
Geschäftige Millionenmetropolen und historische Denkmäler: Dafür ist China bekannt. Doch im Land der Superlative sind nicht nur die Städte und Monumente aufsehenerregender als an anderen Orten, sondern auch die traumhafte Natur. Umgeben vom Gewusel der Straßen ist es kaum vorstellbar, aber abseits des Großstadtdschungels warten Landschaftskulissen auf dich, die den Atem rauben, Ehrfurcht erwecken und erden. Kurzum: Perfekte Bedingungen zum Wandern!
Bizarre Karstberge, die von einem mystischen Nebelschleier umweht werden, weite Reisterrassen, die sich endlos über die Hänge ziehen und Seen, die in den unvorstellbarsten Farben schimmern, umrahmen alte Pfade, idyllische Flussufer und steile Steigen. Auf deinen Wanderungen gelangst du zu UNESCO-Welterbestätten, passierst friedlich grasende Wasserbüffel, entdeckst aufwendig gemeißelte Buddhafiguren in mystischen Höhlen und blickst von heiligen Gipfeln auf ein friedliches Wolkenmeer hinab. Wir zeigen dir die 5 spektakulärsten Wandergebiete Chinas und verraten dir auch, wo du auf einem stillen Abschnitt der Chinesischen Mauer dem kaiserlichen Erbe des Landes Tribut zollen kannst.
Das Wichtigste zum Wandern in China
- China ist ein Land der Gegensätze – sowohl kulturell als auch landschaftlich. Das spiegelt sich in den vielfältigen Wandermöglichkeiten wider. Naturliebhaber haben die Wahl aus Routen durch Berge, Reisfelder und Bambuswälder, Kultur- und Geschichtsinteressierte können zu (und auf) historischen Monumenten wandern und Abenteuerlustige finden an steilen Hängen und in tiefen Schluchten den gewünschten Nervenkitzel.
- Wanderungen in China lassen sich in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden gestalten: Von einfachen Spaziergängen bis hin zu herausfordernden Bergtouren ist alles möglich. Die bekanntesten Wege sind gut ausgeschildert, in abgeschiedeneren Regionen ist die Wegführung nicht immer klar zu erkennen.
- An berühmten Wanderzielen herrscht hohes Besucheraufkommen. Wer früh aufbricht und sich etwas abseits der Hauptattraktionen begibt, kann den Menschenmengen jedoch gut entgehen.
- Die Landschaften Chinas laden dazu ein, Wanderungen mit Radtouren oder Flussfahrten zu kombinieren.
Was macht das Wandern in China so besonders?
Wir sind vielleicht etwas voreingenommen, schließlich ist das Wandern fest in der DNA von ASI Reisen verankert, doch dass Wandern eigentlich immer die beste und erlebnisreichste Möglichkeit ist, ein Land kennenzulernen, steht außer Frage. Und so ist es nicht verwunderlich, dass du sowohl die Kultur und die Besonderheiten als auch die Vergangenheit und die Gegenwart Chinas zu Fuß unfassbar intensiv erlebst. Zwischen dem Lichtspektakel der aufgehenden Sonne über das goldene Licht am Nachmittag bis hin zu einzigartigen Sonnenuntergängen zeigt eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde abseits der Ballungsräume seinen Zauber aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln.
Das macht das Wandern in China so besonders:
- Landschaftliche Vielfalt: Regenwälder, Wüsten, Berge, Reisfelder und mehr
- Wandergebiete für jeden Geschmack: Bekannte Regionen mit bestens ausgebauter Infrastruktur oder abgelegenere Gegenden mit Abenteuerfaktor
- Kulturelle Erfahrungen: Traditionelle Dörfer, spirituelle Tempel und Pagoden sowie ein reiches Angebot an Kultur von Tai-Chi Kursen, über Kochworkshops bis hin zu Einblicken in die Traditionelle Chinesische Medizin
- Kulinarische Erfahrungen: Lokale Bauernmärkte und Streetfood-Stände am Wegesrand
- Abwechslung: Ergänzung der Wanderungen um Radtouren oder Flussfahrten auf traditionellen Bambusflößen
- Gastfreundschaft der Einheimischen: Große Herzlichkeit gegenüber Besuchern



Unsere Kollegin Claudia hat es auf ihrer letzten Reise besonders die Hilfsbereitschaft der chinesischen Bevölkerung angetan:
„Die Einheimischen sind sehr bemüht, zu helfen, auch wenn oft wenig Englisch verstanden wird. Jedoch scheinen mir die Englisch-Kenntnisse schon deutlich besser als noch 2018.“
Tipp: China erfreut sich als Reiseziel immer größerer Beliebtheit – sowohl bei Besuchern aus dem Ausland als auch bei den Einheimischen. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Landschaftsstriche sind daher oft rege besucht. Möchtest du sie dir trotzdem nicht entgehen lassen, solltest du frühzeitig aufbrechen. Bei den China-Reisen von ASI richten es unsere Guides wo immer möglich ein, den größten Andrang zu umgehen. Außerdem kennen sie neben den berühmtesten Attraktionen auch Geheimtipps, an denen es noch ruhig zugeht.
Die Wanderwege Chinas: Von leichten Spaziergängen zu herausfordernden Trekkingtouren

So facettenreich, gegensätzlich und beeindruckend wie das Land selbst, so abwechslungsreich zeigen sich auch die Wanderwege Chinas. Ob du entspannt gewundenen Flüssen folgen möchtest oder abenteuerliche Steige zum Gipfel erklettern magst: Du findest für jede Wanderlaune die passende Strecke. Dabei kannst du geschichtlichen Pfaden folgen, architektonische Meisterleistung bewundern, Zeuge von einzigartigen Naturspektakeln werden oder spirituelle Erfahrungen sammeln.
Während du einige Wege selbst als Anfänger gut meistern kannst, solltest du auf manch anderen Touren Trittsicherheit mitbringen, hin und wieder keine Höhenangst haben und über gute Ausdauer verfügen. Mancherorts spazierst du entspannt auf bestens ausgebauten Wegen, andernorts balancierst du über Nervenkitzel garantierende schmale Bretter oder hast so einige steile Treppenstufen zu überwinden. Für welche Route du dich auch entscheidest und ob du ein paar Stunden oder ein paar Tage unterwegs bist: Grandiose Ausblicke, ergreifende Begegnungen und oft schon unwirklich scheinende Kulissen sind deine steten Begleiter.
Tipp: Steile Aufstiege sind in China oft kein Grund, auf die fantastischen Aussichten am Ende zu verzichten: Nicht selten gibt es Seilbahnen, die dich bequem in höhere Lagen bringen.
Die schönsten Wandergebiete Chinas: Zu Fuß die Seele des Landes spüren
Mal in schwindelerregenden Höhen, mal in unfassbar tiefen Schluchten, mal umgeben von milchigen Nebelschwaden, mal inmitten von grünen Reisterrassen und nicht zuletzt auf einer der wahrscheinlich bekanntesten Mauern der Welt: In China kannst du deine Wanderlust mit allem stillen, was dein Herz begehrt – du musst nur wissen, wo. Wir zeigen dir daher unsere fünf Favoriten unter Chinas Wandergebieten.
❢ Gut zu wissen: Wenn du dich nicht entscheiden kannst, welche Region am verlockendsten klingt, gibt es zum Glück mehrere Hochgeschwindigkeitszüge, die dich schnell und bequem in die nächste Szenerie bringen, die du erwandern möchtest. Auch bei ASI steht das rasante Erlebnis oftmals auf dem Reiseplan.
Die Top 5 Wandergebiete Chinas im Überblick:
| Wandergebiete | Besonderheit | Perfekt für |
|---|---|---|
| Die Chinesische Mauer | UNESCO-Weltkulturerbe und eines der neuen 7 Weltwunder | Wanderungen auf einem der weltweit beeindruckendsten Bauwerke mit historischem Flair |
| Die Reisterrassen von Longji | Landwirtschaftliches Meisterwerk von Minderheitenvölkern | Entschleunigung kombiniert mit kulturellen Einblicken |
| Die Karstberge rund um Guilin | Südchina prägende märchenhafte Karst- und Flusslandschaft | Naturerlebnisse im ländlichen China |
| Zhangjiajie | Hollywoodbekannte Berglandschaften mit UNESCO-Weltnaturerbestatus | Mystischen Zauber zwischen surrealen Felspanoramen |
| Tigersprungschlucht | Eine der tiefsten Schluchten der Welt | Wandern über dem tosenden Jangtse |
1. Die Chinesische Mauer: Historisches Monument inmitten grüner Weite

Dass eine Ansammlung uralter Steine zu den wohl bedeutendsten Sehenswürdigkeiten weltweit zählt, ist eigentlich kaum vorstellbar, oder? Dennoch: In China zieht eine teils verfallene Mauer jährlich Tausende von Menschen an. Okay, wahrscheinlich liegt es daran, dass die Chinesische Mauer ein Architektur-Meisterwerk von immenser Dimension ist. Seit Jahrtausenden windet sich das monumentale Bauwerk auf über 20.000 km durch grüne Bergketten bis zum Horizont. Einst erbaut, um das Chinesische Reich zu schützen, bietet sie dir heute fantastische Aussichten auf grüne Hügel so weit das Auge reicht, während historische Wachtürme unzählige Geschichten zu erzählen wissen und dich Teil der chinesischen Vergangenheit werden lassen.
Besonders spannend: Während einige Abschnitte der Großen Mauer wunderschön restauriert sind und eine majestätische Aura verbreiten, sind andere Strecken noch gänzlich ursprünglich und wild: Büsche und Bäumchen überwuchern die Steine, es gilt Leitern zu erklimmen sowie lose Ziegeln und steile Grate zu passieren. Ob auf einem reparierten oder auf einem naturbelassenen Abschnitt: Es lohnt sich, bis zum Ende des Tages zu warten, um umgeben von Weite und Stille Zeuge eines atemberaubenden Sonnenuntergangs zu werden.
- Besonderheit: UNESCO-Weltkulturerbe und eines der neuen 7 Weltwunder
- Perfekt für: Wanderungen auf einem der beeindruckendsten Bauwerke mit historischem Flair
Tipp: Möchtest du deine Wanderung auf der Chinesischen Mauer bei Jinshanling starten, kannst du dir den Start etwas erleichtern und statt dem steilen Aufstieg hinauf auf die Seilbahn ausweichen. Unsere Kollegin Claudia konnte so auf der Reise „Chinas Highlights erleben“ glücklicherweise eines der neuen Weltwunder besteigen, obwohl sie leicht kränkelte:
„Wenn man von der Seilbahn aussteigt, sind es nur wenige Meter, bis man tatsächlich auf der imposanten Mauer steht. Es war fast nichts los bei diesem Streckenabschnitt und der Ausblick war fantastisch: Mit Büschen versehene grüne Hügel soweit das Auge reicht. Die Mauer ist dort gut renoviert, jedoch muss man trotzdem teilweise klettern, weil manche Teile aus unbebautem Felsen oder sehr steilen Stufen bestehen.“
Die Chinesische Mauer im Überblick:
| Lage | Nördlich von Peking |
| Erreichbarkeit | Als (Halb-)Tagesausflug von Peking |
| Restaurierte Mauerabschnitte u.a. | Badaling: berühmtester und meistbesuchter Abschnitt Mutianyu Juyongguan |
| Unrestaurierte Mauerabschnitte u.a. | Gubeikou Jiankou Jinshanling (teilrestauriert) |
| Charakter | Restaurierte Abschnitte: Sicher & mittelschwer mit regelmäßigen Verkaufsständen Unrestaurierte Abschnitte: Schwierig mit steilen Anstiegen, losen Steinen und Ziegeln, teils überwuchert und rutschig, ohne Verpflegungsmöglichkeiten |
| Voraussetzungen | Restaurierte Abschnitte: Trittsicherheit Unrestaurierte Abschnitte: Gute Trittsicherheit Die gesamte Strecke beinhaltet teilweise schwierige Anstiege und unebene Wege. |
| Frequentierung | Die restaurierten und berühmtesten Abschnitte sind Besuchermagnete, auf den ursprünglichen Abschnitten ist man stellenweise fast allein. |
| Beste Wanderzeit | April – Juni & September – November Zum chinesischen Nationalfeiertag in der ersten Oktoberwoche sind die Abschnitte Badaling, Juyongguan und Mutianyu sehr geschäftig. |
Tipp: Die unterschiedlichen Facetten der Chinesischen Mauer begreifst du am besten, wenn du sowohl restaurierte als auch unrestaurierte Etappen erwanderst. Während die gut in Stand gehaltenen Abschnitte die gewaltigen Dimensionen besser vor Augen führen, bieten dir die Abschnitte im Originalzustand ein romantischeres und geschichtsträchtigeres Erlebnis – vorausgesetzt du bist trittsicher genug. Es werden übrigens immer noch Teilstücke der Mauer restauriert und für Besucher zugänglich gemacht. Deine Auswahl an Wandermöglichkeiten wird also zukünftig noch größer werden.
3 Reisetipps für die Große Mauer:
Chinas Highlights erleben
Walking the Great Wall of China
China – Halleluya-Berge & die Große Mauer
2. Die Reisterrassen von Longji: Idylle & Tradition inmitten malerischer Hänge

Dass sich Nutzen und Optik harmonisch in Einklang bringen lassen, ist nicht oft der Fall – bei den Reisterrassen von Longji ist dies jedoch bereits in der Yuan-Zeit zwischen 1271 und 1368 gelungen. Verbunden über ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem sorgen die endlos geschwungenen, in die Hänge eingeschmiegten Terrassen nicht nur für eine reiche Reisernte, sondern erschaffen auch einen Anblick, der einem Kunstwerk gleicht – einem überaus wandelbaren obendrein. Je nachdem, wann du den „Drachenrücken“ (so die Übersetzung von „Longji“) besuchst, siehst du während ihrer Bewässerung, wie sich der Himmel in ihnen spiegelt, anschließend strahlen sie dir in leuchtendem Grün entgegen und kurz vor der Ernte schimmern sie schließlich in warmen Goldtönen.
Schmale Pfade winden sich durch die Reisfelder, folgst du ihnen, siehst du die kunstvoll angelegten Terrassen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, du triffst in den Dörfern der Zhuang und Yao auf herzliche Bewohner in ihrer traditionellen Kleidung, passierst Holzhäuser, betrachtest am Morgen die um die Hänge wogenden Nebelschwaden, kannst die Einheimischen bei ihrer Feldarbeit beobachten und siehst am Abend dabei zu, wie die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwindet.
- Besonderheiten: Entschleunigung kombiniert mit kulturellen Einblicken
- Besonderheit: Landwirtschaftliches Meisterwerk von Minderheitenvölkern
❢ Gut zu wissen: Manchmal werden die Longji-Reisterrassen auch als Longsheng Reisterrassen bezeichnet, da sie sich im gleichnamigen Kreis befinden.
Die Longji-Reisterrassen bestehen aus drei verschiedenen Hauptgebieten, die sich etwas voneinander unterscheiden.
Die Reisterrassengebiete von Longj im Überblick:
| Ping’an Reisterrassen | Longji (altes Zhuang Dorf „Gu Zhuang Zhai“) | Jinkeng (Dazhai) Reisterrassen | |
| Charakter |
Kleines Gebiet, das in ungefähr einem halben Tag erkundet werden kann. Aussichtspunkte sind unkompliziert zu erreichen. Gut ausgebaute (gepflasterte) Wege. Berühmt, daher in der Hochsaison oft sehr gut besucht. |
Kleinstes und ursprünglichstes Gebiet mit geschichtlichen und kulturellen Einblicken. Bewirtschaftet von den Zhuang. Traditionelles Dorf mit über hundert Jahre alten Holzhäusern. |
Größtes Gebiet von Longji, für dessen komplette Erkundung mehr als ein Tag eingeplant werden sollte. Bewohnt vom Volk der Roten Yao. Am stärksten touristisch ausgebaut (Seilbahn, Souvenirstände, Geschäfte). |
| Erreichbarkeit |
Rund 100 km nordwestlich von Guilin (ca. 1,5 h Autofahrt bis zum Ticketschalter, danach per Shuttle weiter zu den einzelnen Dörfern) |
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Ca. 40 min Shuttlefahrt |
Ca. 20 min Shuttlefahrt |
Ca. 30 min Shuttlefahrt |
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| Attraktionen |
Aussichtspunkt „Seven Stars Around The Moon“ / „Sieben Sterne begleiten den Mond” (七星伴月). Aussichtspunkt „Nine Dragons And Five Fingers“ / „Neun Drachen und fünf Tiger” (九龙五虎). |
Traditionelle Holzhäuser der Zhuang. |
Aussichtspunkt „Golden Buddha Peak“ / Der goldene Buddha-Gipfel (Jinfo Ding 金佛顶). Per Seilbahn oder zu Fuß erreichbar. Aussichtspunkt „West Hill Musik“ (Xishan Shaoyue 西山韶乐). Höchster Punkt der Reisterrassen. |
| Wandermöglichkeiten |
Vom Dorf Ping’an zum Aussichtspunkt „Seven Stars Around The Moon“: ca. ½ Stunde. Vom Dorf Ping’an zum Dorf Longji: ca. ½ Stunde. |
Von Gu Zhuang Zhai zum Dorf Ping’an: ca. 1,5 h. |
Vom Dorf Dazhai zum Dorf Ping’an: ca. 4–5 h. |
| Beste Wanderzeit |
Die Flutungs- und Erntezeiten variieren von Jahr zu Jahr und können sich auch zwischen den einzelnen Gebieten unterscheiden. Falls die Felder während deinem Besuch an einer Stelle noch trocken sind, kannst du an einem anderen Ort also vielleicht schon die gefluteten Reisfelder erspähen. Unsere Kollegin Claudia erlebte die Reisterrassen in prächtigen Herbstfarben: „Die Reisterrassen waren wunderschön gelb. Die Herbststimmung wurde durch diese kräftige gelbe Farbe perfekt“ |
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Tipp: Da die Dörfer in den Reisterrassen nur zu Fuß über schmale Pfade und Treppen erreichbar sind, solltest du kein großes Gepäck mitnehmen, wenn du vor Ort übernachten möchtest. Auf den ASI-Reisen mit Übernachtung packst du deine wichtigsten Habseligkeiten daher in einen Tagesrucksack, während dein Hauptgepäck bewacht im Tal oder im Bus zurückbleibt.
3 Reisetipps für die Longji-Reisterrassen – mit oder ohne Übernachtung: Du hast die Wahl
Yangtze: China (1 Übernachtung im Gästehaus in Ping’an)
Chinas Highlights erleben (Tagesausflug zu den Reisterrassen)
Guangxi – Wandern in der Karstlandschaft (1 Übernachtung im Gästehaus in Dazhai)
3. Die Karstberge rund um Guilin: Surreale Märchenlandschaft in Südchina

„Ich fühlte mich wie in einer Fantasielandschaft, die doch in der Art gar nicht existieren kann!“ Wo unsere Kollegin Claudia auf ihrer China-Reise derart ins Schwärmen kam? Bei ihrem Besuch von Guilin, genauer gesagt auf ihrer Wanderung durch die Karstlandschaften, die die Stadt im Süden Chinas umgeben. Kein Wunder: Wie gemalt scheinen die unzähligen Karstkegel, die senkrecht aus dem Wasser des Li-Flusses emporragen, während sich die Felsenformationen rundum zuckerhutgleich im Wasser spiegeln. Die Schönheit der Region hat sich zwar herumgesprochen und so sind sowohl Guilin als auch das benachbarte Yanshuo nicht mehr die Geheimtipps, die sie vor kurzem noch waren, doch insbesondere beim Wandern gelangst du dennoch immer wieder an Orte, die mit ihrer Gelassenheit ihren ursprünglichen Zauber versprühen.
Du marschierst vorbei an Baumbushainen, deren Rohre im Wind knarzen, kommst durch kleine Dörfer, siehst den Bauern bei der Reisernte oder -trocknung zu, und beobachtest gemächlich weidende Wasserbüffel. Egal, ob deine Füße eine Pause brauchen oder nicht: Eine Bambusfloßfahrt auf dem Yulong-Fluss solltest du dir ebenso wenig entgehen lassen wie eine Fahrradtour entlang des Li-Flusses. So erlebst du die Traumkulisse aus Karstbergen und grünen Hügeln – vielleicht mystisch umweht von einem Nebelschleier – noch einmal aus einer anderen Perspektive.
- Perfekt für: Naturerlebnisse im ländlichen China
- Besonderheit: Südchina prägende märchenhafte Karst- und Flusslandschaften
❢ Gut zu wissen: Steck dir auf deinem Ausflug in die Karstberge rund um die Stadt Xingping einen 20 CNY-Schein ein – dessen Rückseite kannst du mit den Landschaften um das Yellow Cloth Shoal abgleichen, denn die wurden darauf verewigt.
Die Karstberge von Guilin im Überblick:
| Lage | In der Region Guangxi im Süden Chinas |
| Erreichbarkeit | Guilin wird täglich von Direktzügen aus verschiedenen Städten wie Chongqing, Beijing oder Shanghai angefahren. Yangshuo ist von Guilin aus in rund 1,5 h mit dem Bus zu erreichen. Nach Xinping sind es von Guilin mit dem Zug rund 20 bis 30 min. |
| Wandermöglichkeiten | Besteigung des Berges Xianggong (ca. 20 min): Ein kurzer, aber steiler Pfad führt hinauf zu mehreren Aussichtsplattformen, die den Blick auf die grün bewachsenen Berge und den sich dazwischen schlängelnden Li-Fluss freigeben. Vom Berg Xianggong nach Xingping (ca. 12 km / 4 h): Nach einer kurzen Fährüberfahrt geht es auf teils naturbelassenen Pfaden, teils auf einem mit großen Steinen gepflasterten Weg entlang des Li-Flusses vorbei an Bambuswäldern und Reisfeldern. Wanderung auf den Mondberg Yuèliàng Shān (ca. 30 – 40 min): Kurze Wanderung mit rund 800 Treppenstufen (die nach Regen rutschig sein können) auf eine halbmondförmige Felsenbrücke mit Ausblick auf die Karstlandschaft. |
| Frequentierung | Guilin und Yangshuo ziehen viele Besucher an und sind ein beliebtes Ziel für Fotografen und Influencer. Viele Stellen sind daher eher touristisch ausgelegt, dennoch besteht vielerorts die Möglichkeit, einen Einblick in das Dorfleben zu bekommen und die Ruhe zu genießen. |
| Beste Wanderzeit | April bis Juni (Frühling mit grünen Karstbergen und milden Temperaturen) & September bis November (Herbst mit milden Temperaturen und etwas Sonnenschein). Im Spätherbst kann der Wasserstand für Bootsfahrten auf dem Li-Fluss teilweise zu niedrig sein. |
| Sehenswerte Orte | Yangshuo Xingping Berg Xianggong Gongnong-Brücke Schilfrohrflötenhöhle (Ludi Yan) in Guilin Mondberg (Yueliang Shan) Sonne und Mond-Pagoden im Riyue Shuangta Cultural Park in Guilin (Stadt) Daxu Old Town |
| Weitere Aktivitäten | Fahrradtour entlang des Li-Flusses Bambusfloßfahrt auf dem Yulong-Fluss. Besuch einer Darbietung einer chinesischen Volksgeschichte vor den Karstbergen Yangshuos („Liu Sanjie“). Teeverkostung auf einer Teeplantage. Bummel in der Fußgängerzone in Yangshuo (Weststraße). Streetfoodmarket am Abend in Guilin. |
Tipp: Du möchtest genauso ins Schwärmen kommen wie Claudia? Auf der Reise „Chinas Highlights erleben“ kannst du den Xianggong erklimmen, nach Xingping wandern, auf dem Fahrrad entlang des Yulong-Flusses radeln und deinen Tag mit Tai-Chi starten.
Weitere Reisetipps für die Karstberge von Guilin:
Guangxi – Wandern in der Karstlandschaft
Hongkong:China & Hongkong
Yangtze:China
4. Zhangjiajie: Märchenhafte Landschaft mit schwebenden Bergen

Mystische Felssäulen, die wie feine Nadeln aus dem Nichts in den Himmel ragen und von sanften Nebelschwaden umweht werden: Die Szenerie im Zhangjiajie Nationalpark könnte glatt als Vorlage für einen Blockbuster dienen! Und das hat sie tatsächlich: Die Macher des Avatar-Films sollen sich von dem UNESCO-Weltnaturerbe in der Wulingyuan Scenic Area inspiriert haben lassen. Kein Wunder: Die unzähligen grün bewachsenen Sandsteinformationen, die idyllischen Wasserläufe und die dichten Wälder werden auch bei dir sicherlich die Frage aufwerfen, ob das noch Realität ist, du in einem Hollywoodstreifen gelandet bist oder ob du dich gar auf einem anderen Planeten befindest.
Verschlungene Wege mit Aussichtspunkten, spektakuläre Glasbrücken, über das Felsenmeer schwebende Gondelbahnen und Shuttlebusse sorgen für beste Voraussetzungen, um die Traumlandschaft zu erkunden. Unser Tipp: Nutzt du ausschließlich Busse und Seilbahnen, um von einem Teil des Parks zum anderen zu gelangen, wirst du zwar fantastische Aussichten genießen, Einsamkeit wirst du zwischen den zahlreichen Gleichgesinnten jedoch nicht finden. Begibst du dich jedoch etwas abseits der berühmten Aussichtsplattformen und erkundest die Umgebung zu Fuß, findest du dich bald begleitet von Äffchen auf malerischen Wegen wieder, kletterst auf Holzstegen nahe dem Abgrund, wanderst zwischen den Wolken oder fühlst dich umgeben von den hochaufragenden Felsnadeln ganz klein und wirst nach hunderten Treppenstufen das unwirkliche Panorama noch einmal mehr auskosten.
- Perfekt für: Mystischen Zauber zwischen surrealen Felspanoramen
- Besonderheit: Hollywoodbekannte Berglandschaften mit UNESCO-Weltnaturerbestatus
❢ Gut zu wissen: Im Eintrittspreis für den Zhangjiajie Nationalpark sind die darin verkehrenden Busse eingeschlossen. Für die Seilbahnen, Aufzüge und den Tianmen Mountain zahlst du noch einmal extra.
Die Landschaften von Zhangjiajie im Überblick:
| Lage | In der Region Wulingyuan in der Provinz Hunan in Zentralchina |
| Erreichbarkeit | Die Stadt Zhangjiajie ist mit dem Schnellzug von mehreren Städten, wie Changsha, Fenghuang oder Hongkong aus erreichbar. Vom Bahnhof der Stadt fahren Shuttlebusse, die – je nach Eingang – etwa eine Stunde bis zum Nationalpark benötigen. |
| Wandermöglichkeiten | Yuanjiajie: Das bekannteste Gebiet im Nationalpark mit den aus Avatar bekannten Hallelujah-Bergen und dem gläsernen Bailong-Lift, der an der Flanke einer Felssäule hinauf- und hinabfährt. Golden Whip Trail: Entspannter Wanderweg in Yuanjiajie entlang eines Bachs, auf dem sich zwischen Bambuswäldern und hohen Felswänden die Bergwelt von unten erkunden lässt. Yangjiajie: Weniger oft besuchtes Gebiet, das besonders wild ist und abenteuerliche Wanderungen ermöglicht. Tianzi Shan: „Kaiserberg“, der per Seilbahn erreicht werden kann und mehrere Wandermöglichkeiten inklusive einem Glassteg über den Sandsteingipfeln bietet. Tianmen Shan: Außerhalb des Zhangjiajie Forest Parks gelegener, rund 1.500 m hoher Berg mit einer der längsten Seilbahnen der Welt, mehreren an die Felswände gebauten Glasstegen, der Tianmen-Höhle, dem Tianmen-Tempel und mehreren Rundwegen. |
| Frequentierung | Die Region ist ein Besuchermagnet und vor Bussen, Aufzügen und Seilbahnen ist beim Schlangestehen oft Geduld gefragt. Auf den Wanderwegen abseits der Aussichtsplattformen geht es deutlich ruhiger zu. |
| Beste Wanderzeit | April bis Mai & September bis Oktober. Zwischen April und Juni kann es öfter zu Regen kommen und die Berge können von Nebel umgeben sein. Dafür ist die Atmosphäre besonders mystisch. |
| Aktivitäten-Tipps | Genieße die spirituelle Stimmung im buddhistischen Tianmen-Tempel. Bestaune nach einem Aufstieg über 999 Stufen (oder einer Rolltreppenfahrt) die Felsöffnung „Tianmen-Höhle“, die auch als „Himmelstor“ bekannt ist. Klettere über enge Brücken und Leitern zum Aussichtspunkt „Tianbo Mansion“ Erlebe den Nervenkitzel und eine fantastische Aussicht bei einer Fahrt mit dem verglasten Bailong Elevator, dem weltweit höchsten Außenaufzug. |
Tipp: Nach den unwirklichen Naturerlebnissen zwischen Felsformationen mit Namen wie „Alter Mann beim Bücherlesen“ oder „Zwillingsschwestern“ hast du Lust auf etwas Kultur? Dann empfehlen wir dir einen Abstecher in die antike Stadt Fenghuang oder das traditionelle Dorf Furong Zhen. Auf der geführten Gruppenreise „China – Halleluya-Berge & die Große Mauer“ und der individuellen Rundreise „China: Zhangjiajie“ ist mindestens einer der beiden Orte nach der Erkundung der Zhangjiajie Berge mit eingeplant.
5. Tigersprungschlucht: Wildes Trekking über dem Jangtse

Ob die Tiger Leaping Gorge ihre mystisch-magische Stimmung der Legende zu verdanken hat, dass an ihrer schmalsten Stelle einst ein Tiger so weit gesprungen sein soll wie kein anderes Tier zuvor oder ob es daran liegt, dass sie zu den tiefsten Schluchten der Welt gehört? Der tosende Jangtse, der sich umrahmt vom Jade Dragon Snow Mountain und dem Haba Xueshan seit 40 Millionen Jahren tosend seinen Weg durch die zerklüftete Landschaft bahnt, ist mit Sicherheit ebenfalls nicht ganz unschuldig an der Ausstrahlungskraft der wilden Schlucht.
Mit steilen Felswänden neben dir, vorbei an Wasserfällen und mit Blick auf schneebedeckte Gipfel sind die tosenden Stromschnellen des Jangtse-Flusses zwar nicht immer zu sehen, das Donnern lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass sich der wildeste Abschnitt eines der längsten Ströme der Welt unter dir befindet. Du wanderst durch kleine Dörfer und Bambuswälder, die legendären 28 steilen Kehren bringen dich bestimmt ins Schwitzen, du siehst das Sonnenlicht auf den Wellen tanzen, weichst gemächlichen Bergziegen aus und genießt traumhafte Ausblicke von charmanten Gasthäusern. Je nach Route bist du ein paar Stunden oder mehrere Tage unterwegs und kannst am Tiger Jumping Rock mit eigenen Augen die Stelle sehen, an der der berüchtigte Sprung des Tigers seinen Lauf genommen haben soll.
- Perfekt für: Wandern über dem tosenden Jangtse
- Besonderheit: Eine der tiefsten Schluchten der Welt
❢ Gut zu wissen: Der Jangtse – offiziell „Jangtsekiang“ – ist mit rund 6.380 km der längste Fluss Asiens und der drittlängste Strom der Welt. An der Tigersprungschlucht sollen seine Stromschnellen am gewaltigsten sein.
Die Tigersprungschlucht im Überblick:
| Lage | Im Norden der Provinz Yunnan an der Grenze von Lijiang und Shangri-La |
| Erreichbarkeit | Von Lijiang rund 2,5 – 3 h nach Qiaotou, dem westlichen Ausgangsort der Wanderung. An der dortigen Touristeninformation ist das Eintrittsticket für die Schlucht erhältlich. Der Bus hält im weiteren Verlauf an zwei weiteren Stellen, von denen man direkt zu Aussichtsplattformen und dem Zugang zum Tiger Jumping Rock gelangt. (Upper Tiger Leaping Gorge und Middle Gorge bei Tina’s Guesthouse) |
| Wissenswertes | Die Schlucht ist insgesamt rund 22 km lang. Vom tiefsten bis zum höchsten Punkt der Schlucht (vom Fluss bis zum Jade Dragon Snow Mountain) sind es rund 3.900 m. |
| Wandermöglichkeiten | Die Wanderroute besteht aus drei Teilen. Der Upper Tiger Leaping Gorge, der Middle Tiger Leaping Gorge und der Lower Tiger Leaping Gorge. Die klassische Route ist ca. 17 km lang und dauert rund 2 Tage inklusive Übernachtung in einem der Guest Houses am Weg. Kürzere Touren führen zum Beispiel vom Tiger Leaping Gorge Parking Lot zur Upper Tiger Leaping Gorge (ca. 1,5 h). Für den Abstieg zum Tiger Jumping Rock können je nach gewähltem Weg und der Jahreszeit zusätzliche Gebühren in Höhe von rund 10 – 15 CNY von den Einheimischen erhoben werden. |
| Schwierigkeitsgrad | Es gibt unterschiedliche Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden: Die kurze Tour zum Upper Tiger Leaping Gorge ist zum Beispiel für Anfänger geeignet. Der Tiger Jumping Rock ist über gut ausgebaute Stufen zu erreichen. Die 2-Tagestour erfordert Wandererfahrung und eine gute Kondition. Insbesondere der erste Teil, der die 28 Kurven beinhaltet, ist anstrengend. Im Anschluss geht es weniger herausfordernd weiter, ab dem Halfway Guesthouse führt die Strecke größtenteils bergab. Auf dem Weg stehen hin und wieder Einheimische mit Eseln, die anbieten, Wandernde auf ihren Tieren nach oben zu führen. Der Weg ist teilweise eng und bröckelig. Bei Regen kann es rutschig werden, gegebenenfalls kann der Weg dann auch geschlossen sein. |
| Frequentierung | Im Vergleich zu anderen Wanderwegen in China ist die Tigersprungschlucht noch ursprünglich und natürlich. Da die Bekanntheit jedoch zugenommen hat, hat sich auch die Anzahl der Gasthäuser entlang der Strecke erhöht. |
| Beste Wanderzeit | März – Mai und September – Oktober Während der Regenzeit zwischen Mitte Juni und Mitte September sollte aufgrund der Rutschgefahr vom Trekking abgesehen werden. Wer dennoch wandern möchte, sollte sich vorab über die Gegebenheiten und mögliche Schließungen informieren. |
Tipp: Die Gegend rund um die Tigersprungschlucht ist nicht nur für ihre Naturschönheiten, sondern auch für ihre kulturelle Vielfalt bekannt. Eine ganze Reihe an verschiedenen Minderheiten ist dort zuhause, praktiziert ihre eigenen Traditionen und spricht ihre eigenen Sprachen. Verbinde deine Trekkingtour beispielsweise mit einem Besuch der zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden und im traditionellen Stil der Naxi-Kultur erbauten Altstadt von Lijiang, bestaune die über 300 Jahre alten Wandmalereien im Dorf Baisha und lerne in Shangi-La den tibetischen Lebensstil kennen. Gelegenheit dazu hast du auf der Reise „China – Vom Gipfel Emei Shan nach Ost-Tibet“.
Wissenswertes: Was gibt es beim Wandern in China zu beachten?
Schnürst du das erste Mal in China deine Wanderschuhe, werden dir wahrscheinlich so einige Unterschiede zu den Wanderregionen in Europa auffallen. Damit du das meiste aus deinen Touren herausholen kannst, haben wir ein paar Tipps für dich zusammengefasst.
| Infrastruktur | In beliebten Wandergebieten sind die Markierungen meist gut, es gibt Orientierungstafeln und ausreichend Versorgungsmöglichkeiten. In abgelegeneren Regionen ist die Wegführung nicht immer klar erkennbar. In ländlichen Gegenden gibt es nicht überall Elektrizität. In diesem Fall sollte darauf geachtet werden, dass benötigte Akkus zuvor voll aufgeladen werden. Es gibt verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Standards, von traditionellen und einfachen Gästehäusern bis hin zu modernen Hotels. |
| Wegbeschaffenheit | Die Auswahl an Wandermöglichkeiten reicht von einfachen Spaziergängen bis hin zu anspruchsvollen Trekkingtouren. Teilweise sind die Wege gut ausgebaut, teilweise gibt es Pfade, die Trittsicherheit und Konzentration erfordern. Die Besteigung vom Mt. Huashan In der Provinz Shaanxi gilt mit steilen Felswänden und den zum Gipfel führenden schmalen Steigen als eine der gefährlichsten Wanderungen der Welt und sollte nicht mit Höhenangst begangen werden. |
| Wegefrequentierung | Die Chinesen reisen gerne und auch bei ausländischen Touristen erfreut sich das Land immer größerer Beliebtheit, weshalb die bekanntesten Orte oft stark frequentiert sind. Um sie in Muße besuchen zu können, solltest du möglichst früh starten und die offiziellen Feiertage vermeiden. Fällt ein Feiertag auf ein Wochenende, ist zusätzlich der darauffolgende Montag frei. Wege, die etwas außerhalb der berühmtesten Sehenswürdigkeiten liegen, sind oft weniger gut besucht, da die Einheimischen meist lediglich per Fahrzeug zu erreichende Plätze anschauen und nicht viel weiter laufen. |
| Verständigung | Amtssprache: Chinesisch, mit zahlreichen Dialekten Hauptsprache: Standard-Mandarin Zusätzlich gibt es verschiedene Minderheitensprachen. Englisch ist nicht allzu weit verbreitet, die Englischkenntnisse der Einheimischen haben sich in den letzten Jahren jedoch verbessert. Die Chinesen sind trotz möglicher Sprachbarrieren meist sehr bemüht, zu helfen. |
| Europäische Reisende in China | Europäische Reisende erwecken in China vielerorts Aufmerksamkeit und müssen vor allem in abseits gelegenen Gegenden damit rechnen, offen bewundert zu werden. Oftmals wird nach gemeinsamen Fotos gefragt. |
| Packliste | Schau dir hier unsere Packliste zum Wandern an. Je nachdem, wo du wanderst, kann das Wetter schnell umschlagen, weshalb du auf unterschiedliche Bedingungen vorbereitet sein solltest. Da Hotels, Restaurants und öffentliche Verkehrsmittel meist stark klimatisiert sind, ist ein Schal oder eine Jacke selbst bei warmen Außentemperaturen empfehlenswert. |
| Verpflegung | Jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten. Rund um bekannte Sehenswürdigkeiten werden meist Snacks und Getränke verkauft, oft gibt es kleine Stände am Rande von Wanderwegen. Bei vegetarischen Speisen sollte darauf geachtet werden, ob wirklich kein Fleisch oder beispielsweise Fischsoße verwendet wurde. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. |
| Sicherheit | Die Kriminalitätsrate ist gering. Zum Schutz vor Kleinkriminalität sollten die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen befolgt werden und insbesondere in größeren Menschenmengen sollte auf Wertsachen geachtet werden. |
| Bezahlung | Landeswährung: Renminbi Yuan (RMB oder CNY) Geldabheben ist mit gängigen Kreditkarten (jedoch selten mit deutschen Debitkarten) möglich. Meist wird mit Apps wie Alipay oder Weixin Pay (im chinesischen Messenger WeChat) bezahlt. Es sollte ausreichend Bargeld mitgeführt werden, da eine Zahlung per App für Besucher aus dem Ausland nicht immer möglich ist. |
| Fortbewegung | Es gibt viele hochmoderne Eisenbahnverbindungen, oftmals mit Hochgeschwindigkeitszügen. Wer kein Chinesisch spricht und mit dem Taxi unterwegs ist, sollte den Namen des Ziels schriftlich vorliegen haben. |
| Internet & Telefonie | An vielen Orten gibt es schnelles und kostenloses WLAN. Es findet eine staatliche Kontrolle des Internetzugangs statt. Auf viele Onlineangebote wie Google, X, Whatsapp und Facebook ist kein Zugriff möglich. Handyverträge können mit einem Ausweis und Gesichtsscan abgeschlossen werden. Die Nutzung von VPN-Diensten ist verboten. |
Wie sehr europäische Besucher in China Bewunderung hervorrufen, hat unsere Kollegin Claudia erfahren:
„Ich wurde von den Einheimischen oft fotografiert. Der europäische Look gilt hier als Schönheitsideal und einige Chinesen waren ganz aus dem Häuschen, ihren Verwandten und Freunden später ein Foto mit mir zeigen zu können. Zudem wurden mir offen Komplimente gemacht – die Chinesen nehmen da kein Blatt vor den Mund.“



Häufig gestellte Fragen rund ums Wandern in China
China erfreut sich als Reiseziel in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit. Nicht viele wissen jedoch, dass das Reich der Mitte nicht nur eine Menge an kulturellen Highlights bietet, sondern auch mit fantastischen Wanderbedingungen aufwarten kann. Falls es dir bisher auch so ging, beantworten wir im Folgenden die wichtigsten Fragen zum Wandern in China.
Mit seinen unterschiedlichen Landschaften ist China großartig, um zu Fuß erkundet zu werden. Je nach Geschmack gibt es die verschiedensten Naturschauspiele, historische Monumente und kulturelle Besonderheiten zu bewundern. Leichte Spaziergänge durch weite Reisfelder und Bambuswälder sind ebenso möglich wie anspruchsvolle Bergtouren zu hoch aufragenden Gipfeln und durch von wilden Flüssen geprägte Schluchten. Zwischendurch laden panoramareiche Aussichtspunkte über grüne Hänge, zu schneebedeckten Bergen und auf kleine Dörfer zu idyllischen Pausen ein. Steile Aufstiege lassen sich oftmals mit Seilbahnen oder Shuttlebussen angenehmer gestalten, sodass auch Wanderanfänger nicht auf tolle Ausblicke verzichten müssen.
Die Chinesische Mauer besteht aus mehreren Teilen und nicht alle sind so ausgebaut, dass sie begangen werden können. Die kürzeren Wanderungen auf der Mauer dauern rund zwei bis vier Stunden, es gibt aber auch Strecken, die etwa siebenstündige Touren ermöglichen. Einige Abschnitte der insgesamt über 20.000 km langen Mauer wurden restauriert und lassen sich daher einfach begehen, andere sind noch ursprünglich und uneben und erfordern eine gute Trittsicherheit sowie Abenteuerlust. Oftmals müssen steile Treppen überwunden werden, an manchen Orten verkürzen Seilbahnen den Weg.
Je nach Vorliebe gibt es in China Wanderungen, die unterschiedliche Wanderbedürfnisse befriedigen. Geschichtsinteressierte kommen ebenso auf ihre Kosten wie Naturliebhaber und Abenteuerlustige. Wer Wandern mit kulturellen oder spirituellen Begegnungen bereichern möchte, findet ebenfalls einen passenden Wanderweg.
Folgende Wanderungen in China zählen zu den schönsten Touren des Landes:
| Geschichte | Chinesische Mauer |
| Architektur | Chinesische Mauer Longji Reisterrassen |
| Natur | Zhangjiajie National Forest Park Huang-Shan-Berge (Gelbe Berge) Longji Reisterrassen Karstberge von Guilin |
| Abenteuer | Tigersprungschlucht Jiankou Abschnitt der Chinesischen Mauer |
| Kultur | Longji Reisterrassen Yunnan |
Zum Wandern nach China: Lohnt es sich?
Auf mystische Felsen blicken, das Rauschen von wilden Flüssen im Ohr, Bauern bei der Reisernte beobachten, das Auge über im Nebel schwebende Berggipfel gleiten lassen und dem Knacken von Bambus lauschen: Wenn du eine Wanderung in China startest, läufst du nicht nur durch traumhafte Landschaften, sondern erlebst die Gegensätze des faszinierenden Landes mit allen Sinnen. Ob du die Entschleunigung oder das Abenteuer suchst, ob du in die chinesische Kultur eintauchen möchtest oder der Natur ganz nahe kommen willst: Du findest bestimmt mehr als eine passende Route für dich.
An den bekanntesten Orten wirst du zwar selten allein sein, doch genau das macht das Wandern in China zum echten Tipp für alle, die den Besuchermassen entkommen möchten, denn nur ein paar Schritte weiter warten oft die ruhigen und unentdeckten Perlen. Auf den ASI-Wanderreisen in China erlebst du sowohl die klassischen Highlights im Reich der Mitte als auch die Geheimtipps abseits ausgetretener Pfade. Lust bekommen, China in allen Facetten zu erleben? Wir freuen uns, dich mit uns auf Reisen zu nehmen.
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„Die Einheimischen sind sehr bemüht, zu helfen, auch wenn oft wenig Englisch verstanden wird. Jedoch scheinen mir die Englisch-Kenntnisse schon deutlich besser als noch 2018.“ 






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