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Smarte Routen, echte Begegnungen: Unser Ansatz gegen Overtourism

Einsamer Wanderer mit Blick auf Gipfel

Du hast es vielleicht schon gelesen: Immer öfter gehen Menschen in beliebten Urlaubsdestinationen auf die Straße. Sie demonstrieren – nicht gegen dich als Gast, sondern gegen die Ausmaße des Massentourismus oder auch Overtourism. Wie es soweit kommen konnte und wie wir bei ASI Reisen auf die damit einhergehenden Herausforderungen reagieren, erklärt dir unsere Head of Impact & Sustainability Nia.

Was bedeutet Overtourism?

Overtourism heißt, dass Tourismus aus dem Gleichgewicht gerät. Wenn zu viele Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort sind und das nicht gut gemanagt wird, dann leidet das, was zählt: das Leben der Menschen vor Ort und das Erlebnis der Gäste.

Und wir verstehen das. Denn auch wir bei der ASI lieben Reisen – aber eben achtsam und mit Respekt gegenüber den Menschen vor Ort.

Gründe für Overtourism: Was passiert da gerade?

Auf den Kanaren leben rund 2,2 Millionen Menschen, aber es kommen 18 Millionen Urlauber pro Jahr – das ist fast das Neunfache! Klar, dass das nicht ohne Folgen bleibt. Die Probleme, die dadurch entstehen, sind vielfältig:

  • Wohnungsnot durch Airbnb & Co.
  • Ausländische Investoren, die Immobilien aufkaufen
  • Überfüllte Busse und Straßen
  • Steigende Preise für die lokale Bevölkerung

In Barcelona wurden Touristenbusse mit Wasserpistolen „begrüßt“, auf Mallorca gingen Tausende unter dem Motto „Für das Recht auf ein würdiges Leben“ auf die Straße.

Tourismus als Lebensgrundlage

Tourismus hat jedoch nicht nur negative Auswirkungen. Wir haben mit unseren Partnern vor Ort gesprochen – mit Luisa, lokale Partnerin auf Madeira, Benjamin, Bergwanderführer auf Gran Canaria, Alfred, Guide auf Teneriffa, und Hendrik, lokaler Partner auf Mallorca. Alle sagen: „Wir schätzen unsere Gäste!“ Denn Tourismus bringt Menschen zusammen und schafft einen Raum für kulturellen Austausch und Verständnis. Indem wir unterwegs ins Gespräch kommen, gemeinsam essen oder zusammen Feste feiern.

Und Tourismus bringt Jobs, Einkommen und Perspektiven.

Zum Beispiel:

  • Auf Mallorca macht der Tourismus 25-30 % des BIP aus.
  • Auf den Kanarischen Inseln sind es sogar 36,8 % des BIP.
  • Die Arbeitslosenquote auf Teneriffa ist mit 11,45 % die niedrigste seit 20 Jahren.

Aber: Nicht alles Geld bleibt vor Ort. Wenn Hotels internationalen Ketten gehören oder Kreuzfahrtgäste kaum etwas ausgeben, profitieren die Menschen vor Ort wenig. Und: Urlauber geben pro Kopf weniger aus. Auf den Kanaren sank der Tagesdurchschnitt von 167 € auf 158 €.

Zwischen Overtourism und Undertourism: Zwei Seiten derselben Medaille

Während manche Destinationen unter den Folgen von Overtourism ächzen – überfüllte Strände, steigende Mieten, Umweltbelastung – kämpfen andere mit dem Gegenteil: Undertourism. Orte wie Jordanien, die nach einem Boom plötzlich mit drastisch sinkenden Besucherzahlen konfrontiert sind, erleben wirtschaftliche Einbrüche, Jobverluste und den Verfall touristischer Infrastruktur.

Beide Extreme – zu viel und zu wenig Tourismus – bringen Herausforderungen mit sich. Was es braucht, ist ein balancierter, resilienter Tourismus, der lokale Bedürfnisse ernst nimmt, saisonale Schwankungen ausgleicht und langfristig tragfähig ist. Denn nachhaltiger Tourismus bedeutet nicht nur weniger, sondern besser.

Und was machen wir bei der ASI?

Auch in Regionen, die oft als overtouristed gelten, lässt sich die Masse erstaunlich leicht umgehen. Das gilt für Städte ebenso wie für bekannte Hotspots in den Alpen. Wenn man die Augen offenhält, etwas mitdenkt und die Gegend kennt, kann man auch noch ganz ruhige Ecken finden. Oder man ist mit einem Reiseunternehmen unterwegs, das sich eben richtig gut auskennt. Genau dafür sind unsere Produktentwickler:innen und Guides da. Sie wissen, wann die Massen gehen, wann es stiller wird, welche Plätze wir zu bestimmten Uhrzeiten lieber meiden sollten und wo wir die echten und authentischen Erlebnisse finden können. Mit ein bisschen Ortskenntnis und der richtigen Planung wird selbst ein vermeintlich überlaufener Ort zu einem Platz, an dem du Durchatmen, Entdecken und Begegnen kannst.

Unser Ansatz für besondere & nachhaltige Reisen

Wir glauben: Reisen kann anders gehen. Und besser. Bei ASI Reisen wollen wir seit jeher Erlebnisse schaffen, die nicht nur besonders, sondern auch nachhaltig sind. Das bedeutet für uns, Reisen so zu gestalten, dass sie Sinn machen – für unsere Gäste und für die Orte, die wir besuchen. Natürlich gehören bekannte Highlights dazu. Aber genauso bewusst bauen wir Orte ein, die kaum jemand auf dem Radar hat und gerade deshalb so viel Charme haben. An den bekannten Spots setzen wir auf einen antizyklischen, smarten Zugang: früh morgens, später am Abend oder auf Wegen, die die Masse links liegen lässt. So können wir das Besondere erleben, ohne zusätzlich zu belasten – und gleichzeitig zeigen, dass verantwortungsvolles Reisen oft einfach nur eine Frage der guten Planung ist.

Die Entwicklung der ASI-Reisen

Unsere Produktmanager:innen entwickeln neue Reisen mit einer klaren Checkliste: Wie können wir die lokale Wertschöpfung steigern, Massen vermeiden und echte Begegnungen ermöglichen? Dabei achten wir darauf, dass wir langfristige und wertschätzende Partnerschaften mit lokalen Unternehmen und lokalen Guides etablieren und die Wertschöpfung transparent bleibt. Und unsere Gäste bleiben mindestens 6 Nächte in Europa, 13 Nächte auf Fernreisen – je länger du bleibst, desto mehr profitiert die Region.

Für alle unsere ASI Original Reisen geben wir die lokale Wertschöpfung in Prozent an – so weißt du ganz genau, wie viel deines Reisepreises wirklich in der Destination bleibt. Das ist nicht nur fair, sondern auch ein starkes Zeichen für nachhaltigen Tourismus. Mehr Informationen, wie wir bei ASI Reisen Wertschätzung und Wertschöpfung erhöhen, kannst du in diesem Artikel nachlesen.

Wertschätzung & Wertschöpfung bei der ASI ➤

Die Gestaltung der ASI Reisen: Echte Einblicke vor Ort

Unsere Guides leben vor Ort, kennen die Region, sprechen die Sprache und verstehen die Kultur. Sie helfen uns, Massen zu umgehen, wirklich einzutauchen und das Land auf eine besondere, respektvolle Weise kennenzulernen. Sie sind unsere Insider: Sie öffnen Türen, die man allein oft nicht findet, geben Einblicke ins echte Leben und schaffen Begegnungen, die hängen bleiben. Statt oberflächlicher Eindrücke ermöglichen sie Tiefe – echte Gespräche, gemeinsames Lachen, überraschende Perspektiven.

Wir reisen bewusst in kleinen Gruppen mit maximal zwölf Personen. Das schützt sensible Orte, hält unseren Fußabdruck gering und schafft gleichzeitig Raum für authentische Begegnungen – untereinander und mit Menschen vor Ort. Und wer lieber individuell unterwegs ist, findet bei uns genauso passende Reisen, die sich flexibel gestalten lassen.

Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man schnell mit Locals ins Gespräch – man sitzt nebeneinander, teilt kurze Alltagsmomente und bekommt so einen unmittelbaren Eindruck vom Leben vor Ort.

Wir essen in lokalen Restaurants – so kommt dein Geld direkt bei den Menschen an, die die Region prägen.

Und: Wir haben Reisen mit dem Fokusthema „Auf verborgenen Wegen“, bei denen wir bewusst nicht die bekannten Highlights besuchen, sondern neue, innovative Orte entdecken – Orte, die nicht im Rampenlicht stehen, aber genauso faszinierend sind. So lenken wir den Tourismus gezielt um, weg vom Mainstream, hin zu echten Erlebnissen.

Zu den “Auf verborgenen Wegen”-Reisen ➤

Fazit: Du bist Teil der Lösung

Overtourismus bring Herausforderungen mit sich, doch gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Reisen bereichert – sowohl dich als Reisenden als auch die Menschen vor Ort. Wenn du mit uns reist, reist du bewusst. Du hilfst mit, dass Tourismus nicht zur Belastung, sondern zur Bereicherung wird.
Stöbere durch unsere Reisen und entdecke dein nächstes Traumziel – intensiv, authentisch und verantwortungsvoll.

Zu den ASI-Reisen ➤

Feb. 2, 2026Nia Klatte

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Nia Klatte

Nia ist Head of Impact & Sustainability bei ASI Reisen. Sie hat in England Tourismus und Anthropologie studiert und fast zehn Jahre in Südostasien als Nachhaltigkeitsmanagerin gearbeitet. Heute lebt sie in Berlin und interessiert sich besonders für das Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen sowie den Austausch mit Menschen vor Ort.

02.02.26 ASI-Reisen, Nachhaltigkeit, Overtourism, ReisetippsNachhaltigkeit, Overtourism, Verantwortungsvoll reisen

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