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König-Ludwig-Weg

König-Ludwig-Weg

Länge:
122 km
Höhenmeter:
2.850 hm
Dauer:
6 Tage
Schwierigkeitsgrad:
Level 3Mittel
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Der Weg ist perfekt geeignet für...

Der König-Ludwig-Weg ist ein Fernwanderweg in Bayern, der durch das wunderschöne Alpenvorland führt. Benannt nach dem berühmten Märchenkönig Ludwig II führt der Weg von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Die Etappen verbinden Schlösser, Kulturstätten, Kurorte und Klöster miteinander und bringen so Aktivreisenden die Gegend näher, die der König selbst so liebte und häufig besuchte. Der Weg wurde bereits 1977 eröffnet und ist seit jeher unter Aktivreisenden beliebt.

Auf knapp 130 Kilometern führt der König-Ludwig-Weg in 6 Etappen von Berg am Starnberger See nach Füssen nahe der österreichischen Grenze. Die Landschaft auf Ihrem Wege gestaltet sich abwechslungsreich, was Architektur angeht, so gehört der König-Ludwig-Weg mit Sicherheit zu den eindrucksvollsten Wegen, die Deutschland zu bieten hat. Die Königsschlösser und das UNESCO-Weltkulturerbe Wieskirche gehören zu den eindrucksvollsten Bauten.

Der Weg ist ausgezeichnet erreichbar und gut ausgebaut, ein blaues K mit Krönchen weist Ihnen den Weg. Auch Unterkünfte und Raststätten gibt es einige unterwegs, frühzeitig reservieren wird empfohlen. Die beste Reisezeit für den König-Ludwig-Weg ist von Mai bis Oktober. Was wie eine Genusswanderung anmutet sollte aber auf keinen Fall unterschätzt werden. Der König-Ludwig-Weg ist im mittleren Schwierigkeitsgrad anzusiedeln, diverse Etappen sind länger und fordern dementsprechend eine ausgezeichnete Kondition und gute Fitness. Es ist keine alpine Bergsteigererfahrung nötig, sie sollten aber einigermaßen trittsicher sein.

Highlights

An Höhepunkten mangelt es dem König-Ludwig-Weg wahrlich nicht. Der Verlauf durch das geschichtsträchtige bayrische Alpenvorland sorgt dafür, dass sowohl Naturliebhabern als auch kulturell Interessierten auf dem Weg viel geboten wird. Die prunkvollen Königsschlösser beeindrucken Wandernde seit jeher.

Der Starnberger See, in dem der König ums Leben kam, ist der Startpunkt der Fernwanderung. Sie passieren die Maisinger Schlucht und Maisinger See, besuchen das Kloster Andechs und die dortige Barockkirche. Dort findet eine der ältesten Wallfahrten Deutschlands statt, die hauseigene Brauerei ist eine der letzten verbliebenen konzernunabhängigen Klosterbrauereien. Die Ortschaften Herrsching und Dießen am Ammersee wissen ebenfalls mit ihrem Kulturreichtum zu begeistern und der See bietet die perfekte Umgebung für ein paar entspannte Stunden.

Einmalig ist das Panorama vom Hohen Peißenberg auf 988 Metern Höhe aus, der Blick über das satte Grün der idyllischen Landschaft sorgt für ein Gefühl der Ruhe und Entschleunigung. Ebenfalls beeindruckend ist das frühere Benediktinerkloster Wessobrunn, das heute von einem Naturkosmetik-Unternehmen, Handwerkern und von der Kirchengemeinde genutzt wird. Selbstverständlich sind die Königsschlösser in Schwangau und bei Füssen Teil der Wanderung und bilden den wohl unangefochtenen Höhepunkt am König-Ludwig-Weg.

Route & Etappen

In 6 Etappen wandern Sie über 122 Kilometer durch das bayrische Alpenvorland und besuchen dabei die Lieblingsplätze des Märchenkönigs Ludwig II. Auf Ihrem Weg durch traumhafte Landschaften kommen Sie an berühmten Klöstern vorbei, schreiten durch Schluchten und wandern zu Aussichtspunkten hinauf. Mehrmals passieren Sie eindrucksvollen Königsschlösser und idyllische Seen, sowohl die Natur als auch die Kultur zieht Aktivreisende am König-Ludwig-Weg in ihren Bann.

Etappe 1

Berg

Distanz:
ca. 33 km
Gehzeit:
ca. 8 h
Aufstieg:
ca. 110 hm
Abstieg:
ca. 195 hm

Sie wandern beim Starnberger See, genauer gesagt an der Votivkapelle los und folgen dem Weg am Seeufer entlang und am Schloss Berg vorbei. Sie steigen durch die idyllische Maisinger Schlucht auf zum berühmten Kloster Andechs, wo Sie eine Pause einlegen sollten, um die Landschaft zu genießen. Anschließend führt Sie der Weg nach Herrsching, wo Sie das letzte Stück der Etappe mit dem Dampfer überwinden. Sie können natürlich auch über Land ans Ziel gelangen, aber die Fahrt mit dem Dampfschiff über den Ammersee ist ein kleines Highlight für sich.

Etappe 2

Dießen

Distanz:
ca. 18 km
Gehzeit:
ca. 5 h
Aufstieg:
ca. 310 hm
Abstieg:
ca. 130 hm

Sie marschieren zunächst durch den Ortskern von Dießen, durchqueren dann malerische Wiesen und romantische Wälder, bevor Sie Haid erreichen. Es geht wieder bergab nach Wessobrunn, der Gedenkstein "Wessobrunner Gebet" und das Kloster liegen auf dem Weg. Anschließend folgen Sie dem Pfad wieder hinauf zum Weiler Schönwag und über einen Quellhang nach Paterzell. Dort ist Deutschlands einziger Eibenwald beheimatet.

Etappe 3

Paterzell

Distanz:
ca. 13 km
Gehzeit:
ca. 4 h
Aufstieg:
ca. 350 hm
Abstieg:
ca. 270 hm

Die Etappe startet mit einem Anstieg durch den Hangwald nach Schlittern und schont dann Ihre Beine mit einem flachen Abschnitt, der Sie nach St. Leonhard bringt. Sie passieren die Weiler Linden und Hof, dann führt der Weg zu einem Moorwald, bevor Sie am Fuße des Hohen Peißenbergs ankommen. Der Aufstieg geht in die Beine, aber der Panoramablick über die bayrische Region entschädigt für die Strapazen. In der Kirche können Sie einige Stücke berühmter Künstler bewundern, gleich dahinter steht die ehemalige Sternwarte und heute bedeutende Wetterstation. Sie gilt als erstes und ältestes Observatorium der Welt. Dort gibt es auch einen Wetterlehrpfad, der Ihnen Klima und Wetter näherbringt. Der Abstieg beinhaltet wieder einen Zwischenstopp samt Panoramablick, bevor Sie im Zielort ankommen.

Etappe 4

Hohenpeissenberg

Distanz:
ca. 13 km
Gehzeit:
ca. 4 h
Aufstieg:
ca. 190 hm
Abstieg:
ca. 200 hm

Sie folgen der Route durch ein Waldstück ins Ammertal und über eine Holzbrücke, bevor Sie abwechselnd auf und ab in Richtung Fluss marschieren. Sie lassen dann die Ammerschlucht hinter sich, ein Blick auf die Ammergauer Berge tut sich vor Ihnen auf. Bald erreichen Sie Rottenbuch. Das riesige Klosterareal lädt dazu ein, sich die geschichtsträchtigen und kulturell prägenden Arbeiten diverser barocker Künstler – Freskenmaler und Bildhauer – genauer zu betrachten.

An- und Abreise

An- und Abreise gestalten sich einfach, die bayrische Region ist ausgezeichnet an das Verkehrsnetz angebunden – dies gilt für PKWs und öffentliche Verkehrsmittel. Die Nutzung der Öffis hat den Vorteil, dass Sie nicht zu Ihrem PKW zurückreisen müssen.

Anreise

Sie gelangen mit der Bahn zum Drehkreuz München und dann mit der Bahn bzw. S-Bahn nach Starnberg und mit dem Bus nach Berg, der Startdestination.

Wenn Sie per PKW anreisen, so nehmen Sie von München kommend die Autobahn A95 und dann die B2 Münchnerstraße. Von Richtung Innsbruck kommend nehmen Sie die A12 und dann die 177 Seefelder Straße, anschließend die B2 Münchnerstraße und die Autobahn A95. In Berg gibt es die Möglichkeit Ihren PKW zu parken, entweder in der Ratsgasse, oder Am Hohenberg.

Abreise

In Füssen finden Sie einen Bahnhof, von dort aus erreichen Sie den Hauptbahnhof München mit der Regiobahn/dem Regional-Express in etwas über zwei Stunden. Von München aus gelangen Sie in die Heimat zurück. Die Website der Deutschen Bahn gibt genaue Auskunft.

Wichtige Informationen

Einer der schönsten Fernwanderwege Deutschlands bietet Ihnen komfortable Unterkünfte und einige Möglichkeiten, die Reise individuell zu gestalten. Einige Dinge gibt es natürlich zu beachten, auch wenn der Verlauf im Alpenvorland keine Bergausrüstung oder alpine Kenntnisse voraussetzt. Der König-Ludwig-Weg beinhaltet auch lange Etappen, diverse Anstiege verlangen etwas Trittsicherheit und einiges an Kondition und Fitness.

  • Schutz gegen Regen/Kälte/Sonneneinstrahlung ist unbedingt notwendig, aber überladen Sie Ihr Gepäck nicht.
  • Einige Etappen verlangen viel Ausdauer – es bietet sich an, mit Tagesrucksack zu wandern und das Hauptgepäck bringen zu lassen.
  • Unterschätzen Sie die Länge mancher Etappen nicht und planen Sie genügend Wasser und Snacks ein, um sich zu stärken.

Körperliche Anforderungen

Kondition

Der König-Ludwig-Weg ist ein Wanderweg im mittleren Schwierigkeitsgrad, das bedeutet, dass keine alpinen Kenntnisse vorausgesetzt werden. Für die langen Etappen brauchen Sie eine gute Kondition, ansonsten reichen Ihnen eine solide Fitness und festes Schuhwerk.

Technik

Der Weg stellt technisch keine hohen Ansprüche, trittsicher sollten Sie dennoch sein.

Empfehlungen

Kein Fernwanderweg ist wie der Andere, so ergeben sich unterschiedliche Empfehlungen für diese Art zu Wandern. Wenn Sie mit Ihren Kindern, Ihrem vierbeinigen Freund, oder mit dem Mountainbike Ihre Aktivreise bestreiten wollen, müssen Sie verschiedene Dinge beachten.

Familienfreundlich

Ja, Kinder haben genauso Freude an den Schlössern und Seen, manche Etappen sind aber unter Umständen zu lang für Kleinere.

Hunde

Ja, die Wander- und Waldwege bereiten Vierbeinern viel Freude. Sie sollten bei Ihren Wunschunterkünften nachfragen, ob Sie Hunde erlauben.

Radfahren

Abschnittsweise möglich, aber grundsätzlich ist der Weg ein Wanderweg. Radler müssen sich bei manchen Abschnitten Alternativen suchen.

Gepäck

Sie sollten Ihr Gepäck nicht überladen, aber für Kälte/Regen/Sonne packen. Es gibt die Möglichkeit eines Gepäcktransportes.

Sicherheit

Sie bewegen sich nicht im alpinen Bereich, die Wege sind ausgezeichnet begehbar. Gutes, festes Schuhwerk und Trittsicherheit reichen aus.

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