
Goldene Mosaike, die im Licht der untergehenden Sonne funkeln, ein Sternenhimmel, der sich endlos über feinem Wüstensand erstreckt und buntes Porzellan, das dir im regen Marktgewusel entgegenstrahlt: Was sich in Usbekistan vor deinen Augen abspielt, ist bunt und magisch. Dabei ist nicht nur das, was du siehst, ein unvergessliches Spektakel – das frisch gebackene Brot, die süßen getrockneten Aprikosen und das Stimmengewirr auf den Basaren, die Stille in den Moscheen sowie das Knistern des Lagerfeuers in der Wüste nehmen deine Sinne mit auf eine unvergleichliche Reise.
Wer Usbekistan erkundet, erlebt Sehenswürdigkeiten, die so viel mehr sind als unbewegliche Monumente. An jeder Ecke scheinen sie andere Geschichten zu erzählen: Die Karawansereien – die einstigen Herbergen für Reisende und Handelnde – versetzen dich in die Zeit der Seidenstraße, jahrtausendalte Petroglyphen lassen dich vor den Geheimnissen der Bronzezeit rätseln und in versteckten Bergdörfern lebt der ursprüngliche Zauber der Vergangenheit auf. Wir führen dich zu unseren sieben liebsten Sehenswürdigkeiten Usbekistans von den ehrwürdigen Städten bis hin zur wunderschönen Natur. Und du hast besonders großes Glück, denn unsere Kollegin Anna hat uns nach ihrer Usbekistan Reise ihre Erfahrungen geschildert und den ein oder anderen Geheimtipp mitgebracht.
Das Wichtigste zu Usbekistans Highlights
- Usbekistan liegt an der berühmten Seidenstraße und lässt noch heute deren Blütezeit lebendig werden.
- Jahrtausendealte Traditionen, orientalisches Flair, eine vielfältige Natur und eine herzliche Atmosphäre kreieren ein Ambiente, das Kultur, Architektur, Abenteuer und Entspannung verspricht.
- Zu den sehenswertesten Städten Usbekistans zählen Chiwa, Buchara, Taschkent und Samarkant, die mit ihren erhabenen Gebäuden Historie und Moderne verschmelzen lassen.
- Die Natur zeigt sich an Orten wie den Nurata Bergen mit ihren abgeschiedenen Bergdörfern, am Aralsee mit seiner bewegenden Geschichte und am Aidarkulsee mit seiner Stille auf faszinierende Weise.
Die Sehenswürdigkeiten von Usbekistan: Schätze entlang der Seidenstraße
Chiwa, Samarkand oder Buchara – allein Usbekistans Städtenamen klingen verheißungsvoll. Wo sich einst das Herz der Seidenstraße befand und Karawanen Seide, Edelsteine und Gewürze von China nach Europa transportierten, ist der orientalische Zauber allgegenwärtig. Von märchenhaften Wüstenstädten, über Kunstwerken gleichenden U-Bahn-Stationen bis hin zu mächtigen Gipfeln und weiten Wüsten sind die Sehenswürdigkeiten so vielfältig wie einst die Waren der Händler. Da Usbekistan während der sowjetischen Herrschaft nur wenige Reisende angezogen hat, hat es erst in den letzten Jahren langsam wieder vermehrt Einzug in die Reiseplanung Abenteuerlustiger gehalten – die Gründe dafür wirst du beim Blick auf unsere Top 7 Sehenswürdigkeiten bestimmt schnell nachvollziehen können. Den ursprünglichen Charme konnte sich das Land in Zentralasien zum Glück (bisher) noch beibehalten.
Tipp: Möchtest du dir eine Pause vom Stadtgewusel gönnen, reicht es oftmals, in die Innenhöfe der Moscheen abzuzweigen, denn meist begnügen sich die restlichen Besucher damit, die majestätischen Bauwerke von außen zu bewundern.
Die Top 7 Sehenswürdigkeiten Usbekistans im Überblick:
| Sehenswürdigkeit | Lage | Besonderheit |
|---|---|---|
| Taschkent | Am westlichen Rand des Tien-Shan-Gebirges nördlich der Seidenstraße an der Grenze zu Kasachstan | Usbekische Hauptstadt mit altem und neuem Teil |
| Buchara | In einer Oase in der Kysylkum-Wüste | Einstiges Zentrum der islamischen Lehre mit prachtvollen historischen Bauwerken und orientalischen Basaren |
| Chiwa | An der Grenze zu Turkmenistan zwischen der roten (Kysylkum) und der schwarzen (Karakum) Wüste westlich des Flusses Amu-Darya | Malerische Oasenstadt umgeben von einer imposanten Stadtmauer |
| Aralsee | An der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan | Einst großer Süßwassersee, der heute teils Salzwüste, teils Salzwassersee ist und eine skurril-faszinierende Landschaft formt |
| Samarkand | Im Tal des Flusses Zerafshan südwestlich von Taschkent | Eine der ältesten Städte der Welt mit einer Vielzahl an prächtigen Bauten |
| Nurata Berge | Zwischen der Kysylkum-Wüste im Westen und der Stadt Jizzax im Osten, südlich vom Aidarkulsee | Ursprüngliche Berglandschaft mit einzigartiger Flora und Fauna sowie traditionellen Bergdörfern |
| Aidarkulsee | In einer salzhaltigen Senke im äußersten Osten der Kysylkum-Wüste nahe der Grenze zu Kasachstan | Salzhaltiger See inmitten von einer kargen Umgebung mit traditionellem Jurtencamp |
❢ Gut zu wissen: In Städten wie Taschkent, Samarkand, Buchara und Chiwa werden dir häufig sogenannte „Medresen“ (auch als „Madrasas“ oder „Medresses“ bezeichnet) ins Auge fallen. Dabei handelt es sich um muslimische Bildungseinrichtungen, die sich dem Studium des Korans widmen. Meistens sind sie aufwendig gestaltet und reich verziert. Einige von ihnen werden heute noch genutzt, andere kannst du besichtigen und teilweise wurden sie sogar zu ganz besonderen Unterkünften umgebaut.
1. Taschkent: Multikulturelle Hauptstadt zwischen Tradition und Moderne

Die Hauptstadt Usbekistans zeigt sich wie ein buntes Sammelsurium: Du kannst auf wuseligen Basaren stöbern oder in stylischen Einkaufszentren deine Shoppinglust stillen, dir frisches Brot aus dem Lehmofen im Gaumen zergehen lassen oder dir in hippen Restaurants die neuesten Kreationen munden lassen und sowohl die aufwendigen Verzierungen prächtiger Moscheen als auch die verglasten Türme hoher Bürogebäude in der Sonne glitzern sehen. In Taschkent trifft Tradition auf Moderne, unterschiedlichste Kulturen haben ihren Einfluss hinterlassen und die architektonischen Perlen reichen von historischen Bauten über brutalistischen Stil aus der Sowjetzeit bis hin zu neumoderner usbekischer Baukunst.
Die Stadt ist in zwei Teile unterteilt: Im alten Teil spazierst du zwischen Moscheen, Medresen und Mausoleen entlang, siehst kunstvolle Mosaike über dir schimmern und Marmorböden unter dir glänzen. Im neuen Teil genießt du den Ausblick von Rooftop-Bars und siehst dich auf großen Plätzen von Säulen, Springbrunnen und Monumenten umgeben. Dazwischen laden die überraschend vielen grünen Parks zu Bootsfahrten und zum Durchatmen ein. Und während man in vielen Städten die U-Bahn-Stationen am liebsten so schnell wie möglich hinter sich lässt, zählen sie in Taschkent zu den absoluten Highlights: Jede auf andere Art reich verziert ähneln sie wahren Kunstwerken und es sei dir nicht verübelt, wenn du beim Anblick von Kronleuchtern, Glas, Marmor und Granit die nächste Bahn verpasst.
3 Top Sehenswürdigkeiten in Taschkent:
- Chorsu-Basar: Einer der ältesten und größten Märkte Zentralasiens mit riesiger, auffällig blauer Kuppel, unter der sich hunderte Stände mit frischem Obst, warmem Brot, Gewürzen, Halva und getrockneten Früchten befinden, während draußen um Haushaltswaren, Kunsthandwerk und Textilien gefeilscht wird.
- Amir-Timur-Platz: Dem als Nationalheld verehrtem Eroberer gewidmeter Platz mit seiner Statue und bedeutenden Bauwerken wie dem historischen, nach sozialistischer Architektur erbauten Hotel Uzbekistan und dem Amir-Timur-Museum.
- Hazrati-Imam-Komplex: Aus mehreren kunstvoll verzierten und gut erhaltenen Gebetshäusern, Madrasas, Museen und Mausoleen bestehende Anlage, die als spirituelles Zentrum gilt und eine der ältesten Exemplare des Korans beherbergt.
Taschkent im Überblick:
| Lage | Am westlichen Rand des Tien-Shan Gebirges nördlich der Seidenstraße an der Grenze zu Kasachstan |
| Besonderheit | Usbekische Hauptstadt mit altem und neuem Teil |
| Gut zu wissen | Die U-Bahn in Taschkent wurde 1977 erbaut und keine ihrer Stationen gleicht der anderen. Besonders auffällig sind die Haltestellen Kosmonavtlar, Mustaqillik Maydoni und Alisher Navoi. Beim Wiederaufbau der Stadt nach einem großen Erdbeben im Jahr 1966 wurde sich an der Stadtplanung Moskaus orientiert. |
| Aktivitätentipps | Schau dir eine Vorstellung im prächtigen Opernhaus an. Blicke von der Aussichtsplattform des 375 m hohen Fernsehturms „Tashkent Tower“ auf die Stadt und die umliegenden Berge. Bewundere die über tausenden Pflanzenarten im Botanischen Garten und genieße die Idylle. Gewinne bei einer Fahrt mit der Metro einen Einblick in den Alltag der Einheimischen und staune in den kunstvoll gestalteten Stationen. Tauche in den traditionellen Wohnvierteln (Mahallas) in das Herz der Stadt ein. |
2. Buchara: Alte Handelsstadt mit orientalischem Flair

An kaum einem anderen Ort ist orientalisches Flair so greifbar wie in Buchara. Wo Bauwerke aus über 1.000 Jahren nebeneinanderstehen, der Duft von Weihrauch durch enge Gassen schwebt und auf bunten Basaren Stimmengewusel die Luft erfüllt, wirkt es zuweilen, als sei die Zeit stehen geblieben, so lebendig scheint die Vergangenheit. Umgeben vom rot glitzernden Sand der Kysylkum-Wüste schafft es die alte Handelsstadt mit ihren prächtigen Palästen, Moscheen, Medresen und Minaretten die Hochzeiten der alten Seidenstraße wieder aufleben zu lassen.
An den alten Handelsplätzen kannst du die Karawanen, die in der auch als „Buxoro“ oder „Bukhara“ bekannten Stadt einst ihre Waren anboten, nahezu vor dir sehen. In einem der Cafés am Wasserbecken des Labi-Hauz hingegen gewinnst du einen Einblick in das gegenwärtige Leben der Einheimischen, die sich hier zum Plaudern und Brettspielen versammeln. Bewundere die eindrucksvolle Baukunst der Türme und Kuppeln, stöbere zwischen Teppichen, Messern und traditionellen Musikinstrumenten über die Märkte und schaue den geschickten Handwerkern über die Schulter. Vielleicht gönnst du dir ja auch eine Wellnessauszeit in einem der mittelalterlichen Hammam-Badehäuser?
Tipp: Unserer Kollegin Anna hat es vor allem der Labi-Hauz im Herz der Altstadt angetan:
In Buchara fand ich das Zentrum mit dem Wasserbecken so schön, weil es sich echt angefühlt hat wie eine Oase und durch das Wasser bekam der Platz eine besondere Stimmung.
3 Top Sehenswürdigkeiten in Buchara:
- Chor Minor (=“Vier Türme“): Torhaus einer einstigen Medrese aus dem 19. Jahrhundert mit vier Türmen, deren blaue Ziegeldächer alle individuell gestaltet sind.
- Poi Kalon: Als Wahrzeichen Bucharas geltendes Ensemble aus zwei Medresen, dem rund 46 m hohen, aufwendig verzierten Kalon-Minarett und der Kalon-Moschee.
- Ark Fortress: Mächtige, weiß getünchte Festung auf einer Anhöhe, die einst eine ganze Stadt umfasste und in der sich die Residenz der Emirate Bucharas befand.
Buchara im Überblick:
| Lage | In einer Oase in der Kysylkum-Wüste |
| Besonderheit | Einstiges Zentrum der islamischen Lehre mit prachtvollen historischen Bauwerken und orientalischen Basaren |
| Gut zu wissen | Die autofreie Altstadt zählt seit 1993 zum UNESCO Weltkulturerbe. Neben Usbekisch wird in Buchara auch häufig Tadschikisch gesprochen. |
| Aktivitätentipps | Stöbere auf den teilweise gewölbeförmig überdachten Basaren, wie dem Taki-Sarrafon, dem Taki-Telpak Furushon und dem Taki Zargaron zwischen handgefertigten Teppichen, Instrumenten, Geschirr und Schmuck. Gönn dir eine Pause in einem Teehaus im Viertel der Seiden- und Gewürzstraße. Beobachte am Labi-Hauz zwischen Maulbeerbäumen das Treiben. Genieße vom einstigen Wasserturm „Buchara Observation Tower“ im Abendlicht den Blick über die Festung und die Stadt. Bewundere im alten Kaufmannshaus Fayzullah Khodjaev die Holzschnitzereien, Antiquitäten und teuren Haushaltsgeschenke aus dem 19. Jahrhundert. |
Tipp: Du möchtest deine Zeit in Buchara nicht nur mit dem üblichen Sightseeing verbringen? Auf unseren Reisen „Usbekistans Highlights erleben“, „Usbekistans Highlights erwandern“ und „Usbekistan für Singles & Alleinreisende“ tauchst du tief in das Alltagsleben der Stadt-Bewohner ein. Unser Kollege Bernhard verrät:
„In Buchara sind wir bei einer einheimischen Familie zum Abendessen zu Gast und können authentische, regionale Gerichte in entspannter Atmosphäre kennen lernen. Ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis erwartet Dich!“
Auch Anna hat dieses Erlebnis in besonderer Erinnerung behalten:
„In Buchara waren wir bei Einheimischen essen und das fand ich eine super schöne und authentische Erfahrung. Allein die Fahrt aus dem Zentrum zu der Familie ließ einen spüren, dass man etwas macht, was nicht jeder Tourist in der Form erleben kann.“
3. Chiwa: Märchenhafte Wüstenstadt

Was sich hinter den bis zu sechs Meter dicken und bis zu acht Meter hohen Stadtmauern Chiwas aus dem 17. Jahrhundert verbirgt, kann man sich nur vorstellen, wenn man durch eine der vier Pforten getreten ist: Verschlungene Gassen, im Sonnenlicht glitzernde Minarette, die sich mit ihrer charakteristisch grünen Schattierung von den sanften Ockerfarben der Lehmhäuser absetzen und Paläste, die auf den ersten Blick mit ihrer majestätischen Bauweise und auf den zweiten mit ihren detailreichen Schnitzereien verzaubern, lassen die Legenden der Oasenstadt lebendig werden.
Wenn du durch die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Altstadt „Itschan Kala“ streifst, erblickst du Moscheen mit handgeschnitzten Säulen, entdeckst hinter Palasttüren wunderschöne Innenhöfe mit Iwanen und Brunnen und findest zwischen den usbekischen Brotstempeln, handgefertigten Wollsocken und Chapka Hüten auf dem lebhaften Markt sicherlich das ein oder andere Souvenir.
Tipp: Anna hat ihren Tag in Chiwa mit einem spektakulären Sonnenuntergang ausklingen lassen und verrät uns, wie sie ihn fast für sich allein genießen konnte:
„Am letzten Abend mache ich mich noch auf, um auf der Stadtmauer zu laufen. Der Aufstieg befindet sich am Nordtor und alle Leute stürmen zur Westseite, um den Sonnenuntergang zu betrachten. Ich gehe aber nach Osten, wo die Abendsonne die Mauern und die Stadt in ein warmes Goldgelb taucht. Ich bin froh, mich für diese Richtung entschieden zu haben, weil ich quasi allein auf der Mauer laufe.“
3 Top Sehenswürdigkeiten in Chiwa:
- Kalta-Minor Minarett („Kurzes Minarett“): Blau gekacheltes Minarett, das das höchste Minarett des Ostens werden sollte, jedoch nie vollendet wurde, aber mit seinen kunstvoll verzierten Fliesen in blau, weiß, türkis und grün dennoch von Weitem sichtbar ist.
- Djuma-Moschee: Für das Freitagsgebet errichtete Moschee aus dem 10 Jahrhundert, das um das Jahr 1788 restauriert wurde und mit seiner luftigen Bauweise sowie über 210 handgeschnitzten Holzsäulen hervorsticht.
- Tash-Hauli-Palast: Imposanter Palast mit aufwendigen Mosaiken, Holzschnitzereien, einer bunten Säulenhalle und einem schönen Innenhof.
Chiwa im Überblick:
| Lage | An der Grenze zu Turkmenistan zwischen der roten (Kysylkum) und der schwarzen (Karakum) Wüste westlich des Flusses Amu Darya |
| Besonderheit | Malerische Oasenstadt umgeben von einer imposanten Stadtmauer |
| Gut zu wissen | Chiva wird auch „Xiva“ oder „Khiva“ genannt. Der Name „Xiva“ bedeutet „wie lecker“ und soll von einer Karawane stammen, die nach mehreren Tagen ohne Wasser vom Brunnen in der Stadt trank, woraufhin ein Mitglied „Xiva!“ ausrief. Zusammen mit Buchara und Samarkand bildet Chiwa den „goldenen Ring“. |
| Aktivitätentipps | Erhalte auf dem Basar einen Einblick in das lokale Leben und bewundere die farbenfrohen Waren. Stärke dich mit einem frischen Granatapfelsaft und einem vor deinen Augen frisch gebackenen Brot. Besteige das mit etwa 57 m höchste Minarett Usbekistans „Islom-Hoja“ und genieße auf der Plattform die Aussicht über die Stadt. Schlendere durch den Stadtteil „Deshan-Kala“ außerhalb der Stadtmauern und lerne die modernere Seite Chiwas kennen. Laufe zum Sonnenuntergang auf der Stadtmauer Richtung Osten. |
Tipp: Anna sind nach ihrer Reise „Usbekistans Highlights erleben“ insbesondere zwei Erlebnisse in Chiwa in Erinnerung geblieben:
Die Unterkunft: „Wir durchqueren das Westtor der Stadt und landen schon nach wenigen Schritten bei unserer Unterkunft. Welch eine Besonderheit – wir übernachten in einer Medrese. Wo wir die letzten zwei Nächte unserer Reise schlafen werden, haben früher 260 Studenten studiert.“
Und das traditionelle Brotbacken: „Nachdem wir den Teig einigermaßen in eine runde Form gebracht haben, verzieren wir unser Meisterwerk mit den typischen Brotstempeln. Früher konnte man anhand der Stempel erkennen, von welcher Familie man stammt bzw. enthielt der Stempel den Namen der jüngsten Tochter. Nach kurzem Backen haben wir das Bort mit leckerer Maulbeermarmelade verspeist.“
Du willst auch dein eigenes Brot nach usbekischem Rezept backen und in einer Medrese schlafen?
4. Aralsee: Der schrumpfende See

Karger Boden, der teilweise weißlich schimmert, sich stellenweise in Gelb-, Braun- und Rottönen erstreckt und an manchen Orten von den violetten Blüten der Kaspischen Tamariske durchsetzt wird – Was man sich bei dem Anblick kaum vorstellen kann: Diese trockene Salzwüste war bis in die 1960er-Jahre noch vollständig mit Wasser bedeckt. Damals umfasste der Aralsee eine Fläche von der Größe Bayerns. Doch seit unter der Sowjetregierung der zufließende Amu Darya-Fluss zur Baumwollbewässerung genutzt wurde, begann die Tragödie, die uns heute als Zeichen dient, welche dramatischen Folgen das Eingreifen der Menschen in die Natur haben kann. Das Wasser hat sich über 200 km zurückgezogen, einst am Ufer liegende Orte befinden sich umgeben von trockenem Boden, Tiere verloren ihren Lebensraum und Menschen ihre Lebensgrundlage.
Der Aralsee, der heute größtenteils aus der Aralkum-Wüste besteht, ist eine Sehenswürdigkeit, die aufrüttelt, bewegt und trotz ihrer traurigen Geschichte gleichzeitig durch ihre Schönheit verzaubert. Wenn du über die zahlreichen Muscheln läufst, den rauen Boden unter den nackten Füßen spürst, verrostete Schiffswracks im Sand vor dir siehst und Ruinen alter Karawansereien entdeckst, kannst du noch erahnen, wie lebendig es hier einst zugegangen sein muss. Magische Naturschauspiele erwarten dich zum Sonnenauf- und -untergang, wenn sich der Aralsee umgeben von sanften Farben weit, still und surreal zeigt.
Tipp: Der Aralsee erinnert uns daran, wie wichtig es ist, unsere Umwelt zu schützen. In unserem Blog zum verantwortungsvollen Reisen zeigen wir dir, was du tun kannst, um Mensch, Natur und Tiere zu schützen.
3 Top Sehenswürdigkeiten am Aralsee:
- Schiffsfriedhof: Schiffswracks in der einstigen Fischerstadt Moynak, die früher am Ufer des Aralsees lag und sich heute in der Wüste befindet.
- Geschichtsmuseum von Moynak: Kleines Museum mit Einblicken in die Geschichte des Sees und die Anpassung der Region an die neuen Gegebenheiten.
- Savitsky Kunstmuseum: Museum in Nukus mit Ausstellungsstücken karakalpakischer Kunsthandwerksgegenstände und Kunst der russischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts.
Der Aralsee im Überblick:
| Lage | An der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan |
| Besonderheit | Einst großer Süßwassersee, der heute teils Salzwüste, teils Salzwassersee ist und eine skurril-faszinierende Landschaft formt |
| Gut zu wissen | Die Fahrt zum Aralsee führt durch Karakalpakistan, eine autonome Region in Usbekistan. Auf der kasachischen Seite hat sich der Wasserstand des Sees durch verschiedene Umweltprogramme wieder etwas erholt und auch auf usbekischer Seite versuchen Wissenschaftlicher und Umweltschützer Maßnahmen zu ergreifen, die das Ökosystem wieder herstellen sollen. |
| Aktivitätentipps | Übernachte in einem Jurtencamp am Ufer des Sees. Genieße den Sonnenauf- und untergang über dem See. Wandere durch die karge Wüstenlandschaft. Mache einen Stopp auf dem Ustyurt-Plateau und spüre vor den rauen Klippen und Schluchten die Kraft der Natur. Beobachte die Vögel am kleinen salzhaltigen Sudochasee, der einst ein Teil des Aralsees war. |
Tipp: Den Aralsee solltest du nur im Rahmen einer geführten Tour besuchen, da er sehr abgelegen ist und die Offroad-Strecke gutes Fahrkönnen und Kenntnisse der Umgebung erfordert. Auf der Reise „Usbekistan – Aralsee und Erkundung des abgelegenen Nurata-Gebirges“ fährst du von Chiwa über Nukus und Kungrad bis zum Aralsee, machst einen Stopp am Ustyurt-Plateau, picknickst am Sudochasee und verbringst eine Nacht im Jurtencamp am Aralsee.
5. Samarkand: Die Perle des Orients

Wenn Bauwerke sprechen könnten, könntest du in Samarkand unzähligen Geschichten aus tausenden von Jahren lauschen. Dabei stecken die Medresen, Mausoleen und Moscheen nicht nur voller bewegender Historie, sondern berauschen ebenfalls mit ihrer wunderschönen Optik. Kunstvoll geschmückte Denkmäler aus der Timuridenzeit funkeln innen und außen in azurblauen und goldenen Mosaiken, blaue Kuppeln krönen stattliche Sandsteinfassaden und in majestätischen Säulengängen kannst du dem Treiben auf malerischen Innenhöfen zusehen.
Am berühmten Registan-Platz siehst du dich von zu jeder Tageszeit anders strahlenden Medresen umgeben und spürst die Weisheit, die die einstigen wichtigen Lehrstätten noch heute umweht, vor den Mausoleen tauchst du in die architektonischen Meisterleistungen der orientalischen Baukünstler ein und auf dem beliebten Siab-Basar leuchten dir bunte Keramikteller entgegen, während sich der Duft von ofenwarmem Fladenbrot mit dem Aroma frischer Kräuter vermischt. Beim Anblick dieses Kosmos aus prunkvollen Bauten, jahrhundertealter Architektur und ehrwürdiger Geschichte wirst du schnell zu dem Schluss kommen, dass die UNESCO mit dem Titel „Schnittpunkt der Kulturen“ Samarkand nicht hätte besser bezeichnen können.
3 Top Sehenswürdigkeiten in Samarkand:
- Registan: Als „berühmtester Platz des Orients“ bezeichnetes Zentrum und Herz der Stadt, der von drei aufwendig verzierten Medresen umrahmt und am Abend von einer Licht- und Soundshow untermalt wird.
- Shahi-Sinda: Komplex aus vielen prachtvollen Mausoleen aus dem 11. bis 15. Jahrhundert mit Ornamenten und Mosaiken, die persische, zentralasiatische und ostasiatische Einflüsse vereinen.
- Mausoleum Gur-Emir: Die einem Palast gleichende Grabstätte des Mongolenherrschers und Nationalhelden Timur, deren Innenraum üppig in Gold und Blau verziert ist.
Samarkand im Überblick:
| Lage | Im Tal des Flusses Zerafshan südwestlich von Taschkent |
| Besonderheit | Eine der ältesten Städte der Welt mit einer Vielzahl an prächtigen Bauten |
| Gut zu wissen | Samarkand ist mit dem Hochgeschwindigkeitszug „Afrosiyob“ von Taschkent oder Buchara aus innerhalb von rund anderthalb bis zwei Stunden zu erreichen. An religiösen Sehenswürdigkeiten sollte auf angemessene Kleidung geachtet werden. |
| Aktivitätentipps | Lausche den Musikern im Innenhof der Bibi Hanum Moschee, die durch ihre achteckigen Minarette und aufwendigen Verzierungen hervorsticht und einst die größte Moschee Zentralasiens war. Wirf im Ulugh Begh Observatorium einen Blick auf die Messmethoden des 15. Jahrhunderts. Entspanne abseits des Trubels im Park neben dem Registan. Verkoste regionale Weine im renommierten Weingut Khovrenko. Mach einen Ausflug nach Schakhrisabz, dem Geburtsort von Nationalheld Timur, und erlebe vor den beeindruckenden Bauten sein historisches Erbe. |
Tipp: Vollkommen begreifen lässt sich eine unbekannte Kultur erst, wenn man sie nicht nur sieht, sondern auch schmeckt. Daher haben wir in unsere Reisen immer wieder kulinarische Erlebnisse eingebaut, wie das gemeinsame Kochen mit einer tadschikischen Familie auf der Reise „Usbekistans Highlights erwandern“ oder eine Weinverkostung auf der Reise „Usbekistan für Singles & Alleinreisende“.
6. Nurata Berge: Tadschikisches Dorfleben in urwüchsiger Landschaft

Wer von einer der majestätischen Städte mit ihren ehrwürdigen Sehenswürdigkeiten das erste Mal in die Nurata Berge reist, ist meist überrascht. Denn in der Bergwelt zwischen der Kyzylkum-Wüste und der Stadt Jizzax zeigt sich dir das Land an der Seidenstraße noch einmal von einer ganz anderen Seite. Auf dem Weg von Samarkand aus erwartet dich zunächst noch Wüste und Steppe, bevor sich vor dir schließlich die urwüchsige und karge Landschaft erstreckt. In den Vulkan-, Sand- und Kalksteinbergen kannst du endemische Pflanzen wie die Turkistan-Tulpe entdecken, zu versteckten Wasserfällen wandern, Petroglyphen entschlüsseln und vielleicht sogar das seltene Severtsov-Schaf erspähen.
Malerisch betten sich kleine tadschikische Dörfer in die Berge – abseits vom Glanz der großen Städte verzaubern sie mit ihren Häusern aus Stein, hunderte Jahre alten Walnussbäumen, grünen Gärten und gurgelnden Gebirgsbächen. Vor allem ist es jedoch das einfache und ruhige Leben der Bewohner, das tiefen Eindruck hinterlässt. Viele von ihnen lassen Besucher gerne an ihrem Leben teilhaben und so kannst du in eine Welt abseits deines gewohnten Alltags eintauchen: Weben, Spinnen, Brotbacken, Kochen am offenen Feuer sowie Obst- und Gemüseanbau – Dinge, mit denen du dich zuvor wahrscheinlich noch nie beschäftigt hast, sind in den Nurata-Bergen eine Selbstverständlichkeit.
Tipp: Die Nurata Berge sind ein echtes Naturparadies. Wo du weitere natürliche Juwelen entdecken kannst, zeigen wir dir in unserem Beitrag zum Wandern in Usbekistan.
3 Top Sehenswürdigkeiten in den Nurata Bergen:
- Festung Nurata (Alexanderfestung): Ruinen einer Festung in Nurata, die wahrscheinlich von Alexander dem Großen errichtet wurde und einen fantastischen Blick über die Umgebung bietet.
- Tschaschma-Quelle: Als heilig geltende Quelle am Stadtrand von Nurata mit als ebenfalls heilig geltenden Karpfen.
- Bergdörfer: In Dörfern wie Asraf, Uhum und Hayat leben die Einheimischen in Steinhäusern und gehen traditionellen Tätigkeiten wie der Viehzucht, dem Weben, Spinnen, Kochen und Backen nach.
Die Nurata Berge im Überblick:
| Lage | Zwischen der Kysylkum-Wüste im Westen und der Stadt Jizzax im Osten, südlich vom Aidarkulsee |
| Besonderheit | Ursprüngliche Berglandschaft mit einzigartiger Flora und Fauna sowie traditionellen Bergdörfern |
| Gut zu wissen | Der Kamm des Nuratau-Gebirges (wie die Nurata-Berge auch genannt werden) wurde 1975 zum Naturschutzgebiet erklärt und schützt mehrere gefährdete sowie endemische Tier- und Pflanzenarten. Der höchste Gipfel ist der Hayat Bashi Peak mit ca. 2.196 m. |
| Aktivitätentipps | Wandere zu einem Wasserfall durch das Kadvan-Tal. Halte nach dem Severtsov-Schaf (auch Kyzylkum-Schaf genannt) Ausschau. Entschlüssle die prähistorischen Felszeichnungen in der Sarmysch-Schlucht. Bewundere das handwerkliche Geschick der Einheimischen. Unternimm einen Ausflug zum Aidarkulsee. |
Tipp: Das Nurata-Gebirge ist wie gemacht, um auch mal über den Tellerrand zu schauen. Auf unseren Reisen hast du daher zwischen unseren Wandertouren immer wieder die Möglichkeit, das lokale Leben kennenzulernen – zum Beispiel beim Mittagessen oder bei einer Teepause mit einer lokalen Familie in Asraf und Sentob.
Mittagessen mit einer lokalen Familie in Asraf auf der Reise „Usbekistans Highlights erwandern“
Teepause mit einer lokalen Familie in Sentob auf der Reise „Usbekistan – 11 Tage Abenteuer an der Seidenstraße“
7. Aidarkulsee: Jurtenübernachtung unter dem Wüstenhimmel

Glasklar glitzert das Wasser scheinbar endlos in der Sonne, dichter Schilf umrahmt die Ufer und ringsum breitet sich goldener Sand aus: Wenn der Aidarkulsee mitten in der kargen Kysylkum-Wüste plötzlich vor deinen Augen auftaucht, fühlst du dich vermutlich wie auf einem anderen Stern. Um dich herum ist nichts als Stille und Weite, ein feiner Staub taucht alles in einen sanften Nebel, Flamingos, Schwäne und seltene Tiere wie der Bindenseeadler finden hier ebenso wie du einen ruhigen Rückzugsort. Spazieren, Wandern und bei schönem Wetter ein herrliches Bad im erfrischenden Salzwasser: Diesen paradiesischen Ort möchte man einfach nicht so schnell verlassen.
Musst du zum Glück auch nicht, denn mitten in den Dünen befindet sich ein Jurtencamp. Wie einst die Nomaden kannst du dich am knisternden Lagerfeuer stärken, die Nacht in traditionellen Zelten unter dem funkelnden Sternenhimmel verbringen und den Sonnenaufgang über den Dünen beobachten.
Da eine Jurtenübernachtung wohl für die wenigsten auf der Tagesordnung steht und du sicherlich etwas genauer wissen willst, worauf du dich einlässt, hat Anna für uns nach ihrer Reise ihre Eindrücke zusammengefasst:
“Nach Ankunft im Camp gibt es ziemlich bald Abendessen. Ich hatte erwartet, dass es neben den Jurten keine richtigen Räumlichkeiten gibt. Aber der Speiseraum und auch die Sanitäranlagen waren in richtigen Gebäuden angelegt und sowohl ich als auch meine Mitreisenden hatten weniger Komfort erwartet. Zu unserer Freude wurde noch ein Lagerfeuer gemacht und ein traditioneller Sänger hat mit seinem traditionellen Zupfinstrument und seinem Gesang die Stimmung perfekt gemacht.
Die Jurten waren mit dicken Decken ausgestattet, sodass selbst mir, als bekannte Frostbeule, in der Nacht nicht zu kalt wurde und kuschelig warm war. Wir schliefen jeweils zu viert in einer Jurte. Für alle, die sich vor nächtlichen Besuchen von Insekten oder Tieren sorgen, ist es beruhigend zu wissen, dass der untere Teil der Jurte unter anderem mit Schaffellen umrandet ist. Dieser Geruch hält unerwünschte Gäste zuverlässig fern. Lediglich auf eines sollte man sich einstellen: Der Schlafuntergrund ist recht fest und hart. Das Aufwachen am nächsten Morgen war eindrucksvoll, weil das Licht sich seinen Weg durch die Ritzen in der Jurte bahnte und auf die bunte Dekoration im Inneren schien.
Später spazieren wir noch ein Stück auf die Dünen hinauf, wo sich ein großartiger Ausblick eröffnet: Vor uns liegt nur das Jurtencamp – und sonst nichts als Weite. Im Sand entdecken wir Spuren von Kamelen und, wie wir vermuten, auch von Käfern.“
Der Aidarkulsee im Überblick:
| Lage | In einer salzhaltigen Senke im äußersten Osten der Kysylkum Wüste nahe der Grenze zu Kasachstan |
| Besonderheit | Salzhaltiger See inmitten von einer kargen Umgebung mit traditionellem Jurtencamp |
| Gut zu wissen | Der Aidarkulsee umfasst die drei Salzseen Aydarkul, Arnasay und Tuzkan und entstand 1969 aus dem Fluss Syrdarja, der zur Bewässerung der umliegenden Trockengebiete umgeleitet wurde. In den Jurten finden 4 bis 5 Personen in einfachen Betten Platz, es gibt sanitäre Anlagen und die Mahlzeiten werden im Gemeinschaftszelt serviert. |
| Aktivitätentipps | Bade im kristallklaren Wasser. Mache ein Picknick am Strand. Beobachte Vögel und Fische vom Ufer des Sees. Genieße den Sonnenaufgang eingekuschelt auf einer Düne. Lausche traditioneller usbekisch-kirgischer Musik am knisternden Lagerfeuer. |
Tipp: Du möchtest auch einmal eine Nacht am Aidarkulsee verbringen? Auf diesen Reisen kannst du in das Leben der Nomaden eintauchen:
Usbekistans Highlights erleben
Usbekistan für Singles & Alleinreisende
Usbekistan – Aralsee und Erkundung des abgelegenen Nurata-Gebirges
Tipps für deine Reise zu Usbekistans Sehenswürdigkeiten
Die Sehenswürdigkeiten Usbekistans haben deine Entdeckungslust geweckt? Dann kann die Reiseplanung ja starten! Wir haben dir dafür die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Unser Team vom Kundenservice steht dir aber natürlich auch jederzeit übers Telefon unter +49 30 318 77 933 60, unter +43 512 546 000 60 aus Österreich oder per Mail unter beratung@asi.at zur Seite.
Sabine war bereits auf unserer Reise „Usbekistans Highlights erleben“ dabei und schwärmt:
„Was für ein Erlebnis! Es war eine Reise wie aus 1001 Nacht, die ich mir so nicht erträumen hätte können. Die Freundlichkeit der Usbeken, das leckere Essen und die Kultur sind einzigartig. Usbekistan ist definitiv eine Reise wert!“
| Einreise | Bis zu 30 Tage: mindestens noch drei Monate gültiger Reisepass Ab 30 Tagen: Visum + mindestens drei Monate über das Ablaufdatum des usbekischen Visums hinaus gültiger Reisepass Anmeldepflicht beim UVViOG innerhalb von 72 Stunden (wird bei einem Aufenthalt im Hotel vom Hotel übernommen) |
| Beste Reisezeit | Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Oktober) Je nach Region kann das öffentliche Leben während des Ramadans etwas eingeschränkt sein. Weitere Infos zur besten Reisezeit für Usbekistan |
| Sprache | Usbekisch |
| Sicherheit | Usbekistan gilt als sicheres Reiseland. Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage gibt es beim Auswärtigen Amt. |
| Bezahlung | Währung: Sum (UZS) In den größeren Städten sind Geldautomaten vorhanden, außerhalb davon weniger. Zum Umtausch empfiehlt es sich, Bargeld in Euro oder in US-Dollar mitzunehmen (USD ist weiter verbreitet.) |
| Unterkünfte | Unterschiedliche Unterkunftsarten von kleinen Gästehäusern, über Jurtencamps bis hin zu historischen Medresen Es wird zunehmend in die touristische Infrastruktur investiert, außerhalb der Städte sind die Übernachtungsmöglichkeiten meist einfach. |
| Fortbewegung | Verschiedene Schnellzüge, z.B. der Hochgeschwindigkeitszug „Afrosiyob“ nach Samrakand, Buchara und Taschkent. Der Fahrstil der Einheimischen entspricht meist nicht europäischen Gewohnheiten. |
| Essen & Trinken | Die usbekische Küche ist recht fleischlastig, es gibt jedoch auch vegetarische Optionen. Das Nationalgericht ist Palov (Reis, Fleisch, Karotten und Zwiebeln). Zum Essen wird meist Brot, Wasser und Tee gereicht. Obwohl Usbekistan muslimisch geprägt ist, wird nahezu in allen Restaurants und Bars Alkohol serviert und die Einheimischen stoßen gerne mit Wodka an. Lediglich im Fergana-Tal geht es etwas konservativer zu, weshalb es hier meist abgetrennte Separees für Besucher gibt, die Alkohol trinken möchten. Anna berichtet von einer käsigen Spezialität: „Die Wanderung beginnt am Parkplatz, wo vor allem der Hartkäse in Bällchenform verkauft wird. Man nennt dies Kurt. Die Kugeln werden an der Sonne getrocknet und sind damit sogar über einige Wochen haltbar.“ |
❢ Gut zu wissen: Traditionen werden in Usbekistan zwar mit Leidenschaft aufrechterhalten. Gleichzeitig gibt es jedoch auch zukunftsweisende Projekte, die ehrgeizige nachhaltige Ziele verfolgen. So wurde im Bundesstaat Samarkand im Juli 2022 ein mit Solarzellen ausgestattetes-Hochspannungsumspannwerk in Betrieb genommen, das den Energiebedarf von etwa 140.000 Menschen decken soll.
Die häufigsten Fragen rund um Usbekistans Sehenswürdigkeiten
Als Urlaubsland steckt Usbekistan noch in den Kinderschuhen. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass dir die folgenden Fragen im Kopf herumschwirren. Hier kommen die Antworten unserer Produktmanager, die das unbekannte Juwel in Zentralasien bei der Konzeption unserer Reisen hautnah kennengelernt haben.
Eine Reise nach Usbekistan lässt dich in eine andere Kultur eintauchen. Um in keinerlei Fettnäpfchen zu treten oder gar unbewusst gegen Gesetze zu verstoßen, solltest du dich mit den Vorort geltenden Vorschriften und Ritualen vertraut machen. Dazu zählen unter anderem folgende Dinge:
– Ausweispflicht: Bei Ausweiskontrollen durch die Polizei muss jederzeit der Reisepass sowie die Aufenthaltserlaubnis und/oder Registrierung mitgeführt werden.
– Religion & Verhalten: Usbekistan ist ein muslimisch geprägtes Land, wobei die Vorschriften des Korans je nach Region unterschiedlich praktiziert werden. Informiere mich zuvor über die lokalen Gegebenheiten und passe deine Kleidung und dein Verhalten daran an.
– Kleidung: Es gibt keine generellen Vorschriften. Insbesondere außerhalb der Großstädte ist jedoch konservative Kleidung angebracht. Bei Besichtigungen von religiösen Stätten sollten Schulter und Knie bedeckt sein.
– Geld: Da die Geldautomaten nicht immer funktionieren, solltest du ausreichend Bargeld in Euro oder US-Dollar mit dir führen und es ausschließlich in Banken oder offiziellen Wechselstuben umtauschen.
– Fotografieren: An manchen als strategisch wichtig geltenden Einrichtungen, wie Brücken und staatlichen Gebäuden ist Fotografieren nicht gestattet. Achte auf Hinweisschilder und verzichte im Zweifel lieber auf ein Foto.
Die immense Bedeutung, die Usbekistan einst für die Seidenstraße gespielt hat, ist noch heute vielerorts spürbar. In lebendigen Oasenstädten prägen ehrwürdige Medresen und prächtige Moscheen das Bild, orientalische Architektur wechselt sich mit modernen Bauten ab und auf bunten Märkten lässt es sich die kulinarischen und handwerklichen Besonderheiten des Landes mit allen Sinnen erleben.
In abgelegenen Dörfern werden tief verwurzelte Traditionen greifbar und herzliche Einheimische zeigen sich überaus gastfreundlich. Die Natur begeistert mit ihrer Idylle, Ursprünglichkeit und zahlreichen Möglichkeiten für Entspannung und Abenteuer.
Usbekistan ist unheimlich vielseitig. Auf einer Reise durch das Land gibt es daher verheißungsvoll klingende Städte, faszinierende Wüstenlandschaften, idyllische Oasen, klare Seen und traditionsreiche Bergdörfer zu entdecken. Zauberhafte Orte entlang der Seidenstraße lassen mit Moscheen, Medressen und Mausoleen die Vergangenheit lebendig werden und sind mit blauen Kuppeln sowie detailreichen Verzierungen für Architektur- und Kulturinteressierte gleichermaßen ein Highlight. In der Natur zeigen sich die verschiedenen Facetten Usbekistans zwischen urwüchsigen Berglandschaften, kargen Steppen, weiten Wüsten und schimmernden Salzseen. Ein kulturelles Abenteuer auf den Spuren der Nomaden bietet eine Übernachtung in einem Jurtencamp.
Sehenswerte Orte in Usbekistan:
| Städte | Natur |
| Taschkent | Aralsee |
| Buchara | Nurata Berge |
| Chiwa | Aidarkulsee |
| Samarkand |
Usbekistans Sehenswürdigkeiten: Märchenhaft, majestätisch & malerisch
Über weitläufige Plätze, die von ehrwürdigen Medresen flankiert werden, schlendern, sich den Weg durch ein enges Gassenlabyrinth bahnen, auf dem Basar gut gelaunt um den besten Preis für duftende Gewürze feilschen und Flamingos an glasklaren Seen beobachten: Auf einer Reise nach Usbekistan erlebst du ein Abwechslungsreichtum das so bunt ist wie die Keramikteller, die dir an den Marktständen entgegenstrahlen. Ob in den quirligen Städten an der Seidenstraße, in der Abgeschiedenheit der Berge oder beim Tee mit Einheimischen – du fühlst dich zurückversetzt in eine Zeit von vor hunderten Jahren und erlebst gleichzeitig eine Atmosphäre voll moderner Offenheit.
Um die schönsten Sehenswürdigkeiten Usbekistans zu entdecken, musst du dich nicht auf die Suche begeben. Spaziere einfach los und schon blickst du auf die schönsten blauen Kuppeln, die majestätischsten Wüstenfestungen und die sagenumwobendsten Naturphänomene. Lust auf orientalisches Flair, architektonische Perlen, unvergessliche Wüstenabenteuer und köstliche Spezialitäten? In Usbekistan findest du genau das, was du suchst – und noch ein bisschen mehr. Komm‘ doch mit auf unsere Usbekistan-Reisen und entdecke mit uns das oft noch unterschätzte Herz Zentralasiens.



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In Buchara fand ich das Zentrum mit dem Wasserbecken so schön, weil es sich echt angefühlt hat wie eine Oase und durch das Wasser bekam der Platz eine besondere Stimmung.
„In Buchara sind wir bei einer einheimischen Familie zum Abendessen zu Gast und können authentische, regionale Gerichte in entspannter Atmosphäre kennen lernen. Ein unvergessliches kulinarisches Erlebnis erwartet Dich!“ 






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