Heute geht die Fahrt in die Berge der Sierra La Laguna Cactus Sanctuary.
Dieses kleine Naturschutzgebiet liegt 11 km von El Triunfo entfernt und ist über eine unbefestigte Straße zu erreichen. Dr. Héctor Nolasco Soria gründete das Kaktus-Schutzgebiet am 5. Juni 1997 mit dem Ziel, die Präsenz der auf der Halbinsel so verbreiteten Kakteen zu würdigen. Auf dieser Ökotourismus-Tour können Besucher Arten wie den Barbon-Cardón, den Pelón-Cardón, den Garambullo, die süß-saure Pitaya, die Choya und den Nopal sehen. Die größte Attraktion des Ortes sind die Cardones und Mesquiten, die über 500 Jahre alt sind. Die riesigen Kakteen und Biznagas sind die Hauptattraktionen. Das Schutzgebiet wird nicht nur von in- und ausländischen Touristen besucht, sondern auch von Forschern und Wissenschaftlern des Nordwestlichen Biologischen Forschungszentrums (CIBNOR), die sich für den Schutz und die Erhaltung der lokalen Flora und Fauna einsetzen. Während der Tour können Besucher zudem Falken, Leguane, Schildkröten, Kojoten und verschiedene Vogelarten beobachten, was eine hervorragende Gelegenheit darstellt, ihr Wissen und ihr Umweltbewusstsein zu erweitern.
Im Anschluss kurze Fahrt führt nach El Triunfo. Ehemals ein prosperierendes Bergbaudorf, lag es jahrelang verlassen da, bevor es als lebendiges Museum wiederauferstanden ist. Die gepflasterten Straßen von El Triunfo erzählen Geschichten von einer Vergangenheit voller Wohlstand und Niedergang, von einem Dorf, das sich an Veränderungen anzupassen wusste und heute als touristischer und kultureller Anziehungspunkt wiederauferstanden ist. El Triunfo wurde Ende des 18. Jahrhunderts gegründet, als der Gold- und Silberrausch Investoren und Arbeiter aus verschiedenen Teilen der Welt in diese Region lockte. Die erste Mine wurde vom spanischen Soldaten Manuel de Ocio gegründet. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich der Ort zu einem florierenden Bergbauzentrum. US-amerikanische, britische und französische Unternehmen nahmen ihren Betrieb auf. Einige Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass der Ort in seiner Blütezeit mehr als 10.000 Einwohner hatte und damit die damals bevölkerungsreichste Gemeinde in Baja California Sur war. Dank des durch den Bergbau erwirtschafteten Reichtums machte die Stadt für die damalige Zeit einzigartige Fortschritte. So verfügte sie beispielsweise früher als andere wichtige Städte Mexikos über Elektrizität. Außerdem gab es hier das erste Klavier, das auf die Halbinsel gelangte. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts begann der Niedergang der Bergbauindustrie in El Triunfo. Der Abbau von Gold und Silber war nicht mehr rentabel, und die Bevölkerung begann, auf der Suche nach neuen Möglichkeiten in andere Städte abzuwandern. In den 1950er Jahren war El Triunfo praktisch eine Geisterstadt, nur sehr wenige Familien blieben in der Gegend. Heute ist ein Spaziergang durch die Straßen wie eine Zeitreise zwischen alten Industrieschornsteinen, Steinhäusern und einer nostalgischen Atmosphäre, die diesen Ort einzigartig macht.
Am Abend gibt es dann eine praktische Einführung in die Küche der Baja.