Der Dolomiten Höhenweg 1, oder auf Italienisch Alta Via delle Dolomiti 1, ist ein echter Klassiker unter den alpinen Fernwanderwegen und auch als der "klassische Höhenweg" bekannt. Das liegt zum einen daran, dass du hier auf dem ältesten Höhenweg der Dolomiten wanderst, zum anderen lässt sich die landschaftliche Schönheit nicht abstreiten. Auf 150 Kilometern führt der Weg am Hauptkamm der östlichen Dolomiten vom Pragser Wildsee nach Belluno. Aktivreisende dürfen sich auf ein atemberaubendes Landschaftsbild, kulturelle Abwechslung, fordernde Höhenmeter und alpine Abgeschiedenheit freuen.
Aufgrund der einzigartigen alpinen Umgebung und dem Verlauf durch verschiedene Kulturregionen wird der Dolomiten Höhenweg 1 häufig als der schönste aller Fernwanderwege in den Dolomiten gepriesen. Die Bergketten der Fanesgruppe und der Schiaragruppe liegen auf der Strecke, so auch die Gipfel Moiazza und Civetta auf dem Weg Richtung Süden.
Im Schnitt brauchen Aktivreisende für die 150 Kilometer Fernwanderweg zwischen 9 und 13 Tagesetappen, je nach Wegplanung, Kondition und Motivation. Das Blaue Dreieck mit der 1 in der Mitte weist den Weg, so auch die rot-weißen Wegmarkierungen. Der Dolomiten-Höhenweg ist ausgezeichnet präpariert und wird sehr gut instand gehalten, auch Drahtseile zur Sicherung unwegsamerer Abschnitte wurden angebracht. Im mittleren bis mittelschweren Schwierigkeitsgrad kommst du sowohl als Amateurwanderer als auch als Alpinist deine Freude auf dem Fernwanderweg.
Langjährige Erfahrung im Alpinbereich ist nicht vonnöten, aber die Länge der Etappen und die Anstrengungen, die überwunden werden müssen, sollten auf keinen Fall unterschätzt werden. Die Orientierung per Kompass und Karte ist bei Schlechtwetter unabdingbar und auf dem Abschnitt über den Màrmol-Klettersteig sollten sowohl Schwindelfreiheit als auch Kletterkenntnisse mitgebracht werden (dieser Abschnitt kann aber umgangen werden).
Die beste Reisezeit für die Begehung des ältesten der Dolomiten Höhenwege beginnt Ende Juli und endet Mitte September, dann zieht sich der Schnee weit genug zurück, um sicheres Wandern im Hochgebirge auch für Amateure zu ermöglichen.