Württemberg herrscht Seeklima im Westen und Kontinentalklima im Osten.
  • Die vielseitige Landschaft, Berge und Becken, sorgen dafür, dass das Klima recht unterschiedlich ist, achte auf wetterfeste Ausrüstung.
  • Am besten begehst du den Westweg in den Frühlings-, Sommer-, oder Herbstmonaten. Von März bis Oktober herrschen gute klimatische Voraussetzungen für eine Aktivreise.
  • Im Winter kann man die Strecke ebenfalls erwandern, gute Vorbereitung und Ausrüstung sind das A und O.
  • Der mittelschwere bis schwere Fernwanderweg weist einen Höhenunterschied von insgesamt 9.000 Metern auf, der Feldberg mit 1.493 Metern ist der höchste Punkt.
  • Der Weg ist gut ausgeschildert, aber stellenweise nicht mehr als ein schmaler Pfad, der manchmal unwegsam sein kann. Trittsicherheit ist erforderlich, sowie gute Kondition.
  • Achte immer auf die Markierung (Rote Raute auf weißem Hintergrund).
  • Der Westweg wird vom Schwarzwaldverein gepflegt und optimiert.
  • Nimm genügend Verpflegung für eine Tagesetappe mit, es gibt nicht überall Einkehrmöglichkeiten, aber viele Bänke für kurze Pausen.
  • Buche Unterkünfte in den Sommermonaten rechtzeitig.

Körperliche Anforderungen

Kondition

Der Fernwanderweg Westweg hat auch Höhenweg-Charakter, das heißt, dass die Etappen anspruchsvoll sind und einige Höhenmeter zu überwinden sind. Somit ergibt sich ein hoher Anspruch an deine Kondition und deine körperliche Verfassung.

Technik

Der Westweg ist im Grunde gut begehbar, manchmal triffst du auf unwegsameres Gelände, somit ist Trittsicherheit erforderlich.
Du überwindest insgesamt knapp 9.000 Höhenmeter und auch wenn steile Abschnitte mit Geländern gesichert sind, so ist Schwindelfreiheit doch sehr von Vorteil.

Empfehlungen

Kein Fernwanderweg ist wie der Andere, so ergeben sich unterschiedliche Empfehlungen für diese Art zu Wandern. Wenn du mit deinen Kindern, deinem vierbeinigen Freund, oder mit dem Mountainbike deine Aktivreise bestreiten willst, musst du  verschiedene Dinge beachten.

Familienfreundlich

Im Jugendalter, wenn Kondition und Trittsicherheit ausreicht. Bitte nach eigenem Ermessen, der Weg ist anspruchsvoll.

Hunde

Möglich, jedoch nicht zu empfehlen.

Radfahren

Ja, es gibt einen eigenen Westweg Radweg.

Gepäck

Deine Wanderausrüstung, wetterfest und stabil. Es gibt die Möglichkeit, Gepäck von Unterkunft zu Unterkunft transportieren zu lassen. Wichtig: genug Verpflegung einpacken!