Der Fernwanderweg gehört zwar zu den beliebtesten Europas, trotzdem bewegt man sich nicht unter Menschenmengen. Naturliebhaber kommen hier mit Sicherheit auf ihre Kosten. Du erwanderst eine eindrucksvolle, weitläufige, abwechslungsreiche Landschaft – vorbei an Seen, durch sanfte, grüne Täler hindurch bis zum höchsten Berg Großbritanniens.
Über alte Handelsrouten, Verkehrswege und Militärstraßen hinweg wanderst du entlang des West Highland Way vom Süden Schottlands in den Norden hinauf. Im Vorort von Glasgow, Milngavie, hat diese Reise ihren Startpunkt. Auf größtenteils gut erhaltenen Wegen, manchmal auf alten, unwegsamen Pfaden genießen Aktivreisende Schottland von seinen schönsten Seiten.
Tektonische Aktivität hat aus Schottlands Oberfläche das gemacht, was dort heute zu bewundern ist – Vulkanismus formte die Highland-Boundary-Fault und die Great-Glen-Fault.
Da die Begehung des Weitwanderweges West Highland Way im Süden beginnt, startest du in den Lowlands. Von dort aus überwindest du die Highland-Boundary-Fault, die die Lowlands von den Highlands trennt. Erkunde Schottlands größten See Loch Lomond, den Wasserfall Falloch Falls, Rannoch Moor und die atemberaubende, abgeschiedene Schönheit der Highlands. In den Highlands überwindest du den Pass nach Kinlochleven, eine kleine Stadt in den Highlands.
Wenn du den höchsten Gipfel Großbritanniens, den Ben Nevis (1.344 m) erreicht hast, dann bist du am Ende des Fernwanderweges angelangt.
In Schottland gilt für Individualisten „Freedom to roam“, was bedeutet, dass Wildcampen erlaubt ist. Ordentliches Hinterlassen des Campingplatzes und Errichten der Zelte außerhalb der Sichtweite anderer Häuser gehört zum guten Ton. Die offiziellen Campsites eigenen sich bestens zum Zelten.
Weiters gibt es in den entlegenen Gegenden die Chance, in den sogenannten „Bothies“ zu übernachten, das sind einfache Stein- oder Holzhütten, die kostenlose Herberge bieten.