Reiseziele
Reisearten
Über ASI Reisen
Wunschliste
Aktivreisende auf der Machame Route, Tansania

Machame Route

Länge:
63 km
Höhenmeter:
9.505 hm
Dauer:
6 Tage
Schwierigkeitsgrad:
Level 5Schwer

Der Weg ist perfekt geeignet für...

Die Machame oder auch "Whiskey Route" wird von knapp der Hälfte der Reisenden gewählt, die das Dach Afrikas, den Uhuru Peak erklimmen wollen. Die Hauptunterschiede zur ebenfalls sehr bekannten Marangu ("Coca-Cola") Route sind die abwechslungsreiche Flora und Fauna, die teilweise felsigen Pfade und die Übernachtungen im Zelt statt in Hütten.

Durch die Besteigung von Westen und später entlang des South Circuit, sind eine atemberaubende 180° Rundumsicht und tolle Ausblicke auf den Kibo garantiert! Der Aufstieg zum Gipfel erfolgt vom Barafu Camp, vorbei am atemberaubenden Rebmann-Gletscher

Von Start bis Ende umfasst die Machame Route rund 63 Kilometer und kann in sechs oder sieben Tagen erwandert werden. Ein Tag länger steigert die Chancen auf Erfolg deutlich, da hierbei eine weit bessere Akklimatisation möglich ist. Ein Vorteil der Route ist, dass meist recht hoch gestiegen und dann tiefer geschlafen wird, sodass man sich besser an die Höhe anpassen kann. 

Die Machame Route ist konditionell recht anspruchsvoll. Vor allem ein paar technisch schwerere Abschnitte am 3. Tag vorbei am Lava Tower und am 4. Tag beim Aufstieg in der Great Barranco Wall fordern Trittsicherheit und Leistungsfähigkeit. Bergsteigerische Fähigkeiten sind auf der hier beschriebenen South-Circuit Route jedoch, anders als beim Aufstieg über die Western Breach Wall, nicht vonnöten. 

Während der gesamten Tour wird in Zelten übernachtet. Zu empfehlen sind außerdem Trekkingstöcke, mit denen du beim Auf- und Abstieg die Kniegelenke schonen kannst. 

Highlights

Unter den verschiedenen Routen, die zum Uhuru-Peak (5.895 m), auf den "Gipfel der Freiheit", führen, ist die Machame Route besonders beliebt. Nicht nur die wechselnde Vegetation, auch die höhere Erfolgsrate für eine Gipfelbesteigung machen sie besonders attraktiv. Die Kombination aus spektakulären Aussichten, herausfordernden Anstiegen und abwechslungsreichen Ökosystemen sorgt für ein unvergessliches Trekking-Erlebnis.

Die Machame Route bietet ein großartiges Panorama über das Moorland des Shira Plateaus, den Uhuru Peak mit der imposanten Western Breach und führt durch alle unterschiedlichen Klimazonen der Erde. Beginnend mit fruchtbarer Plantagenlandschaft (Anbauzone) und tropischem Regenwald, führt sie weiter durch die Heidelandschaft mit meterhohen Erica-Stauden, über die trockene, staubige Hochgebirgszone bis hin zur Permafrost-Zone mit Gletschern und Eisfeldern am schneebedeckten Gipfel. Ein weiteres Highlight der Route ist die beeindruckende Barranco Wall, eine steile, aber gut begehbare Felsformation, die eine spannende Herausforderung für Aktivreisende darstellt. Zudem bietet die Machame Route spektakuläre Ausblicke auf den Mt. Meru, den Kibo und den gewaltigen Rebmann-Gletscher. Durch ihre abwechslungsreiche Topografie ermöglicht sie eine bessere Akklimatisierung als andere Fernwanderwege am Kilimanjaro und erhöht so die Chancen auf eine erfolgreiche Gipfelbesteigung. Wer eine landschaftlich reizvolle, aber dennoch herausfordernde Route sucht, findet in der Machame Route die perfekte Wahl.

 

Das Barafu Camp auf der Machame Route.
Aktivreisende inmitten der wunderschönen Landschaft des Machame Treks.
Sonnenaufgang am Uhuru Gipfel, Kilimanjaro.

Route & Etappen

Die meisten Trekker, die sich für die Machame Route entscheiden, suchen eine abwechslungsreiche Besteigung mit atemberaubenden Landschaftswechseln und guter Akklimatisierung. Die ca. 63 km lange Machame Route wird meist in 6 oder 7 Tagen begangen und ist für ihre steileren Anstiege sowie das „Auf und Ab“ bekannt, das die Höhenanpassung erleichtert. Insgesamt werden knapp 4.700 Höhenmeter zurückgelegt. Die Machame Route gehört zu den landschaftlich schönsten Wegen auf den Kilimanjaro, erfordert jedoch eine sehr gute Kondition und Trittsicherheit.

Etappe 1

Machame Gate (1.790 m)

Distanz:
ca. 9 km
Gehzeit:
ca. 7 h
Aufstieg:
ca. 1.220 hm

Die Machame Route beginnt mit einem Transfer zum Ausgangspunkt des Treks, dem Machame Gate (1.790 m), das streng bewacht wird. Nur die im Vorfeld registrierten Personen dürfen passieren. Bei feucht-schwülem Klima beginnt die Route dann auf einem gut ausgebauten Forstweg durch tropischen Regenwald. Im Verlauf des Tages verändert sich die Umgebung und es dominiert eine mystische Moorlandschaft. Nach 6-7 Stunden Aufstieg tauchen dann die Zelte des Machame Camps (3.010 m) auf und mit etwas Glück erhaschst du den ersten Blick auf die schneeweiße Spitze des Kibos

Etappe 2

Machame Camp (3.010 m)

Distanz:
ca. 7 km
Gehzeit:
ca. 6 h
Aufstieg:
ca. 835 hm

Nachdem die Zelte abgebaut sind geht es zunächst bei wenig Steigung nördöstlich durch die Heideland-Zone in Richtung Shira Camp. Vorbei an 2-3 m hohen Erica-Bäumen und einzelnen Philippia-Büschen schlängelt sich der Weg nach oben und wird nach und nach steiler und anspruchsvoller. Während die Vegetation immer mehr abnimmt, nimmt die Menge an schwarzen Felsen und Lavagestein immer weiter zu. Auf dem Weg bietet sich dir ein guter Blick hinunter zum Machame-Village und auf die Dörfer.

Etappe 3

Shira Camp (3.845 m)

Distanz:
ca. 10 km
Gehzeit:
ca. 7 h
Aufstieg:
ca. 700 hm
Abstieg:
ca. 600 hm

Der heutige Tag ist anstrengend, dient aber vor allem der Akklimatisierung. Du legst zwar beim Auf- und Abstieg vorbei am Lava-Tower (4.430 m) über 1.300 Hm zurück, schläfst aber nur 100 m höher als am Vortag. Kurz vor dem Lava-Tower stehen zwei Routenoptionen zur Wahl: Die erste geht südlich zum Barranco Camp, die andere in östliche Richtung zur Western Breach (Kletter-Route). Nach etwa 7 Stunden erreichst du das exponierte Barranco Camp, das nur etwa 4 km vom Kibo entfernt ist.  

Etappe 4

Barranco Camp (3.960 m)

Distanz:
ca. 8 km
Gehzeit:
ca. 8 h
Aufstieg:
ca. 680 hm

Die heutige Etappe ist wegen der großen Höhe und anspruchsvollen Steigung sehr kraftraubend. Deshalb verteilen viele Trekker den Aufstieg auf zwei Tage, wobei am ersten Tag nur bis zum Karanga Camp gegangen wird. Aufgrund der besseren Akklimatisation empfiehlt sich die 2-Tages-Aufteilung, da sich hierbei die Chance auf den Gipfel deutlich erhöht. Da das Barranco Camp Knotenpunkt der Machame-, Lemosho- und Umbwe- Route ist solltest du früh starten, da hier häufig bis zu über 300 Personen in einer Nacht campieren und am nächsten Morgen alle aufbrechen, um die Barranco Wall zu erklimmen. Vom Karanga Camp aus hast du zum ersten Mal einen hervorragenden Blick auf die beeindruckenden Eishänge des Rebmann-Gletschers.

An- und Abreise

Die Anreise nach Tansania erfolgt selbstverständlich mit dem Flugzeug. 

Anreise

Die Anreise an den Startpunkt des Treks, dem Machame-Gate (1.790 m), erfolgt von Moshi oder Arusha per Privattransfer (Auto)

Abreise

Der Endpunkt des Treks ist das Mweka-Gate (1.680 m), von wo es per Privattransfer wieder zurück nach Moshi oder Arusha geht. 

Wichtige Informationen

Im Zuge des konditionell sehr anspruchsvollen Fernwanderweges auf der Machame Route und der großen Höhe musst du auf einige Dinge achten. Besonders die Höhenkrankheit sollte nicht unterschätzt werden und stellt eine Gefahr dar!

  • Bei einer Kilimanjaro-Safari Kombination wirst du mit Temperaturen zwischen -20° C bis zu +40° C konfrontiert. Du brauchst also Kleidung für jedes Wetter.
  • Neben der Kleidung sind außerdem ein warmer Schlafsack, Trekkingstöcke, Alpin-Wanderschuhe, eine gute Isomatte und Stirnlampe sehr zu empfehlen!
  • Die Stromspannung in Tansania beträgt 230V/Wechselstrom. Flache Euro-Stecker wie in Deutschland passen nicht in die Steckdosen und du brauchst einen Adapter.
  • Die Besteigung des Kilimanjaros ist nur mit lizenzierten Führern der TANAPA (Nationalparkbehörde) möglich.
  • Die Höhenkrankheit ist eine besondere Gefahr während des Treks. Achte auf erste Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit/Erbrechen und Durchfall und drehe wenn nötig um.
  • Trinkgeld ist üblich und wird normalerweise am letzten Bergtag gezahlt. Die Höhe richtet sich nach der Route und der Anzahl der Tage des Treks.

Körperliche Anforderungen

Kondition

Für die Machame Route am Kilimandscharo ist eine sehr gute Grundkondition erforderlich, da die Strecke anspruchsvoll und die täglichen Gehzeiten mit 5 bis 8 Stunden relativ lang sind. Zudem müssen Höhenunterschiede von über 4.000 Metern überwunden werden, was den Körper stark beansprucht. Besonders der steile Anstieg zur Barranco Wall sowie der kräftezehrende Aufstieg zum Uhuru Peak verlangen eine solide Ausdauer. Regelmäßiges Ausdauertraining ist eine sinnvolle Vorbereitung, ebenso wie Touren mit steilen Anstiegen zur Kräftigung der Beinmuskulatur. Eine gute Höhenanpassung ist entscheidend, weshalb eine langsame Gehweise und ausreichende Flüssigkeitszufuhr essenziell sind.

Technik

Technisch ist die Machame Route moderat anspruchsvoll, da keine Kletterfähigkeiten erforderlich sind. Dennoch gibt es einige steilere Abschnitte, insbesondere an der Barranco Wall, die Trittsicherheit und eine gewisse Schwindelfreiheit erfordern. Das Gelände kann je nach Wetterbedingungen rutschig oder eisig sein, insbesondere in höheren Lagen. Daher sind stabile, wasserfeste Bergschuhe mit gutem Profil unerlässlich. Besonders in der Gipfelnacht auf dem Weg zum Uhuru Peak kann der gefrorene Boden eine zusätzliche Herausforderung darstellen.

Empfehlungen

Kein Fernwanderweg ist wie der Andere, so ergeben sich unterschiedliche Empfehlungen für diese Art zu Wandern. Wenn du mit deinen Kindern, deinem vierbeinigen Freund, oder mit dem Mountainbike deine Aktivreise bestreiten willst, musst du verschiedene Dinge beachten.

Hunde

Steinige und eisige Abschnitte, als auch die großen konditionellen Anforderungen fordern den Vierbeiner zu stark.

Versicherung

Es wird empfohlen, eine Auslandsversicherung abzuschließen.

Gepäck

Um dein Gepäck kümmern sich normalerweise die Träger. Du solltest möglichst leicht packen, allerdings für sehr unterschiedliche Temperaturen gerüstet sein.

Sicherheit

Steile Passagen erfordern Trittsicherheit und eine gute Kondition! Bergsteigerische Fähigkeiten sind nicht erforderlich.

Radfahren

Die Machame Route ist mit dem Rad nicht bestreitbar.